Urlaub (letzter Teil)

Nachdem wir durch die „national befreite Zone“ aka Sächsische Schweiz gefahren (auch im Sinne von Gefahr…) sind und den Schlenker über Rathen getan hatten, mussten wir erst ganz nach Dresden wieder zurück, um über die Autobahn Richtung Berlin fahren zu können. Steffi war vom Vortag noch reichlich erschöpft und schlief, während ich schöne touristische Highlights nicht anfahren konnte, weil sie schlief. Wie z.B. den Lausitzring.

Dafür kamen wir bereits gegen halb drei in Prieros an. Kurz vorm Ortsausgangsschild wurde rechts abgebogen, durch ein Wohngebiet gefahren und dann wieder rechts abgebogen. Über eine Brücke an einer kleinen Bootswerft vorbei und in den Wald hinein. Dort nach ein paar hundert Metern dann links auf einen Feldweg und noch tiefer in den Wald. Der Weg schlängelte sich durch den Wald und dieser wurde immer dichter. Plötzlich tauchte ein kleiner Schuppen auf und der Weg war mit Kopfsteinpflaster ausgelegt. Ab hier wurde der Tag zur Nacht und außer Bäumen war nichts mehr. Bis dann endlich das Haupthaus des Hotels auftauchte. Wenn jetzt mal keine Kettensägen-affine Familie rausgestürmt kommt…^^

Wir meldeten uns an und bekamen ein Zimmer im Haus „Star“. Wie der Vogel. Meine Befürchtung, kein Internet zu haben, bewahrheitete sich zunächst nicht. Das WLAN wäre frei nutzbar. Super, dachte ich. Bis wir in unserem Zimmer ankamen. Denn dort war kein WLAN-Station. Also surften wir fortan nur noch, wenn wir am Haupthaus waren. Also gleich nach der Ankunft. Denn dort gab es auch das Restaurant, und wir schnabbelten erstmal ein paar Reibekuchen. Und genossen die Aussicht, denn das Hotel war direkt am See gelegen. Super idyllisch. Genau so haben Steffi und ich uns das verdient.

Zurück auf dem Zimmer lag ein Brief an der Tür gelehnt. Wegen Bauarbeiten der Brücke ist die Zufahrt zum Hotel am nächsten Tag blockiert. Man solle doch sein Auto, so man es benötigt, davor parken. Also sind wir zwei ins Auto gestiegen, um es für den Fall der Fälle außerhalb zu parken. So konnten wir ein bisschen spazieren gehen und bogen vor dem Hotel auf einen Wanderweg ab. Der führte aber so gar nicht zum Hotel zurück. Nachdem wir eine gute halbe Stunde parallel zum Hotel gelatscht waren, kehrten wir um. Steffi war zu dem Zeitpunkt wieder total erschöpft. Jedoch lag es daran, dass eine Armada an Mücken über mich (und nur mich!) her fiel. Und Steffi pausenlos (!) damit beschäftigt war, meinen Rücken abzuklatschen um mich vor den Mücken zu schützen. Seltsamerweise hatte ich am nächsten Tag nicht einen Mückenstich. Steffi dagegen schon…^^

Naja, Abendessen nahmen wir wieder im Hotelrestaurant zu uns und genossen noch etwas die Stille und die Aussicht.

Am nächsten Morgen wurde kurz gefrühstückt, im Internet gesurft und dann die Schattenfelle Fahrräder bestiegen. Ohne großen Plan fuhren wir den ausgeschilderten Radweg entlang, lediglich bewaffnet mit meinem Navi-Smartphone und einer gehörigen Portion Lust am Fahrrad fahren. Nach ca. 5,5 km bogen wir nach links Richtung Hermsdorf (nicht Herm’s Dorf, der lebt bekanntlich auf (s)einer Farm!) ab. Eher aus Bequemlichkeit, weil der Weg rechts lang mit löchrigen Platten gepflastert war und nicht so toll zu fahren war. Wir kamen nach gut 2 km über eine Schleuse und dahinter änderte sich der Straßenbelag in löchrige Platten, was bis kurz vor Hermsdorf so ging.

Dort angekommen wussten wir nicht, ob nun rechts oder links. Ein Blick auf das Navi verriet uns: Weder links noch rechts wäre für einen Kreis geeignet gewesen. Ein Blick auf die Karte im einzigen Bushäuschen des Dorfes bestätigte das. Besser wäre es gewesen, wir wären vorher rechts lang gefahren. Also wieder zurück. Und ab unserer Gabelung ging es dann 2,5 km über die Buckelpiste, bis wir direkt auf der B179 ausgespuckt wurden. Wo es keinen Fahrradweg gab…da war uns durch den Wald auf nicht fachmännisch befestigten Wegen lieber…

Aber noch mal umdrehen gilt nicht, also sind wir die 1,2 km Richtung Neubrück und dann wieder in den Wald hinein. Für die Gabelungen im Wald nutzten wir wieder das Navi, und so legten wir ganz balante die übrigen 6 km zum Hotel zurück. Grob überschlagen legten wir damit 25 km auf dem Sattel zurück.
Jedoch, wenn man nach so langer Fahrt ankommt, dann kann es passieren, dass man in ein Loch der Tatenlosigkeit fällt. Um das zu umgehen, bogen wir nicht zum Hotel ab, sondern fuhren ins Dorf hinein, um uns dort etwas umzuschauen. Mal abgesehen davon, dass die touristischen Highlights ruhig besser ausgeschildert werden könnten (Biogarten durch Zufall, Botanischer Garten gar nicht gefunden), „glänzte“ Prieros durch geschlossenes Auftreten. Im Sinne von Geschlossen! Von drei Restaurants war nur eins zu gebrauchen (einmal Ruhetag und das andere wollte warme Speisen nur am Wochenende ausgeben), die Touristeninfo ist Montags auch dicht und auch das Heimathaus ist Montags geschlossen. Also eigentlich der beste Ort zum Arbeiten. In Prieros gibt es keinen scheiß Montag. 😉

Egal, mit dem „Alten Fritz“ hatten wir ein Restaurant gefunden, wo wir dann zu Abend essen gehen konnten. Im Hotel wollten wir nicht noch mal. Nicht das es nicht gut gewesen wäre, aber man will ja auch Sachen ausprobieren.

Wir relaxten den Rest des Nachmittags in den Liegestühlen vom Hotel, direkt am See und erst, als die Mückenplage wieder aufzog, zogen wir uns zum Abendessen zurück. Das Essen beim „Alten Fritz“ war gar nicht schlecht. Bürgerliche Küche mit saisonalen Tupfern, in diesem Falle Pfifferlinge. Und das zu einem wirklich guten Preis. Kann man durchaus empfehlen.

Alt wurden wir nach dem Tag nicht mehr und da wir am nächsten Tag wieder aufbrachen, ging es auch früh ins Bett.

Der Weg nach Hause begann dann mit dem ersten Regen, seit wir zwischendurch in Friesland waren. Nur Sonne bis dahin, was bei dem diesjährigen Sommer schon ein unverschämtes Glück ist. Und auf der Autobahn bekamen wir kurz vor der Magdeburger Börde durch ein Gewitter, was eine willkommene Abwechslung war. Einfach nur aus Jux und Dollerei 100 km/h fahren, weil es das automatische Verkehrsleitsystem so befiehlt, sondern 100 km/h fahren, weil es so einfach sicherer ist. Und das begleitet von vielen Blitzen, das hat schon was. 🙂

Was danach geschah

Nun hatten wir ja das Glück, dass unser Bett nicht sooo weit entfernt war. Das Hotel spendierte uns aus gegebenen Anlass ein Hotelzimmer, was den unschätzbaren Vorteil hatte, dass wir keine böse Überraschung erlebten. Denn der eine oder andere glaubt, dass es Brauch ist, dem Hochzeitspaar die erste Nacht so schwer wie möglich zu machen. Und dabei sind Erbsen im Bett noch das harmloseste…

Lange schlafen ging dann aber trotzdem nicht, da um 11 Uhr die Zimmer bereits verlassen sein mussten. Also sind wir um halb neun (so der Plan) vom Wecker geweckt worden. Wach waren wir aber schon um acht! Geduscht und ab zum Frühstück. Und dort, und das war besonders schön, trafen wir noch einige Gäste von der Hochzeitsfeier. Kollegen und Freunde, von denen man sich dann noch mal richtig (und nüchtern^^) verabschieden konnte, bevor es auf die große Reise ging.

Noch schnell die Geschenke ins Auto geladen und ab nach Sillenstede zu den Schwiegereltern. Dort wieder die Geschenke ausgeräumt und dieselben dann im Eilverfahren nach Dollarscheinen abgesucht. Denn es waren so einige Dollars in den Geschenken versteckt und es wäre ja doof, wenn die in Deutschland blieben.

Ehe wir uns dann versahen, saßen wir bereits im Auto mit meiner Cousine und ihrer Tochter, also meiner Nichte zweiten Grades auf den Weg nach Bochum. Bis zur A1 ging auch alles glatt, aber kurz vor Lotte kam im Radio die Info…acht Kilometer Stau vor Lotte. Zu spät zum Abfahren, rechtzeitig zum reinfahren. 😦

Und dort standen wir dann geschlagene zwei Stunden, eher noch eine halbe Stunde mehr, so rum. Jedoch hatten wir das Glück, übrigens zum zweiten Mal in unserem Leben, das direkt vor uns die Autobahn wieder freigegeben wurde. Grund waren Aufräumarbeiten nach einem LKW-Unfall. An einem Sonntag! Ein LKW-Unfall! 👿

So kamen wir dann doch sehr spät in Bochum an. Zu spät für Susanne, sich noch bei ihren Freunden zu verabschieden. Sie ging wenigstens noch zu ihrer besten Freundin rüber, um sich von der zu verabschieden. Die Zeit nutzten wir, um unsere müden Glieder mit Beinwell einzureiben. Vorher waren wir nicht im Bermuda3eck verschollen, um Alisa und Susanne für ihre Fahrdienste und die Übernachtungsmöglichkeit und überhaupt für alles zu danken und entsprechend zum Essen einzuladen. Fragt mich aber nicht, wie das Restaurant hieß, in dem wir waren. Vielleicht waren wir doch ein wenig verschollen. 😉

Naja, nachdem wir satt, die Beine gepflegt und die Freunde verabschiedet waren, ging es dann ins Bett. Schließlich sollte der nächste Tag noch länger werden.

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Gaststättensuche – Das Finale

Anderthalb Monate ist es nun her, dass Steffis Mutter uns die Nachricht übermittelte, dass die Pächter unserer Gaststätte, in der wir die Hochzeit feiern wollten, vom Verpächter rausgedingsbumst werden soll.

Ein paar Tage später hieß es dann zwar von Pächterseite, dass sie gar nicht gewillt sind, rauszugehen. Aber ein komisches Gefühl bleibt. Was, wenn im Februar ein Anruf kommt, der uns mitteilen will, dass die Gaststätte leer steht?

Zumal wir ja nicht 100%-ig zufrieden mit der Waldschänke waren. Wie schon im Recall angemerkt, störte vor allem der etwas zu kleine Saal.

Nach langem Hin und Her entschieden wir uns, die Gaststättensuche fortzuführen. Zwei Lokale gab es ja noch, die zwar preislich höher liegen, aber lieber zehn Euro mehr pro Person zahlen und dafür Planungssicherheit zu haben.

Da wäre zum einen das „Antonslust„, wo ich Steffi bereits den Heiratsantrag machte und wir wissen, dass dort das Essen sehr gut ist.

Und zum anderen das „Zitronengras“ aka „Schützenhof Jever„.

Von beiden hat sich Steffi Angebote schicken lassen. Sah auch sehr vielversprechend aus. Jedoch auch sehr teuer nicht gerade billig. 😳

Egal, wir wollen die Hochzeit vernünftig feiern. Nur Abstriche möchte man dann natürlich nicht mehr unbedingt machen. 😉

Am Samstag waren wir „Zitronengras“, um uns vor Ort mal ein Bild zu machen. Auch zu Zeiten des Internets macht es einfach manchmal Sinn, die heimischen vier Wände zu verlassen und sich nicht auf die Peripherie-Geräte des PCs zu verlassen. Okay, mit Skype und einer 3D-Ansicht aller Räumlichkeiten wäre es auch zu Hause möglich, sich einen Eindruck zu machen. Aber dann könnte man sich nicht den Fiesematenten aussetzen, weil man sein gemütliches BVB-Jäckchen übergezogen hat.

Also Zitronengras. Wir waren eine gute halbe Stunde zu früh und der Chef war in der Küche noch beschäftigt, so dass wir erstmal einen Kaffee tranken.

Der erste Eindruck war ganz gut. Ein stimmiges modernes Ambiente. Wie sich aber herausstellen sollte, feiern wir nicht vorne oder oben, sondern hinten im Saal. Der wurde uns dann vom Chef nach dem persönlichen Gespräch noch gezeigt werden.

Das Gespräch lief ganz gut ab. Er erzählte erst mal, wie eine klassische Hochzeit bei ihnen abläuft. Dabei erwähnte er auch, dass das Zitronengras einen Vertrag mit einer DJ-Gruppe hat, die bis Open-End anwesend ist. Auch der Service ist Open-End, das Mitternachtsbuffet wird nicht um halb eins wieder abgebaut, und und und. Klang sehr verlockend alles.

Dann zeigte er uns den Saal, der sehr groß ist, Platz für siebzig Personen bietet und dabei immer noch genügend Raum zum Tanzen zur Verfügung hat. Genauso wie das Essen. Die Raucher müssen nicht drei Mal ums Eck und sind dann verschwunden, sondern haben einen Raum direkt am Saal dran. Eine Bühne auf dem der DJ Platz hat und der eine oder andere Vater eine Rede halten kann – wobei unsere Väter sich darum wohl nicht reißen werden…

Eigentlich wollte ich jetzt schon verbindlich zusagen. Aber wir wollten noch über die Preise sprechen und gingen zurück an unsere Plätze. Ich saß noch nicht ganz, da sagte er in einem überrascht-bedauerlichen Tonfall.

Oh man, das Essen wird ja 10% teurer…

Worauf Steffi entgegnete:

Wie jetzt? Nächstes Jahr? Wegen Steuererhöhung, oder was?

Nein, auch die Rohstoffpreise sind nicht schuld. Er hatte das BVB-Wappen an meiner Jacke gesehen. 😉

Scherz beiseite. Die Preisgestaltung richtet sich nach unseren Wünschen und dann wird geschaut, wie das möglich gemacht werden kann. D.h. wir geben einen Rahmen vor, in dem er sich bewegen kann. Dann sagen wir, was wir gerne hätten. Und das versucht er dann möglich zu machen.

Im Endeffekt lief das Gespräch darauf hinaus, dass wir ihm die Organisation überlassen und wir uns auf das Feiern konzentrieren sollen. Und genauso stellen wir uns das vor. Soll heißen, er ist der Dienstleister den wir in Anspruch nehmen und so konnte er uns das auch glaubhaft vermitteln.

Ein Besuch beim Antonstlust ist damit nicht mehr nötig, da wir bereits fest beim Zitronengras zugesagt haben. Alleine der Umstand, dass im Antonslust der Service ab 2 Uhr zusätzliche Kosten verursacht, aber vor allem die wirklich freundliche und ehrliche Art des Gegenübers ließen uns gleich die Unterschrift unter den Termin setzen.

Als nettes Zusatzgeschenk bekommt das Brautpaar übrigens eine Nacht im Hotel geschenkt, was uns weitere Sorgen abnimmt. Man kann also wirklich sagen, dass wir uns einen Platz im (Achtung! Wortspiel!) Garten Eden gesichert haben. 😉

Für alle geladenen Gäste also der Hinweis:

Am 02.04. wird im Schützenhof in Jever gefeiert. Hotelzimmer stehen dort (noch) zur Verfügung. Zusagen bitte bis kurz vor Weihnachten.

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Lernen kann Spaß machen (Türkei, 7. Tag)

Um viertel vor fünf klingelte unser Wecker. Wie zwei Leichen wankten wir durch das Zimmer. Ob sich der Imam morgens auch so fühlt? Bei dem brannte jedenfalls schon Licht.

Damit hier niemand dumm stirbt. Am Tag vorher begann Ramadan und während dieser Zeit zeigen die Moscheen die Zeit des Iftars an, indem die Minarette leuchten. Jedenfalls bei der hier.

Um halb sechs waren wir soweit fertig, zehn Minuten später sollten wir eigentlich abgeholt werden. Noch mal die letzte Gelegenheit nutzen, um auf Toilette zu gehen. Plötzlich klingelte das Telefon, von dem wir zwei auf dem Zimmer hatten. Eins direkt neben der Schüssel und eines im Fernsehzimmer. Steffi und ich waren gleichzeitig dran, so dass wir beide gleichzeitig wussten, dass unser Bus unten auf uns wartet. Na die sind aber früh dran.

Zwischendurch sammelten wir noch andere auf und in Marmaris wurde dann in einen größeren Bus umgestiegen. Dort lernten wir auch unseren Reiseleiter kennen. Der sprach verhältnismäßig gut deutsch. Verhältnismäßig deshalb, weil er den einen oder anderen Klopfer raushaute, wie z.B. Kreuzschiffe (gemeint war Kreuzfahrtschiffe), aber im Vergleich zu den anderen Reiseleitern, die wir in Ephesos hörten, wenigstens ganze Sätze sprechen konnte. Und sein gutes Deutsch präsentierte er auch während der Fahrt, als er uns von der Geschichte und den Mythen der Stadt Ephesos und der Umgebung erzählte. Auch über die Flora, Fauna und den Menschen konnte er während der Fahrt immer wieder was erzählen.

Nach zwei biologischen Pausen, so nannte unser Reiseführer die Zwischenstopps, kamen wir um kurz vor elf Uhr in Ephesos an. Bei geschätzten 44 Grad und gefühlten 56 Grad ging es durch die Ruinen der über 3000 Jahre alten Stadt.

Und so präsentierte sich die Stadt dann für uns.

Zuerst ging es durch das Verwaltungsgelände, wo im Odeon vermutlich Kammerkonzerte gespielt und politische Reden gehalten wurden. Direkt dahinter lag das Rathaus. Im folgenden Bild links zu erkennen. Das Odeon umfasste „nur“ 1800 Personen.

Natürlich nutzte ich auch die Möglichkeit, die umliegende Landschaft zu fotografieren, die mich wirklich fasziniert hat.

Weiter ging es zum Platz vor dem Domitiantempel, wo ein antiker Kreisverkehr zu erkennen war. Kein Wunder, trafen hier drei Hauptstraßen aufeinander.

Weiter ging es die Kuretenstraße hinab Richtung Bibliothek. Mittlerweile waren wir eine gute halbe Stunde unterwegs und das folgende Bild beschreibt diese halbe Stunde ganz gut.

Am Ende der Kuretenstraße befinden sich links die Hanghäuser, die Säulen als „Hausnummern“ vor der Tür hatten. Gar nicht so abwegig, denn wenn ich beschreibe, wo ich wohne, dann sage ich auch:

Zwischen dem Imbiss und dem Friseur ist unsere Haustür.

So ist es nur logisch, dass früher gesagt wurde:

Hinter der längs gerillten Säule ist mein Haus.

Wie jeder sicherlich weiß, ist Ephesos die Stadt eines der sieben Weltwunder und zwar des Artemistempels. Deshalb ist auch die Statue der Artemis allgegenwärtig. Im folgenden Bild ist also kein Phallussymbol abgebildet, sondern die griechische Göttin der Jagd und des Waldes.

Leider gab es auch nicht so schöne Bilder zu sehen. In der öffentlich Latrine, wo Geschäfte gemacht wurden, fotografierte ich das:

Ich krieg die Tür nicht zu. Da läuft man durch die Ruinen einer der größten Städte in der Antike, bewundert die imposanten Bauten der Menschheit, die über 3000 Jahre auf dem Buckel haben. Und dann schmeißt man seinen Müll einfach in das nächstgelegene Loch? Wie dumm und ignorant können Menschen eigentlich noch sein?

Zurück zum Thema Latrine. Diese öffentlichen Einrichtungen, die man gegen einen kleinen Obolus aufsuchen konnte, waren bestens ausgestattet. Marmorsitz, gepolsterte Rückenlehne, Rinnsal zum sauber machen und Fußbodenheizung. Kein Wunder also, dass Geschäftsleute sich hier länger aufhielten und neben dem einen Geschäft auch das andere gemacht haben. Daher auch die Redewendung.

Die nächsten Bilder zeigen unsere hauptsächliche Tätigkeit bei dem Besuch in Ephesos. Zur Erinnerung: Es war gefühlt über 50 Grad heiß.

Wie ich zu Steffi sagte:

Ich habe noch nie so viele Menschen so heftig Schwitzen sehen wie in diesen zwei Stunden…

Wir begegneten auch hier netten Leuten, die von sich aus uns anboten, Fotos von uns zu machen.

Natürlich sahen wir zum Abschluss noch das Theater von Ephesos, welches um die 25.000 Menschen aufnehmen konnte und in dem mutmaßlich der Apostel Paulus seine Anklage an die Silberverkäufer richtete, die mit dem Verkauf kleiner Silberfigürchen der Göttin Artemis ihren Lebensunterhalt bestritten. Diese waren verständlicherweise aufgebracht. Ihnen war es unter anderem zu verdanken, dass Paulus in Ephesos (wieder mal) im Knast landete.

Wie unser Reiseleiter mit einem zwinkernden Auge hinzufügte: Wer hat gewonnen? Paulus wurde kurze Zeit später in Rom hingerichtet, die Verkäufer dagegen sind knapp 2000 Jahre später immer noch da. 😉

Damit waren wir nach zwei Stunden in sengender Hitze auch schon am Ende angekommen. Vorm Ausgang kaufte ich mir eins von diesen eisgekühlten Fruchtdrinks und bekam sofort Gehirnfrost. Außerdem waren wir die letzten aus unserem Bus, die alle in Vorfreude auf das Mittagessen waren. Wir dagegen konnten uns nicht vorstellen, nach der Gluthitze was zu essen. Und das sage ich nicht nur, weil wir mit unseren Bauchschmerzen zu kämpfen hatten.

Das Mittagessen fand dann in einem 4-Sternerestaurant statt und die Buffetauswahl war verglichen zu unserem Hotel riesig. So schlugen wir denn auch kräftig zu und waren danach pappsatt. Beim obligatorischen Gang auf die Toilette bekam ich erstmal einen Schreck. Das erste, was mir ins Auge fiel, war eins der französischen Stehklos. Nachdem ich aber die nächste Tür öffnete, war ich erleichtert. Selbiges war ich wenige Minuten später dann doppelt. 😉

Unser Ausflug wurde dann komplettiert durch einen Besuch im Museum. Dort liefen Steffi und ich dann zur Höchstform auf. Nach der anstrengenden Tour durch die Stadt war der Gang durch das klimatisierte Museum eine Erholung, was wir mit bestechend guter Laune quittierten.

Und wie auch schon auf dem Ausflugsschiff und in der Stadt Ephesos, so bot sich auch hier wieder jemand an, der uns gemeinsam fotografiert hat.

Natürlich alberten wir nicht nur rum, sondern nahmen die Geschichte auch sehr ernst. So zeigten wir uns interessiert,

bewiesen Demut

und veranschaulichten.

Das ist Kaiser Domitian, der dank des erfolgreichen Feldzuges gegen das germanische Volk und der Errichtung des bekannten Limes den Beinamen „der Germane“ trug. In Ephesos, wie auch in ganz Kleinasien war er dafür bekannt, dass er die christliche Glaubensrichtung brutal unterdrückte. Als er in Rom dann vom Verwalter seiner Nichte unter tatkräftiger Mithilfe von Soldaten und Gladiatoren umgebracht wurde, rächten sich die Christen auf ihre Art. Sie schlugen den Statuen die Nasen ab. Dieser Verwalter hieß Stephanus und hat nichts mit dem Stephanos auf dem nächsten Bild gemeinsam.

Aber wie gesagt, sonst blödelten wir auch gerne herum und hatten unseren Spaß.

Danach ging es wieder nach Hause. Da schlafen für mich in einem Bus nicht möglich ist und meine Laune eh gerade gut war, machte ich weiter meine Späßchen. Hier als Graf Dracula.

Und dann war da noch der Zwischenstop an der fast fertigen Talsperre Akköprü, die zu den höchsten in Europa gehört.

Steffi hatte nach meinem über hundert Fotos von der Landschaft genug und schnappte sich die Kamera.

Hast Du einmal diese Verkaufsstände an der Straße fotografiert?

Diese Frage musste ich leider verneinen…

Das tat dann Steffi.

Und noch etwas lernten wir auf der Tour. Wie ich schon am ersten Tag anmerkte, wunderten wir uns über die scheinbare Wasserverschwendung. Diese hat einen bestimmten Grund. In Gegenden mit hohem Grundwasser, wo es außerdem keinen Mangel an Wasser gibt, werden diese Leitungen zur Abkühlung der Autos genutzt. DAS ist der Grund, weshalb aus Rohren ständig Wasser läuft.

Für all diese Wissensvermittlung und die wirklich unterhaltsame Tour sollte Ali, so hieß unser Reiseleiter, dann auch ein gutes Trinkgeld bekommen, obwohl er genau das nicht wollte…

Wo Steffi schon mal die Kamera hatte, zeigte sie ihr Können und fotografierte noch mal zwei grandiose Bilder vom letzten Teil unserer Heimfahrt. Einmal Marmaris vom Berg aus gesehen.

Und dann noch Turunc. Wohlgemerkt, aus dem fahrenden Bus hinaus fotografiert.

Um kurz vor acht waren wir dann wieder am Hotel. Erschöpft, aber glücklich. Jetzt sollte das letzte Mal gegessen werden, denn am nächsten Morgen sollten wir vor dem Frühstück abgeholt werden. Wir setzten uns zu unseren neuen Freunden Joost und Beata, die uns jedoch erstmal alleine ließen. Beata brauchte noch was zum Anziehen für den Strand. Wir aßen also und merkten langsam unsere Müdigkeit uns übermannen. Gerade noch rechtzeitig kamen Joost und Beata wieder und so plauderten, tranken und lachten wir bis das Personal der Strandbar wieder auf freundliche Art und Weise mitteilte:

Get the fuck out of here!

Das taten wir auch. Es war kurz nach elf, aber so richtig verabschieden wollten wir uns auch nicht. Also setzten wir uns mit den beiden noch in den Pub daneben und plauderten, tranken und lachten weiter. Bis es dann halb drei war und mein Kopf sich mit der Tischplatte vereinen wollte. Jetzt verabschiedeten wir uns wirklich und hoffentlich nicht zum letzten Mal. Unsere Einladung war sicher genauso ernst gemeint wie ihre Einladung nach Breslau.

Wir duschten noch schnell und hauten uns um viertel nach drei aufs Ohr. In nicht mal vier Stunden sollte der Wecker klingeln…

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„Deutschland“ sucht die Supergaststätte – oder: Germanys Next Topgaststätte

Wie man am letzten Artikel schon erkannt hat, waren wir wieder in Friesland. Nein, das hat man nicht am Einkaufszettel erkannt, sondern am „Combi„… 😉

Wir hatten uns vorgenommen, drei Gaststätten anzugucken, wo wir dann unsere Hochzeit feiern werden. Dafür hatte Steffi im Vorfeld einige Lokalitäten in der Umgebung angerufen und entsprechende Angebote eingeholt. Übrig blieben nach Termin drei Gaststätten:

  • Das „Jever-Fass“ in Jever
  • Die „Waldschänke“ in Schortens-Schoost
  • und der „Waddewarder Hof“ in Waddewarden

Freitag Abend ging es noch nach Jever zum „Jever-Fass“. Wir wurden freundlich empfangen und genau so behandelt. Ist klar, die wollen ja auch Geld an uns verdienen. Aber leider ist das auch nicht immer selbstverständlich. Hier schon.

Ein riesengroßer Pluspunkt beim „Jever-Fass“ ist hier auch schon erkennbar. Das hauseigene Hotel „Schwarzer Adler“.

Der Saal sollte im ersten Stock sein, hier an den Fenstern über der „Jever-Fass“-Schrift zu sehen. Allerdings wirkte der Saal für 65 geschätzte Personen sehr klein. Und selbst wenn nur 50 Gäste letztendlich kommen würden, es hätte noch sehr gequetscht gewirkt. Dazu eine kleine Tanzfläche in der Ecke und wo der DJ platziert worden wäre, war uns auch nicht ganz klar. Und überhaupt, erster Stock. Die Raucher hätten runterlaufen müssen und wären, man kennt ja die Raucher, auch gleich unten geblieben. Ne, irgendwie ist das nicht das Wahre.

„Moment“, sagte die freundliche Restaurantleiterin, „wir haben auch noch eine Halle.“ Die wäre hier im Bild den Gang links hoch erreichbar. „Leider“, betonte die Dame, „ist die Halle noch nicht aufgeräumt.“ Diese dient nämlich über die Wintermonate als Abstellfläche für ortsansässige Autobastler und Wohnanhängerbesitzer. Aber die Halle entsprach von der Größe her unseren Vorstellungen. Eine separate Bühne vor der genug Platz zum Tanzen wäre, eine schön verzierte Bar und die Raucher wären im Nu draußen vor der Tür gewesen und hätten nicht mal was verpasst. Sehr schön.

Aber: Die Halle war auch sehr alt und es hingen vergilbte Netze über der Decke, durch die weiß Gott was durchrieseln könnte. Das gegenüberliegende Tor hatte seine besten Jahre lang hinter sich und die ganze Zeit ratterte die Kühlanlage des Restaurants. Okay, letztere wäre in einer mit 60 Menschen besetzten Halle wohl nicht mehr zu hören gewesen.

Dazu kam, dass nicht für alle Gäste Tische und Stühle zur Verfügung gestanden und stattdessen auf einer (schön angerichteten) Bierzeltgarnitur Platz gefunden hätten. Auch da bin ich mir sicher, kann man mit dem „Jever-Fass“ verhandeln, wenn es hart auf hart kommt. Wir wären schließlich nicht die ersten, die eine Hochzeit in der Halle gefeiert hätten.

Nachdem ich ausreichend Fotos gemacht habe, ging es wieder rein. Jetzt sprach Steffi das Thema Hotel an. Und wir wurden über die Aktivitäten der Stadt Jever aufgeklärt. Denn just an diesem Wochenende begeht die Brauerei zu Jever ihr berühmtes Brauereifest. (Jaha, mit einem „Superstar“ als Hauptact, was auch meine Überschrift erklärt ;-)) Und das heißt, sämtliche Hotels in Jever sind bereits ausgebucht! (Nein, nicht wegen Mark Medlock :mrgreen:)

Trotz  besseren Wissens wählte sich die gute Dame die Finger wund. Doch dann geschah ein Zeichen. Ein weiblicher Gast kam nicht umhin unser Gespräch mitzubekommen und mischte sich dankenswerterweise ein. Denn die Frau residiert derzeit in der örtlichen Jugendherberge. Kurz angerufen und ja, Zimmer wären verfügbar…mit einem Herbergsausweis.

Wer bitte schön hat denn heutzutage noch einen Herbergsausweis? Lehrer ausgenommen.

Egal, mal vorbeifahren und schauen, was auf Knien rumrutschen bewirkt. Zuerst waren wir erstaunt über die Herberge. Ich mein, was ist in den letzten 20 Jahren mit den Herbergen passiert? Diese jedenfalls glich eher einem Seminarzentrum als einer Jugendherberge…

Die junge Dame am Empfang war wirklich sehr freundlich, zeigte uns die Zimmer, machte uns Hoffnung bezüglich der Ausweise und empfahl uns sogar noch zwei andere Lokalitäten zum Hochzeitfeiern. Einmal das Offiziersheim in Upjever und die „Oase“ in Jever. Bei dem Namen hatte ich allerdings meine Zweifel, wer in Delmenhorst wohnt, weiß warum. 😉

Trotzdem fuhren wir dort mal vorbei, schauten es uns an, drehten auf den Punkt wieder um und ließen es sein. Auch das Offiziersheim in Upjever sollte für uns nicht in Betracht kommen. Eine Hochzeit soll schließlich was besonderes sein und das gilt auch für das Essen. Und bei allem gebührenden Respekt vor den Köchen in Offiziersküchen, aber nö. Lasst gut sein…

Jetzt waren wir bereits zwei Stunden unterwegs und in Sillenstede saß Jana ganz alleine. Dabei wollten wir bloß ne halbe Stunde weg. Also nichts wie ab nach Hause.

Am Samstag vormittag sollte es dann zur „Waldschänke“ in Schortens-Schoost gehen. Die „Waldschänke“ ist bekannt aus dem Fernsehen, da dort mal die „Kochprofis“ zu Gast waren. Im „Jever-Fass“ mussten wir bereits einige Kompromisse eingehen und auch bei der „Waldschänke“ sah es zunächst nach Kompromissen aus. Denn es liegt gut anderthalb Kilometer vor den Toren von Schortens in der Dorfschaft Schoost an einer (für den 1. Mai) ruhigen Landstraße.

Auch hier wurden wir freundlich empfangen, an einen Tisch gebeten, mit Getränken versorgt und bekamen eine Übersicht des Angebots für Gesellschaften. Und dann waren wir alleine. Denn wir sollten einen Moment warten. Worauf war mir nicht so recht klar. Okay, ganz alleine waren wir nicht, denn hinter uns saßen noch drei Personen, die auf ihr Essen warteten.

Nachdem wir die Angebote ausführlich studiert hatten, unsere Hintermänner (und -frauen) ihr Essen bekamen und wir immer noch nicht so recht wussten, worauf wir warteten, kam Uwe. Das stand jedenfalls an seinem Hemd geschrieben.

Uwe ging mit uns die Karte durch und preislich waren wir bei der Waldschänke bereits 5 Euro unter dem Jever-Fass (was bei 60 Personen schon 300 Euro sind, also die Hälfte der Trauringe). Außerdem stand auf der Karte etwas, was uns aufhorchen ließ. Denn die Waldschänke hat hauseigene DJs (ja, zwei) und das zu einem sehr fairen Preis.

Im Anschluss zeigte uns Uwe die Räumlichkeiten und wir waren begeistert. Der Saal ist in L-Form angelegt und nachdem die Fernsehleute da waren auch renoviert worden. Das Buffet ist räumlich getrennt bei den Kegelbahnen (noch ein Pluspunkt ;-)), es gibt einen Raucherraum (bei den anderen Kegelbahnen) und durch die L-Form steht noch genug Platz für die DJs und der Tanzfläche zur Verfügung. Sofort war uns klar, das hier ist es.

Auf alle unsere Fragen kam sofort eine passende Antwort und vorbereitet waren sie auch. Zum Beispiel die Blumengestecke. Können wir selber organisieren oder sie machen das und nehmen 8 Euro pro Gesteck. Fairer Preis, wie ich finde.

Auch beim Hotel konnten sie uns weiterhelfen. Zum einen ist das Forsthaus in der Nähe, wo wir danach hinfuhren und alle drei (3!) Zimmer noch frei sind. Und zum anderen verwiesen sie uns an das Hotel „Mühleneck“ in Schortens, das ebenfalls noch Zimmer frei hat.

Die Besichtigung im „Waddewarder Hof“ hat Steffi dann auch gleich abgesagt. Erstens kannten wir den vom Sehen her schon und Zweitens wussten wir, dass der da nicht mehr hätte mithalten können.

Gestern hat Steffi dann dort angerufen und den Termin fix gemacht. Damit steht es also: Geheiratet wird am 11.09. und gefeiert wird in der Waldschänke.

Demnächst findet noch ein Probeessen statt, aber da ich das Essen am Samstag ja schon bei den anderen anwesenden Gästen gesehen habe, bin ich da bester Dinge. 😀

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Müh(l)e (1)

Die letzten Tage ist es wieder sehr ruhig gewesen und das hatte auch einen Grund. Steffi und ich waren im Kurzurlaub. Und weil man das ja nicht mehr ankündigen darf, weil sonst findige Einbrecher wissen, wo sich ein Bruch lohnt, habe ich es halt nicht erwähnt. Außerdem wollte ich nicht auf den Gefühlen der Hiergebliebenen rumtrampeln. 😉

Steffi hatte im Internet ein Superschnäppchen aufgetan. Das Freizeitresort „Lewitz Mühle“ in Schwerin-Banzkow. Bei unserer Ankunft trauten wir unseren Augen nicht. Ein riesiges Hotelzimmer und einem Badezimmer, dass uns glatt aus den Socken haute. Eine seperate Badewanne, die sogar für meine Größe ausreichend war, sowie zwei seperaten Waschbecken. Dazu ein Wasserdruck, der den Namen auch verdient. Was ich da in manch anderen Hotels erlebt habe…

Das versprachen drei tolle Tage zu werden und das wurden sie auch. Obwohl das Hotelzimmer so toll war, gingen wir trotzdem sofort raus. Um 17.30 Uhr hatten wir unser 3-Gänge-Menü bestellt (alles im Preis inklusive) und bis dahin wollten wir unseren akuten Hunger gestillt haben. Schließlich war unsere Fahrt dank einem Stau vor Stuckenborstel eine Stunde länger als geplant. Und bis 17.30 Uhr war auch noch ein Weilchen hin, also fuhren wir nach Schwerin rein und suchten einen Mäckes. Dort stillten wir mit einem McMenü (inkl. Kaffeetassen) den ersten Hunger und konnten uns sicher sein, bald wieder Hunger zu haben. 😉

Um das ganze noch etwas zu beschleunigen, spazierten wir zwei Hübschen noch um den Ziegelinnensee, was wir in einer guten Stunde auch geschafft haben.

Jetzt knurrte wieder etwas der Magen. In der Mühle ist das Restaurant untergebracht, wo wir mit einem köstlichen 3-Gänge-Menü „abgespeist“ wurden. Ernsthaft, die Bedienungen waren wirklich auf Zack. Auf das Essen mussten wir nicht lange warten und so schafften wir es sogar noch rechtzeitig, zur Lindenstraße wieder auf dem Zimmer zu sein. Danach wurde erstmal die Badewanne getestet, dann der Premiere Sky-Kanal entdeckt – welcher witzigerweise beim Sportkanal den Ton mitlieferte aber das Bild ein eingefrorener Golfspieler beim Putten zeigte… – und zum Abschluss des Tages den doch eher schwachen Film „Pans Labyrinth“ geschaut.

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