Mein Diablo

Wie die Süße der Süßesten neulich kurz nach Mitternacht treffend formulierte:

„Civilization ist Dein Diablo.“

Und sie hat Recht. Seit dem Erscheinen von Diablo Civilization V Gods & Kings, dem AddOn von CiV (so die Schreibweise des fünften Teils von Civilization), nutze ich jede freie Minute, die ich nicht mit Nicolas verbringe, mit diesem Spiel. Das dadurch mein Schlaf zu kurz kommt, oder unser Blog, ist schon dem einen oder anderen sicher aufgefallen. Aber ich komme gerade schwer davon los, was aber nicht bedeutet, dass ich von der Welt um mich herum nichts mitbekomme.

So oft, wie ich die letzten Wochen meinen Kopf mit der Tischplatte verwendet habe, wundert mich, dass ich vorne nicht so aussehe, wie mein Sohn von hinten. Dem könnte man ein Glas auf den Hinterkopf abstellen, weshalb Steffi nun doch ein Kissen bestellt hat, um schon jetzt dem platten Hinterkopf etwas entgegenzuwirken. Vielleicht sollte ich mir das mal ausleihen. Denn ob es um das neue Meldegesetz geht, die NSU-Enthüllungen, Betreuungsgeld, Flughafenbau und was die unsere gewählten Knallchargen noch so verzapfen…jedesmal möchte ich meinen Kopf mit einer höheren Geschwindigkeit, als dem Inhalt meines Kopfes gut täte, mit der Tischplatte zusammenführen. Vieles ist so dämlich, dass alles andere als einer Abwahl dieser *hüstel* „Regierung“ an Wahlbetrug grenzen muss.

Darüber zeitnah zu schreiben müsste mich zwangsläufig zu einer Rechtsschutzversicherung führen, die eh nicht für solche Fälle einsteht. Und auf den Verein von Markus Kompa sollte ich auch nicht immer setzen. Dementsprechend ist es diesbezüglich hier „etwas“ ruhiger.

Dafür gab es gute Nachrichten von Tchibo. Die Auslagen wurden unserem Kundenkonto gut geschrieben. Wie wir jetzt allerdings an dieses Geld ran kommen, oder ob überhaupt ist der nächste zu bearbeitende Punkt auf der Tchibo-To-Do-Liste…

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Vertreten

Wie diverse Medien heute berichteten, hat die Europäische Union das sogenannte ACTA-Verfahren unterschrieben.

Natürlich wird es von unseren Volksvertretern als Meilenstein gegen den Kampf der Produkt- und Markenpiraterie beworben, doch sollte man hier bedenken, dass Marken- und Produkte NICHT die Politiker gewählt haben. Hier wird lediglich ein Instrument eingesetzt, dass dazu geeignet ist, Menschen wegen kleinster Vergehen zu bestrafen. Wie klein, beweist ein kürzlich aufgetretener Fall in Groß-Britannien. Dort entschied ein Richter, dass das Urheberrecht bereits verletzt wird, weil jemand ein Bild nachgestellt hat…Gute Nacht!

Mehr über ACTA.

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Selbstauskunft

Vor gut einer Woche bin ich bei Google+, genauer gesagt durch die bei G+ eingetragene Seite von netzpolitik.org auf eine sehr interessante Seite aufmerksam gemacht worden: Selbstauskunft.net

Schon länger überlegte ich, mein Recht auf Auskunft meiner Daten in Anspruch zu nehmen. Außer Schufa und dem einen oder anderen Dienst fiel mir aber nicht viel ein und nachdem ich bei Torsten von seinen Erfahrungen bezüglich der Schufa gelesen habe, nahm ich mir das vor, wenn ich mal gaaaanz viel Zeit habe.
Nun tauchte zu Jahresanfang der Artikel bei netzpolitik.org in meinem G+Stream auf und ich hüpfte sofort rüber und meldete mich an.

Das Recht auf Selbstauskunft besteht seit 2009 und besagt, dass jeder Bundesbürger einmal im Jahr kostenlos seine Daten bei Auskunfteien abfragen darf. Das betrifft nicht nur die Schufa, sondern auch Adresshändler, Inkassofirmen oder Bonuskartensysteme. Auch Mieterauskünfte sammeln Daten, scheinen diese aber nur sehr widerwillig preiszugeben.
Selbstauskunft.net bietet die Möglichkeit, nach der Anmeldung diese Auskunfteien auszuwählen und automatisch anzuschreiben, damit die ausgewählten Firmen über die gespeicherten Daten informieren. Denn es kommt leider nicht selten vor, dass Daten falsch gespeichert oder veraltet sind. Dann kann man diese Daten löschen lassen. Doch ohne das Wissen darüber ist das nicht möglich…

Die Anmeldung bei Selbstauskunft.net ist kostenlos und wird über https gesichert. Natürlich setzt die Anmeldung bei dem Dienst ein gewisses Vertrauen voraus. Der Betreiber von Selbstauskunft.net, die Digineo GmbH wird von dem Geschäftsführer Julian Kornberger geleitet. Dieser hat lt. eigenen Angaben 2009 Arcor und das BKA wegen der Internetsperrverträge verklagt. Außerdem setzt sich die Digineo für ein freies Internet ein und wurde, ebenfalls nach eigenen Angaben, als Webhoster von der Vorratsdatenspeicherung freigesprochen.

Die Anmeldung selber ist schnell und unproblematisch und geschieht komplett digital. Komplett? Ja, komplett. Normalerweise heißt komplett digital ja, man gibt seine Daten ein, druckt sie aus, unterschreibt und sendet diese dann ab (oder scannt sie wieder ein und sendet sie dann digital). Hier kann man dank HTML-5 selbst seine Unterschrift mit der Maus schreiben. Das setzt etwas Übung voraus, aber auch das ist möglich. Man probiert halt solange rum, bis die Unterschrift gut aussieht und bestätigt dann. Das hat mit 3-4 Minuten bei mir schon am längsten gedauert. Insgesamt war die komplette Anmeldung nach 5 Minuten fertig.

Danach wählt man die Dienste aus, über die man über seine Daten Auskunft haben will. Diese sind in fünf Reitern aufgeteilt (Empfohlen, Adresshändler, Mieterauskünfte, Bonuskarten und Auskunfthändler). Die empfohlenen kann man blind übernehmen, die Adresshändler eigentlich auch. Bei den anderen schaut man, ob man überhaupt bei diesen Diensten angemeldet oder z.B. Mieter ist. Nach der Auswahl bestätigt man und dann beginnt das Warten auf Post.

Und das Warten kann mitunter dauern. Nach dem Artikel bei netzpolitik.org hat der Dienst einen derart großen Ansturm erfahren, dass dort das Faxgerät heiß läuft. Vor allem scheinen aber auch manche Auskunfteien nicht ganz so schnell zu arbeiten. Darüber Aufschluss gibt die Statistikseite bei Selbstauskunft.net.

Wie gesagt, der Dienst ist komplett kostenlos. Keine versteckten Kosten, dafür ein Spenden-Button, den man ruhig mal nutzen kann. So ein nützlicher Dienst ist das durchaus wert.

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Jugendschutz-Terror

Jaja, die Terrorgefahr. Erst wird vor Anschlägen gewarnt, dann sollen Politiker anschlagsgefährdet sein (was mir nur Recht ist…) und jetzt werden wieder mal die Blogger terrorisiert. Der JMStV, also Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sieht eine Verschärfung für Seitenbetreiber aus Deutschland vor.

Da eine Auswanderung immer noch nicht in Frage kommt, aber mal gründlicher in Betracht gezogen werden sollte, verweise ich ab den 01.01.2011 auf meinen Jugendschutzbeauftragten, der auch im Impressum steht. Er ist übrigens derselbe, der auch für den Datenschutz zuständig ist. Und sich für dieses Blog verantwortlich zeichnet…ich.

In Panik verfalle ich deswegen nicht, das Blog wird auch nicht abgestellt, wie es manche für sich schon angekündigt haben. Aber ich denke, so langsam aber sicher wird es Zeit, mal über eine Rechtschutzversicherung nachzudenken. Oder sollte ich das gesparte Geld doch lieber für eine Auswanderung beiseite legen? Muss ich mal mit Steffi durchschnacken.

Naja, Grund zur Panik ist auch nicht gegeben, wie Udo Vetter in seinem Blog ausführlich erklärt hat. Dennoch nervt es, von Leuten regiert zu werden, die keine Ahnung von der Materie Internet zu haben scheinen. Und die wenigen, die es doch haben, sich von Fraktionszwängen leiten lassen. In was für einem Land leben wir eigentlich? Sorry Grüne, vielleicht solltet ihr das Regieren doch lieber sein lassen. Hamburg lässt grüßen.

Nur wem soll es überlassen werden? Gelb? Möchtegern-Rot? Schwarz? Auf gar keinen Fall! Wer schon so viel Inkompetenz an den Tag legt mit einem Medium, dass international aufgerufen werden kann und sich nicht an Zeitzonen hält, der wird auch mit der Wirtschaft, den sozialen Bereichen oder der Umwelt nicht besser verfahren. Dafür drängt sich wieder mal der Gedanke auf, dass es einzig um die Beschneidung der Freiheit geht. Entweder ist es die Terrorgefahr oder die Kinder…

Da bleibt ja nur noch eine Partei, wenn man die Farbe braun aus dem politischen Spektrum mal raus streicht. 😉

Apropos Impressum: Seit heute 01.12.2010 muss im Impressum darauf hingewiesen werden, wenn man in das Amazon-Partnerprogramm verstrickt ist.

Was ich loswerden will (26)

Verbrennt den Hopp

Feynsinn über die zarte Hülle eines Milliardärs, der mit seiner feinfühligen Haut im groben Fußballgeschäft so gar nichts verloren hat.

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Sportschau: Unabhängiger Journalismus

schwatz-gelb über die einseitige Berichterstattung der Sportschau im Fall Watzke und Hoffenheim vor dem Bundesligaspiel 1899 – BVB 09 (1:2 :-))

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Die Nichtregierungs-Organisation Merkel

Nochmal Feynsinn, diesmal über die berüchtigte Tatenlosigkeit unser demokratisch gewählten Bundeskanzlerin.

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Massenabnahmer im Zwiellicht

Markus Kompa in Telepolis über die „schlaue“ Strategie der Filesharing-Abmahner.

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Deutsches Recht gilt auch für Rechtsanwälte

Daniel Flachshaar über dasselbe Thema und wie man mit entsprechend krimineller Energie daraus Profit schlägt. Aber vor allem, wie man es verhindern könnte.

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Fall Koch in Sachen Brender: Staatsferne ja! Wo bleibt die Wirtschaftsferne?

Und die NachDenkSeiten äußern sich wieder zum Thema unabhängigen Journalismus (den es leider nur zu selten gibt) und führt einige interessante oder sollte ich sagen haarsträubende Beispiele auf.

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