Werde ich jetzt bestraft?

Steffi und ich waren ja vor kurzem in der Waterfront und tranken dort einen Bubble-Tea-Milchshake (stören Dich die Bindestriche? Mich nicht…^^).

Nun habe ich erfahren, dass ich nach dem „Bubble-Tea“-Konsumsocialmediadokumentationsgesetz (in einem Wort!) verpflichtet gewesen wäre, dass aufzuzeichnen und auf meinem Youtube-Kanal zu veröffentlichen. Glaubt ihr nicht? Seht selbst:

(Via Florian)

Das habe ich leider nicht getan und bin mir jetzt nicht sicher, ob und wie ich bestraft werde. Muss ich wohl doch noch mal das Zeug trinken. Was schon Strafe genug sein sollte. 😉

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Projekt 42: Konsum

Konsum (von lat. consumere = verbrauchen) ist je nach politischem Lager ein entweder positiv wie auch negativ behaftetes Wort. Früher war der Konsum bei Menschen lediglich auf den Verbrauch der benötigten Dinge reduziert (Essen, Trinken). Heute umfasst der Konsum die Befriedigung aller anfallenden verbrauchenden Bedürfnisse, wie z.B. Treibstoff für das jeweilige Fortbewegungsmittel, aber natürlich auch weiterhin Essen und Trinken. Gerne wird der Konsum auch unter betriebswirtschaftlichen Aspekten gesehen, aber dass soll hier nicht Gegenstand des Themas sein.

Denn genauso wie dem Wort Konsum in den politischen Lägern eine unterschiedliche Bewertung anheftet, so ist auch die Macht des Konsumenten zwiegespalten.

Für den Konsumenten spricht der freie Wille der Entscheidung, die es ihm ermöglicht nur die Dinge zum Konsum anzuschaffen, die seinen moralischen, ethischen oder gefühlsmäßigen Vorstellungen entspricht.

Dagegen spricht allerdings sein Geldbeutel, die seine Entscheidungsfindung zum Teil sehr stark einschränken kann. Außerdem setzen die Unternehmen durch gezieltes Marketing viel daran, die Vorstellungen des Konsumenten zu beeinflussen. Dadurch wird der Konsument in seiner Entscheidungsfindung noch mehr eingeschränkt und das ohne sich dessen allzu bewusst zu sein. Denn Werbung ist ein großer Teil unseres gesellschaftlichen Lebens geworden. Es werden bestimmte Werte idealisiert oder Bedürfnisse geschaffen, die nur das beworbene Produkt erfüllen kann. Ist es konsumiert, ist das fragile Glück verschwunden und es muss neu beschafft werden.

Manchmal gibt es aber Situationen, in der das Unternehmen durch schlechte Publicity in die moralisch verwerfliche Ecke gedrängt ist und der Konsument seine Macht geschlossen ausspielen kann. Besondere Beispiele sind der Shell-Boykott 1995 oder 2008 der Boykott von Nokia-Produkten. Boykotts sind in der Regel nur kurzfristiger Natur, jedoch bleibt beim Konsumenten immer auch was hängen.

Zu berücksichtigen bleibt aber, dass eine Organisation von Konsumenten komplett fehlt. Lediglich Aktivistengruppen können auf bestimmte Fehlleistungen der Unternehmen hinweisen, sind dann aber auf die Eigendynamik der Konsumenten angewiesen.

Dazu kommt, dass Boykotte moralisch bedenklich sind. Sie treffen zwar Unternehmen an ihrer empfindlichen Stelle, diese wehren sich aber zu Ungunsten der Arbeitnehmer mit Entlassungen, was sich wieder auf die Gesellschaft auswirkt.

Dank des Internets erstarkt eine neue Form des Konsums. Die des verantwortungsbewussten Konsumenten. Das wird dadurch erreicht, dass Konsumenten nur noch saisonale Lebensmittel kaufen oder regional hergestellte Produkte konsumieren. Das Internet gibt dem Konsumenten Gelegenheit, sich ausführlich darüber zu informieren, was vor 20, 30 Jahren nur durch Mundpropaganda oder in kleinen Gruppen möglich war. So hat sich die Typisierung „Öko“ oder „Bio“ von einer stigmatisierten Randgruppe in die Mitte der Gesellschaft bewegt. Labels und Gütesiegel helfen dem Konsumenten, Produkte zu kaufen, die seinen Vorstellungen entsprechen.

Nichtsdestotrotz ist Wissen über die Produkte unabdingbar für den Verbraucher, um nicht wieder auf irgendwelche Marketinglügen reinzufallen. Als aktuelles Beispiel kann hier der Versuch von Automobilfirmen gelten, mit der Modefarbe Blau und dem Schlagwort Effizienz das Blaue vom Himmel lügen.

Und deshalb ist es wichtig, sich nicht nur auf die Werbeaussagen der Unternehmen zu verlassen, sondern sich über die Hintergründe der jeweiligen Unternehmen zu informieren. Das kann man bei Aktivistengruppen wie z.B. greenpeace direkt machen oder man besucht regelmäßig die Seiten freiwilliger Autoren, die über die Herstellung von Produkten informieren. Als Beispiel kann man hier Konsumpf, nachhaltigBeobachtet oder Grüne Mode nennen.

Dies war mein zweiter Beitrag zum Projekt 42.

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