Augen auf im Straßenverkehr

Heute morgen bekam ich eine pdf-Datei mit folgendem Inhalt. Gezeigt werden vier Bilder und vorab eine Frage:

Manchmal erregt nur ein Bild unsere Aufmerksamkeit!!
Die Fahrerin des Wagens hatte mit einem Handy telefoniert…
Siehst Du das Motorrad?
Und hier die Bilder:
Und weiter:
Siehst Du es nun?
Und schließt ab mit den Worten:
Der Fahrer dieser Honda war mit ca. 140km/h unterwegs. Die Fahrerin des VW
telefonierte gerade mit ihrem neuen Handy als sie aus der Seitenstraße auf
die Hauptstraße einbog. Sie übersah dabei den Motorradfahrer.
Dieser schaffte es nicht mehr genug zu bremsen um den Unfall zu vermeiden.
Im VW befanden sich zwei Personen. Der Motorradfahrer wurde ebenfalls IM Wagen
gefunden.
Durch den Aufprall wurde der VW auf die Seite gekippt und rutschte mehr als 6 Meter.
Alle drei Personen waren sofort tot.
Die Fotos enstanden im Rahmen einer Polizeiaustellung zur Unfallprävention.
Schicke diese Mail an alle Auto- und Motorradfahrer.
Vor allem an alle die ein Handy haben.
Ein Bild sagt mehr als tausend Worte!
Bitte benutzt das Handy nicht am Steuer.
Es kann leben retten,
es könnte Dein eigenes sein…… oder meins…….
Uh ja, sehr eindrucksvoll. In der Tat.
Jetzt stellt sich aber für mich die Frage: Wieso wird sich auf die telefonierende Frau konzentriert und das zu schnelle Fahren des Motorradfahrers in keinster Weise dramatisiert? Denn 140 km/h sind außer auf Autobahnen überall zu schnell. Geht man von einer Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstraße von 100 km/h aus, dann sind das 40 km/h zu schnell. Das kann man als Autofahrer auch ohne telefonieren selten einschätzen. Übrigens ein Grund, warum ich bei nur einem sichtbaren Licht lieber noch einen Moment länger stehen bleibe, um die Geschwindkeit richtig einschätzen zu können.
Aber ob die Hauptstraße nicht innerorts war, steht da auch nicht. Was dann das Verhalten des Motorradfahrers als gemeingefährlich bewertet werden kann. Das sind jedoch Vermutungen und soll das Fehlverhalten der Fahrerin in keinster Weise schmälern.
Jedoch sollte der Appell an alle Beteiligten gehen und sich nicht nur auf eine Person oder Personengruppe richten. Telefonieren am Handy ist ebenso pfui bah, wie das streiten mit dem Partner, das programmieren des Navis, das blättern in der Zeitung oder das zu schnelle Fahren, bremsen ohne blinken beim Abbiegen oder Überholen vor (oder schlimmer noch, in) Kurven.
Die Teilnahme am Verkehr fordert die Aufmerksamkeit aller Teilnehmer und sollte immer dem Rücksichtsgebot unterliegen und nicht der Zurschaustellung der eigenen Fahrkünste.
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Rücksicht kann Leben retten

Was in manchen Autofahrern im Oberstübchen vor sich geht, möchte ich manchmal gar nicht wissen. Wenn mir so Spezialisten wie heute begegnen, kann das nämlich nicht so viel sein.

Ich fahre auf eine für mich grüne Ampel zu, zügig zwar, aber alles innerhalb der Parameter. 😉

Mir entgegengesetzt biegt der erste Linksabbieger ab. Kein Problem, ich bin noch von der Ampel etwas entfernt.

Der zweite biegt ebenfalls ab. Alles noch in Ordnung, ich bin noch nicht ganz da…aber fast.

Der dritte zieht im Fluss mit. Riesenproblem, denn jetzt bin ich bereits so richtig da. Ihr (!) reinkacheln kommt nicht in Frage, denn auf dem Rücksitz zu mir gewandt sitzt ihre blauäugige Tochter. Ja, ich konnte tatsächlich schon ihre Augenfarbe deutlich erkennen.

Ich habe es aber noch bremsenderweise an ihr vorbeigeschafft. Gut das nicht noch ein viertes Auto zum Abbiegen auf der Spur stand, denn diese benutzte ich zum Ausweichen.

Keine 500 Meter weiter. Ich fahre auf die nächste Ampelkreuzung zu und schaue mir sicherheitshalber die Linksabbiegerspur an. 😉

Ich habe grün und noch beeindruckt von der Situation wenige Sekunden zuvor auch nicht besonders schnell unterwegs fahre ich auf die Kreuzung rauf. Von rechts biegt ein Fiat Multipla deutlich unterbesetzt auf die Kreuzung ein. Der Grund: Ein grüner Pfeil. Dieser entbindet aber nicht von der Rücksichtnahme auf den vorfahrtsberechtigten Verkehr. Also mir! Doch genau das tat sie. Da meine Bremsen gerade auf Betriebstemperatur sind, stieg ich also wieder gepflegt auf die Ramme und wärmte bei der Gelegenheit auch gleich das Horn meiner Hupe etwas auf.

Jetzt sah ich auch groß und deutlich das Nummernschild vor mir. Es fing mit DH an. Und schon klangen die wohlfeilen Worte meines Vaters in den Ohren, der mal zu mir sagte:

„Es gibt keine schlimmeren Autofahrer, als die mit einem DH am Kennzeichen!“

Heute musste ich ihm leider Recht geben…

Was aber nicht meine Meinung über BeCLoPptenburger oder BRAker ändert! 👿

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