Müh(l)e (3)

Am letzten Tag ließen wir es uns am Frühstücksbuffet noch einmal richtig gut gehen, bevor wir zum Schweriner Schloss aufbrachen.

Schon am Sonntag waren wir daran vorbeigefahren und waren davon beeindruckt. Jetzt wollten wir uns das ganze noch einmal vom nahen anschauen.

Einmal halb rechts rum kommt man in den Schlossgarten, der wirklich beeindruckend ist. Alleine dort sind wir schon fast ein Stündchen rumgeschlendert.

Im Schloss selber kaufte ich dann auch eine Postkarte für meine daheimgebliebenen Kollegen und nutzten die örtlichen Toiletten, bevor es zum Abschluss noch einmal in die Schweriner Innenstadt ging. Einen Besuch bei McDonalds sparten wir uns heute, stattdessen feierte ich/wir (?) unsere Premiere in der BackFactory…

Einmal noch durch das SchlossCenter gehuscht, eine großes Einkaufscenter über drei Etagen und dann zurück zum Auto, da uns noch eine lange Autofahrt nach Hause erwartete.

Außerdem wollten wir in Posthausen noch bei Dodenhof rein, wo wir uns ein paar Eheringe anschauen wollten. Bei der Gelegenheit schnüsterte Steffi noch nach Dekosachen für Ostern.

Gegen 17.30 Uhr kamen wir dann glücklich, aber auch erschöpft wieder zu Hause an, wo ich die Heimkehr mit einem leckeren Bauernschnitzel von Ligats feierte. Hell, yeah! :mrgreen:

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Müh(l)e (2)

Von der Bequemlichkeit aller Hotelbetten auf diesem Planeten mal abgesehen zeigte sich bei unserem Zimmer am ersten Morgen ein weiteres Manko. Die schöne große Fensterfront wurde nur durch eine Verdunkelungsgardine zur Hälfte gefüllt. Somit war es um 7.00 Uhr morgens annähernd taghell, was mich nicht besonders stört, aber meine Bettnachbarin zur Verzweifelung brachte. Nach dem Frühstück war das aber wieder „gegessen“. 😉

Klar, ich hatte schon größere Auswahl bei einem Frühstücksbuffet gesehen, aber die konnte ich auch nicht schaffen, von daher war das mehr als ausreichend. Sogar weiche Eier gab es. 🙂

Um kurz nach zehn machten wir uns auf den Weg Richung Müritz, um dort die schöne Seenlandschaft zu bestaunen. Das es aber anderthalb Stunden Fahrt über Landstraßen waren hatten wir so auch nicht einkalkuliert. Nicht immer ging es zügig voran, besonders hinter LKWs war es reichlich frustrierend, aber wir konnten sie fast alle mehr oder weniger schnell überholen. Und waren dabei ständig auf der Hut vor den Starrenkästen. Denn als meine Eltern vor einigen Jahren Urlaub an der Müritzer Seenplatte gemacht haben, wurden sie von einem Starrenkasten geblitzt. Das sollte mir nicht passieren. Sollte. 😐

Als wir nach Alt-Schwerin reinfuhren, nahm ich den Fuß vom Gas und bemerkte noch die abschüssige Straße. Irgendwie waren Steffi und ich in einem Gespräch vertieft oder ich hörte was im Radio. Ich war auf jeden Fall abgelenkt und Steffi warnte mich nicht, als ein orangener Blitz meine Augen blendete. Wie der Vater, so der Sohn…

Und ich habe etwas getan, worauf ich nicht stolz bin. Ich habe Steffi geschlagen geboxt geknufft. Also eigentlich sollte es knuffen werden, aber das war eindeutig zu doll, weshalb es eher boxen war. Und sie hat es wie schlagen aufgefasst…

Tempo 70 war noch im vertretbaren Rahmen. Wenn ich die Tachoungenauigkeit abziehe komme ich auf unter 65 km/h. Das sind 25 Euro zusätzlicher Belastung auf unserem Urlaubskonto.

Damit heißt es auch bei mir demnächst:

Kurz nach zwölf Uhr erreichten wir dann den Müritzer Nationalpark und gingen vom Eingang Teufelsbruch dann den Tulpen Nelken Narzissen Märzenbecher-Wanderweg entlang. 9,5 km erschien uns als ein guter Turn und wir rechneten mit ca. 2 Stunden Wandern..

Nach drei Stunden rief ich meinen Vater an, um ihm im Angesicht meines nahenden Endes zu sagen, dass ich ihn liebe. Zum Glück waren wir da bereits auf dem Rückweg. Vorher hätte mir dafür der Humor gefehlt. Ich war selten so froh, den Kriegsdienst verweigert zu haben. Einen 30 km langen Fußmarsch mit Gepäck? Nein, danke…

Aber ein paar Eindrücke haben wir sammeln können.

Danach ging es stantepede zum nächsten McDonalds, wo unsere müden Lebensgeister wieder aufgefrischt wurden. Eigentlich wollten wir im Anschluss noch für ein paar Stunden nach Güstrow – wo wir eigentlich den Kurzurlaub verbringen wollten – aber durch die Verzögerung beim Wandern und dem langen Weg zurück zum Hotel, den Verlockungen des Schwimmbades und weil wir groggy waren, sind wir nach dem „Essen“ wieder zum Hotel zurück.

Dort fackelten wir nicht lange und gingen gleich runter ins Solebad. Nichts gegen das Solebad, es war super temperiert, ziemlich leer und von der Größe durchaus ausreichend. Aber ich mag beim Schwimmen kein Salzgeschmack im Mund…

Dafür gab es aber eine Relaxzone, wo ich mich breit machte. Wunderbar. 🙂

Steffi dagegen kreiste unentwegt im Becken rum. Wo die bloß immer die Kraft für sowas her hat?

Abends gab es dann wieder lecker 3-Gänge-Menü. Dabei war der Nachtisch so lecker (Limetten-Mousse), dass wir rumscherzten, ob die Kellnerin uns wohl noch mehr bringen könnte. Als sie dann kam und uns nach weiteren Wünschen fragte, sagte ich:

I: „Ja, den Nachtisch könnten sie uns nochmal bringen.“

K: „Oh, hatten sie den noch nicht? Kleinen Augenblick, ich hole den schnell.“

Und war im Begriff abzuhauen, als ich das richtig stellte. Das man auch immer so eine ehrliche Haut sein muss…

Zum Einschlafen schaute ich noch fern (Gran Torino, sehr geil!), Steffi hat ihre vierbändige Trilogie auch endlich hinter sich gebracht (und nur ganz bißchen geweint)  und dann konnten wir erschöpft aber glücklich einschlafen.

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Müh(l)e (1)

Die letzten Tage ist es wieder sehr ruhig gewesen und das hatte auch einen Grund. Steffi und ich waren im Kurzurlaub. Und weil man das ja nicht mehr ankündigen darf, weil sonst findige Einbrecher wissen, wo sich ein Bruch lohnt, habe ich es halt nicht erwähnt. Außerdem wollte ich nicht auf den Gefühlen der Hiergebliebenen rumtrampeln. 😉

Steffi hatte im Internet ein Superschnäppchen aufgetan. Das Freizeitresort „Lewitz Mühle“ in Schwerin-Banzkow. Bei unserer Ankunft trauten wir unseren Augen nicht. Ein riesiges Hotelzimmer und einem Badezimmer, dass uns glatt aus den Socken haute. Eine seperate Badewanne, die sogar für meine Größe ausreichend war, sowie zwei seperaten Waschbecken. Dazu ein Wasserdruck, der den Namen auch verdient. Was ich da in manch anderen Hotels erlebt habe…

Das versprachen drei tolle Tage zu werden und das wurden sie auch. Obwohl das Hotelzimmer so toll war, gingen wir trotzdem sofort raus. Um 17.30 Uhr hatten wir unser 3-Gänge-Menü bestellt (alles im Preis inklusive) und bis dahin wollten wir unseren akuten Hunger gestillt haben. Schließlich war unsere Fahrt dank einem Stau vor Stuckenborstel eine Stunde länger als geplant. Und bis 17.30 Uhr war auch noch ein Weilchen hin, also fuhren wir nach Schwerin rein und suchten einen Mäckes. Dort stillten wir mit einem McMenü (inkl. Kaffeetassen) den ersten Hunger und konnten uns sicher sein, bald wieder Hunger zu haben. 😉

Um das ganze noch etwas zu beschleunigen, spazierten wir zwei Hübschen noch um den Ziegelinnensee, was wir in einer guten Stunde auch geschafft haben.

Jetzt knurrte wieder etwas der Magen. In der Mühle ist das Restaurant untergebracht, wo wir mit einem köstlichen 3-Gänge-Menü „abgespeist“ wurden. Ernsthaft, die Bedienungen waren wirklich auf Zack. Auf das Essen mussten wir nicht lange warten und so schafften wir es sogar noch rechtzeitig, zur Lindenstraße wieder auf dem Zimmer zu sein. Danach wurde erstmal die Badewanne getestet, dann der Premiere Sky-Kanal entdeckt – welcher witzigerweise beim Sportkanal den Ton mitlieferte aber das Bild ein eingefrorener Golfspieler beim Putten zeigte… – und zum Abschluss des Tages den doch eher schwachen Film „Pans Labyrinth“ geschaut.

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