Soll ich oder soll ich nicht

Ich überlege gerade…

Wenn die folgenden Zeilen meine Verlobte und meine ehemalige Mitbewohnerin lesen werden, dann höre ich sie schon lachen.

Denn ich überlege gerade ernsthaft.

Soll ich mich bei Facebook anmelden?

MeinVZ ist für mich keine Alternative, da es bestenfalls national beschränkt ist.

Stayfriends ist ganz nett, um ehemalige Mitschüler wiederzutreffen. Aber 2 Euro pro Monat und trotzdem mit Werbung vollgespamt werden ist auch nicht der Weisheit letzter Schluss. Was auch der Grund ist, warum ich meine web.de-Clubmitgliedschaft gekündigt habe.

Facebook…naja ist Facebook. Verkauft meine Daten bei erstbester Gelegenheit und ändert die AGBs mal kurzfristig wie es ihnen passt. Alles schon passiert und gelesen…

Aber mal ernsthaft. Ich blogge. Lege mein Privatleben also eh mehr oder weniger offen ins Internet. Was weiß ich, was irgendwelche Robots an Daten daraus ziehen und zusammenhängen. Gelte ich vielleicht schon als linksradikaler Brandstifter?

Eine Suche bei Google zeigt sowieso erstmal ganz andere Stefan Praß als mich. Jedenfalls habe ich noch keine physikalische Fakultät von innen gesehen noch habe ich was mit Unternehmensgründungen zu tun. Und mir geht es auch nicht darum, bei Google ganz oben zu landen.

In erster Linie soll das Blog ja den einen oder anderen unterhalten und Verwandte, die weiter weg sind, es ermöglichen, an unserem Leben wenigstens etwas teilzuhaben. Und darum geht es mir auch bei Facebook. Ich will wenigstens die Möglichkeit haben, mich mit Bekannten dort auszutauschen ohne monatlich für eine zusätzlich werbefinanzierte Plattform Geld auszugeben.

Deswegen jetzt die Frage: Soll ich mich bei Facebook anmelden oder ja nicht?

Werbeanzeigen
Veröffentlicht in Alltag. Schlagwörter: , , , , , . 14 Comments »

Heiter und wolkig

Vor einigen Wochen las ich einen Beitrag vom Wortvogel, bei dem ich dachte…“Wie recht er hat.“

Seit einigen Monaten bin ich ebenfalls in der Cloud zu Hause und fühle mich überraschend wohl.

Im Gegensatz zu Torsten war meine Entscheidung gar nicht so eine bewusste. Ich suchte nach einem Online-Kalender, der sich auch mit Thunderbird abgleichen lässt. Den fand ich bei Google. Da denkt man natürlich erstmal an die böse Datenkrake. Will ich das wirklich? Wobei, bin ich wiederum so wichtig, dass ich in einem abgeschlossenen System operieren muss? Ich will doch gerade einen überall zugänglichen Kalender haben, auf den ich zugreifen kann.

Google Calendar

Es war noch weit bevor ich anfing, den Google Chrome Browser zu nutzen. Über Extensions fügte ich bei Thunderbird meinen Googlekalender hinzu. Was sich als nicht einfach herausstellte, weil das hinzufügen nicht selbsterklärend ist. Also fragte ich…Google. Sowas macht man zum Glück auch nur einmal. Wenn es einem nicht gerade das System zerschießt, wie bei mir vor ein paar Monaten. Dann fängt man wieder an zu suchen, findet es nicht und fragt…Google.

Bei der Win7-Installation vor wenigen Wochen habe ich mir die Mühe gar nicht erst gemacht. Chrome ist eh ständig an, die wichtigen Termine haben eine Popup-Funktion. Wer braucht dann noch einen Kalender in Thunderbird?

Wenn neue Termine per Gmail reinkommen, können diese gleich in den Kalender integriert werden, was ich sehr praktisch finde. Und Steffi hat auch einen Kalender bekommen. Seitdem sehe ich immer, wann sie beschäftigt ist. Auch wenn sie gerade mal wieder nicht erreichbar ist, kann ich Termine für uns gemeinsam machen.

Sehr praktisch auch die Möglichkeit, beim Kalender einen Ort einzugeben und diese dann per Google Maps gleich anzeigen zu lassen.

Sicher, der Kalender ist nicht der schönste. Aber er macht genau das was ich will, wie ich will und das alles, ohne mich zu überfordern.

Googlemail aka GMail

Eher zufällig landete ich bei Gmail. Wieso zahle ich bei web.de einen Clubbeitrag von fünf Euro im Monat und kann dort nicht mal einen vernünftigen Kalender benutzen. Und wieso muss ich dort täglich Werbemails empfangen. Ich zahle für einen werbefreien Account. Naja, und da ich bald heiraten werde und dann einen neuen Namen haben werde, warum sollte ich meine neue Emailadresse bei web.de beantragen? Warum nicht auch bei Google?

Also habe ich bei Gmail schon mal eine Emailadresse mit meinem zukünftigen Namen beantragt und mich mit Gmail etwas befasst. Das Adressbuch von web.de exportiert und bei Gmail importiert. Die Geburtstage eingetragen und schwupps, da tauchen sie auch schon in meinem Kalender auf. Sehr praktisch.

Jetzt habe ich mich mit den Einstellungen beschäftigt und festgestellt, dass andere Accounts über Gmail abgerufen werden können. Flugs meinen web.de Account eingetragen und die ca. 1000 Mails abgerufen. Das einsortieren in Ordner hat dann doch etwas gedauert. Moment, sagte ich Ordner? Bei Gmail heißen die doch Labels…

Als das endlich fertig war, stellte ich bei Gmail noch ein, dass Mails über den web.de Account versendet werden. So kann ich Gmail schon vor meiner Heirat nutzen und nach der Hochzeit wird dann auf den neuen Accountnamen umgestellt. Meine Umstellung ist dagegen schon gelaufen. 🙂

Sehr gut finde ich auch die Möglichkeit, sich Dateien direkt im Browser anzuschauen. Sei es pdf, doc oder xls. Die Dateien werden allesamt ordentlich angezeigt. Für meine Bedürfnisse reicht es vollkommen. Sollte ich tatsächlich mal eine xls-Datei bearbeiten, kann sie in Texte&Tabellen kopiert und bearbeitet werden.

Texte&Tabellen

Texte&Tabellen nutze ich hauptsächlich, um die eine oder andere Datei zur Verfügung zu haben, ohne dass zu Hause der Server 24/7 laufen muss. Nicht das ich jederzeit Zugriff auf meine Dateien bräuchte und die paar Dateien können auch ruhig online bei Google stehen. Geschützt sollten sie trotzdem sein, weil ich sie nicht öffentlich stelle.

Nice to have und allemal günstiger als ein Office-Paket, dass man auch nicht häufiger braucht.

Picasa

Seit der Win7-Installation habe ich mich auch mal an Picasa rangetraut. Der erste Eindruck war schon mal ganz gut. Eine Gesichtserkennung war das spannendste, konnte ich diese über kurzes Hochladen in einen geschützten Picasa-Bereich diese dann in meine Gmailkontakte einfügen. Das war es aber auch schon mit meinem Bedarf an Bildbetrachtern. Voerst. Denn ich werde sicherlich noch weitere Anwendungsbereiche finden, so wie ich es auch bei Gmail und dem Kalender geschafft habe.

(Via KFMW)

Das Leben in der Cloud vereinfacht viele Sachen, von denen man vorher nicht wusste, dass sie umständlich waren. Den Google Reader nutze ich schon seit Jahren. Vielleicht hat mir das den Einstieg in die anderen Dienste von Google erleichtert. Von Firefox habe ich mich schon längst verabschiedet und vermisse ihn nicht mal. Chrome bindet die Dienste des Hausherrn sehr gut ein und man ist fast versucht zu sagen, dass das Arbeiten damit noch mehr Spaß macht.

Natürlich schwebt weiterhin der Schatten der Datenkrake über allem. Sensible Daten behandel ich aber weiterhin mit Vorsicht, von daher ist es für mich in Ordnung, wenn ich mich von Googles Diensten quasi abhängig mache. Und einiges trenne ich auch weiterhin strikt von Google. Blogger z.B. nutze ich nicht, dafür bin ich zu sehr in WordPress verliebt. iGoogle ist eine nette Spielerei, mehr aber auch nicht für mich.

Wichtig für mich ist, dass ich an meine Mails, Daten und Termine jederzeit rankomme, wenn ich nur Internetzugang habe. Und dabei ist es egal, ob der PC ein Pinguin ziert, das Laptop unter MacOS läuft oder ich mit dem Handy darauf zugreifen will. Und das ist der größte Vorteil. Das das Internet als Überall-Netz genutzt werden kann.
WikiLeaks

Veröffentlicht in Alltag. Schlagwörter: , , , , , , , . 3 Comments »