Da isser

Die Entscheidung war deutlich. Von zehn abgegebenen Stimmen, wollten sechs den kleinen Nicolas dabei haben und vier sogar meine Nippel. *urgs*

Zum Glück habe ich ein Bild mit beidem. 😉

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Aufgeregt

Heute vor zwei Wochen hatte ich einen Termin beim Tätowierer.
Das ich mich nach der Geburt meines Sohnes stechen lassen würde, war schon lange klar. Eigentlich war es sogar so geplant, direkt nach der Geburt – also unmittelbar nach der Geburt – den Tätowierer aufzusuchen. Aber erstens lief die Geburt länger als gedacht und Schlaf nahm eine wichtigere Rolle ein. Und zweitens weiß man beim ersten Kind auch nicht, wie es finanziell so läuft…

Es läuft.

Nun vergingen zweieinhalb Monate bis ich den Termin endlich machte. Dank der lieben Jana hatte ich schon mal einen guten Freund mit Tätowiererfahrung, die man um Rat bitten konnte. Das tat ich schon Mitte Januar, als sie ihren Abschied in einem rauschenden Fest feierte. Sie legte mir das Studio „Evil Ink“ ans Herz. Da bin ich dann im Urlaub mit Steffi zusammen hingefahren und klärten die Details. Ein mexikanisches Drogenschriftbild wollte ich nicht, auch wenn das hierzulande noch kaum jemand hat. Wir einigten uns dann sehr schnell auf ein leicht geschwungenes Schriftbild, die Größe war auch schnell gefunden und einen Termin auch.

„Komm mal morgen Mittag vorbei, dann kann ich Dich noch stechen, bevor meine Regierung wieder zurück ist.“

Und ich kam morgen, also vor zwei Wochen vorbei. Seine Regierung – seine Frau – war auf einer Messe in München und sollte erst Abends nach sechs langen Tagen endlich wieder zurück sein. Woher ich das weiß? Weil er mir das erzählte. Bis er dazu jedoch kam, musste ich noch etwas auf ihn warten. Ich kam nämlich etwas zu früh an, hatte jedoch Glück, dass eine Angestellte bereits da war und mich herein ließ. Ich bekam Wasser zu trinken und sie begann mit etwas Small-Talk.

„Und ist das Dein erstes Tattoo?“

„Ja.“

„Und, schon aufgeregt?“

„Nein.“

Aufregung hilft ja nicht weiter bei einem Tattoo. Das habe ich mir schon vor der Geburt meines Sohnes gesagt. Da hätte Aufregung auch niemandem geholfen, am allerwenigsten meiner Frau. Natürlich ist eine gewisse Anspannung vorhanden. Schmerzt es wirklich so doll, wie alle immer sagen? Zuckst Du zusammen und wird dadurch ein Strich gezogen, der nie wieder weg geht? Aber erst hinterher ist man schlauer und dann kann man immer noch sehen, ob man sich aufregen kann. 😉
Ne, Aufregung ist nicht so meins.

Kurz darauf kam der nächste Angestellte, so ne Art Tätowier-Azubi und rasierte schon mal die Stelle. Auch er bemühte sich in Small-Talk.

„Und, schon aufgeregt?“

„Auch auf die Gefahr hin, dass es arrogant klingt, aber nein, ich bin nicht aufgeregt.“

Dann, nach meinem zweiten Glas Wasser, kam endlich der Chef, ähm, der zweite Chef des Hauses und legte mich gleich flach. Auf das Dingens. Die Liege. Und auch er fing erstmal unverfänglich mit Small-Talk an.

„Und, schon aufgeregt?“

Im Hintergrund hörte ich deutlich das Schmunzeln der anderen beiden.

„Nein, nicht wirklich. Hilft ja auch nicht weiter, also aufgeregt sein.“

Dann erzählte er mir davon, dass seine über alles geliebte Frau seit sechs Tagen in München auf der Messe ist und er sich tierisch freut, sie wiederzusehen. Wie er sie kennengelernt hat, wie viele Jahre jünger sie ist und er Angst hat, sie zu verlieren. Wie eifersüchtig er ist und das er ihr Handy manipuliert hat um ihre Bewegungsdaten aufzuzeichnen. Und das er für nichts garantiert, sollte sie ihm fremd gehen…

JETZT war ich aufgeregt!

Nein, nicht wirklich. Aber deutlich angespannt. Er war, und das wurde vorher schon klar, ein richtig netter Typ.  Vielleicht ein bisschen zu offen und ehrlich in der Hinsicht und an seinem Timing könnte er auch arbeiten. Aber ansonsten ein total netter und sehr umgänglicher Mensch, der – und da sind wir uns sehr ähnlich – nicht aufgrund seines Aussehens, seiner Tätigkeit oder seiner Herkunft verurteilt werden will.
Wir schnackten während er mich für mein Leben zeichnete noch über Beziehungen, Kinder, Jobs und Schwiegerväter. Gerade mit letzterem hatte er ein hartes Los gezogen und mit Bravour gemeistert.

Nach nicht mal einer halben Stunde war die „Tortur“ zu Ende und ich stand ein wenig da, wie ein Reh vor dem drohenden Autounfall. Wie jetzt? Das war es schon? Und darum wird so viel Aufhebens gemacht? Da lohnt sich ja nicht mal im Ansatz aufgeregt zu sein…

Tja, jetzt bin ich also tätowiert und werde immer meinen Spickzettel dabei haben, um zu sehen, wie mein Sohn geschrieben wird und wann er Geburtstag hat. 😀
Der langen Rede kurzer Sinn… Ihr wollt jetzt sicher auch ein Bild sehen, oder?

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Kurzgeschichten

Wir unterbrechen das Schweigen im Walde für eine wichtige Sondermeldung!

Demnächst wird es hier eine neue Seite geben, also da oben rechts, mit dem Namen Nicolas. Dort werden nicht, ich wiederhole, NICHT Bilder unseres kleinen Schreihals Lieblings ausgestellt. Diese Seite dient dazu, ein paar fiktive Kurzgeschichten zu veröffentlichen, die unseren Sohn als zentrale Figur beinhalten.
Die Geschichten spielen in einer fiktiven Zukunft, die ich häufiger schöner zeichnen werde, als derzeit abzusehen ist. Das schon alleine deshalb, weil ich hoffe, dass die Welt einmal ein wirklich schöner Ort sein wird. Ohne Krieg, ohne Neid und Missgunst. Ist zwar kaum vorstellbar, aber hey! Wir haben die Möglichkeiten, jetzt schon was dafür zu tun.

Nicolas wird dabei in verschiedene Rollen schlüpfen, die ebenfalls fiktiv und vor allem ohne jegliche Wertung sind. Wenn er als erstes in die Rolle als Rennfahrer schlüpft und als nächstes in die Rolle eines Taxifahrers, dann nicht, weil mir lieber ist, dass mein Sohn Rennfahrer statt Taxifahrer wird. Unser Sohn ist und bleibt unser Sohn, egal welchen Weg er im wirklichen Leben einschlagen wird. Solange er gute Eigenschaften besitzt, die wir ihm versuchen, auf den Weg zu geben.

Und wozu das Ganze? Mir dürstet danach, ein wenig mein kümmerliches Talent zum Schreiben zu nähren. Und ich glaube, meine Fantasie über das Leben von Nicolas wie es sein könnte, ist ein gutes Futter. Und wer weiß, vielleicht schreibt auch seine Mutter eine Geschichte. Lieder texten kann sie schon ganz gut. 😉

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Nicolas

Für alle die es noch nicht per Facebook mitbekommen haben. Unser Sohn Nicolas ist vergangenen Freitag, den 02.03. um 05:05 Uhr zur Welt gekommen. Seit diesem Augenblick hat er unser Leben zu etwas wundervollem verändert, wie wir es nicht für möglich gehalten hätten. Nicht das wir nicht gewusst hätten, dass die Geburt des eigenen Kindes etwas besonderes ist. Aber seitdem schweben wir auf Wolke Sieben, als wären wir frisch verliebt. Was wir auch sind. In Nicolas.

Mutter und Kind sind wohl auf. Bei der Geburt wog der Kleine 3185g und war ordentliche 50 cm groß. Leider hielt sich der Dickkopf nicht an die Beschilderung und musste am Ende einen anderen Weg raus finden. Dabei waren die Ärzte dann behilflich, was Steffi eine Narbe einbrachte. Aber die kann sie voller Stolz tragen.

Jetzt muss ich noch zwei Tage warten, dann geht das Leben bei uns zu Hause so richtig los. Ich freue mich drauf. 😀

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