O-Ton (16)

Damit hier nicht der Eindruck entsteht, nur Steffi wäre nicht der deutschen Sprache mächtig und würde ganz allein mit ihren Verhasplern eine eigene Rubrik rechtfertigen, der irrt. Auch ich bin nicht ganz unbegabt in sinnlosen Versprechern. Beispiel gefällig?

Heute morgen, Steffi ist im Bad, ich drücke ihr noch einen Kuss auf die unverhüllte Wange und bin im Begriff „Tschüß“ zu sagen…

I: Tschüß, mein Spatz. Bis später. Und fahr vorsichtig.

S: Tschüß, Spatzi. Du auch. (Unsere übliche Verabschiedung. Ja, wir fahren mal gelegentlich häufig getrennt zur Arbeit)

I: Ach halt, ich muss ja erst noch die Fatze küttern. 😳

Wobei Fatze ist ja nicht ganz so weit hergeholt bei unserem Vierbeiner…

Apropos Fatze: Da fällt mir doch glatt noch ein Lied von Helge Schneider ein. 👿

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Ein Stern, der unseren Namen trägt (Türkei, 3. Tag)

Um halb vier morgens saß ich senkrecht im Bett. Bzw. ich versuchte senkrecht zu sitzen, was angesichts der Bewegungen des Bettes nicht möglich war. Steffi schlief seelenruhig, bildete ich mir das also nur ein? Auf gar keinen Fall, hier schüttelt sich alles. Ich kannte mich zwar mit sowas nicht aus, aber der Fall war klar. Hier handelt es sich um ein Erdbeben. Ähnliches habe ich schon im Erdbebensimulator im Universum in Bremen erlebt. Nach einer gefühlten Ewigkeit, die ca. zehn bis zwanzig Sekunden dauerte war der Spuk auch wieder vorbei. Es sollte aber noch eine geraume Zeit vergehen, bis ich wieder einschlafen konnte.

Aber als der Imam wieder seine Gebete anstimmte, da wachte auch Steffi auf. 😉

Nach dem Frühstück – bei dem ich mit einem Ohr nach Erdbeben als Gesprächsthema lauschte und mitkriegte, dass nachts ein Erdbeben der Stärke 4,4 auf der nach oben offenen Richterskala die türkische Ägäis heimsuchte – sollte unser Reiseleiter gegen viertel nach neun im Hotel auftauchen. Die gute Laune Steffis, die von Frühstückseiern herrührte, verflog aber mit jeder Minute Wartezeit, die wir vergeblich warteten. Nach einer knappen halben Stunde reichte es Steffi und sie verzog sich an den Strand. Ich gab nicht auf und genoss es sogar zu warten. So konnte ich an der Straße sitzen und die Umgebung und die Personen beobachten.

Ja moment mal. Was war das denn gerade eben? Habe ich da tatsächlich ein Auto mit deutschem Kennzeichen um die Ecke biegen sehen? Und war es nicht sogar ein Oldenburger Kennzeichen?

Um kurz nach zehn tauchte der Reiseleiter unter einen Schwall von Entschuldigungen auf. Zusammen mit Steffi setzten wir uns an die Strandbar und er stellte uns ein paar Angebote vor.

  • Pamukkalle kam für uns nicht in Frage, weil die Fahrzeit von über 3 Stunden uns abschreckte.
  • Daylan klang sehr verlockend, aber ich befürchtete, dass der Strand und das Schlammbaden sehr überlaufen sein wird (wie beim Schlammbaden auf den Fotos auch zu erkennen war).
  • Beim Buchtenhoppen wurden wir hellhörig. Das interessierte uns schon, fünf Buchten abzuklappern.
  • Und dann stellte er noch eine Fahrt zur antiken Stadt Ephesos vor. Jetzt wurde ich hellhörig. Und nur dreieinhalb Stunden Fahrt…

Da er noch was holen wollte, hatten Steffi und ich kurz Gelegenheit, uns zu beraten.

Am Tisch nebenan saßen Deutsche, die uns vom Buchtenhoppen abrieten. Das gibt es im Hafen viel günstiger.

Pamukkalle hatten wir beide keinen Bezug zu, abgesehen von den schönen Kalkterrassen. Aber dafür den ganzen Tag im Bus unterwegs sein? Nein.

Ephesos, das merkte Steffi schnell, war genau mein Ding. Dafür würde ich auch den ganzen Tag unterwegs sein wollen. Der einzig negative Punkt neben dem frühen Aufstehen, den wir erst nach der Bezahlung erfuhren, war,  dass die Fahrt am Donnerstag und damit an unserem letzten Urlaubstag in Turunc sein sollte.

Und wenn wir Ephesos wirklich buchen würden, dann würden wir nicht auch noch nach Daylan schippern, wogegen ich aus oben genannten Gründen auch nichts hatte. Auch wenn uns die Schildkröten sicher gereizt hätten.

Da der Reiseleiter gegen Mittag noch mal wiederkommen wollte, um die „Gelsenkirchener“, wie wir ein deutsches Pärchen benannten (aufgrund ihres Aussehens, obwohl es dem Dialekt nach eher Thüringer waren) zu beraten, baten wir bei Daylan und dem Buchtenhoppen um etwas Bedenkzeit. Sollte es im Hafen keine Five Bay Tour geben, hätten wir immer noch die Daylantour oder das Buchtenhoppen bei Tui buchen können.

Wir latzten also erstmal die 57 Euro pro Person für den Ephesosausflug ab. Was wir noch nicht wussten, es sollte jeden Cent wert sein.

Bei einem wirklich freundlichen Herrn im Hafen buchten wir für den darauffolgenden Tag eine Five Bay Tour für zehn Euro pro Person (statt vierzig wie bei Tui). Jetzt freuten wir uns riesig, denn damit hatten wir unsere zwei Touren im Urlaub eingetütet und konnten den Rest des Tages faulenzen.

Eines hatten wir jedoch noch vor. Ich wollte meine gelernten Gleichgewichtsskills nutzen, um auf der Luftmatratze rauszupaddeln und vom Wasser aus Fotos vom Panorama zu machen. Das Adrenalin stieg. Ein Fehler und mit Fotos vom Urlaub wäre sofort Sense gewesen. Aber ich habe es zum Glück geschafft.

Ich überlege noch, mit einer Software die Bilder zu einem Panoramabild zusammenzufügen. 🙂

Wie gesagt, den Rest des Tages ließen wir es uns gut gehen. Abends saßen wir bei einem (oder zwei, oder drei) Alster(n) an der Strandbar, als uns der Prophet erschien. So nannten wir ihn jedenfalls. Gerne auch Johannes. Der richtige Name blieb im Verborgenen und tut auch nichts zur Sache. Ein jugendlicher Deutschtürke aus Düsseldorf, höchstens 27 Jahre, sah uns so sitzen und ihm war klar: Wir sind ein Traumpaar. Und das musste er uns auch dringend erzählen.

Ihr seid wie zwei Sterne, die sich zu einem Stern verschmelzen und noch heller scheinen. Und diesen Stern kann ich über euren Köpfen sehen.

Ja gut, vielen lieben Dank für das Kompliment. Aber zu Wort kamen wir nicht. Denn sein Monolog begann nach dieser Einleitung erst richtig Fahrt aufzunehmen. Als der Imam sein Nachtgebet anstimmte, erklärte er uns, was er für ein schlechter Moslem wäre und wir Glück hätten, denn wir können gute Moslems werden. Schade, dass ich es mit dem Glauben an Gott so gar nicht habe, egal welcher Prophet oder Sohn Gottes da nun was geschrieben hat oder hat schreiben lassen. Aber wie gesagt, das konnten wir ihm nicht sagen, da sein Monolog Unterbrechungen nicht duldete.

Was die ersten fünf Minuten noch sehr nett war, geriet dann leider ins Abstruse. Er ist z.B. in den Wald gegangen um seinen Glauben zu finden und hatte Halluzinationen. Das kenne ich zu gut und ich bin mir sicher, die kamen bei ihm nicht nur durch den Glauben, sondern durch andere Hilfsmittel. Oder das wir, egal welchen Glauben wir hätten, jeder zu respektieren ist, außer dem jüdischen. Den Juden sind böse und wollen nur die Weltherrschaft an sich reißen. Irgendwann retteten uns dann seine Kumpels vor einem Riesenkotelett am Ohr.

Aber auch anderes Getier begegnete uns, wie zum Beispiel eine einäugige Katze.

Die machte auf der Coolness-Skala schon was her. Katzen waren übrigens die Lieblingstiere des Propheten, also dem echten Propheten Mohammed, weshalb Katzen in islamischen Ländern ein unbeschwertes Leben führen. Auch in der laizistischen Türkei.

Nachdem also der andere Prophet uns erfolglos zu bekehren versuchte, packten wir jeder unseren Stern ein und gingen noch etwas an der Strandpromenade längs. Dabei bot sich wieder Gelegenheit, um Bilder zu schießen.

Auf meinem Bild ist schon eine Sorgenfalte auf der Stirn zu erkennen, die sich die späteren Tage noch zu einer Furche entwickeln sollte. Mein Magen fing an dem Abend an, nervös zu werden. Ein Gefühl, dass ich sonst nur vom hörensagen kenne.

Auf dem Rückweg wurden wir noch Zeuge eines ganz besonderen Familienfestes, einer Beschneidungsfeier. Schon am späten Nachmittag ist ein hupender Autokorso durch das Dorf gefahren. Abends saß die Gemeinschaft dann auf offener Straße und feierte ausgelassen den wichtigen Tag zweier angehender Männer. Und obwohl die Feier in unmittelbarer Nähe unseres Hotels war, hörten wir auf unserem Zimmer davon nichts mehr.

Gaststättensuche Recall

Anlässlich der verschobenen Hochzeit wollten Steffi und ich den einen oder anderen Kollegen und Bekannten noch zusätzlich einladen. Da der Platz in der Waldschänke, des Siegers aus dem ersten Gaststättencastings, eher begrenzt ist, wollte Steffi sich den Friesenhof in Schortens mal genauer anschauen.

Vorteil beim Friesenhof ist unzweifelhaft die zentrale Lage in Heidmühle. Außerdem kannten wir durch ein gemeinsames Spargelessen vor ein paar Wochen bereits das Essen, was für gut befunden wurde. Einzig die Bedienung fiel mir dort als nicht sehr aufmerksam, eher rumpel- fast schon rüpelhaft auf. Und da bin ich ja Sensibelchen.

Diesmal war es leider nicht anders. Wir hatten um elf Uhr einen Termin und wurden von einer Bediensteten schon mal durch den Saal geführt. Geräumig ist er wohl, keine Frage. Das Buffet sollte aber durch die Gaststätte durch im Restaurant oder, wenn dies belegt ist, im Gaststättenbereich auf den Tischen bereitgestellt werden…hmmm…

Ob wir noch Fragen hätten? Ja, in der Tat, denn wir wollten eigentlich noch mit dem Chef nicht nur über das preisliche sprechen, sondern auch wissen, was so aufgetischt wird. Der Chef ist der Koch, was an sich ja nicht das verkehrteste ist. Er kam also aus der Küche, drückte uns einen mehrseitigen Ausdruck in die Hand und klärte uns über die Preise auf. Essen ist Festpreis, Getränke werden separat abgerechnet. Das kann einerseits deutlich günstiger sein als eine Pauschale, andererseits kann es auch die Angestellten dazu verleiten, auf Kosten der Kundschaft das eine oder andere Fläschchen abzuknapsen. Gut, dass will ich hier nicht unterstellen, aber die Aussage, dass es bei einer Pauschale immer einen Verlierer gibt, kann man auch umdrehen.

Das die ganze Zeit im Stehen, weil uns weder ein Sitzplatz angeboten wurde noch was zu trinken. Ich sag ja, ich bin in der Hinsicht sensibel.

Weiter konnte ich dem Gespräch nicht beiwohnen, weil mein Vater mich auf Handy anrief um mir mitzuteilen, dass er sich um die Katze gekümmert hat (was Muttern ihm fast vergessen hatte zu sagen) und er die Gelegenheit nutzen wollte, um Achim zu sagen, wie toll er den Boden in seinem neuen Wohnzimmer verlegt hat und er ihm nicht genug danken könne…

Als ich wieder reinging, war das Gespräch gerade zu Ende. Steffi und Jana, die als neutrale Beobachterin mitgekommen war, standen immer noch mit dem Chef in der Gaststätte. Wir verabschiedeten uns höflich und entschieden uns noch mal bei der Waldschänke vorzufahren.

Dort wurden wir freundlich empfangen und ein Sitzplatz angeboten, den wir nicht wahrnahmen, weil Jana und Steffi sich den Saal anschauen wollten. Die Betreiberin der Waldschänke zeigte sich von der Erhöhung der eingeladenen Personen unbeeindruckt und verwies auf den vorderen Bereich. Leider ist der räumlich zum Saal abgetrennt. Zwar ist eine große Schiebetür vorhanden, aber man sitzt etwas abgetrennt von den anderen.

Das passte Steffi so gar nicht und auch für Jana und mich ist das ein großes Manko.

Mittags saßen wir dann alle zusammen und wägten die Vor- und Nachteile ab.

Vorteile Friesenhof:

  1. zentrale Lage
  2. großer Saal

Nachteile Friesenhof:

  1. unaufmerksames Personal
  2. Buffet weiter ab vom Schuss
  3. keine Getränkepauschale und damit keine Planungssicherheit beim Preis

Vorteile Waldschänke:

  1. Freundliches Personal
  2. Alles an einem Platz
  3. Schön gestalteter Saal
  4. Günstig

Nachteile Waldschänke:

  1. Liegt etwas außerhalb
  2. Saal etwas zu klein, Gäste sitzen zum Teil außerhalb

Gerade der Personalfrage maß ich besonderer Bedeutung bei. Im Friesenhof fühlte ich mich zu keiner Zeit wirklich wohl, weshalb Steffi nach gab und das Friesenhof verwarf. Das Platzproblem ließe sich schließlich auch dadurch lösen, dass während des Essens die zwei drei Tische im Saal untergebracht werden können und wenn die tanzige Phase beginnt, die Tische immer noch raus können. Dann wird eh so viel Fluktuation sein, dass nicht mehr alle Tische benötigt werden.

Das lässt sich also muddeln. Ein komisches Gefühl, weil man sich nicht gut aufgehoben fühlt…nicht. Da bin ich sensibel.

Schrödinger’s Katze ist…

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Lucys Ausflug

Während des Kochens nutzte unsere Katze Lucy die Gelegenheit und entschwand durch die offene Balkontür nach draußen. An sich nichts schlimmes, jedoch sollte man sie dabei im Auge behalten, weil sie, neugierig wie sie ist, gerne auch mal auf das Geländer hüpft. Und das ist mit nicht mal 4 cm Breite nicht unbedingt sicher, zumal es dahinter auch vier Meter abwärts geht…

Doch unsere Katze ist kein Tolpatsch und landete sicher auf dem Vordach des angrenzenden Gebäudes. Von dort ließ sie sich trotz intensiver Bemühungen leider nicht runterlocken.

Ich überlegte schon, den Hund, der in der Kneipe im Hintergrund zu erkennen ist, dafür einzusetzen, die Katze wieder zum reinkommen zu überreden, aber Steffi hielt es für schlauer, die Katze selber wieder reinzuholen.

Lucy war allerdings nicht wirklich willens, wieder in die Wohnung zurückzukehren. Was sie auch prompt Steffi deutlich machte. Bevor Lucy aber die Situation unnötig schlimmer machte, als sie nach ihrer Kratzattacke bereits war, kam sie dann doch zügig rein.

Das Katzennetz ist dafür jetzt endlich bestellt. Und solange hat der Stubentiger Hausarrest.

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Stehaufmännchen

Der Hunger lässt unsere Katze schon komisch wirken. Ständig wuselt sie einem vor den Beinen herum (und erschwert damit die Essensvorbereitung) und was noch witziger ist: Sie wird dann zum Zweibeiner.

So lange wie die folgende Katze schafft sie es aber (noch) nicht.

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Schlaflos in Delmenhorst

Die erste Nacht zu dritt war ganz schön anstrengend. Eigentlich sollte Lucy nicht ins Schlafzimmer. Aber eigentlich ist eigentlich kein Wort.

Nachdem wir jedesmal gerade weggedöst waren, schubberte der kleine Drache an der Tür. Und da unser Vermieter nicht wenig für diese Türen ausgegeben hat, stand bei uns sofort das P in den Augen und wir waren hellwach.

Also ließen wir sie nach anderthalb Stunden dann doch ins Schlafzimmer. 🙄

Dort wollte sie aber nicht mit uns schlafen, sondern ihre Neugier stillen und inspizierte das Zimmer ganz genau. Zur Not auch über unsere Köpfe hinweg. Und auch die Schränke strahlten eine gewisse Faszination aus, weshalb sie versuchte, mit ihrer Schubbertechnik die Türen zu öffnen. Weshalb wir wiederum in regelmäßigen Abständen wach wurden und ein lautes „Lucy, NEIN!“ in den Raum riefen. Falls der andere noch nicht wach war, jetzt war er es.

Nur noch mal zur Info:

Schubbern: Das intensive Benutzen der Pfoten ohne ausgefahrene Krallen an der Tür (oder ähnlichem) um sich Zugang zu verschaffen. Kommt kurz vorm Kratzen um dem Zugang mehr Gewicht zu verleihen.

So wundert es nicht, dass Steffi heute Nacht von zerkratzten Türen und ich von rumgerückten Schränken träumte…

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Lucy in the sky with diamonds

Heute wurden ein paar Sachen eingekauft:

– eine rutschfeste Unterlage

– zwei Keramikschälchen

– eine Plastikstäbchen mit Federn dran

– eine Wollmaus, die bei Bewegung quiekt

Nur mit der Katze sollte es nicht so recht klappen.

Heute mittag machten sich Steffi und ich auf den Weg um uns eine Katze anzuschaffen. Zuerst ging es zur Tierpension von Ute Mahlstedt. Die hatte aber dicht und bevor wir mittags bei den anderen Tierheimen auch vor verschlossenen Türen stehen, haben wir oben aufgeführte Sachen gekauft. Ein Katzenklo und eine Transportbox war ja schon vorhanden.

Um kurz nach drei machten wir uns erneut auf den Weg und fuhren wieder zuerst zur Tierpension von Frau Mahlstedt. Dort erklärte uns eine junge Dame, dass es eine TierPENSION ist. Und kein Tierheim. *dooh*

Also weiter zum Tierschutzhof in Schillbrok. Dort hinzufinden ist gar nicht so einfach. Man verlässt die Hauptstraße, unterquert diese um dann in ein kleines Waldstück zu fahren. Sehr komisch das. Viel komischer war dagegen die Tatsache, dass wir zwei Minuten später unverrichteter Dinge denselben Weg wieder zurückfuhren, weil der Tierschutzhof bis zum 12.04. dicht ist…

Also wurde die letzte Station unserer Liste angesteuert. Das Tierheim in Bremen an der Hemmstraße. Dort trafen wir anfangs auf eine sehr resolute aber lustige Angestellte, der wir unser Anliegen mitteilten.

S: Wir suchen eine Wohungskatze.

Angestellte: Wie groß ist denn die Wohnung?

I: 110 qm.

A: Und dann suchen sie nur eine Katze?

Sie stellte uns dann Joe vor, ein Traum von einem Kater. Mit markanter Gesichtsform und sehr zutraulichem Charakter. Er umgarnte uns sofort und wir hatten uns schon tatsächlich für die erstbeste Katze entschieden, als die Angestellte wieder zurückkam und uns leider mitteilte, dass der Kater tagsüber auf gar keinen Fall lange allein bleiben kann/darf. Aber ihre Kollegin hätte auch noch einige Hauskatzen, zu der gingen wir dann.

Als erstes stellte sie uns Merle vor. Merle war sofort bei uns und machte einen auf Liebwetter. Angst zeigte sie keine und der typische Fall von „Euch will ich haben“. Wir bekamen dann noch einige andere teilweise auch sehr bedauernswerte Katzen gezeigt, wie Moro oder Schieli, aber Merle war einfach zu präsent gewesen. Naja, bei dem Namen. 😉

Die Schutzgebühr sollte dann 80 Euronen betragen. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, dass

– alle Tiere kastriert abgegeben werden

– ärztlich bestens versorgt wurden

– kein Hehl aus den Vorgeschichten gemacht wurden (wir wurden über jede Katze mit all ihren Problemen informiert)

– die Tiere die dort bleiben auch versorgt werden müssen

– nicht jeder dort ehrenamtlich arbeitet

– wir den persönlichen Kratzbaum von Merle auch mitbekommen haben

– wir in den nächsten zwei Wochen, sollte tatsächlich mit der Katze gesundheitliche Probleme auftauchen umsonst bei der Tierklinik ankommen dürfen

– und alle Tiere dort kostenlos aufgenommen werden

Nur leider hatten wir keine 80 Euro dabei, also fuhren wir zur nächsten Bank um Geld zu holen. Auf dem Weg dorthin überlegten wir uns dann einen neuen Namen. Bei aller Liebe, aber bei Merle denke ich nicht an eine Katze. 😉

Lili und Lola waren No-Gos für mich (na, wer weiß warum?). Robin passte nicht – womit wir die Namen bei Himym abgehakt hatten und auf Stella kamen wir nicht – also nahmen wir die Farbe der Katze als Ausgangspunkt.

Blacky? Hmm, nein.

Pam? (wegen Pam Grier)….auch nicht.

Luzifer…Lucy? Jau, Lucy ist super.

And here she comes, Lucy:

Und gerade eben entdeckten wir, dass der Name Lucy doch in Himym vorkommt. Lucy ist nämlich die Tochter von Stella, Teds Freundin in Staffel drei (übrigens gespielt von Sarah Chalke, der Elliot Reid aus Scrubs).

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