Medien zittern!

Wann kommt die Ideenlosigkeit?

(Via Fasels Suppe)

Übrigens nicht nur die, aber das habt Ihr sicher auch schon gemerkt.

Veröffentlicht in Bilder. Schlagwörter: , . 1 Comment »

Was ich loswerden will (66)

Das Phänomen del Rey

Markus Herrmann über Lana del Rey und die Medien. Aber hauptsächlich über Lana del Rey

„Eine Ikone also. Noch nicht mal richtig Platz genommen und schon eine Ikone.“

***

Ein in sich abgeschlossener Mikrokosmos

ad sinistram’s Autor über RTL und das perfekt ausbalancierte Konzept von einer abgeschlossenen Welt.

„RTL ist kein Sender, in dem zufälligerweise Sendekonzepte verschiedener Art ausgestrahlt werden – die Sendungen sind aufeinander abgestimmt, die Inhalte sind die Inhalte aller Konzepte. Bei keinem anderen Sender scheint die Abstimmung so radikal. RTL ist in sich gleichgeschaltet; News werden durchgereicht, werden in Dokus eingebaut und in Drehbücher verwurstet. Das Weltbild, das RTL verkündigt, es ist in sich stimmig und wird von keiner Seite innerhalb des Programms auch nur zwischen den Zeilen in Zweifel gezogen.“

***

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , . 1 Comment »

Was ich loswerden will (65)

Die Zeitung und ihre Leser und die Leser und ihre Zeitung

Roberto J. De Lapuente und der Teufelskreis der Self-Fulfilling Prophecy.

„Der Leser erfährt seine Umwelt mit den Prämissen, die seine Zeitung ihm geimpft hat – und die Zeitung sieht die Prämissen bestätigt, wenn der Leser in ihr zu Wort kommt, um sie empirisch zu verifizieren. Eine Symbiose.“

Und in seinem tags darauf erschienenen Beitrag „Araber dramatisch arbeitslos“ über die realen Auswirkungen dieser selbsterfüllenden Prophezeiung.

„Und die Gründe sind sicherlich nicht Faulheit oder Kuschelstunden in der sozialen Hängematte, sondern tatsächlich die erschwerte Vermittlung, an der auch die Presse mitgewirkt hat, indem sie die Muslime kriminalisierte.“

***

für die seelenbalance

Der kinderdoc hat mal wieder eine impfunwillige Mutter in der Praxis.

„auch impfbefürworter sind oft sehr dogmatisch und streng, aber wenn es um empfehlungen zum schutz von kindern und auch um den schutz der allgemeinheit geht, muss man genau so sein.“

***

Schwer bedroht

Dem Fernsehkritiker wird das Drehbuch und die „Produktionsbibel“ von der Scripted-Doku „Schwer verliebt“ auf Sat.1 zugespielt. Doch der Kontakt zu dem Kandidaten bricht mehrfach ab.

„Unter dem Strich zeigt sich, welchen Druck solche harmlos wirkenden abendlichen Unterhaltungssendungen nicht nur auf ihre Protagonisten ausüben, sondern auch auf diejenigen, die kritisch darüber berichten. Und es zeigt sich, was für ein Schlag Mensch für diese unwürdigen Scripted-Sendungen verantwortlich ist.“

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , , , , , , . Kommentare deaktiviert für Was ich loswerden will (65)

Was ich loswerden will (64)

Keine Gratisurteile für freie Datenbanken

Udo Vetter berichtet über das Urteil des Amtsgerichts Schleswig, nach dem die freie Datenbank openJur kein Anspruch auf kostenlose Urteilskopien hat.

„Vielleicht hätte schon die Überlegung geholfen, dass Urteile “Im Namen des Volkes” ergehen. Nicht zu vernachlässigende Teile des Volkes möchten mit Sicherheit gern wissen, wie stellvertretend für sie Recht gesprochen wird.“

***

Vom Glück „BILD“ zu sein

Stefan Niggemeier fragt sich, „ob man als „Bild“-Zeitung-Macher manchmal darunter leidet, dass man es zu leicht hat.“ (ich hätte ja das Wort Zeitung in Anführungszeichen gesetzt…)

„Deshalb hat die langjährige Freundin von Wulff Recht, wenn sie bei Jauch rührend hilflos fomuliert, sie möchte in keinem Land leben, in dem die „Bild“-Zeitung bestimmt, was Moral und was richtig ist.“

***

The Wulff of Germany

Johnny Häusler vergleicht das Gezerre um den Bundespräsidenten mit einer Show auf ProSieben/Sat1.

„Die für die Jahreszeit ungewöhnlich hohen Temperaturen müssen daran schuld sein, dass jetzt schon Sommerloch ist.“

***

Best PI-Friends

Dietmar Näher schaut sich die Freundeslisten von „gewaltbefürwortenden Grundgesetzvergewaltiger“n und „Muslime-raus-aus-Deutschland-Krakeeler“n bei Facebook an:

„Es ist doch immer wieder erstaunlich, wer sich in den Facebook-Freundeslisten der rechtsradikalen politisch inkorrekten (PI) Hassprediger wiederfindet.“

Und der Politblogger recherchiert weiter…und geht damit einigen auf die Nerven.

***

…was uns als Gesellschaft wichtig ist

Roberto J. De Lapuente über Online-Medien und wie diese über den Lidl-Check berichten, der am Montag bei der ARD lief.

„Manchmal sagen Überschriften inhaltlich gar nichts aus – manchmal umschreiben sie jedoch mehr, als im drunter montierten Text zu lesen steht. Manchmal sind sie das Produkt gesellschaftlicher Befindlichkeiten, unterstreichen das, was die Gesellschaft für essentiell betrachtet.“

***

Sinnlose Hatz

Der Chefökonom schreibt ebenfalls über die Wulffs-Hatz und bemerkt:

„Solange die kritische Masse sich mit Herrn Wulff beschäftigt, kommt auch keiner auf die Idee, noch mal wirklich wichtige Fragen zu stellen. Wäre ja auch noch schöner.“

***

Und zum Abschluss mal ein ernstes Thema aus dem Postillon:

Trainingsauftakt: Fußballfans bereiten sich auf Rückrunde vor

Der Postillon berichtet über die harte Vorbereitung der Fußballfans auf die Rückrunde.

„Später müssen die Namen aller neuen Spieler gelernt werden, die über die Winterpause zu ihrem Verein gewechselt sind. Abends sehen sich die Fans Aufnahmen von alten Spielen an und üben ein, wann wer den Schiedsrichter beschimpft, wann wer farbige Spieler beleidigt und wann wer „Foul!“ oder „Abseits!“ brüllt.“

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , , , , , , , . Kommentare deaktiviert für Was ich loswerden will (64)

Was ich loswerden will (63)

Kai Diekmann beschimpfen

Michalis Pantelouris äußert sich zu den am Vortag aufkommenden Vorwürfen, Christian Wulff hat auf dem AB von Diekmann Einflussnahme auf die Berichterstattung versucht zu nehmen…

„Allerdings nähme ich das alles hier zurück, wenn sich herausstellte, dass Christian Wulff seit Jahren jeden Tag Kai Diekmann am Telefon wegen praktisch aller Bild-Geschichten beschimpft, und es nur zufällig an diesem einen Tag einmal um seine eigene ging. Es ist ja auch nicht alles juristisch rechtens, was richtig ist.“

***

Wie die Privatsender einmal fast ihrer Informationspflicht nachgekommen wären

Stefan Niggemeier über den Protest der Privatsender, weil der Bundespräsident nur mit den öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF sich einem Interview stellte.

„Im Grunde zeigt RTL nur darum soviel „Deutschland sucht den Superstar“, „Bauer sucht Frau“ und „Alarm für Cobra 11″ und füllt seine Informationssendungen und Magazine nur deshalb mit soviel Müll und Quatsch, weil der Bundespräsident in dieser Zeit nicht mit dem Sender reden will. „

***

Mann des Jahres 2012: Georg Schramm

Zu früh? Nicht für Schlesinger im Transatlantikblog. Für mich der perfekte Kandidat für die Nachfolge Wulffs.

„Die “Anstalt”[Anm. SG: gemeint ist die Sendung „Neues aus der Anstalt„] ist insofern nicht viel mehr als ein verlängerter Kölner Karneval, in dem das gemeine Volk den Großen mal eine lange Nase machen darf. Beinahe schlimmer: Die Eselsgeduld der Deutschen, die mit schöner Regelmäßigkeit aufs Korn genommen wird, wird durch diese Art von Kartharsis nur zementiert. Schramm hatte schon in der “Anstalt” ein Handwerksmittel, diesen Effekt wenigstens zum Teil zu umgehen: Er verbat sich das übermäßige Klatschen.“

Ich hoffe ja, dass ich dieses Jahr Gelegenheit bekomme, Georg Schramm live zu sehen. Ich würde sogar meinen Sohn nach ihn benennen…hat Steffi aber abgelehnt.

***

Der größte Fehler des Christian Wulff

Lukas Heinser stellt fest, dass Wulff der Bild die Macht zurückgegeben hat, die sie eigentlich schon nicht mehr hatte.

„Der größte Fehler, den Christian Wulff in meinen Augen gemacht hat, war der, “Bild” und Kai Diekmann die Gelegenheit zu geben, sich als seriöse, moralische Journalisten inszenieren zu können, was ihnen die Menschen vielleicht mehr abkaufen als Wulff seine Rolle als reuiger Sünder.“

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , , , , . Kommentare deaktiviert für Was ich loswerden will (63)

Was ich loswerden will (62)

Übers Wochenende hat sich ganz schön was angesammelt. Also, dann mal los:

***

Angela Merkel, die analoge Kanzlerin

Thomas Knüwer gesteht zwei hoffnungsvolle Momente über Angela Merkel ein. Die Hoffnung ist jedoch verflogen.

„Einst war die CDU eine Partei der Mittelständler. Heute wendet sie sich von den innovativsten Vertretern dieser Wirtschaftskaste ab.“

btw: Gerade heute Nacht hatte ich von Angela Merkel geträumt. Ich las ihr ordentlich die Leviten, tadelte ihre gesellschaftspolitische Arbeit und gab ihr die Schuld an der Politikverdrossenheit der Bürger. Sie nahm das zur Kenntnis und erzählte dann irgendeine traurige Geschichte, die nichts mit meiner Kritik zu tun hatte. Sie weinte und ich nahm sie in den Arm! Als ich das heute morgen Steffi erzählte, sagte sie nur:

„Da hat sie Dich ja ganz schön um den Finger gewickelt.“

Verdammt!

***

Jetzt ist auch mal gut mit Griechenland

Thomas Fricke gibt in der Kolumne der FTD folgenden Vorschlag, um eine Pleite Griechenlands wirkungsvoll zu verhindern.

„Vielleicht wäre es nach wochenlanger Qual ums Votum unserer Abgeordneten zum Rettungsschirm gut, Griechenland für, sagen wir, zwei Monate verbal auf den Index zu setzen. Warum nicht ein kleines Gesetz, das bis Weihnachten verbietet, „Griechenland“ zu sagen? Kein Denkverbot, klar. Nur ein befristetes Sprachverbot. Das könnte Wunder wirken.“

***

Kochrezepte für den Suizid

Lukas Heinser im Bildblog über einen Bericht bei Spiegel TV, in dem über den Selbstmord dreier Mädchen „berichtet“ wird.

„Nur noch mal zum Mitdenken: Da gibt es also ein Forum, in dem ungehindert über die besten Methoden diskutiert wird, um aus dem Leben zu scheiden, und „Spiegel TV“ hält es für eine Spitzenidee, dieses Forum mit bildschirmfüllender Internetadresse vor 2,3 Millionen Fernsehzuschauern nachgerade zu bewerben.“

***

Ihr wollt ein Liebeslied, ihr kriegt ein liebes Lied

Nochmal Lukas Heinser, diesmal in seinem Blog Coffee and TV, mit einem Beitrag, in dem er auf die Teilnehmer des Bundesvision Song Contest eingeht.

„Deutschsprachige Musik, so scheint es, zerfällt dieser Tage in zwei Extreme: Auf der einen Seite der Diskurspop[…], auf der anderen die gefühligen Singer/Songwriter, deren Songs die Musikredaktionen deutscher Radiosender vor zehn Jahren noch den Kollegen von WDR 4 rübergeschoben hätten.“

***

spendable krankenkassen

Der kinderdoc über Krankenkassen und warum sie auf Anfrage von Kunden immer alles zahlen wollen. Mit einer Ausnahme…

„besonders pervertiert dann das system, wenn der freundliche kassenangestellte die kostenübernahme für bestimmte maßnahmen eben nicht übernimmt, sondern den geizkragen raushängen lässt und „das muss erst der medizinsche dienst prüfen“ an die eltern eröffnet. das geschieht dann grundsätzlich bei chronisch kranken kindern.“

***

Eine Krähe hackt der anderen einen Fußballplatz in die Provence

Trainer Baade über einen Fall mit „Geschmäckle“.

„Die Quartiersauswahl hat selbstredend nichts mit der Bewertung von unzulässigen Beschallungsmaßnahmen, Dopingprobenschlampereien, 50+1-Umgehungen oder Jobs von Söhnen von DFB-Präsidenten zu tun.“

***

Geld drucken ist nicht inflationär

Nicolai Hähnle räumt mit der Mär auf, dass Geld drucken inflationär wäre.

„Der geneigte Leser wird auf der Suche nach einer Antwort auf diese letzte Frage hoffentlich zu dem Schluss kommen, dass Geld ausgeben für die Diskussion sehr viel relevanter ist als Geld drucken.“

(Via Oeffinger Freidenker)

***

Urheberrechte im Tunnel

Sash schreibt über zwei peinliche Fälle von verantwortlichen Politikern und kommt zu dem Schluss:

„Aber wenn jemand auf höchster politischer Ebene über Gesetze mitbestimmt, dann haben wir alle – egal, was für Schluffis wir gewählt haben – ein Recht darauf, dass jemand auf dem Posten sitzt, der entweder Ahnung von den Entscheidungen hat, die er treffen muss – oder dass er wenigstens einen Beraterstab hat, der ihm oder ihr diese Ahnung vermitteln kann.“

***

Schicksal

Antje Tiefenthal hat in Klatschkritik einen Verbesserungsvorschlag für die Schicksalsreportagen in der „Grazia“:

„Grazia ordnet die Schicksale nicht ein, veröffentlicht nur in wirklich seltenen Ausnahmefällen weiterführende, objektive Informationen, Kontaktadressen für Betroffene oder Hinweise auf Spendenkonten.“

***

Pflegenotstand, gewollt

Ulf schreibt über den Pflegenotstand, der nicht mehr droht, sondern bittere Realität ist.

„Selbst für ein pflegerisches Gespräch ist die Zeit recht mager, und im Hinterkopf tickt erbarmungslos das Zeiteisen und erinnert daran, was alles gerade liegenbleibt: Papierkram. Checklisten. Dokumentation. Ach ja, und andere PatientInnen ja auch noch so nebenbei.“

***

Und last but not least, ein Fall aus Delmenhorst:

Astschere und Bügelsäge

Udo Vetter berichtet über einen Amtsrichter aus Delmenhorst, der etwas unkonventionell einen Streitfall löst.

„Statt endloser juristischer Diskussionen ging er jeden Baum und jeden Strauch Ast für Ast mit den Parteien durch und legte mit Zustimmung der Parteien selber Hand an. Der Streit erledigte sich im Handumdrehen.“

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , . Kommentare deaktiviert für Was ich loswerden will (62)

Was ich loswerden will (61)

Im Netz der Islamfeinde

Die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau berichten über die islamophobe Seite Politically Incorrect (PI). Ein sehr lesenswerter und gut recherchierter Bericht. Was die paranoiden Inkompetenten (PI) selbstverständlich anders sehen…

„Der innerste Führungszirkel lässt es zu, dass in dem Blog Muslime als Gesindel, Abschaum und Türkendreck beschimpft und zum bewaffneten Kampf gegen den Islam aufgerufen werden kann. Und das mitnichten nur in den Kommentarspalten.“

***

Vegetarismus – Wozu?

Namron erläutert einen trifftigen Grund, warum man Vegetarier sein sollte: Die Fleischproduktion.

„Durch diese anerzogene Akzeptanz und die nicht gestellte Frage der Notwendigkeit, kann sich eine Fleischindustrie etablieren die von den meisten nicht beobachtet wird. Wenigstens sorgen alle Produzenten von Fleisch dafür, dass die Tiere vor ihrem sanften Ableben entspannt und glücklich leben. Nun, nicht ganz.“

(Achtung! Der Beitrag enthält schockierende Videos, die den Konsum von Fleisch beeinflussen kann.)

***

Eine verheerende Entwicklung: Warum „Das Supetalent“ prägend für unsere Fernsehkultur ist

Peer Schader erklärt im Fernsehblog der FAZ, wieso das Fernsehen nicht inspirierend unterhalten kann:

„“Das Supertalent“, die selbsternannte „größte Show Deutschlands“, ist einzig und allein darauf ausgelegt, die einfachsten Reflexe in uns abzurufen: Ein Kind singt – oh, süß! Jemand erzählt eine traurige Geschichte – der Arme! Ein Akrobat führt einen Stunt vor – wow! Jemand spielt mit seinem Penis Klavier – wie peinlich, aber trotzdem mal gucken!“

Über dasselbe Thema hat sich auch Manuel Wolff ausgekotzt: Das Supertalent – großer Mist auf RTL

***

Wie Sportjournalisten die Worte von Oliver Kahn verdrehen

Nick geht einer Meldung bei „Spox.com“ auf den Grund.

„Das Traurige an derart verzerrenden Agenturmeldungen: Sie werden bundesweit von Online-Redaktionen ungeprüft übernommen. So findet sich der Bericht selbstverständlich nicht nur bei „Spox.com“, sondern auch bei „Der Westen“, der „Zeit“, „goal.com“, den 11 Freunden und vielen anderen viel besuchten Webseiten.“

***

Spiegel Online und der muslimische Kinderschänder

Feynsinn über einen exemplarischen Artikel des ehemaligen Nachrichtenmagazins:

„Der ekelhafte Boulevard der Spiegel-Redaktion läuft dem Springer-Verlag allmählich in allen Kategorien den Rang ab. Betroffenheit zwischen Blut, Sperma und fremdrassischen Verbrechern legen gar noch andere Vergleiche nahe. Die Strategie, dabei vermeintlich aus der Perspektive des Opfers zu erzählen, ist infam, zumal der Artikel zu dem Schluss kommt, dass es aussichtslos ist, Täter anzuzeigen.“

***

„Glücksatlas“ auf allen Kanälen – ein weiterer Beleg für die weite Verbreitung des gesteuerten Kampagnenjournalismus

Die NachDenkSeiten über das Medienecho einer „Studie“:

„Die einschlägigen Unterstützer sind schnell gefunden. Raffelhüschen macht bei solchen Sachen immer mit, auch Allensbach und vermutlich auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „

***

Da läuft was schief – eine Kritik der aktuellen Politik

Moritz Clauß bemängelt beim binsenbrenner die mangelnde Kritikfähigkeit der Politiker und sieht auch deren Gründe:

„Es sind vermutlich die meisten Politiker des deutschen Bundestags, denen es noch schwerer als vielen von uns fällt, Fehler öffentlich einzugestehen. Einfach, weil das Eingestehen eines Fehlers in der Politik bedeutet, einer anderen Partei recht zu geben.“

***

Das bayerische Stuttgart21

Thomas Stadler schreibt über den Ausbau der 3. Startbahn des Münchener Flughafens, trotz prekärer wirtschaftlichen Voraussetzungen der Betreibergesellschaft:

„Dabei wird täglich deutlicher, dass der Bedarf für eine weitere Start- und Landebahn nicht vorhanden ist und auch in absehbarer Zeit nicht sein wird und diese Fehlplanung außerdem einmal mehr auf Kosten des Steuerzahler durchgezogen wird.“

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , . Kommentare deaktiviert für Was ich loswerden will (61)

Was ich loswerden will (60)

aok füllt das sommerloch

Der kinderdok rechnet der AOK vor, auf wie viel Wochenstunden Arbeitszeit er als Kinderarzt kommt.

„und dann habe ich noch was vergessen:
mein angestellter kollege – der dank zulassungsstopp keinen eigenen kassensitz hat, weil: es gibt ja auch zuviele ärzte – arbeitet genauso viel wie ich.“

***

Rechtsstaatsverdrossene drängen in Schulen

Roberto J. De Lapuente erklärt, warum ein Schauspieler und eine Ex-Verteidigungsministergattin nicht in Schulen für ihr Projekt werben sollten.

„Leute, die mit Kopf ab!-Rhetorik heiligen Zorn versprühen, sind auf ihre ganz eigentümliche Art für Kinder gefährlich. Sie gehören nicht an Schulen, sondern hinterfragt.“

***

Von Sprachpanschern und Faktenpanschern

Anatol Stefanowitsch kommentiert die Wahl zum „Sprachpanscher des Jahres 2011“ und klärt über einige Hintergründe auf.

„Die Wahl des „Sprachpanschers des Jahres“ vom Verein Deutsche Sprache stellt mich jedes Jahr vor ein Dilemma: Darüber schreiben, und die vom VDS euphemistisch als „Schmähpreis“ bezeichnete Desinformationskampagne durch diese Aufmerksamkeit adeln, oder sie mit der Missachtung strafen, die sie verdient, und den Sprachnörglern damit die mediale Deutungshoheit über den Gebrauch von Lehnwörtern überlassen?“

***

Innenminister Friedrich: 1000 islamistische Terroristen in Deutschland

Das Dossier in Person von Javob Jung übernimmt für BILD die Hintergrundrecherche, die in einem Interview mit dem amtierenden Innenminister erschreckende Zahlen übernimmt.

„Die Frage, aus welchem Grund man eine überbordende staatliche Kontrolle und Überwachung benötigt, wenn man die 20 konkret Verdächtigen ohnehin bereits kennt, wird von den BILD Redakteuren natürlich nicht gestellt.“

***

Gaby Köster und der „seltsame Beigeschmack“

Warum Gaby Köster ein Anrecht auf eine Privatsphäre hat, versucht Stefan Niggemeier seinen Kollegen von der Journalistenzunft zu erklären.

„Und selbst wenn es so wäre, dass die ganze Informationswarenverknappung nur dazu gedient hätte, den Vermarktungswert zu steigern — wäre das nicht legitim? Gaby Köster hat sich den Schlaganfall ja nicht ausgesucht, um ihrer Karriere eine originelle Wendung zu geben.“

***

Tugenden

Michalis Pantelouris beobachtet eine zunehmende Bigotterie bei den deutschen Politikern.

„Anstatt ihrer Verantwortung für die Bevölkerung(en) gerecht zu werden, tauschen Schäuble und seine Spießgesellen die Schicksale von Millionen Menschen gegen die Rettung von Banken – und deklarieren den Schmerz der Millionen verarmenden um zu einer Art spiritueller Reinigung.“

***

Visumstheater

Lüdermann beschreibt ein Erlebnis mit der Ausländerbehörde. (Hier der erste, der zweite und der dritte Teil)

„Das Vorgehen dieser Behörde ist einfach nur widerlich. Ein Antrag, für den die Bearbeitungsgebühr sogar bezahlt wurde, wird 3 Monate nicht bearbeitet, am Ende redet man der Antragstellerin einen Rückzug ihres Antrags ein und lässt sie damit im Regen stehen! Und das ganze darf die Chinesin dann auch noch unterschreiben und sich wieder verkrümeln.“

***

Homöopathie-Bullshit-Bingo

Zum Schluss noch etwas lustiges und was zum spielen. Damit man die immer wiederkehrenden Diskussionen mit Homöopathie-Spinnern auch mal interessant gestaltet. Das Homöopathie-Bullshit-Bingo!

Was ich loswerden will (59)

An die Angsthasen

Sash entlarvt in seinem privaten Blog die Angsthasen, die sich vor dem Medium Internet fürchten und es am liebsten verbieten würden:

„Ist euch denn völlig entgangen, inwiefern das Internet zur Vereinfachung des Lebens beigetragen hat? Wie sehr es den Wissenschafts- und Kulturbetrieb bereichert und beschleunigt hat? Wie sehr es die Wirtschaft in jeder Sekunde fördert, wie sehr es Menschen hilft, in Kontakt zu bleiben, Kontakt zu finden?“

***

Dagobert Duck C200 – Oder wie Boiron seinen Glückstaler verlor

Esowatch berichtet über einen Blogger, der über die Wirkungslosigkeit von homöpathischen Produkten der Firma Boiron witzelte und prompt von denen verklagt wird.

***

Deutsche Parteispenden visualisiert

(gefunden via KFMW)

***

Das deutsche Problem mit Oscar Pistorius

Christiane Link zeigt die Probleme der Deutschen mit Behinderten auf:

„Ein behinderter Mensch kann genauso gesund und krank sein wie ein nicht behinderter Mensch. Das will aber irgendwie nicht in die Köpfe der Leute hinein. Behinderung wird immer noch als in erster Linie medizinisches Problem angesehen, nicht als gesellschaftliches.“

***

Die WELT hat eine Lösung für die Schuldenkrise: Lasst arme Schulen pleite gehen

Michalis Pantelouris stellt einige strukturelle Schwächen in einem Artikel der stellvertretenden Chefredakteurin der WELT richtig:

„Abgesehen davon, dass der Text historische, politische und logische Schwächen hat, zeigt er doch zumindest, dass die Autorin eine Meinung hat. Aber wenn es ihre eigene ist, warum versteht sie sie dann nicht?“

***

In eigener Sache: Ich habe die CC-Vorgaben des Blogs angepasst. Ab sofort gilt die im Impressum angegebene CC-Lizenz. Dies tat ich, nachdem ich das sehr informative Video von Meike Richter gesehen habe. Worauf ich über Ronny aufmerksam wurde.

Was ich loswerden will (58)

Agenten fürs Asoziale

Die Süddeutsche Zeitung lässt in einem Artikel über die Methoden von Castingagenturen eine ehemalige Mitarbeiterin zu Wort kommen.

„Auf Intimsphäre wurde zu keiner Zeit Rücksicht genommen“, erinnert sich die Casterin. Der Bewerber habe sich schließlich freiwillig zur Verfügung gestellt, lautete das Totschlagargument ihrer Firma.

Aber nicht nur sich freiwillig gemeldete Menschen wurden bedrängt:

Für Formate, bei denen der Bewerberansturm zu wünschen übrig ließ, musste sie in verschiedenen Dörfern anrufen: Vom Bürgermeister bis zum Friseur haben die Caster wahllos Menschen angerufen, um ein fernsehtaugliches Schicksal aufzuspüren.

Und weiter:

„Es hieß, die haben kein Interesse und wurden trotzdem wieder und wieder angerufen“. Bei manchen entnervten Teilnehmern zahlte sich die Hartnäckigkeit auch aus. Und hatten sie einmal zugesagt, gab es kein Zurück, sie wurden mit Verträgen „dazu geknechtet“, sagt die Casterin.

***

Es lebe die Anonymität im Netz

Jens Berger hält bei den NachDenkSeiten ein Plädoyer für die Anonymität im Internet.

„Welches Missbrauchsopfer würde sich unter Klarnamen im Netz mit Leidensgenossen austauschen? Welcher Arbeitnehmer würde unter Klarnamen über unethisches, unmoralisches oder gar ungesetzliches Treiben seines Arbeitgebers berichten?“

Was ich mich frage: Warum echauffiert sich unser Innenminister eigentlich nicht über anonyme Parteispenden?

***

Kein Mitleid mehr!

Die Zeit erklärt in einem Beitrag, warum wir mit hungernden Menschen kein Mitleid mehr haben sollten.

„Es braucht auch keine Revolution, um eine Politik des Mitleids durch eine Politik der Verantwortung zu ersetzen. Es braucht allein den politischen Willen von Regierungen, auch der unseren. Und den politischen Druck der Öffentlichkeit. Auch der unseren.“

***

Which is the No 1 problem economy in Europe?

Diese Frage stellt sich der Guardian (Artikel in englischer Sprache). Die Antwort mag für manche überraschend sein.

„German workers saw their wages (after inflation) actually fall by 4% in the 2000s, so they were hardly in a position to consume a growing proportion of those products turned out by German businesses. Which means that the country exported more to the go-go economies of the south of Europe, and lent Spain, Greece and the rest the cash to buy their goods.“

***

Das Spiel mit der Unkenntnis

Florian Hauschild erklärt bei Le Bohémien, wieso ein eilig aufgerufener Artikel bei Spiegel-online nicht die Antwort auf vorher nicht gestellte Fragen gibt. Und das es wichtig ist, sich vorher aufzuklären.

„Je lauter das Orchester spielt desto wahrscheinlicher ist es, dass systemische Hintergründe und komplexere Informationen untergehen oder überspielt werden.“

***

Esos und die Natur

Esowatch besucht eine Seite, auf der man bunte Steine mit angeblich heilenden oder glücksbringenden oder wat-weiß-ich für Wirkungen kaufen kann. Und entdeckt einige Fehler.

„Für mich war das ein treffendes Sinnbild dafür, dass Esos nicht die Natur verehren, sondern ein Zerrbild, das sie für Natur halten.“

***

Wie einst Marx

Roberto J. De Lapuente beschreibt die (enttäuschten) Hoffnungen von Marx, dass der Kapitalismus endlich zum Ende gekommen wäre.

„Die Zustände des amtierenden Kapitalismus könnten gleiche Hoffnungen nähren. Wir werden uns in den kommenden Jahren von Krise zu Krise, von Hoffnung zu Hoffnung hangeln. Dabei werden wir zu Marxisten, das heißt: werden wie er, immer wieder enttäuscht!“

Veröffentlicht in Politik. Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , . Kommentare deaktiviert für Was ich loswerden will (58)