Unaufgeregt

Ereignisse, wie derzeit in Japan machen mich immer wieder sprachlos.

Sprachlos. Das würde ich mir auch von den meisten Medien wünschen. Das Schundblatt mit den vier großen Buchstaben hat heute 5 Sonderseiten zu den katastrophalen Begebenheiten in Japan. 5 Seiten, die mit Sicherheit ganz unaufgeregt und bestimmt sehr differenziert die Situation erklären…NICHT!

Das die privaten Medien solche Katastrophen gerne benutzen, um uns die Bilder immer und immer wieder ins Wohnzimmer zu bringen und geradezu marktschreierisch uns mit Updates über die Toten versorgen, ist schon ein Umstand, an den man sich traurigerweise fast gewöhnt hat. Ich werde mich nie dran gewöhnen und lasse deshalb die privaten Sender fast immer aus.

Aber wenn selbst schon das ZDF diese Bilder mit Musik unterlegt, dann hat das nichts, aber auch rein gar nichts mit Informationsweitergabe zu tun. Und jetzt brauch auch keiner damit kommen, dass man durch die Musik und den Bildern die Sprachlosigkeit verdeutlichen will. So ticken Redaktionen schon lange nicht mehr.

Einer der wenigen unaufgeregt daher kommenden Informationen finde ich derzeit beim Deutschlandfunk, wo man den ganzen Tag in sachlichem Ton die aktuelle Lage erklärt bekommt.

Wer es gerne visueller mag und der englischen Sprache mächtig, dem empfehle ich außerdem den Livestream von Al Jazeera. Auch dort wird sehr informativ berichtet.

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Was ich loswerden will (49)

Auch in dieser Ausgabe geht es primär um die Katastrophe in Duisburg bei der Loveparade.

Ein einziger Blick in die Zukunft hätte doch gereicht…

Stefan Niggemeier beschreibt in der FAZ die besserwisserische Haltung mancher Medien über die Katastrophe, obwohl sie vorher hauptsächlich durch Hurra-Journalismus aufgefallen sind.

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Die Hartz-Gesetze – Ein Schweineschwanz

Feynsinn beschreibt, warum die Hartz-Gesetze kein Teufelskreis sind, sondern eine Abwärtsspirale, die direkt in die Armut führt.

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Generation befristet

Im Deutschlandfunk lief vergangene Woche ein Hintergrund-Bericht über Zeitarbeit in Deutschland und deren Auswirkungen und Risiken für die Gesellschaft.

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Die Unmoral des Oberbürgermeisters

Warum der Oberbürgermeister nicht zurücktreten, sondern sich abwählen lassen will erklärt der Spiegelfechter.

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Mad men kill the old men: das Ende des Fernsehens, wie wir es kennen

Thomas Knüwer erläutert am Beispiel der Serie „Mad men“, weshalb das Fernsehen im traditionellen Sinne in einigen Jahren von der Bildfläche verschwinden wird.

„Das Ironische daran: Es ist eine steigende Qualität, die das bewirken wird.“

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Alle Wege führten zur Loveparade

Und noch mal der Spiegelfechter über die Loveparade. In diesem Artikel zeigt Jens Berger alternative Routen zum Gelände inklusive Ein- und Ausgängen, die letztlich wohl am Geld gescheitert sind.

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Was ich loswerden will (47)

Heute mit einem Spiegelfechter-Special.

Der Mensch ist in erster Linie menschlich

David Liese hebt in einem Gastbeitrag beim Spiegelfechter Grenzen auf und zeigt, worauf es wirklich ankommt. Ein sehr lesenswerter Beitrag, warum komme ich nicht auf solch geistigen Ergüsse, wenn sie schon meine Empfindungen wiederspiegeln? Ach ja, weil ich sonst Gastautor beim Spiegelfechter wäre. 😉

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Tod an der Rampe

Jens Berger geht der Tragödie vom vergangenen Samstag auf den Grund. Wegen solcher Artikel, die ehrlich, authentisch und einfach nur gut geschrieben sind, lese ich gerne den Spiegelfechter. Das integrierte Video zeigt in einer erschreckenden Deutlichkeit die anbahnende Katastrophe. Aber auch die Hilflosigkeit der Menschen und der Polizei.

Einzig die Rolle der Medien wird nur am Rande angeschnitten. Aber das hat HD Schellnack in seinem Beitrag „Tod und Spektakel“ schon am Sonntag gemacht. Und wurde dank der BILD leider bestätigt.

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Scheiß…

radioaktiver Niederschlag.

DAS wäre mal eine Katastrophe. Und würde zu einem richtigen Chaos führen. Aber nein, da kommen die überheblichen Journalisten in ihrer Langeweile daher und berichten die ganze Zeit vom Wetter-Chaos und Schneekatastrophen.

Hallo? Falls Ihr es noch nicht gemerkt habt, es ist Winter. Draußen – das Ding vor dem Fenster, nein nicht der Blumentopf, also aus Eurer Sicht hinter dem Fenster, sorry für die Verwirrung – also draußen ist es kalt. Und da regnet es nicht mehr, da schneit es. Schnee hat als gefrorenes Wasser die Eigenart liegen zu bleiben. Und das kann man dann wegschippen. Kein Problem. Da muss man nicht mal Salz draufstreuen, weshalb es auch nicht schlimm ist, wenn das mal ausverkauft ist. Macht den Schnee eh nur flüssig, und wenn es nachts friert, wird das Wasser zu Eis. Auch doof irgendwie. Lässt sich nämlich nicht so gut wegschippen.

Also wenn ihr von Eurer Panikmache endlich mal ablassen könntet, wäre das echt nett. Mit der Schweinegrippe hat Euch das keiner so recht abgenommen. Dem Nacktscannergedöns sind Euch auch nur die Politiker hintergesprungen (weil es für sie und den Lobbyisten, die ihnen das Geld zuschustern von Vorteil ist). Und dem Quatschie mit dem ach so schrecklichen Wintereinbruch nimmt Euch auch keiner so richtig ab. Also geht nach Hause – das Ding wo Eure Frau wohnen könntet, wenn Ihr mal da wäret und nicht damit beschäftigt, Klickstrecken von halbnackten B-Promis online zu stellen – ähm, ja also nach Hause und beruhigt Euch mal wieder. Dieses Geschrei hält nämlich kein halbwegs intelligenter Mensch mehr aus.

Also echt mal.

Wenn Ihr nicht nach Hause wollt – vielleicht weil Mami an allem rummäkelt – dann schaut Euch so lange das Video hier an (habe ich dank Ulf kennengelernt).

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