Jetzt ist es raus

Ja, die gestern angekündigte Überraschung waren lediglich zwei Beiträge von Steffi und mir in Zusammenarbeit mit dem Maskierten.

Was hat das nun mit einer Hochzeit zu tun? Auslöser war die Hochzeit eines Prinzen mit einer Frau Ende April, zu deren Anlass sich die halbe Welt überschlug. Der Maskierte war genervt und erzählte in seinem Beitrag von einem fiktiven Kirschblütenfest. In den Kommentaren tobte ich mich aus und da hatte der Maskierte die Idee, über ein fiktives Treffen unsererseits zu schreiben. Ich fand die Idee klasse und steuerte ebenfalls einen Beitrag bei. Steffi fand das ganze auch witzig und war derart Feuer und Flamme, dass sie sofort auch einen Beitrag schrieb.

Nichts aufregendes also. Aber ihr glaubt nicht, wie viele (nicht nur Ulf und Mandy in den Kommentaren) dachten, wir würden hier Nachwuchs bekannt geben. Leute, wir haben aus Liebe geheiratet und lassen die Dinge ganz ungezwungen auf uns zukommen. Kinder sind zwar nett. Aber noch netter sind Kinder, die man am Ende des Tages wieder seinen richtigen Eltern zurückgeben kann. So viel Freiheit gönnen wir uns noch.

Deshalb geht der folgende Aufruf an unsere Eltern: Wartet es ab, früher oder später kommt schon noch was. Aber erwartet nicht jede Woche DIE freudige Nachricht.

Und dieser Aufruf geht an alle Leser: Lest bitte den Beitrag über das Kirschblütenfest vom Maskierten! Dann fängt Eure Woche ebenfalls mit etwas wirklich gut und witzig geschriebenen an. Und die Woche wird noch lang genug. 😉

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Sechs Jahre

Heute gibt es doppelt Grund zur Freude. Nicht nur das der Bundesverteidigungsminister und Strahlemann vom Dienst heute von seinen Ämter zurückgetreten ist. Nein, Steffi und ich feiern heute unser sechsjähriges Zusammensein. Aus diesem Anlass waren wir heute Essen und anschließend im Kino, um kuscheligerweise einen oscarnominierten (und unverständlicherweise nicht prämierten) Film zu schauen.

Und damit ist jetzt auch der Countdown zu unserer Hochzeit eingeläutet. Heute in einem Monat werden wir per Gesetz verheiratet sein. Wenn alles gut geht. 😉

Ein Wort noch zu Guttenberg und seiner Rücktrittsrede in der er sich selbst zum Opfer gemacht hat. Das die Diskussion um seine Person auf den Rücken der Soldaten ausgetragen wurde, ist blanker Unsinn. Oder um es mit seinen Worten zu sagen: Abstrus.

Das es ihm außerdem wichtig war, seine Schwächen und Fehler nicht vor der Öffentlichkeit zu verbergen…ist ja wohl der nächste Lacher. Oder sind daran jetzt die Medien schuld, die alle ein total überzogenes Bild von ihm gemalt haben?

Naja, jetzt ist er weg. Und das ist auch gutt so! Und weil es so schön ist, lege ich Alice Cooper auf:

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Eine ganz persönliche Musikgeschichte (4. Fortsetzung)

Finger hoch, wer geglaubt hat, dass die Reihe nicht fortgesetzt wird! 😉

Heute gibt es dann statt eines Polterabends einen Punkerabend…

Die Eindrücke des vergangenen Jahres hatten mir meine Richtung vorgegeben. Jeglicher Rassismus oder Fremdenhass war mir zuwider und in meinen Augen verabscheuungswürdig. So wurde ich geradewegs in eine neue Musikrichtung gestoßen, die meinen Unmut in Worte, Töne und Lieder fassten und zugleich nicht nach Weichspülermusik klangen. Dem Punk. Natürlich hörte ich weiterhin Metal-Musik und besuchte auch Konzerte. Aber es mischte sich zu meinem eh breit angelegten Repertoire zunehmend Musik aus Deutschland.

Das wahrscheinlich erste Lied auf das ich in der Hinsicht stieß, wie sollte es anders sein, war von Slime. Nazis raus!

Damit war der Boden bereitet und mein nächster Kauf war ein Sampler, um mein Spektrum in der Punkmusik zu erweitern: Der Soundtrack zum Untergang. Und fortan sollten Texte in der Musik für mich eine der wichtigsten Rollen einnehmen. Was bei Punkmusik auch nicht verwunderlich ist. Obwohl ich die drei Akkorde immer noch sehr gerne höre. 😉

Mit 17 Jahren kann, wenn man über sich und die Gesellschaft so nachdenkt, die Wut ungeahnte Ausmaßen annehmen. So war es auch bei mir. Ich las viel, ich dachte viel nach und ich hatte eine Riesenwut. Auf das System, dass auf die Ausbeutung anderer angewiesen ist um selber stetig zu wachsen und noch mehr auszubeuten um weiter zu wachsen. Auf die Menschen, die es hinnehmen und sich es in diesem System gemütlich machen. Und auf mich, weil ich alleine kaum was dagegen ausrichten kann.

Doch bevor ich mich darüber aufregte, was andere für mich tun könnten, habe ich selbst was getan. Mit den damaligen Kumpels besuchten wir die PDS-Zentrale in Bremen und organisierten uns dort politisch in der AG Junge GenossInnen. Mit diesen Kumpels bauten wir dann in Delmenhorst die PDS auf und waren am Wochenende in der Innenstadt, wo wir uns an Informationsständen als rote Socken und Kommunistenpack beschimpfen ließen, während wir uns unter der Woche mit anderen Parteien trafen und diskutierten. Diskutieren war zu der Zeit eh meine Leidenschaft. Mein Lieblingsunterricht am Wirtschaftsgymnasium, dass ich zu der Zeit besuchte, war „Werte und Normen“, in dem man wunderbar diskutieren konnte.

Mit meiner Einstellung, dass alle Menschen gleich sind und sie auch so behandelte, mit dem entsprechenden Respekt, gewann ich viele Freunde. Nur meine politische Einstellung wollte damals keiner so recht mit mir teilen.

Wie ich ja schon mal schrieb, zierten mein Zimmer viele Poster von Bands, die ich nicht immer unbedingt kannte, aber einen coolen Eindruck machten. Und wie ich gerade erwähnte, las ich viel zu der Zeit. So kam es, dass ich mir einen Büchereiausweis besorgte. Und dort sah ich eine CD von den „Einstürzenden Neubauten“. Die Band hing zu der Zeit schon zwei Jahre in meinem Zimmer als Poster und bis dato hielt ich sie (ernsthaft) für eine Punkrock-Band, die ich noch nie (ja, wirklich) gehört hatte. Die CD war die „Tabula Rasa“ (Amazon-Partnerlink) und ich musste sie mir einfach einstecken. Zusammen mit meiner damaligen Freundin – also Freundin im Sinne von Freund und nicht im Sinne von Knutschen, Händchenhalten und dem ganzen Zeugs – die überwiegend dieselben Interessen hatte wie ich –  nennen wir sie der Einfachheit halber mal Nina – saß ich in ihrem Zimmer, schoben die CD ein und ließen unsere Vorstellungen von der Band mit jedem weiteren Lied fahren. Es war wie eine Offenbarung. Als das letzte Lied „Headcleaner“ zuende war, schauten wir uns nur an und begannen die CD von vorne.

Die Einstürzenden Neubauten begleiteten mich von da an und zum Teil begleitete ich sie. Keine Band habe ich häufiger live gesehen (dreimal). Nun ging ich nach meiner Metal-Zeit meinen Eltern richtig auf den Geist. Der Namen der Band hat sich bei meinen Eltern geradezu eingehämmert, auch dank freundlicher Unterstützung meines kleinsten Bruders. 😉

Den Geist raubte ich ihnen aber nicht nur wegen der Musik. Respektlosigkeit und Kampf gegen die Obrigkeit wurde zu meiner Maxime erkoren. Das zeigte ich auch nach außen, wo ich mir langsam anfing die Haare wachsen zu lassen. Dabei ging ich mit einem Trick vor. Die Seiten wurden kurzrasiert (wenn auch noch nicht kahl). Was da fehlte, ließ ich oben länger wachsen. Wenn auch unter strenger Beobachtung der häuslichen Obrigkeit. Denn so lange ich meine Füße unter den Tisch meiner Eltern…blabla.

Zu dieser Zeit gab es viel für mich zu entdecken. Zum Beispiel entdeckte ich das „Kakao trinken“ für mich. Der Einfluss dessen und die Tatsache, dass es 1993 noch MUSIK-Sender im Fernsehen gab, bereicherten mein Leben mit einer weiteren Entdeckung. Eine kleine isländische Sängerin, die in ihren Videos so natürlich rüber kam und unglaubliche Geschichten erzählen konnte, ließ mich gleich zum Plattenladen rennen und ihre LP „Debut“ kaufen. Allerdings ist es mir bis heute verwehrt geblieben, sie live zu sehen. Eine der Sachen, die auf meiner To-Do-Liste fürs Leben ganz weit oben steht.

Aber auch die ältere Musik hatte für mich seinen Reiz. Im Sommer der Liebe 1993 legte ich des öfteren „Cat Stevens“ auf. Als ich dann mit meiner damaligen Freundin, nennen wir sie mal Karina, das erste Mal in die Kiste hüpfte – also das erste Mal für mich; sie war da „etwas“ erfahrener – liefen die „Best of“ von ihm.

Aber es gab nicht nur schöne Momente in diesem Jahr. Das wohl schrecklichste Erlebnis war zweifelsohne der Brandanschlag in Solingen, bei dem fünf Menschen zwischen 4 und 27 Jahren ums Leben kamen. Fünf Menschen die starben, weil sie in den Augen der Mörder die falsche Herkunft hatten. 👿

In diesem Jahr ereignete sich auch in einem Bahnhof in Bad Kleinen eine misslungene Festnahme, die zum Tod von Wolfgang Grams und einem Polizisten führten. Die ganze Geschichte um diese Festnahme interessierte mich nicht wirklich. Was mich aber interessierte, waren die Beweggründe der RAF, in den bewaffneten Widerstand zu gehen.

Dazu las ich mehrere Schriften von Ulrike Meinhof Horst Mahler, um die Motive zu verstehen. In ihren Schriften erklärten sie, wie der Systemumsturz abzulaufen habe, die sich im Buch nicht so gewaltvoll darstellten. In der Realität sah es leider anders aus und außerdem schienen sie die Macht der Medien unterschätzt zu haben. Wie auch immer, mir war ein politisch geführter Umsturz lieber. Wobei ich in meinem Leben schon oft genug an meiner pazifistischen Grundhaltung zweifeln musste…

Ende Oktober, es war Freimarkt in Bremen und in der Stadthalle Bremen – so hieß die damals noch – gaben sich „Paradise Lost“ und „Sepultura“ die Ehre. Natürlich war ich da, mit Thomas, einem damaligen Kumpel. Wir lungerten vor der Stadthalle rum, als wir von einem Mädel auf den Konzertort angesprochen wurden. Wie sich herausstellte, war sie – ich nenne sie hier mal Maren – mit ihren Kumpels da um das Konzert zu besuchen. Sie kamen aus Ostfriesland, genauer aus Leer und kannten sich in Bremen nicht aus. Die Ostfriesen waren sehr nett, also unterhielten wir uns ein wenig. Naja, ich unterhielt mich mit ihnen, weil Thomas…naja…er fand sie nicht so nett. Er war eher der Selbstverliebte…

Und ein wenig unterhalten ist auch untertrieben. Während des Konzerts saß Maren neben mir, während ihre Jungs sich in die Menge mischten. Und während des Konzerts unterhielten wir uns auch annähernd ununterbrochen. Nach dem Konzert brachte ich sie und ihre Kumpels dann noch zum Auto zurück, wo ich als „Danke schön“ einen kleinen Kuss bekam.

Wow, die Frau hatte es mir echt angetan. Nun war ich zu der Zeit noch mit Karina zusammen. Kein Problem, kurzerhand Schluss gemacht, eine Bahn-Card gekauft und an den Wochenenden nach Leer gefahren.

Ich muss dazu sagen, dass Karina ein wirklich sehr nettes Mädchen war/ist, nur zu der Zeit war klar, dass sie für unbestimmte Zeit nach Südamerika gehen würde. Diese Unsicherheit bei der Beziehung machte mich sehr empfänglich für Maren, die, im Nachhinein betrachtet, dass netteste Mädchen war, dass ich bis Steffi kennen lernen durfte.

Den Herbst verbrachte ich also in Sehnsucht auf Maren und das Wochenende und das Wochenende mit Maren.

Zu dieser Zeit hörte ich viel R.E.M., da kaum was besseres in ihrer CD-Sammlung zu finden war. *hüstel*

Aber da mein Musikgeschmack bereits breit gefächert war und sie auch gelegentlich in Delmenhorst war, konnte ich damit sehr gut leben. Schließlich war sie, wie gesagt, ein sehr nettes Mädchen und auch mit ihrer Familie verstand ich mich sehr gut. Unvergessen der Moment, als ihr Vater mich beiseite nahm als das Haus nur von uns beiden bevölkert war.

Komm Stefan, wir müssen mal reden!

Ich saß also mit dem Vater meiner Freundin auf der Couch und er sagte:

Also über das „Kakao trinken“ brauchst Du mir nichts erzählen. Da habe ich schon alles mitgemacht. Schwarzer Afghane, gelber Libanese. Das ganze Programm.

Ich war 17 Jahre, trug meine Leidenschaft über das „Kakao trinken“ nicht unbedingt vor mir her, auch wenn ich entschieden für eine Legalisierung eintrete. Aber das hat mich dann doch überrascht. Ich glaube, in diesem Moment wurde mein Weltbild um eine weitere Facette reicher. Es gibt wirklich alte Menschen (er war zu dem Zeitpunkt fünf Jahre älter als ich jetzt), die auch „Kakao trinken“ oder es mal getan haben. Unglaublich.

So weit lief es also ganz gut, wenn ich mir nicht selbst im Weg gestanden hätte. Ich wiederholte die 11. Klasse des Wirtschaftsgymnasiums. Nicht weil ich den Anforderungen nicht gerecht wurde, sondern weil ich den Anforderungen nicht gerecht werden wollte. Ich hatte schlicht und ergreifend keine Lust, ein Mitglied des Wirtschaftssystems, wie ich es erlebte, zu sein. Ich wartete nur auf meinen 18. Geburtstag, um die Schule zu verlassen. Was danach werden sollte? Ich hatte zu dem Zeitpunkt keine Ahnung.

Noch etwas hatte ich ja bereits angedeutet im letzten Beitrag. Meine Liebe für Nirvana hatte ich entdeckt. Im Sommer empfand ich die Musik nicht mehr als Mädchenmusik und die Texte auf mein Leben maßgeschneidert. Für die ganze Jugend, wie es später unisono hieß. Wie treffend beweist der letzte Song für heute. Wut, Perspektivlosigkeit, Hilflosigkeit. Der Wunsch nach Menschen, die sich mit Respekt begegnen. Und weise Menschen, die in Form von Frauen ins Leben traten.

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Das war es dann

Nein, mit der Überschrift meine ich nicht, dass hier das Blog eingestellt wird, weil ich wegen des guten Wetters derzeit kaum noch was schreibe. Es ist schließlich auch WM und das eine oder andere gibt es ja auch noch zu tun.

Mit der Überschrift meine ich auch nicht das gestrige Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft. Denn meine Lieblinge spielen am Sonntag um den Weltmeistertitel. Und meine Lieblinge tragen keine rot-blauen Farben. 😉

Nein, was mit der Überschrift eigentlich gemeint ist, sind die Hochzeitspläne für dieses Jahr. Nachdem ein viel zu großer Anteil der eingeladenen Gäste aus unterschiedlichsten Gründen abgesagt haben und die Quote bei nahezu 50% lag, wurden Steffi und ich sehr nachdenklich. Und wegen der Absagen auch sehr traurig.

Am Dienstag setzten wir uns dann zusammen und gingen die Lage mal durch.

  • Ein Großteil aus meiner Familie und Bekanntenkreis hatte abgesagt oder noch nicht zugesagt.
  • Bei Steffi hatten die meisten Kollegen auch ihr Nichterscheinen angekündigt.
  • Die Urlaubssituation gestaltet sich als schwierig, außer ein paar Gleitzeittagen ist einfach nicht mehr drin.
  • Die Reaktionen auf den Hochzeitstermin waren überwiegend negativ. Das Datum an sich hat uns nicht gestört. Mir gehörten die Türme nicht, die an dem Tag eingestürzt sind. Und wenn ich sehe, wie sehr die Regierungen dieses Ereignis ausnutzen um die Freiheit der Menschen zu beschneiden und z.B. in Afghanistan munter Krieg spielen, sollte uns das Datum nicht nur an die Toten gemahnen. Nein, gestört haben uns immer wieder die Reaktionen darauf, die irgendwann umschlugen in „Nerv!“… Nerv! Nerv! Nerv! 👿

Aber der Hauptgrund, warum wir übereingekommen sind, dass wir die Hochzeit jetzt verschieben, ist die hohe Absagequote.

Klar, im Endeffekt ist es unsere Hochzeit und die würde ich auch nur mit Steffi alleine begehen. Aber bei unserer Hochzeit geht es auch darum, vor all unseren Freunden, Kollegen und der Familie den Tag zu feiern, an dem wir uns vor Gott und dem Staat zu unserem gemeinsamen Weg bekennen. Vor uns haben wir uns schon längst dazu bekannt. Aber dieser Tag soll uns in jeder Hinsicht positiv in Erinnerung bleiben. Und das würde es nicht, wenn nur die Hälfte der Menschen da ist, die uns wichtig sind.

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Projekt 42: Salz

Ich habe schon lange mit dem Gedanken gespielt, einen Beitrag zum Projekt 42 zu verfassen. Aber entweder fiel mir so gar nichts zu dem Thema ein oder ich habe es typischerweise verbaselt.

Das Thema in diesem Monat kommt mir aber sehr gelegen, weil ich damit aus meinem Beitrag, indem ich über die Verlobung schreibe, meine Frage aufgreifen kann und wieso ich auf diese Frage kam.

„Willst Du das Salz auf meinem Ei sein?“

Wieso das? Und wieso nicht Eier oder gibt es bei mir anatomische Besonderheiten?

Steffi und ich lieben unsere Frühstückseier. Wir lieben sie wirklich. Wir köpfen die Eier um uns gegenseitig die Kappe zu geben. Manchmal hat einer von uns auch Glück und die Kappe enthält sogar etwas Eigelb. Dann ist der Liebesbeweis besonders groß, tut es einem doch weh so eine Kappe zu teilen. Aber es ist ein gutes Gefühl so eine Kappe der Person zu geben die man liebt und so eine Kappe zu schätzen weiß.

Aber das Thema heißt Salz und nicht Kappe. 😉

Wir legen auch sehr viel Wert darauf, dass die Eier perfekt zubereitet sind. Fünfeinhalb Minuten. Das Eiweiß sollte rundherum bereits fest sein, das Eigelb aber flüssig. Und was zu einem Ei nicht fehlen darf ist natürlich Salz. Wir streuen uns beide kein Pfeffer auf die Eier, warum auch? Die Eier schmecken mit etwas Salz einfach am besten. So wird auch darauf geachtet, dass der Partner die Kappe nicht versalzen bekommt. Denn zuviel Salz schmeckt einfach nicht. Auch wenn man bei versalzenem Essen gerne von einem verliebten Koch spricht.

Naja, so lag es für mich nahe, dass ich in der großen Frage das formuliere, was Steffi im Leben viel bedeutet. Und es ja auch gut angekommen. 🙂

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Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus…

Nur wenn man diese Ereignisse im Dunkeln plant, sind die Schatten schwer zu erkennen…

Am Wochenende war die große Familienzusammenführung (wie jedes Jahr) geplant. Doch dieses Mal war etwas ganz besonderes geplant. Dafür muss ich aber etwas weiter ausholen…

Am 1. Weihnachtstag erzählte ich Steffi, dass eine Hochzeit für mich nicht wichtig ist. Ich war schon verheiratet und hätte Angst, dass unsere Beziehung danach festfahren würde. Außerdem ist eine Hochzeit sehr teuer. Das Geld könnte man besser in einen Kinderwunsch investieren. Steffi schluckte (es), arangierte sich aber mit der Vorstellung, in wilder Ehe vorerst zu leben. Das war natürlich ein Fake, der es mir ermöglichte, die Verlobung von langer Hand zu planen. Ihre Eltern sowie ihre Schwester wurden eingeweiht und halfen mir bei der Reservierung im Antonslust, wo wir Weihnachten regelmäßig essen. Meine Eltern wurden dagegen nicht eingeweiht, aus dem einfachen Grund das mein Vater Steffi auf der Arbeit häufig sieht und man ihm das durchaus ansehen kann, dass was in der Luft liegt. Und überhaupt: Sicher ist sicher.

Das heißt aber nicht, dass ich nicht die eine oder andere Spitze fallen ließ. Schließlich fällt es auch mir schwer, meine Freundin anzulügen. Beispiel gefällig? In diesem Beitrag heißt es:

„Das Jahr an sich hat schon recht gut angefangen. Ich bin gesund, Steffi ist gesund. Und dieses Jahr wird sicher einiges passieren, was Auswirkungen auf das Zusammenleben zwischen mir und Steffi hat. Die Planungen sind im vollen Gange. ;-)

Als Steffi das las, dachte sie, dass ich unseren Kinderwunsch meinte. Nur daran hatte ich überhaupt nicht gedacht. Und konnte das mit stoischer Ruhe auch aussitzen. Denn wer glaubt schon, dass wir dieses Jahr unseren Kinderwunsch erfüllen?

Das Rahmenprogramm erdachte sich auch Steffi, ohne das sie es ahnte. Ich dachte eigentlich an eine Grünkohltour, eventuell auch an Boßeln. Und Steffi schlug dann Bowling vor. Und den Vorschlag nahm ich begeistert auf.

Anfangs war auch geplant, den Antrag auf der Bowlingbahn zu machen. Das hätte den Vorteil gehabt, dass ich dann in Ruhe hätte essen dürfen/können. 😉

Doch bei dem Gedanken an einen Antrag auf der Bowlingbahn hatte ich auch Bauchschmerzen. Zum einen bin ich Kegler und zum anderen lässt sich das Umfeld an so einem Tag schlecht planen. So waren am Samstag lauter kreischende Kinder neben uns, also war es ganz gut so. Letztlich gaben meine (ebenfalls eingeweihten) Arbeitskollegen den Ausschlag, da sie dieselben Bedenken äußerten.

Also schloss ich mich mit dem Besitzer vom Antonslust kurz. Das klappte auch problemlos, daher noch ein großes „Danke schön“ an dieser Stelle.

Beim Bowling klappte bei mir nicht viel und beim Essen wurde ich immer nervöser. Als meine Eltern zum Rauchen raus waren und Steffi zur Toilette, nutzte ich die Gelegenheit um den Kellner über seinen Kenntnisstand auszufragen. Aber der war bestens informiert, so dass ich mich eigentlich hätte beruhigt zurücklehnen können. Hab ich aber nicht, ich war tierisch nervös.

Zum Glück bestellte Steffi ein Dessert, zu dem Gang war die Überraschung geplant, was auch zur Beruhigung hätte beitragen können. Aber mein Bauch zeigte rege Aktivitäten und so war ich heilfroh als endlich das Licht ausging und Steffis Dessert mit einer Wunderkerze kam. Und selbst da ahnte Steffi noch nichts. Klar, dass Licht ging aus und sie saß in der Mitte des Raumes. Wahrscheinlich sollte das wegen dem Ambiente so sein. Aber als dann rechts von ihr jemand auf die Knie ging und ihr gestand, dass er sie seit Monaten anlog, da dämmerte es dann doch langsam. 🙂

Nach dem Geständnis bekam ich aber nur noch unverständliches Gebrabbel heraus, was ich mit der Frage abschloss:

„Willst Du das Salz auf meinem Ei sein?“*

Welche sie mit Ja benantwortete. 😀

Danach war dann Feiern angesagt. Meine Mutter hatte sowas ja schon geahnt, aber das tat sie auch schon ein Jahr zuvor. Von daher zählt das nicht wirklich. 😉

Tja, jetzt geht es an die Hochzeitsvorbereitungen. Diese haben Steffi auch schon die erste schlaflose Nacht gekostet. So liegen Freude und Leid nahe beieinander…Und ich behaupte mal, dass das Schlagwort „Hochzeit“ in nächster Zeit häufiger zum Einsatz kommt…

*Man achte auf das Singular! 😉

Come back

Und jetzt mal die ach so unromantischen und herzlosen Männer. Dieser Vertreter hier trägt sein-(gebrochen)-es nicht nur auf der Brust, sondern auch auf dem rechten Fleck.

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Grundsolides Fünfjähriges

Der Beginn unseres fünften Jahrestages erinnerte ein wenig an eine Geschichte aus dem kopfschüttel-Blog. Ich erspare die Details, nur soviel: Es spielte ein Sturm, der Hang zur Romantik sowie der Hang zum Schlafen-Möchten eine nicht unwesentliche Rolle. Am Morgen hatten sich die Gemüter wieder beruhigt und am Nachmittag konzentrierte man sich darauf, wo man das Fünfjährige feiern könnte. Sprich, wo man essen gehen könnte.

Um der besseren Hälfte etwas entgegenzukommen, wählte ich von mir aus schon ein chinesisches Lokal aus. Dieses hat aber leider schon die Pforten für immer geschlossen, weshalb wir uns für das Sentosa in Bremen-Findorff entschieden haben. Ebenfalls ein chinesisches Restaurant und ebenfalls im City for Two-Heft zu finden.

Die Parkplatz-Situation in Findorff ist ja eher als kritisch zu betrachten, aber Freimarkt oder Osterwiesen sind zum Glück gerade nicht, weshalb wir einen Parkplatz direkt gegenüber vom Restaurant ergatterten.

Der Laden ist durchaus nett eingerichtet, war aber mit einigen Leuten eher spärlich gefüllt. Aber was will man an einem Montag Abend auch erwarten? Glück für uns, denn so bekamen wir einen ruhigen Fensterplatz, der abgeschieden lag, aber immer im Sichtbereich der Bedienung war. Diese war wirklich sehr freundlich und auch flott unterwegs.

Für das Essen haben wir uns schnell entschieden und Steffi hatte nicht mal Gelegenheit sauer zu sein, dass ich noch eine Vorspeise bestellte (natürlich Wan-Tan). Nicht weil sie davon mitnaschen durfte, sondern weil die Hauptgerichte, kurz (und ich meine kurz) nachdem wir den Wan-Tan-Teller leer hatten, aufgetischt wurden.

Das Essen kann man als grundsolide bezeichnen. Es war jetzt nicht unbedingt der Ausreißer nach oben auf der Geschmacksskala, aber auch nicht nach unten.

Preislich war das Sentosa auch im Soll, weshalb wir mit dem Besuch dort alles in allem sehr zufrieden waren.

So konnten Steffi und ich uns dem zukünftigen Namen unserer Erstegeborenen hingeben. Nein, da liegt noch nichts im Ofen! 😉

Steffi favorisiert ja Antonia während ich zu Elisabeth oder Annabell tendiere. Und Marie-Johanna finden wir beide gut. Aber eigentlich wollen wir keine Doppelnamen…

Ein Kurztrip nach Oslo wird jetzt auch immer konkreter. Soll heißen, Steffi hat mich weichgekocht. Aber auch nur, weil ich mich an die guten Momente meines dreistündigen Aufenthalts in England erinnerte. Und warum nicht mal für ein paar Stunden nach Norwegen? We will see. 😉

Nuit Blanche

Hier noch ein nachgereichtes Video, dass ich über Doktorsblog entdeckt habe.

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Robots need love too.

Und noch ein Fundstück, was ich bei PolkaRobot kennen und lieben gelernt habe. „Robots“ von Dan Mangan.

They want to be loved by you. 🙂

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