Neulich Samstagmorgen im Bett

So ein Wochenende ist schon was feines – für die meisten zumindest – es bedeutet den Tag nach belieben zu gestalten, ausgiebig zu frühstücken und vor allem auszuschlafen. Diesen Samstagmorgen sollte das nicht der Fall sein. Ein letztes Mal sollte ich meinen Dienst als Servicekraft in meinem Nebenjob aussüben und die erste Schicht sollte um 9 Uhr starten. Mit fertig machen und Hemd bügeln etc, stand der Wecker also auf 7.30 Uhr bereit zum klingeln. Doch wach wurde ich irgendwie auf andere Art und Weise…

 

Um 6.25 Uhr drang leise Radiomusik an mein Ohr. Kurz geblinzelt und erkannt, dass es noch viiiel zu früh zum aufstehen war.  Warum merk ich das denn nur und Stefan rührt sich nicht, um seinen Radiowecker endlich auszumachen?! Naja, kann ich ja schnell auch noch auf Klo gehen. Bevor ich also Schlaftrunken aus dem Bett taumelte, stubste ich Stefan noch schnell an und brummelte ihm zu, seinen Wecker auszumachen. Ein Brummeln kam zurück, der Berg drehte sich auf die andere Seite und knipste das Nachttischlicht an, während ich mich zur Schlafzimmertür rausschlich. Als ich wiederkam, war mein Herzl bis über den Kopf eingehüllt in seiner Decke. Das Licht brannte und das Radio dudelte immer noch vor sich hin. Mit vielen Fragezeichen in meinem Kopf, sprach ich den schlummernden Haufen vor mir an, doch bitte das Radio UND das Licht auszumachen. Was dann auch Kommentarlos, abgesehen von erneutem Brummen, vollzogen wurde.

Die restliche Zeit verlief dann auch ohne Zwischenfälle, so dass ich „munter“ nach einer Stunde aufstehen und meinen Dienst antreten konnte.

 

Als ich Abends wieder zu Hause war, fragte ich dann Stefan mal nach seinen Beweggründen, morgens das Licht anzumachen, anstatt den Radiowecker auszuschalten. Grinsend verreit er mir, dass er heute morgen, es überhaupt nicht verstanden hat, warum ICH, wenn ich auf Klo ginge denn das Licht anmachen musste und er sich sogar extra noch die Decke über den Kopf ziehen musste, damit es nicht so hell war.  Und das blöde Gedudel aus dem Off war ihm auch sehr suspekt. *grien* was musste ich da doch über meinen Schlafbären lachen!

 

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Verschlafen

und bestraft worden…so fängt die Woche doch toll an.

Heute Nacht lag Steffi wach und weckte mich, beim Versuch umzuziehen, auf. So lagen wir dann beide wach und hörten der Katze bei ihren intensiven Putzbemühungen zu. Irgendwann verzog sich die Katze dann unters Bett um die bei der Putzaktion aufgenommen Haare hörbar wieder loszuwerden…verdammtes Katzenviech! Sofort sprangen wir beide auf, ich suchte die Blumenspritze und von beiden Seiten wurde Lucy zum Herauskommen überzeugt und im Arbeitszimmer, wo kein Teppich liegt, eingesperrt.

Bis der Körper wieder zur Ruhe kam, verging einige Zeit. Für Steffi zu viel Zeit. Sie stand auf, machte sich fertig und ging zur Arbeit. Ich döste wieder ein. Ohne zu bemerken, dass mein Wecker nicht an war. Weil ich den am Wochenende meistens ausschalte…

So verwundert es nicht, dass ich zwei Stunden zu spät aufwachte und etwas zügiger das Morgenprogramm gestaltete.

Und was war die Strafe fürs Verschlafen?

Nun ja. Ich habe geträumt. Und zwar, dass ich als Bundesligatrainer engagiert wurde. Was mich beim Träumen einerseits nervös machte, einen Haufen junger Männer – was sie in meinem Alter nun mal schon sind irgendwie – und auch etwas stolz. Stolz, weil ich im Westfalenstadion als Trainer ganz nah am Spielfeld stehen würde, wo nur die wenigsten je stehen werden.

Leider wäre ich im Westfalenstadion nur als Gasttrainer einmal in der Saison anwesend gewesen. Denn es war der Rivale Schlacke 04, der sich meine Dienste gesichert hatte und ich weiß immer noch nicht, warum in drei Teufels Namen ich dieses Engagement angenommen habe…

Und so lief dann mein Tag ab:

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Flittern in sweet home Alabama (16) – Abflug

Und da war er nun, der letzte Tag unserer Flitterwochen. Morgens noch eine Henkersmahlzeit ein letztes gemeinsames Frühstück.

Die Sachen waren gepackt und nachdem Susanne, Steffi und ich den Urlaub resümierten und der Meinung waren, dass es nicht nur ein wunderschöner Urlaub war, sondern auch nette Menschen getroffen haben (also Susanne uns und wir Susanne und ihre Familie), stiegen wir ins Auto. Natürlich waren die Klamotten bereits alle in demselbigen.

Haben wir auch alles?

Na logn.

Auch die Fotokamera, fragte Steffi.

Na logn.

Von wegen. Während ich die Kamera in meiner Tasche wähnte, lag sie auf dem Küchentisch. Und stellten das erst fest, nachdem wir eingecheckt hatten. Ist klar, oder?

Das ist auch der Grund, warum die letzten Beiträge etwas hinausgezögert wurden, weil vom letzten Tag noch Fotos drauf waren.

Naja, die Eincheckprozedur war dann nicht so langwierig wie noch auf dem Hinflug. Kein Wunder, schließlich verlässt man das großartigste Land der Welt, selbst Schuld also. Jedenfalls aus Sicht der Amerikaner.

Der Flug nach Atlanta war zum Glück nicht so holprig wie noch zwei Wochen zuvor. Wir sahen sogar diesmal das neue Stahlwerk von Thyssen Krupp von oben.

Und während wir auf dem Flughafen von Atlanta auf unsere Flieger nach Düsseldorf warteten, freundete sich ein kleines Mädchen namens Emma mit uns an. Die war mit ihrer Oma unterwegs nach Deutschland und Emma hielt ihre Begleitung ganz schön auf Trab. Ganz undankbar wirkte sie nicht, als wir das kleine Mädchen im Wartebereich etwas Aufmerksamkeit schenkten. 😉

Auf dem Rückflug schauten wir wieder mal Filme. Und ich muss sagen, „King’s Spech“ ist im englischen Original sehr sehens- und hörenswert. Hat mir gut gefallen. An die anderen Filme kann ich mich jetzt schon gar nicht mehr richtig erinnern. Doch ja, „Grown-Ups“, hier bekannt als „Kindsköpfe“ lief noch. Der war ganz nett. Besonders gefallen hat mir die schwangere Frau, die in dem Film mit ihrem seltsamen Humor auffiel. Sehr geil. 😀

Wir schauten übrigens nicht nur Filme, sondern auch den wunderschönen Sonnenuntergang.

Den Ratschlag von meiner Cousine beherzigte ich auch ganz beflissentlich. Da es die Getränke umsonst gibt, nutzt das auch aus. Besonders Bier trägt bei Nervosität zu einem ruhigeren Flug bei und so ließ ich den Steward häufiger als andere laufen. Schnell merkte er sich auch mein Gesicht und vor allem meine Mimik. Ich brauchte nur kurz die Lippen etwas schürzen und kaum merklich die Augenbrauen zu heben, da war ihm klar, nächstes Bier bitte. Klappte perfekt. Gegen fünf Uhr ( MEZ) muss ich dann eingenickt sein. Leider fang ich beim Einschlafen gelegentlich an zu zucken, besonders in ungewohnten Situationen und Orten. Also überall, wo nicht mein Bett ist…

Das wäre auch soweit kein Problem gewesen, wenn ich nicht aufgrund der Turbulenzen mein Bier fest in der Hand gehalten hätte. Als ich also von Morpheus langsam in den Arm genommen wurde (in, nicht auf!), zuckte ich also kurz und war wieder wach. Das Bier hielt ich immer noch fest in der Hand. Nein, das ist gelogen. Den Becher hielt ich noch fest in der Hand. Das Bier, dass sich kurz zuvor noch im Becher befand tropfte in diesem Moment auf den Boden. Jedenfalls der klägliche Rest, der nicht von meiner und Steffis Hose aufgefangen wurde.

Dank der folgenden Austrocknungsaktion mit vielen Tüchern war ich, und auch Steffi, wieder hellwach. Dazu trug auch der dezente Geruch von Bier, die unsere Hosen freigaben, bei. Der Stewart konnte sich es jetzt nicht verkneifen, freundlicherweise nachzufragen, ob ich noch ein Bier wünsche…

Nach der Landung warteten wir viel zu lange auf unser Gepäck, was aber nur halb so schlimm war, weil wir pünktlich landeten und unser Zug erst drei Stunden später fahren sollte. Mit dem SkyTrain fuhren wir zum Bahnhof, wo wir feststellten, dass es dort kein Kaffee oder Imbiss gab. Also sind wir wieder mit dem SkyTrain zurück (wenn ich den Wikipedia-Artikel vorher gelesen hätte, wäre ich gelaufen!) und setzten uns in den Arkaden in ein Cafe, wo ein guatemalischer Kaffee meine sich bereits schlafengelegten Lebensgeister wieder geweckt wurden. Zurück am Bahnhof warteten wir noch ein halbes Stündchen, bis wir unsere Plätze einnehmen konnten.

Leider muss man festhalten, dass deutsche Züge nicht zum Reisen gemacht wurden. Wie sonst ist es zu erklären, dass man einen Trolley nicht durch die engen Gänge ziehen kann? Als wir endlich saßen, mussten wir erste Verluste des Materials beklagen…nichts, was man nicht mit einer Rolle Panzertape wieder fixieren kann, aber ärgerlich ist es trotzdem. Ein weiteres Mosaiksteinchen meiner Ablehnung gegenüber der Bahn AG war gelegt…

Beim Umsteigen in der Stadt des, zu dem Zeitpunkt zukünftigen, deutschen Fußballmeisters wurde es uns fast schon zu einfach gemacht. Derselbe Bahnsteig, lediglich die andere Seite. Na toll, hätte ich das gewusst, hätte ich keine halbe Stunde zum Umsteigen eingeplant. Hätte, hätte, Fahrradkette…

Ab hier hatten wir Sitzplatzreservierung, die natürlich besetzt waren. Also die zwei Damen weggescheucht, Laptop rausgeholt und versucht zu surfen. Es blieb beim Versuch, der nur in den Bahnhöfen von Erfolg gekrönt wurde. Dann halt Papa Bescheid sagen, der so nett war, und uns vom Bremer Hauptbahnhof abholte. Völlig erschlagen kamen wir in Delmenhorst an, packten unsere Sachen aus und unterhielten uns noch kurz mit meinem Vater in der Küche.

Wenn bloß nicht diese kleinen Fliegen die ganze Zeit nerven würden. Und wieso sind das so viele? Hier ist doch nichts schlecht geworden? Wir haben doch alles verbraucht und den Kühlschrank leergeräumt…

Dann fiel es uns wie Schuppen vor die von den Augen. Ein kurzer Blick in die Ecke des Katzenfutters und schon ward das Nest gefunden. Ein aufgeplatzter Beutel reifte in unserer Abwesenheit munter vor sich hin…Willkommen zu Hause. 😐

Kurzerhand ein paar Gläser mit Saft, Essig und Spüli aufgestellt, um die Fliegen in die Falle zu locken. Und ab auf die Couch. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir bereits über 24 Stunden auf dem Buckel. Nach einer Stunde musste aber gut sein, schließlich wollten wir uns schnell umgewöhnen. So ein Jetlag ist ja kein Vergnügen…

Das mit der Stunde klappte auch ganz gut. Den Rest des Abends dümpelten wir vor uns hin und gingen zeitig wieder ins Bett. Schade nur, dass ich um zwei Uhr Nachts hellwach war…

Zur Info: Den Jetlag wurden wir dann schnell los. Ganz schnell. Nämlich gleich nach dem Osterwochenende als wir wieder anfingen zu arbeiten. Bis dahin…nachts wach, tagsüber knackenmüde.

Und wie weiter?

Seit über einem Monat sind wir zurück und vermissen Amerika. Und meine Cousine nebst ihrer Familie. Wenn wir eins von drei Liedern hören ist es besonders schlimm mit dem Fernweh. So geschehen letzten Freitag auf dem Weg nach Berlin, wo nur das Stück von Lynyrd Skynyrd fehlte. Aber vom Berlinwochenende erzähle ich ein anderes Mal.

Jetzt suche ich erstmal Hochzeitsfotos raus, die hier die Tage veröffentlicht werden.

Und dann war da noch (2)

Die Familienmitglieder, die gerne noch die Entscheidung bei RTLs Supertalent mitverfolgen wollten und bezeichnenderweise dabei einschliefen. Steffi und ich machten derweil in der Wohnung klar Schiff. Was man währenddessen halt lieber macht. 😉

WikiLeaks

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Böser Bengel

Letzten Mittwoch hatte ich meinen kleinen Neffen hier zum Aufpassen da gehabt. Während die Mädels mit ihrer Mutter in Bremen waren, um am Hochzeitskleid rumschnippeln zu lassen und nach Schuhen Ausschau hielten, hatte ich ein wachsames Auge auf den Kleinen.

Nach der Fütterung wurde Neo merklich unruhig. Erst hatte ich ihn noch auf dem Schoß während ich wie jetzt am PC saß. Doch Neo wurde immer unruhiger. Auf der Decke drehte er sich immer in Windeseile um, haute mit dem Spann immer auf den Boden und machte durch lautes Gebrüll seinen Unmut kund. Da fielen mir die Worte von Dany wieder ein:

Wenn er unruhig wird, hol den Maxi-Cosi aus dem Auto. Darin kann er schlafen.

Also das Teil aus dem Auto geholt und bei der Gelegenheit den Kinderwagen gleich mit. Ein sehr gute Idee, wie sich noch herausstellen sollte.

Denn Neo wollte nicht schlafen. Neo wollte brüllen. Und das tat er auch im Maxi-Cosi. Also habe ich den Kleinen in den Kinderwagen gepackt, meine Sonnenbrille und Schlüssel geschnappt und bin mit ihm raus.

Aber halt! Neo hatte keine Schühchen, nicht mal Socken. Und kleine Kinder sollen doch gut eingepackt sein, auch wenn es draußen 29°C waren. Oder nicht? Ganz sicher war ich mir nicht, aber ich bin auf die selbige Nummer gegangen. Nur womit? Eine Babydecke haben wir nicht…Hmmm…aber Handtücher! 🙂

Schlafen wollte er aber auch bei der Rundfahrt nicht…

Und als wir wieder zurück waren, ging seine Brüll-Arie unvermittelt weiter. Sehr zum Leidwesen meiner Ohren…

Als dann eine halbe Stunde später die Mädels wiederkamen, war ich bereits so weichgekocht, dass ich Steffi willenlos zum Public Viewing begleitete. Danke, Neo…

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Grundsolides Fünfjähriges

Der Beginn unseres fünften Jahrestages erinnerte ein wenig an eine Geschichte aus dem kopfschüttel-Blog. Ich erspare die Details, nur soviel: Es spielte ein Sturm, der Hang zur Romantik sowie der Hang zum Schlafen-Möchten eine nicht unwesentliche Rolle. Am Morgen hatten sich die Gemüter wieder beruhigt und am Nachmittag konzentrierte man sich darauf, wo man das Fünfjährige feiern könnte. Sprich, wo man essen gehen könnte.

Um der besseren Hälfte etwas entgegenzukommen, wählte ich von mir aus schon ein chinesisches Lokal aus. Dieses hat aber leider schon die Pforten für immer geschlossen, weshalb wir uns für das Sentosa in Bremen-Findorff entschieden haben. Ebenfalls ein chinesisches Restaurant und ebenfalls im City for Two-Heft zu finden.

Die Parkplatz-Situation in Findorff ist ja eher als kritisch zu betrachten, aber Freimarkt oder Osterwiesen sind zum Glück gerade nicht, weshalb wir einen Parkplatz direkt gegenüber vom Restaurant ergatterten.

Der Laden ist durchaus nett eingerichtet, war aber mit einigen Leuten eher spärlich gefüllt. Aber was will man an einem Montag Abend auch erwarten? Glück für uns, denn so bekamen wir einen ruhigen Fensterplatz, der abgeschieden lag, aber immer im Sichtbereich der Bedienung war. Diese war wirklich sehr freundlich und auch flott unterwegs.

Für das Essen haben wir uns schnell entschieden und Steffi hatte nicht mal Gelegenheit sauer zu sein, dass ich noch eine Vorspeise bestellte (natürlich Wan-Tan). Nicht weil sie davon mitnaschen durfte, sondern weil die Hauptgerichte, kurz (und ich meine kurz) nachdem wir den Wan-Tan-Teller leer hatten, aufgetischt wurden.

Das Essen kann man als grundsolide bezeichnen. Es war jetzt nicht unbedingt der Ausreißer nach oben auf der Geschmacksskala, aber auch nicht nach unten.

Preislich war das Sentosa auch im Soll, weshalb wir mit dem Besuch dort alles in allem sehr zufrieden waren.

So konnten Steffi und ich uns dem zukünftigen Namen unserer Erstegeborenen hingeben. Nein, da liegt noch nichts im Ofen! 😉

Steffi favorisiert ja Antonia während ich zu Elisabeth oder Annabell tendiere. Und Marie-Johanna finden wir beide gut. Aber eigentlich wollen wir keine Doppelnamen…

Ein Kurztrip nach Oslo wird jetzt auch immer konkreter. Soll heißen, Steffi hat mich weichgekocht. Aber auch nur, weil ich mich an die guten Momente meines dreistündigen Aufenthalts in England erinnerte. Und warum nicht mal für ein paar Stunden nach Norwegen? We will see. 😉