Aus alt mach neu

Gestern war der letzte Durchgang der Delmenhorster Vereinsmeisterschaften. Also im Kegeln. (Hier gehen die meisten auf dem virtuellen Internetboulevard wohl weiter. Hier gibt es nichts zu sehen…)

Als Titelverteidiger lag ich in diesem Jahr nach dem dritten Durchgang überraschend in Führung. Überraschend deshalb, weil ich meine Wurftechnik angepasst habe und da noch reichlich unkonstant daher komme.
Die Konstellation vor dem letzten Durchgang war wie folgt:
Meine Durchtriebenheit an der Spitze, mit sieben Holz Vorsprung und Streicher 24 (dazu eine Erklärung: Das schlechteste Ergebnis wird ab dem dritten Durchgang aus der Wertung genommen. Jeder Kegler hat ein Streichergebnis.)
Der Zweitplatzierte Stefan Willems, mein Mannschaftskollege und Tandempartner hatte einen Streicher von 31 Holz. (Deshalb die Erklärung gerade, weil diese sieben Holz Differenz NICHT vom Streicher kommen, sondern von den anderen, gewerteten Ergebnissen.)
Der Drittplatzierte Nils Dittmar lag wiederum 13 Holz zurück. Sein Streicher lag bei 28 Holz.
Und dann war da noch der Vierte im Bunde, Marc Redmann, der bei einem Durchgang nicht dabei war, weshalb er einen Nuller als Streicher fest hatte.

Wer glaubt, dass war kompliziert, der sollte nicht weiterlesen. Was jetzt kommt, könnte das Denkvermögen des Lesers übersteigen (oder ich kann schlecht erklären, aber DAS ist wohl eher unwahrscheinlich…^^)

Marc kegelte so lala und kam mit 27 Holz ins Ziel. In der Gesamtwertung standen 124 Holz für ihn auf dem Konto. Damit blieb er, so viel sei verraten, auf dem vierten Platz.
Ich spielte mir 21 Holz zusammen und mein erster Gedanke war: „Mit dieser Leistung heute hast Du Dir den Meistertitel nicht verdient.“
Stefan Willems war komplett neben der Spur und unterbot mein schlechtes Ergebnis sogar. Er kam auf 12 Holz. Das bedeutet, dass er, genau wie ich, gestern einen neuen Streicher hatten. Damit sind unsere oben genannten Streicher hinfällig und er hatte auf einem Schlag seine sieben Holz Rückstand aufgeholt. Damit lagen wir in der Addition gleich auf. 135 Holz für jeden.
Nils Dittmar kegelte als einziger von der Spitzengruppe halbwegs normal und kam auf 36 Holz. Damit überbot er sein Streicher von 29. Da meine 24 Holz nun gezählt wurden, Nils diese mit 36 Holz um 12 überboten hatte, hatte er von den 13 Holz Rückstand genau 12 Holz aufgeholt. Ein Holz zuwenig, um ebenfalls auf 135 zu kommen.

Doch wer war nun Meister? Stefan Willems oder ich? Die Bestimmungen sehen vor, dass das bessere Ergebnis beim letzten Durchgang als Entscheider gewertet wird. Und da war ich mit meinen 21 Holz ja besser als mein SG-Kollege. Und somit alter und neuer Vereinsmeister Herren in Delmenhorst. Und hätte Nils nur ein einziges Holz gestern mehr geschoben, dann wäre er jetzt Meister. Knapp war es also!

Hier für alle Interessierten die Ergebnisse.

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O-Ton (18)

Ja, wir leben noch. Nur was soll man schreiben? Meiner einer sitzt krank zu Hause und erlebt nichts berichtenswertes und Steffi sitzt bis spät in der Arbeit.

Nichts interessantes also. Aber kaum ist man in Friesland, überschlagen sich wieder die Ereignisse.

Wenn man überhaupt da hinkommt, nach Friesland. Als wir nämlich von der Autobahn abfuhren, standen wir Richtung Heidmühle im Stau. Das ist uns auch zu blöd, also drehten wir um und fuhren über Roffhausen nach Sillenstede. Am China-Restaurant „Rosengarten“ vorbei. Mit knurrendem Magen.

I: Lass uns doch hier anhalten, Deine Elten anrufen und Bescheid sagen, dass sie herkommen sollen.

S: Nein, vielleicht hat Mama ja was zu Essen zu Hause.

Hatte sie nicht. Aber sie fand es gut, spontan im „Rosengarten“ zu essen. Also sind wir wieder hin.

Nachdem wir uns vollgefressen haben und wieder zurück waren, setzten die Männer sich vor den großen Fernseher…Fußball gucken. Die Mädels verpieselten sich in das kleine Fernsehzimmer. Erika kam sogar extra noch mal rüber um in der Fernsehzeitung zu schauen, was so läuft.

Nach dem Fußballspiel schaute ich bei der holden Weiblichkeit nach dem Rechten. Sie saßen da, jeder eine Flasche Wein und unterhielten sich. In der Glotze lief ein Tatort mit der unglaublich scharfen verdammt gutaussehenden nicht so gut schauspielernden Sawatzki.

I: Oh, ihr schaut Tatort?

S+E: Ja.

I: Worum gehts?

S: Keine Ahnung…

Man sieht eine Fahrstuhlszene. Eine Frau, mit dunkler Sonnenbrille, kein Makeup unterhält sich mit der Kommissarin. Sie scheint in tiefer Trauer zu sein, aber das wäre zu naheliegend, also frage ich:

I: Ist die Frau blind?

S+E: Wieso?

I: Weil sie eine Sonnenbrille trägt. Oder macht sie das, weil sie kein Makeup trägt?

S+E (durcheinander): Die ist in Trauer, deshalb trägt sie eine Sonnenbrille.

I: Was ist das denn für ein Quatsch, deshalb trägt man doch keine Sonnenbrille.

E: Doch, dann sind die Augen so aufgequollen. Und damit man das nicht sieht, trägt sie eine Sonnenbrille.

S: Außerdem hätten wir das mitbekommen, wenn sie blind wäre.

Nächste Szene, die Kamera hält auf den Bürgersteig. Von links kommt ein langer weißer Stab ins Bild, der hin und her geschwungen wird. Die Kamera fährt hoch und man sieht die Frau mit der Sonnenbrille ihren Blindenstock hin und her schwingen…

😀

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