Flittern in sweet home Alabama (15) – Sag zum Abschied leise Servus

Der letzte Tag in Amerika. 😦

Und der begann gleich mit etwas Aufregung. Ich habe bis hierhin gar nicht erwähnt, dass wir den Garten häufiger mal nach Schildkröten abgesucht haben.

Heute morgen hat Susanne uns dann gleich mit der Botschaft begrüßt, dass eine Schildkröte da ist. Als ob sie uns „Auf Wiedersehen“ sagen wollte…

Insgesamt bevölkern drei Schildkröten den Garten meiner Cousine. Eine davon hat nur drei Beine und genau die hat uns die Möglichkeit gegeben, Fotos zu machen.

Und ein Video konnten wir auch noch drehen…

Danach ging es wieder nach Dauphin Island. Schließlich mussten wir noch unseren blinden Passagier zurück in heimische Gefilde bringen. Vor der Brücke stoppten wir kurz, um noch mal Pelikane zu fotografieren.

Was gar nicht nötig gewesen wäre. Nach dem wir den laaaangen Steg zum Strand gelatscht waren…

…und uns am Strand nahe des Golfs platzierten saßen wir da und beobachteten die Pelikane, wie sie zu Dutzenden immer und immer wieder ins Meer flogen und Beute fingen.

Teilweise konnten wir auf wenige Meter ran schwimmen.

Bevor es für uns ins Meer zum Schwimmen ging, setzten wir erstmal Johnny wieder der verdienten Freiheit aus.

Kaum waren wir zurück, da kam ein amerikanischer Familienvater auf unser kleines Grüppchen zu und stellte uns die typischen Fragen (Where you’re from? Why you’re here? Do you like it?). Dabei stellte sich heraus, dass er wohl im Sicherheits(oder Qualitäts?)bereich gearbeitet hat und einen neuen Job sucht. Und Susanne wusste von Jörg, dass die bei TK noch Leute suchen. Da fällt mir ein: Ich wollte Susanne noch fragen, ob es mit dem American Dad geklappt hat.

Naja, er wollte sich positiv ins Gedächtnis bringen und versorgte uns mit übrig gebliebenen Chips und kaltem Wasser. Vielleicht wollte er das auch nur nicht alles zurückschleppen.

Man muss nämlich sagen, woran die Amerikaner blitzschnell merken, dass man kein Amerikaner ist. Wir kamen ohne Kühlbox. Kein Witz, die Amis kommen mit vollgepackter Kühlbox an den Strand. Da müssen wir ja gerade zu wie Fremdkörper wirken. Ist jedenfalls unsere Vermutung. 😉

Wie gesagt, danach ging es ins Wasser. Und nach ein paar schönen letzten Stunden am schönen weißen Strand hieß es Abschied nehmen. Noch einmal bei Wal-Mart für den letzten Abend eindecken, lecker Pizza kaufen und in die heimische Burg zurückkehren. Schließlich sollte das Duell der Gigantinnen in die Revanche gehen.

Da war ich als Sparingspartner für die Mädels gerade gut genug. Sorry Jungs, aber unser Geschlecht habe ich beim Tischtennis nicht wirklich würdig vertreten, auch wenn beide unisono mein gutes Spiel lobten. Aber ich glaube, das war nur aus Mitleid…

Das Duell der Damen ging dafür wieder über drei Sätze und diesmal war es Steffi, die meine Cousine am Ende knapp niederringen konnte. Ein wirklich tolles Match, dem ich beiwohnen konnte. 🙂

Abends machten wir uns dann die Pizza. Und weil die Amerikaner es groß mögen, war die Pizza auch entsprechend gr0ß. Der Backofen war aber größer!

Dank des großen Hungers holten Steffi und ich uns gleich eine gepflegte Brandblase am Gaumen ab…

Wir unterhielten uns noch bis in den späten Abend, tranken die letzten Lagerbiere weg und ließen den wunderschönen Urlaub so ausklingen, wie er es verdient hat.

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Ehrlich währt am längsten

Es ist schon laaaange her, da half ich meinem Bruder bei seinem Umzug. Es spricht für mich, dass ich nach diesem Umzug hier nicht darauf eingegangen bin, sondern jegliche Kritik in analoger Form zeitnah an meinen Bruder richtete, wie er in seinem Blog auch schon am Rande andeutete.

Es spricht aber für ihn, dass er uns beim Umzug mit Pizza versorgte. Und es spricht für mich, dass ich meinem Bruder aus der Patsche half, weil er nicht genug Geld dabei hatte und die Rechnung übernahm. Na gut, es spricht nicht unbedingt für mich, weil es schließlich eine Selbstverständlichkeit ist, seinem Bruder zu helfen.

Es spricht wohl nicht für mich, dass ich diesem Umstand bereits vergessen hatte. 😳

Nun hat mein Bruder für seinen und dem notorisch rummuckenden PC meines Vaters eine Windows 7 Lizenz bestellt. (Ulf, bitte nicht weiterlesen. ;-)) Weil es günstig ist, hat er sie im Family Pack bestellt, was auch Sinn macht, denn die dritte Lizenz war dann für mich gedacht. Bleibt also alles in der Familie. 😉

Insgesamt hat er 150 Euronen ausgegeben, so viel wusste ich schon aus seinem Blogeintrag. Durch drei sind 50 Euro für jeden. Als wir dann am Freitag telefonierten, informierte er mich auch darüber und wartete mit folgender Rechnung auf (ich zitiere sinngemäß):

M: Für wie viel hast Du Katzenfutter gekauft?

I: Für zehn Euro.

M: Gut, ich bin Montag bei Papa und hole danach das Katzenfutter ab und bringe Dir die Lizenz. Dann kriege ich noch zehn Euro von Dir.

I: Zehn?

M: Ja, zehn Euro.

I: Nach meiner bescheidenen Rechnung wären es aber 40.

M: Wären es auch. Aber erinnerst Du Dich daran, dass Du mir beim Umzug geholfen hast?

I: Wie könnte ich DAS vergessen?

M: Erinnerst Du Dich auch daran, dass ich Euch für die Mithilfe Pizza ausgeben wollte?

I: Ja.

M: Erinnerst Du Dich auch daran, wer sie bezahlt hat?

I: Hmmm, wenn Du so fragst, tippe ich mal auf mich. Oh mein Gott, dass habe ich total vergessen.

M: Ich aber nicht und ich denke seitdem jeden Tag daran. *lacht*

I: Wow. Ich bin echt baff. Danke Markus.

Und ich war baff und bin es immer noch. Nicht das ich meinem Bruder nicht so viel Ehrlichkeit zugetraut hätte, ganz im Gegenteil. Aber es ist schon schön, wenn einem diese Ehrlichkeit auch mal entgegenschlägt. 🙂

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