Gaststättensuche – Das Finale

Anderthalb Monate ist es nun her, dass Steffis Mutter uns die Nachricht übermittelte, dass die Pächter unserer Gaststätte, in der wir die Hochzeit feiern wollten, vom Verpächter rausgedingsbumst werden soll.

Ein paar Tage später hieß es dann zwar von Pächterseite, dass sie gar nicht gewillt sind, rauszugehen. Aber ein komisches Gefühl bleibt. Was, wenn im Februar ein Anruf kommt, der uns mitteilen will, dass die Gaststätte leer steht?

Zumal wir ja nicht 100%-ig zufrieden mit der Waldschänke waren. Wie schon im Recall angemerkt, störte vor allem der etwas zu kleine Saal.

Nach langem Hin und Her entschieden wir uns, die Gaststättensuche fortzuführen. Zwei Lokale gab es ja noch, die zwar preislich höher liegen, aber lieber zehn Euro mehr pro Person zahlen und dafür Planungssicherheit zu haben.

Da wäre zum einen das „Antonslust„, wo ich Steffi bereits den Heiratsantrag machte und wir wissen, dass dort das Essen sehr gut ist.

Und zum anderen das „Zitronengras“ aka „Schützenhof Jever„.

Von beiden hat sich Steffi Angebote schicken lassen. Sah auch sehr vielversprechend aus. Jedoch auch sehr teuer nicht gerade billig. 😳

Egal, wir wollen die Hochzeit vernünftig feiern. Nur Abstriche möchte man dann natürlich nicht mehr unbedingt machen. 😉

Am Samstag waren wir „Zitronengras“, um uns vor Ort mal ein Bild zu machen. Auch zu Zeiten des Internets macht es einfach manchmal Sinn, die heimischen vier Wände zu verlassen und sich nicht auf die Peripherie-Geräte des PCs zu verlassen. Okay, mit Skype und einer 3D-Ansicht aller Räumlichkeiten wäre es auch zu Hause möglich, sich einen Eindruck zu machen. Aber dann könnte man sich nicht den Fiesematenten aussetzen, weil man sein gemütliches BVB-Jäckchen übergezogen hat.

Also Zitronengras. Wir waren eine gute halbe Stunde zu früh und der Chef war in der Küche noch beschäftigt, so dass wir erstmal einen Kaffee tranken.

Der erste Eindruck war ganz gut. Ein stimmiges modernes Ambiente. Wie sich aber herausstellen sollte, feiern wir nicht vorne oder oben, sondern hinten im Saal. Der wurde uns dann vom Chef nach dem persönlichen Gespräch noch gezeigt werden.

Das Gespräch lief ganz gut ab. Er erzählte erst mal, wie eine klassische Hochzeit bei ihnen abläuft. Dabei erwähnte er auch, dass das Zitronengras einen Vertrag mit einer DJ-Gruppe hat, die bis Open-End anwesend ist. Auch der Service ist Open-End, das Mitternachtsbuffet wird nicht um halb eins wieder abgebaut, und und und. Klang sehr verlockend alles.

Dann zeigte er uns den Saal, der sehr groß ist, Platz für siebzig Personen bietet und dabei immer noch genügend Raum zum Tanzen zur Verfügung hat. Genauso wie das Essen. Die Raucher müssen nicht drei Mal ums Eck und sind dann verschwunden, sondern haben einen Raum direkt am Saal dran. Eine Bühne auf dem der DJ Platz hat und der eine oder andere Vater eine Rede halten kann – wobei unsere Väter sich darum wohl nicht reißen werden…

Eigentlich wollte ich jetzt schon verbindlich zusagen. Aber wir wollten noch über die Preise sprechen und gingen zurück an unsere Plätze. Ich saß noch nicht ganz, da sagte er in einem überrascht-bedauerlichen Tonfall.

Oh man, das Essen wird ja 10% teurer…

Worauf Steffi entgegnete:

Wie jetzt? Nächstes Jahr? Wegen Steuererhöhung, oder was?

Nein, auch die Rohstoffpreise sind nicht schuld. Er hatte das BVB-Wappen an meiner Jacke gesehen. 😉

Scherz beiseite. Die Preisgestaltung richtet sich nach unseren Wünschen und dann wird geschaut, wie das möglich gemacht werden kann. D.h. wir geben einen Rahmen vor, in dem er sich bewegen kann. Dann sagen wir, was wir gerne hätten. Und das versucht er dann möglich zu machen.

Im Endeffekt lief das Gespräch darauf hinaus, dass wir ihm die Organisation überlassen und wir uns auf das Feiern konzentrieren sollen. Und genauso stellen wir uns das vor. Soll heißen, er ist der Dienstleister den wir in Anspruch nehmen und so konnte er uns das auch glaubhaft vermitteln.

Ein Besuch beim Antonstlust ist damit nicht mehr nötig, da wir bereits fest beim Zitronengras zugesagt haben. Alleine der Umstand, dass im Antonslust der Service ab 2 Uhr zusätzliche Kosten verursacht, aber vor allem die wirklich freundliche und ehrliche Art des Gegenübers ließen uns gleich die Unterschrift unter den Termin setzen.

Als nettes Zusatzgeschenk bekommt das Brautpaar übrigens eine Nacht im Hotel geschenkt, was uns weitere Sorgen abnimmt. Man kann also wirklich sagen, dass wir uns einen Platz im (Achtung! Wortspiel!) Garten Eden gesichert haben. 😉

Für alle geladenen Gäste also der Hinweis:

Am 02.04. wird im Schützenhof in Jever gefeiert. Hotelzimmer stehen dort (noch) zur Verfügung. Zusagen bitte bis kurz vor Weihnachten.

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I did it!

Seit vielen Monaten spiele ich schon mit den Gedanken, unseren Stromanbieter zu wechseln. Die EWE ist einfach zu teuer. In unseren Augen…

Nun spielte hauptsächlich der Preis eine Rolle. Auf einschlägigen Vergleichsseiten verglich ich immer die Preise und stellte fest, dass man gut und gerne 150 Flocken im Jahr sparen könnte. Doch irgendwie passte es nicht und so lag der finale Schritt immer in der Zukunft.

Entweder passte es mir nicht, dass man vorab alles zahlen müsste oder die Bewertungen waren zu schlecht, die hauptsächlich von wechselwilligen Usern abgegeben wurden. Oder aber, der Strom war mir nicht grün genug.

Letzte Woche las ich dann drüben bei Konsumpf den Beitrag „Was kostet uns der Atomstrom?„, in dem er auf einen Videobeitrag aus dem ZDF-Magazin WiSo hinweist. Am Ende seines Beitrags gibt Peter noch den Hinweis auf die Seite „Atomausstieg selber machen„. Dort finden sich alle relevanten Hinweise auf die vier reinen Ökostromanbieter.

Diese Seite rief ich einfach mal auf und stellte fest, mit Naturstrom kann ich sogar noch Geld sparen. Zwar nur 1,22€/Monat, aber hey? Dafür mit reinem Gewissen. Und das ist mir und Steffi persönlich wichtiger als ein Hunni mehr im Jahr, den sich ob nun EWE oder E wie Einfach trotzdem die großen Konzerne einsacken.

Also die benötigten Daten bei Naturstrom eingegeben – online versteht sich – und bestätigt. Jetzt warten wir auf den Umstellungstermin, der im Gegensatz zu DSL-Umstellungen völlig problemlos geht.

Uns ist schon klar, dass der Strom aus unserer Steckdose jetzt nicht aus einem bayrischem Wasserkraftwerk kommt, sondern immer noch aus irgendeinem Atomkraftwerk oder, fast genauso schlimm, einem Kohlekraftwerk eines der vier großen Stromkonzerne. Aber! Der Strom, den wir verbrauchen und bezahlen, wird in Zukunft von einem reinen Ökostromanbieter ins Netz gespeist. Zusätzlich gehen 1,25 Cent pro Kilowattstunde in den weiteren Ausbau regenerativer Energien. Nachweislich!

Da braucht mir jetzt auch keiner damit kommen, dass es Quatsch ist und unser Strom ja trotzdem aus Atomkraft ist. Je mehr Verbraucher Strom aus reinem Ökostrom beziehen, umso weniger AKWs und KKWs werden benötigt. Und umso weniger müssen kommende Generationen für unsere Kurzsichtigkeit bezahlen.

Und ich rede hier von reinen Stromanbietern und nicht den blendenden Mischangeboten, wo jemand 60% aus Ökostrom anbietet und die restlichen 40% aus besonders effektiven Kohlekraftwerken. Mumpitz. Der Kohleabbau zerstört ganze Landstriche, weil die Kohle kaum noch unter Tage gefördert wird. Und ähnlich hoch subventioniert werden muss wie die Atomkraft.

Ich rede von reinem Ökostrom, gespeist von bösen Windrädern, die unsere Aussicht verschandeln und mit ihren Drehungen hochgefährliche Schwingungen machen, die unsere Körper bestimmt irgendwie nicht gut tun. Oder von Solarstrom, deren Platten die schönen Dächer unserer Häuser verunzieren und ganze Familien autark ihren Strom herstellen lassen könnten. Und wer will schon im auf Wachstum ausgerichteten Turbo-Kapitalismus schon autarke Familienhäuser?

Und das alles für den Bruchteil der Subventionen, die ach so umweltfreundliche Atomkraft oder hochmoderne und effiziente Kohlekraftwerke verschlingen. Nicht eingerechnet die Zeche, die unsere Kindeskindeskindes……..kinder noch für den Atomabfall bezahlen dürfen.

Ein echt gutes Gefühl, dafür jetzt nicht mehr verantwortlich zu sein. 🙂

Und wann wechselst Du?

Eins noch. Derzeit wirbt der Kafferöster Tchibo mit billigem Ökostrom. Dazu hat der Klima-Lügendetektor geschrieben:

Zwar ist Tchibo im Vergleich zu diesen Anbietern (Anm.: Gemeint sind die vier Ökostromanbieter) meist etwas günstiger – arbeitet aber eben auch weniger nachvollziehbar.

Gaststättensuche Recall

Anlässlich der verschobenen Hochzeit wollten Steffi und ich den einen oder anderen Kollegen und Bekannten noch zusätzlich einladen. Da der Platz in der Waldschänke, des Siegers aus dem ersten Gaststättencastings, eher begrenzt ist, wollte Steffi sich den Friesenhof in Schortens mal genauer anschauen.

Vorteil beim Friesenhof ist unzweifelhaft die zentrale Lage in Heidmühle. Außerdem kannten wir durch ein gemeinsames Spargelessen vor ein paar Wochen bereits das Essen, was für gut befunden wurde. Einzig die Bedienung fiel mir dort als nicht sehr aufmerksam, eher rumpel- fast schon rüpelhaft auf. Und da bin ich ja Sensibelchen.

Diesmal war es leider nicht anders. Wir hatten um elf Uhr einen Termin und wurden von einer Bediensteten schon mal durch den Saal geführt. Geräumig ist er wohl, keine Frage. Das Buffet sollte aber durch die Gaststätte durch im Restaurant oder, wenn dies belegt ist, im Gaststättenbereich auf den Tischen bereitgestellt werden…hmmm…

Ob wir noch Fragen hätten? Ja, in der Tat, denn wir wollten eigentlich noch mit dem Chef nicht nur über das preisliche sprechen, sondern auch wissen, was so aufgetischt wird. Der Chef ist der Koch, was an sich ja nicht das verkehrteste ist. Er kam also aus der Küche, drückte uns einen mehrseitigen Ausdruck in die Hand und klärte uns über die Preise auf. Essen ist Festpreis, Getränke werden separat abgerechnet. Das kann einerseits deutlich günstiger sein als eine Pauschale, andererseits kann es auch die Angestellten dazu verleiten, auf Kosten der Kundschaft das eine oder andere Fläschchen abzuknapsen. Gut, dass will ich hier nicht unterstellen, aber die Aussage, dass es bei einer Pauschale immer einen Verlierer gibt, kann man auch umdrehen.

Das die ganze Zeit im Stehen, weil uns weder ein Sitzplatz angeboten wurde noch was zu trinken. Ich sag ja, ich bin in der Hinsicht sensibel.

Weiter konnte ich dem Gespräch nicht beiwohnen, weil mein Vater mich auf Handy anrief um mir mitzuteilen, dass er sich um die Katze gekümmert hat (was Muttern ihm fast vergessen hatte zu sagen) und er die Gelegenheit nutzen wollte, um Achim zu sagen, wie toll er den Boden in seinem neuen Wohnzimmer verlegt hat und er ihm nicht genug danken könne…

Als ich wieder reinging, war das Gespräch gerade zu Ende. Steffi und Jana, die als neutrale Beobachterin mitgekommen war, standen immer noch mit dem Chef in der Gaststätte. Wir verabschiedeten uns höflich und entschieden uns noch mal bei der Waldschänke vorzufahren.

Dort wurden wir freundlich empfangen und ein Sitzplatz angeboten, den wir nicht wahrnahmen, weil Jana und Steffi sich den Saal anschauen wollten. Die Betreiberin der Waldschänke zeigte sich von der Erhöhung der eingeladenen Personen unbeeindruckt und verwies auf den vorderen Bereich. Leider ist der räumlich zum Saal abgetrennt. Zwar ist eine große Schiebetür vorhanden, aber man sitzt etwas abgetrennt von den anderen.

Das passte Steffi so gar nicht und auch für Jana und mich ist das ein großes Manko.

Mittags saßen wir dann alle zusammen und wägten die Vor- und Nachteile ab.

Vorteile Friesenhof:

  1. zentrale Lage
  2. großer Saal

Nachteile Friesenhof:

  1. unaufmerksames Personal
  2. Buffet weiter ab vom Schuss
  3. keine Getränkepauschale und damit keine Planungssicherheit beim Preis

Vorteile Waldschänke:

  1. Freundliches Personal
  2. Alles an einem Platz
  3. Schön gestalteter Saal
  4. Günstig

Nachteile Waldschänke:

  1. Liegt etwas außerhalb
  2. Saal etwas zu klein, Gäste sitzen zum Teil außerhalb

Gerade der Personalfrage maß ich besonderer Bedeutung bei. Im Friesenhof fühlte ich mich zu keiner Zeit wirklich wohl, weshalb Steffi nach gab und das Friesenhof verwarf. Das Platzproblem ließe sich schließlich auch dadurch lösen, dass während des Essens die zwei drei Tische im Saal untergebracht werden können und wenn die tanzige Phase beginnt, die Tische immer noch raus können. Dann wird eh so viel Fluktuation sein, dass nicht mehr alle Tische benötigt werden.

Das lässt sich also muddeln. Ein komisches Gefühl, weil man sich nicht gut aufgehoben fühlt…nicht. Da bin ich sensibel.

Nachtrag: Offener Brief (an Sky)

Was muss ich jetzt in der aktuellen Ausgabe der c’t lesen?

Brian Sullivan will nicht mit Preissenkungen, sondern mit innovativen Angeboten mehr Kunden werben…

Darunter eine App für das iPad, sowie für das iPhone…

Aha.

Und vor allem sollen drei neue HD-Sender das Repertoire bereichern und damit mehr Kunden anlocken.

Ah ja. Es sollen also bestehende Sender in Zukunft doppelt gezeigt werden. Einmal in scharf und einmal nicht ganz so scharf…

Ja ne, ist klar.

Damit soll Sky Deutschland im kommenden Jahr schwarze Zahlen schreiben. Operativ versteht sich. Das soll mit einer Erhöhung der Abonnenten gelingen. Derzeit sind es 2,47 Millionen. Benötigen tut man für das heere Ziel 2,8 bis 3 Millionen.

Ich komme noch mal zu meinem Beispiel von neulich. Darin ging es mir um drastische Preissenkungen der Angebote, wegen meiner auch gestaffelt nach Segmenten, wie es derzeit schon der Fall ist (Welt, Sport, Bundesliga), aber ohne dem Sky Welt Pflichtabo.

Gehe ich von einem Durchschnittspreis von 32,90 Euro aus (Sky Welt und ein zusätzliches Abo wie Bundesliga-Fußball) und glaube mal den Zahlen von Sky, dann werden ca. 100 Millionen Euro gebraucht, um einen Gewinn im operativen Geschäft zu erreichen.

Gehe ich davon aus, dass Sky die Preise auf meinen Vorschlag senkt und jeder ebenfalls zwei Abos (im Durchschnitt) anschafft, dann sind es ca. 10 Millionen Abonnenten benötigt werden. Eine stolze Zahl, in der Tat. Nur: Sky müsste wie in meinem Vorschlag schon angemerkt keine Receiver mehr sponsorn und würde Gelder einsparen.

Und unter uns. Ich glaube viele würden sogar ein drittes und viertes zusätzliches Paket mit abschließen, denn das ist ja schon für weit unter der Hälfte als bisher zu bekommen.

Und zusätzliche Gadgets wie iPad-Apps kann man sich immer noch für einen einmaligen Betrag versilbern lassen. Womit die Entwicklungskosten auch wieder raus sind.

Mal ehrlich? Soll ich wirklich über 30 Euro für einen Sender zahlen, der nicht weniger Werbung zeigt als die Öffentlich-Rechtlichen? Und die haben auch HD-Kanäle. Und verdammt nochmal! Die kosten viel weniger!

Ist das denn so schwer?

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Offener Brief (an Sky)

Sehr geehrter Herr Sullivan (Vorsitzender der Sky Deutschland AG),

neulich passierte es. Ich klickte aus Versehen auf ein Werbebanner Ihres Unternehmens, dass bei Kicker eingebunden war. Und wo ich schon mal da war auf der Homepage Ihres Unternehmens und von meiner Seite der Wille nach einem Sportpaket für das heimische Fernsehen vorhanden ist, dachte ich bei mir: „Schau Dir doch mal die Angebote an.“

Nun, von Angeboten in Zusammenhang mit Ihren Paketen zu sprechen, ist schon etwas paradox. Meine eigene Filmsammlung ist mittlerweile so groß, dass ich das Filmpaket, oder Sky Welt wie es bei Ihnen so schön heißt, nicht brauche. Aber das soll ich mitbestellen, wenn ich bei Ihnen Fußball schauen will. Und natürlich auch dafür mitbezahlen. Nicht sehr flexibel wie ich finde.

Doch das finde ich noch nicht mal das Schlimmste. Viel schlimmer sind die Preisvorstellungen Ihres Unternehmens (was genau genommen nicht Ihr Unternehmen ist, ich weiß…).  Für das Sky Welt Paket verlangen Sie 16,90 Euro. Will ich dazu ein Fußballpaket haben, soll ich 16 Euro draufzahlen. Und wenn dann noch das Sportpaket dazukommen soll, sind es nochmal zwölf Euro mehr. Insgesamt also 44,90 Euro. Im Monat. Das sind fast 540 Euro im Jahr. Mit Verlaub, aber das ist ca. ein halbes Monatsgehalt von mir (Circa ;-)).

Merken Sie was? Das ist zu teuer. Viel zu teuer. Ich verstehe ja, dass Ihr Unternehmen (und vor allem Ihre Aktionäre) auch Geld verdienen wollen. Aber wollen Sie nur an FDP-Wählern verdienen? Also an 3-4% der Bevölkerung. Oder wollen Sie richtig viel Geld verdienen? Dann hätte ich einen Tipp für Sie.

Bieten Sie Ihre Pakete

– flexibel

– und viel günstiger an.

Warum soll ich ein Paket nehmen müssen, was ich nicht brauche und auch nur selten nutzen würde? Somit fallen doch schon eine Reihe von potentiellen Kunden von vornherein weg. Und das kann ja wohl kaum im Interesse Ihres Unternehmens (und Ihrer Aktionäre) sein. Natürlich gibt es Kunden, die das Filmpaket haben und nutzen wollen. Aber eben nicht alle.

Und wie soll ich mir Ihre Pakete leisten bei den Preisvorstellungen? Und jetzt kommt ein ganz heißer Tipp, den sich auch gerne andere Unternehmen (z.B. die Deutsche Bahn und überhaupt viele öffentliche Nahverkehrsbetriebe) kopieren dürfen. Bieten Sie Ihre Pakete richtig günstig an. Ich werfe mal einen Betrag in den Raum: 4,95 Euro für das Fußballpaket. Meinetwegen werden dafür nicht mehr die Receiver gesponsert. Den Betrag hat man dann nach einem Vierteljahr eh wieder raus.

Wenn das Fußballpaket so günstig und ohne diesem leidigen Sky Welt Paket zu haben wäre, dann würde ich mit Freuden noch zum Sportpaket für 4,95 Euro mehr greifen.

Jetzt sagen Sie vielleicht: „Aber dann mache ich ja 35 Euro Minus im Monat!“

Da sage ich: „Falsch, Sie machen zehn Euro Plus im Monat!“

Denn ich bin potentieller Kunde, der nie auf die Idee kommen würde, so viel Geld auszugeben. Und ich bin nicht alleine. Es würden viele, sehr viele Menschen sich für den Preis einen Receiver kaufen, um Ihr Programm zu empfangen. Endlich könnten wir Männer uns gegenüber unseren Frauen durchsetzen.

Denn bei wirklich günstigen Preisen könnten wir uns unserer Leidenschaft hingeben. Und ich meine günstige Preise und nicht das, was die Werbung von Sky mir weiszumachen versucht. Über 30 Euro ist nicht günstig. Über 30 Euro ist teuer. Unverschämt teuer.
Also Herr Sullivan, schlagen Sie eine radikale Preisreduzierung vor. Setzen Sie das auch für die Bestandskunden um und erhöhen Sie für ein paar Monate Ihre Personal, denn die Leute werden Ihnen die Bude einrennen.

Oder Sie reihen sich ein in die Reihe der vielen gescheiterten Vorsitzenden von Sky und Premiere.

Schreiben Sie Geschichte oder Sie sind Geschichte.

Freundlichst

Stefan Praß

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Einladungskarten

Soooo, mittlerweile sind auch die Einladungskarten in Auftrag gegeben. Die haben wir bequem über dieses Internet-Dingsda bestellt.

Schon früh hatten wir uns bei my-printcard für ein Design entschieden und haben da etwas mit dem Designeditor rumgespielt. Leider wurde das innere Foto nach dem Hochladen immer pixelig, obwohl die Auflösung mit 2560×1920 nicht so schlecht war. Auf jeden Fall führte das zu einem deutlichen Frustanstieg bei mir, weshalb ich mich noch mal nach Alternativen in analoger Form umsah.

Über dieses Internet-Zeug war in Delmenhorst aber nur ein einziger Laden zu finden, dem wir spontan einen Besuch abstatteten. Der Preis war dann nicht mal das KO-Kriterium, sondern das Problem, dasss wir uns bereits auf ein Design festgelegt hatten. Und in dem Laden kam keines da heran.

Also ein Kompromiss: Im inneren Teil der Einladung muss ja kein Foto rein mit dem einer von uns Zweien auch nicht sonderlich zufrieden war, sondern ein schöner passender Text. Deal!

Also haben wir uns wieder gemeinsam an den PC gesetzt und designt was das Zeug hält. Und immer schön korrigiert, angepasst, verglichen und korrigiert. Letztendlich waren wir „schweißgebadet“ aber zufrieden. Auf zum Bestellvorgang.

Hochglanz oder Edelmatt? Bevor ich Edelmatt aussprechen konnte, sagte Steffi schon Hochglanz.

Moment, ich habe ja nicht viel Ahnung, aber ich bin mit Seidenmatt-Fotos aufgewachsen. Das alleine reichte aber als Begründung nicht. Steffi konnte auch nicht ihre Entscheidung begründen, also Google gefragt. Und ein Comic-Forum sagte uns dann, dass matte Fotos (oder hier die Karten) die Farben besser zur Geltung kommen lässt. Strike und weiter gehts.

Wasn das? Expressanlieferung für 8,50€ ist standardmäßig vorgewählt? Nein, normale Lieferung reicht. Wer lädt denn zu seiner Hochzeit kurz vor knapp ein? Tss.

Ahh, den Schriftzug „my-printcard“ auf der Rückseite entfernen kostet auch extra und dann auch noch 6,50€. Hmm, ach ne. Lass mal gut sein.

Und was soll das? Für 9,50€ kann man extra noch einen Qualitätscheck bestellen. Aber der macht keine Bildbearbeitung und prüft nicht auf Rechtschreibfehler? Stattdessen achtet der darauf, dass der Text auf der Karte richtig angeordnet ist. Super, dass haben wir schon gemacht. Könnt ihr auch behalten.

Komischerweise steht von alledem nichts in der Preisübersicht, was nicht sehr transparent ist.

Jetzt heißt es warten, bis der Postmann klingelt. Und dann klingelt er vielleicht auch bald bei Dir. 🙂

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