O-Ton (25)

Steffi kriegt sich gerade nicht mehr ein. Nach diesem Ballwechsel

war mein Spruch

„Am Ende ist immer einer traurig“

wohl doch i-wie komisch…

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Was ich loswerden will (61)

Im Netz der Islamfeinde

Die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau berichten über die islamophobe Seite Politically Incorrect (PI). Ein sehr lesenswerter und gut recherchierter Bericht. Was die paranoiden Inkompetenten (PI) selbstverständlich anders sehen…

„Der innerste Führungszirkel lässt es zu, dass in dem Blog Muslime als Gesindel, Abschaum und Türkendreck beschimpft und zum bewaffneten Kampf gegen den Islam aufgerufen werden kann. Und das mitnichten nur in den Kommentarspalten.“

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Vegetarismus – Wozu?

Namron erläutert einen trifftigen Grund, warum man Vegetarier sein sollte: Die Fleischproduktion.

„Durch diese anerzogene Akzeptanz und die nicht gestellte Frage der Notwendigkeit, kann sich eine Fleischindustrie etablieren die von den meisten nicht beobachtet wird. Wenigstens sorgen alle Produzenten von Fleisch dafür, dass die Tiere vor ihrem sanften Ableben entspannt und glücklich leben. Nun, nicht ganz.“

(Achtung! Der Beitrag enthält schockierende Videos, die den Konsum von Fleisch beeinflussen kann.)

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Eine verheerende Entwicklung: Warum „Das Supetalent“ prägend für unsere Fernsehkultur ist

Peer Schader erklärt im Fernsehblog der FAZ, wieso das Fernsehen nicht inspirierend unterhalten kann:

„“Das Supertalent“, die selbsternannte „größte Show Deutschlands“, ist einzig und allein darauf ausgelegt, die einfachsten Reflexe in uns abzurufen: Ein Kind singt – oh, süß! Jemand erzählt eine traurige Geschichte – der Arme! Ein Akrobat führt einen Stunt vor – wow! Jemand spielt mit seinem Penis Klavier – wie peinlich, aber trotzdem mal gucken!“

Über dasselbe Thema hat sich auch Manuel Wolff ausgekotzt: Das Supertalent – großer Mist auf RTL

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Wie Sportjournalisten die Worte von Oliver Kahn verdrehen

Nick geht einer Meldung bei „Spox.com“ auf den Grund.

„Das Traurige an derart verzerrenden Agenturmeldungen: Sie werden bundesweit von Online-Redaktionen ungeprüft übernommen. So findet sich der Bericht selbstverständlich nicht nur bei „Spox.com“, sondern auch bei „Der Westen“, der „Zeit“, „goal.com“, den 11 Freunden und vielen anderen viel besuchten Webseiten.“

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Spiegel Online und der muslimische Kinderschänder

Feynsinn über einen exemplarischen Artikel des ehemaligen Nachrichtenmagazins:

„Der ekelhafte Boulevard der Spiegel-Redaktion läuft dem Springer-Verlag allmählich in allen Kategorien den Rang ab. Betroffenheit zwischen Blut, Sperma und fremdrassischen Verbrechern legen gar noch andere Vergleiche nahe. Die Strategie, dabei vermeintlich aus der Perspektive des Opfers zu erzählen, ist infam, zumal der Artikel zu dem Schluss kommt, dass es aussichtslos ist, Täter anzuzeigen.“

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„Glücksatlas“ auf allen Kanälen – ein weiterer Beleg für die weite Verbreitung des gesteuerten Kampagnenjournalismus

Die NachDenkSeiten über das Medienecho einer „Studie“:

„Die einschlägigen Unterstützer sind schnell gefunden. Raffelhüschen macht bei solchen Sachen immer mit, auch Allensbach und vermutlich auch die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft. „

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Da läuft was schief – eine Kritik der aktuellen Politik

Moritz Clauß bemängelt beim binsenbrenner die mangelnde Kritikfähigkeit der Politiker und sieht auch deren Gründe:

„Es sind vermutlich die meisten Politiker des deutschen Bundestags, denen es noch schwerer als vielen von uns fällt, Fehler öffentlich einzugestehen. Einfach, weil das Eingestehen eines Fehlers in der Politik bedeutet, einer anderen Partei recht zu geben.“

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Das bayerische Stuttgart21

Thomas Stadler schreibt über den Ausbau der 3. Startbahn des Münchener Flughafens, trotz prekärer wirtschaftlichen Voraussetzungen der Betreibergesellschaft:

„Dabei wird täglich deutlicher, dass der Bedarf für eine weitere Start- und Landebahn nicht vorhanden ist und auch in absehbarer Zeit nicht sein wird und diese Fehlplanung außerdem einmal mehr auf Kosten des Steuerzahler durchgezogen wird.“

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Flittern in sweet home Alabama (14) – Ruhetag

Sonntag ruhte bekanntlich der liebe Gott sich von seiner sechs Tage währenden harten Arbeit aus. And so did we.

Morgens wachte ich auf und schlumpfte in die Küche. Es war kurz nach neun und somit wollte ich schon mal einen Zwischenstand erfahren (Bayern spielte gegen Bayer). Und konnte es nicht glauben, als Susanne mir erzählte, Bayern führe gegen Vizekusen 4:0… 😀 (Das Dortmund dann auch noch gewann, war krönender Abschluss des Spieltages ;-))

Ich ging zurück ins Schlafzimmer und traf auf eine hellwache Steffi, die sonderbar gluckste und kicherte. Und auf den Boden zeigte. Vor dem Bett, gleich hinter der Tür lag einer der Muscheln, die sie am Vortag aufsammelte und über die wir schon Scherze machten, dass sie ja eventuell noch bewohnt sei.

„Jaja, verarschen kann ich mich selbst immer noch am besten“ war verständlicherweise meine Reaktion, doch drehte Steffi den Spieß um. Ob ich sie verarschen wolle und die Muschel dahingelegt hätte. Hatte sie jedenfalls noch gedacht, bevor ich rein kam. Und die Muschel hochgehoben. Weil die Muschel sich aber gegen das Hochheben zur Wehr setzte und sich am Teppich festzuhaken versuchte. Weil das nicht klappte, verzog sich der Bewohner der Muschel schnell wieder zurück in die hinterletzte Ecke.

Das glaubte ich natürlich nicht und hob die Muschel selber an. So gerade eben konnte ich die Beinchen und einen Fühler entdecken. Johnny ist also vom Strand entkommen…

Na gut, dann bringen wir den Kleinen erstmal nach draußen an die frische Luft. Auf der Terrasse neben dem Pool sollte erstmal ein gutes Plätzchen sein. Die Mädels bereiteten ihm schon mal eine Pappschachtel, wo eine Tupperschüssel mit Wasser und etwas Sand rein kam. So würde sich Johnny sicher wohl fühlen. Und morgen fahren wir noch mal nach Dauphin Island und setzen ihn wieder der Freiheit aus.

Aber Moment! Wo ist Johnny? Ich hatte ihn doch hier abgelegt, direkt neben dem Pool…er wird doch nicht? Er ist! Ein kurzer Blick in den Pool, da war er. Hmmm, ob das Chlor im Pool ihm sooo gut bekommt? Wir wagten es zu bezweifeln und kurzentschlossen steckte ich meinen Arm rein und versuchte ihn rauszuholen. Leider verschätzte ich mich mit der Tiefe des Beckens an der Stelle und hatte ein nasses Shirt am Oberärmel. Dann halt mit Hilfsmitteln und rein mit ihm in die Box.

Ansonsten hielten wir es mit dem eingangs erwähnten Satz. Wir lagen den lieben langen Tag nur am Pool und erhebten uns nur kurz, um im Haus der Nachbarn eine kurze Besichtigung zu machen.

Wenn dort ein Haus verkauft wird, dann gibt es einen Tag, wo die Türen offen sind und jeder kommen und schauen kann. Die perfekte Gelegenheit für uns, ein typisch amerikanisch eingerichtetes Haus von innen zu sehen. Aufnahmen waren nicht erlaubt, weshalb ich Bilder schuldig bleiben muss.

Das Wohnzimmer war mit viel zu dunklen Holz möbliert, die Küche offen. Ein separates Esszimmer, wie man es aus alten Serien kennt. Ja, vielleicht sogar so in etwa wie bei den wilden Siebzigern, wo auch ein merkwürdiges Wohnzimmer und eigenständiges Esszimmer vorhanden ist.

Die Kinderzimmer waren auch auch sehr ähm… deutlich. Während das Zimmer der Tochter in rosa gehalten mit lauter Herzchen, Glitzer und so Zeugs war, hatte das Zimmer des Jungen Harry Potter, Raumschiffe und Football an den Wänden.

Irrwitzigerweise war an der Hausfront ein Balkon…ohne Zugang. 😯

Nach dieser Anstrengung war wieder Pool angesagt.

Und Grillen auch wieder. 🙂

Ich gebe zu, so ganz ruhig auf dem Hintern haben wir dann doch nicht gesessen. Nein, wir haben uns sogar körperlich in geradezu sportlicher Art und Weise betätigt. Wir haben Tischtennis gespielt.

Und das taten wir bis es zu dunkel wurde… 🙂

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Düstere Fundstücke (11)

Es ist wieder so weit. Lehrreiches und auch spaßiges aus der Rubrik Fundstücke.

wie sage ich dass sie nicht zur hochzeit eingeladen ist

Ganz einfach. Schick ihr eine Einladung zum Polterabend. Wenn sie nicht auf den Kopf gefallen ist, merkt sie, dass sie bei der Hochzeit nicht erwünscht ist.

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arbeitsschlüssel verloren wer zahlt

Kommt darauf an: Hier kommt es auf den Berufszweig an, da es spezielle Versicherungen gibt. Wenn man nicht versichert ist, dann zahlt man selber. Ausgenommen, wie immer, ist vorsätzliches Verhalten. Ein kleiner Überblick findet sich hier.

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kann ich ins solarium wenn ich mich am vorabend eincereme

Öhm, kommt darauf an, womit man sich einceremt…Butter wäre nicht sooo angebracht. Hier kann man sich gut darüber informieren.

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gibt’s den kegelsport noch?

Ja, in der Tat. Es gibt ihn noch. Wobei die Betonung auf „noch“ liegt. Wenn man Anfang der Achtziger geboren ist und dann zur Jugend gehört, kann man sich ausrechnen, wie lange es den Kegelsport noch geben wird…

Nichtsdestotrotz sind junge Menschen gerne willkommen. Wir trainieren Donnerstags ab halb acht im Hotel Goldenstedt. Und der SKV Delmenhorst bietet auch ein spezielles Training für Jugendliche an.

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hurricans im april 2011 in alabama fairhope

Hurrikans im April sind höchst selten. Sie treten vorwiegend zwischen Mai bis Dezember auf, wobei die Hurrikansaison erst im Juni anfängt und Ende November endet. Siehe Wikipedia.

Wahrscheinlich wurde nach Tornados gesucht. Im Gegensatz zu Hurrikans können sich Tornados überall bilden, auch (und gerade) über Land. Tornados haben keine richtige Saison, treten jedoch vermehrt im Frühsommer auf. Dabei haben es die kürzlich in Alabama und den benachbarten Bundesstaaten aufgetretenen Tornados schon in die Wikipedia geschafft.

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Nach der Hochzeit-Check

Nach so einer Hochzeit gibt es viel zu tun. Zum Beispiel Flittern.

Leider stehen noch andere Aufgaben an, die nicht im Ansatz so angenehm sind, wie es eine Hochzeitsreise ist. Besonders für denjenigen, der den Namen des Partners angenommen hat. Darum eine Checkliste. Wem noch was einfällt, bitte in den Kommentaren ergänzen.

Namen ändern bei:

Der Bank? Check

Führerschein? Nicht nötig, aber da bei mir eh ein falscher Name eingetragen war (was jahrelang niemandem auffiel), habe ich das mal gemacht. Also Check

Krankenkasse? Check

Kreditkarte? Check

Mietvertrag? Nicht nötig, also Check

Personalausweis? Check

Fahrzeugschein? Check

Fahrzeugbrief? Check

Arbeitgeber? Check

Handyvertrag? Check

Telefonanbieter? Check

Internetanbieter? Derselbe, also Check

GEZ? Check

ebay, amazon und Konsorten? Check

Zeitschriftenabonnements? Check

Stromanbieter? Check

Sportverein? Check

Emailadresse? Check

Versicherungen (Lebensversicherung, Rentenversicherung, Autoversicherung)? Termin mit dem Versicherungsberater unseres Vertrauens nächsten Dienstag.

Ihr seht schon, ich war die letzten Tage nicht untätig. Es liegen noch andere Dinge nach einer Hochzeit an. Dankeskarten schreiben, Rechnungen bezahlen oder den nächsten Urlaub planen zum Beispiel. Da ich aber mit der Rennerei für die Ummeldung ausgelastet genug bin, macht Steffi den Rest. Fairer Tausch, oder nicht? 😉

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Nette und weniger nette Geschenke

Drei Tage ist nun mein 35. Geburtstag her…

Viele Wünsche wurden mir erfüllt, ob bewusst oder unbewusst.

Bewusst gewünscht habe ich mir z.B. einen Ninja Regenschirm (Amazon-Partnerlink), auf den ich vor ein paar Monaten dank Malcolm aufmerksam wurde. Und den mir meine Liebste geschenkt hat. Das geschmeidige Ziehen des Schirms muss ich zwar noch üben und meine Schultern müssen auch noch etwas breiter werden, weil der Griff um einiges links herausragt. Aber das wird schon. 😉

Unbewusst war die andere Überraschung von Steffi. Das Spiel Risiko im Buchformat (Ebenfalls Amazon-Partnerlink). Das Spiel mochte ich schon immer, auch oder gerade weil ich es nicht konnte. Besessen habe ich es noch nie. Aber das gehört dank meiner Liebsten jetzt auch zur Vergangenheit. 🙂

Unerwünscht war dagegen ein anderes Geschenk, welches ich mir selber machte. An meinem Geburtstag musste ich ja unbedingt zum angesetzten Sondertraining für die Dreibahn-Bezirksmeisterschaft. Das war der vierte Kegeltermin innerhalb von sechs Tagen. Nach dem ich fünf Wochen überhaupt nicht gekegelt habe…

Das Geschenk ist eine seitdem im Knie sehr schmerzhafte Reizung, welches durch den Betriebssporttermin gestern (Termin fünf in acht Tagen) nicht besser wurde. Und gleich ist der erste Durchgang unserer Klubmeisterschaft (Termin sechs in neun Tagen)…

Ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll. Aber dann sind ja zwei ruhige Tage bis Sonntag, wo ich dann meinen siebten Termin in dann elf Tagen überstehen muss. Die Dreibahn-Bezirksmeisterschaft. Wie gesagt, nach fünf Wochen absolutem Bewegungsmangel…

Mir habe ich aber auch noch gute Geschenke gemacht. Ein neues Handy, nebst einigem Zubehör.Das HTC Desire Z und dazu ein Ersatzakku, eine KFZ-Halterung, ein KFZ-Ladekabel und was Steffi auch freuen dürfte, eine Halterung fürs Fahrrad.

Und weil ich mit 35 Jahren auch mal wieder etwas mehr Sport in Form von Laufen machen will und mich das Handy mit seinen Äbs dabei unterstützen soll, habe ich noch ein Sportarmband und vernünftige Kopfhörer zum Laufen bestellt (alle vorangegangenen Links sind Amazon-Partnerlinks).

Aber das war ja noch nicht alles. Wie man sieht, gebe ich für allen möglichen Scheiß Geld aus. Deshalb, und weil man das mit 35 Jahren ruhig mal machen kann, habe ich mir eine umfassende Gesundheitsuntersuchung geschenkt, bei der ein großes Blutbild gemacht wird und mein Blut und Urin auf alle möglichen Sachen untersucht wird. Sollte man einfach mal machen. Und ab jetzt auch regelmäßig.

Das Dilemma des Kegelsports

Wo fange ich bei dem Thema bloß an?

In meinen letzten Beiträgen über die Spieltage unserer SG bin ich ja schon manches Mal mit dem Thema abgedriftet und habe meinen Unmut über die eine oder andere Gegebenheit des Kegelsports Luft gemacht. Nach der Siegerehrung bei der Vereinsmeisterschaft bin ich geradezu aufgeschreckt und in mir wuchs der Wunsch, das Dilemma des Kegelsports noch einmal kompakt zusammenzufassen.

Mitleser des Blogs, die zugleich auch Kegelfreunde sind, sind herzlich eingeladen, mitzudiskutieren. Aber der folgende Beitrag richtet sich nicht nur an Kegelfreunde. Ich bin sicher, der eine oder andere Punkt trifft auch auf andere Sportarten zu.

Rückhalt

Der Rückhalt des Kegelsports bezieht sich auf wenige Personen, die den Großteil ihrer Freizeit dafür opfern. Der große Teil ist die Herde der Gewohnheit. Man kommt zum Trainingsabend, man lässt die Spiele am Sonntag über sich ergehen. Und nimmt vielleicht noch an Meisterschaften teil. Feierabend.

Besonders deutlich empfand ich das während der Siegerehrung der Vereinsmeister. Da waren tatsächlich zwei mal die Drittplatzierten gar nicht anwesend, obwohl sie an dem Tag gekegelt haben. Nach dem Motto „ich habe nicht damit gerechnet, dass ich noch Dritter werde“ ist man dann gegangen. In einem Falle war sogar der Sportwart eines mir sehr gut bekannten Vereins unter den Vermissten…Ein Trauerspiel.

Viele weitere Aktive glänzten durch Abwesenheit, statt der Ehrung beizuwohnen. Wenn jemand einen Hof zu bewirtschaften hat oder Sonntags zur Arbeit muss, dann kann ich das noch nachvollziehen. Aber die Alterstruktur des Kegelsport weist viele Rentner auf. Und denen ist dann Kaffee und Kuchen wichtiger.

Sicher kostet der Kegelsport auch Zeit. Aber das tut Sport im Generellen immer. Es lässt aber in meinen Augen ein Mindestmaß an Respekt anderen gegenüber vermissen, wenn man einer Ehrung nicht beiwohnt.

Und plötzlich bekam die Aussage des Fotografen des lokalen Blattes und einiger Organisatoren, zwecks Fotos nach der Ehrung noch da zu sein, einen Sinn. Ich dachte echt, die wollten mich verarschen. Natürlich bin ich da, ich hau doch nicht gleich danach ab. Schade das andere es schon vorher taten.

Jugendarbeit

Und was wird unserer handvoll Jugendlichen für ein Signal gegeben? In unserem Verein bin ich mit fast 35 Jahren der jüngste Kegler. Mein Bezug zu Jugendlichen im Teenager-Alter wird nicht unbedingt besser. In anderen Vereinen sieht das nicht besser aus. Je zwei geehrte B-Jugendliche (bis 14 Jahre) bei den Jungs und bei den Mädchen, keine A-Jugend (14-18 Jahre) und zwei Juniorinnen (18-21 Jahre), das wars. Das ist unser Nachwuchs 2010/2011.

Die zwei B-Jugendlichen Jungs, die keiner Trendsportart nachgehen, sondern kegeln…was sind die für Repressalien in der Schule und ihrem Freundeskreis ausgesetzt? Vergessen wir nicht, dass Kinder grausam sein können. Ich habe es doch selbst erlebt. Und von unseren Jugendlichen Anfang der Neunziger sind zwei (!) noch heute aktiv. Damals waren wir ca. 10-15 Jugendliche. Die Chancen, dass die am Sonntag geehrten Jugendlichen also noch 2025 aktiv sein werden, sind verschwindend gering. Vor allem wenn nicht mal die Alten als gutes Vorbild den Ehrungen beiwohnen.

Spielsystem

Ein einheitlicher Spielmodus ist nicht existent. Das liegt zum Teil daran, dass die Mannschaften auf Bundesliga-Niveau nicht einen Deut von ihrem Spielmodus abweichen wollen, während in den unteren Ligen die Mannschaften gar nicht mehr so viele Spieler haben, wie nötig wäre. Das Ergebnis? Kuddelmuddel von oben nach unten. Jede Liga hat ihre eigenen Regeln bezüglich Spielort, Mannschaftsgröße oder Wurfzahl.

Überblick gefällig?

1. Bundesliga

  • Heim- und Auswärtspiel
  • 6 Kegler je Mannschaft
  • 200 Wurf je Kegler

Verbandsoberliga (neu gegründet ab 2011/2012)

  • Spiel an neutralem Ort
  • 6 Kegler je Mannschaft
  • 120 Wurf je Kegler

Verbandsliga (neue Bestimmungen ab 2011/2012)

  • Spiel an neutralem Ort
  • 5 Kegler je Mannschaft
  • 120 Wurf je Kegler

Verbandsklasse (neue Bestimmungen ab 2011/2012)

  • Spiel an neutralem Ort
  • 4 Kegler je Mannschaft
  • 120 Wurf je Kegler

Kreisebene

  • Spiel an neutralem Ort
  • 4 Kegler je Mannschaft
  • 100 Wurf je Kegler

Und bei den Damen sieht es wieder ganz anders aus. Verglichen mit dem Fußball wäre es in etwa so, als wenn in der Bundesliga mit elf Mann ein Hin- und Rückspiel über 90 Minuten bestritten wird. Ab der vierten Liga dann mit elf Mann nur 75 Minuten, ab der Bezirksliga mit 9 Mann 75 Minuten und auf Kreisebene nur noch mit 7 Mann 60 Minuten gespielt wird. Im Kegelsport ist das Usus.

Dazu muss man sagen, dass es aus der Not geboren ist. Wenn die oben spielenden Mannschaften sich nicht bewegen und die Basis wegbricht, dann muss man sich den Gegebenheiten anpassen. Und das tut für gewöhnlich immer erst die Basis. Ich bin gespannt, wie lange es noch dauert, bis diese Erkenntnis auch bei den Bundesligamannschaften gereift ist.

Zukunft

Praktisch nicht vorhanden. Punkt. Auf die Frage von Steffi, wie lange ich denn noch Kegeln will, antwortete ich:

„S0lange ich noch lebe. Oder solange es noch den Kegelsport gibt.“

Ich gehe momentan davon aus, dass letztere Option eher eintrifft. Nach optimistischen Einschätzungen wird es den Verein, in dem ich jetzt kegel in zehn Jahren nicht mehr geben. Wie gesagt, ich bin mit fast 35 Jahren der mit Abstand jüngste. Alle anderen sind zum Teil deutlich über 50 Jahre. Schon jetzt bildet die Altersgruppe über 60 Jahre die größte Fraktion im Kegelsport. Der Nachwuchs ist mangels Attraktivität des Sports praktisch nicht vorhanden.

Attraktivität

Und wo wir gerade dabei sind. Bemühungen, den Kegelsport attraktiver nach außen darzustellen, verpufften nahezu ungehört. Einige Bahnbetreiber renovierten ihre Bahnen für teures Geld, um so dem miefigen Hinterzimmerimage zu entkommen. Mit bescheidenem Erfolg.

Ein Werbefeldzug, mit dem Spruch, dass Kegeln eine „umwerfende Sportart“ ist, wurde zum Waterloo.

Entsprechend kann man die Voreingenommenheit der Kegler verstehen, als vor einigen Tagen bei einem Pokalspiel ein Fernsehteam anwesend war. Nach einem denkbar knappen Ausgang des Pokalspiels wurde entsprechend gefeiert und die Kamera hielt voll drauf, als ein großes Glas Bier rumging. Die Befürchtung, dass ausgerechnet das über den Äther geht und den Kegelsport wieder in eine bestimmte Ecke rückt, sind groß. Die Beteuerungen des Fernsehteams, die Unterschiede zwischen Hobbykeglern und Sportkeglern herauszustellen, wirkten auf mich zwar glaubwürdig. Aber wissen wird man das erst am Tag der Ausstrahlung.

Fazit:

Es braucht schon ein Wunder, den Kegelsport wieder zu einem Breitensport avancieren zu lassen. Hoffnung darauf haben die realistischeren Zeitgenossen unter uns keine mehr. In Zeiten, wo der Individualsport im Vordergrund steht und nur Sportarten wie Fußball oder Handball als Teamsport gesellschaftsfähig sind, wird der Kegelsport immer mehr an den Rand gedrängt. Dazu kommt der teure Unterhalt von Kegelbahnen.

Sicher hat der Mitgliederschwund auch mit der gesellschaftlichen Entwicklung zu tun. Und ich meine nicht nur demoskopisch. Früher war es noch üblich, in Gesellschaft einer körperlichen Ertüchtigung nach zu gehen. Heute, in Zeiten der neoliberalen Wirtschaftssysteme, wird das Prinzip des Stärkeren gefördert. Einzelgängertum kontra Teamgeist. Was auch das verstärkte Aufkommen der individuellen Trendsportarten erklärt. Vergleicht mal, wie viele davon Mannschaftssportarten sind…

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Schrottartikel

Wo wir gerade bei Schrott sind. Da fällt mir gerade ein, wie ich vor ein paar Tagen im Deutschlandfunk folgendes hörte:

„So meldet der Schrottartikelhersteller…“

Was bitte ist ein Schrottartikelhersteller? So ein Quatsch.

„Adidas…“

Ach, SPORTartikelhersteller. 😳
WikiLeaks

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Bewegung 01. November

Seit neuestem geht Steffi zusammen mit Antje zum Volleyball, um sich mehr zu bewegen. Und um mehr Zeit mit Freunden zu unternehmen. Und um den Alltag etwas mehr aufzulockern. Und um einen Sport zu betreiben, den sie früher gerne betrieben hat.

Glaub ich.

Jedenfalls wären das meine Gründe, Montags Abends Volleyball zu spielen.

Und so fragte ich Steffi, ob ich mal mitkommen könnte. Und ich konnte/durfte. 😉

Gestern war es dann so weit. In Ganderkesee treffen sich Montags Abends eine Gruppe zum losen Volleyball spielen. Keine feste Mannschaft, kein Ligabetrieb. Einfach nur um etwas Spaß zu haben. Und das merkt man den Damen und Herren auch an. Lockere Atmosphäre, freundlicher Umgang und der Spaß steht im Vordergrund. So kann man es aushalten.

Klare Sache, nächste Woche komme ich wieder. Mit Steffi und Antje. 🙂

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Am Arsch

Manchmal kommen Nachrichten so, wie man es gar nicht möchte. Aber genau so kommen sie.

Spoiler: Die nächsten Zeilen behandeln gesundheitliche Themen, die nicht jedermanns Geschmack treffen. Außerdem wird auf eine Internetseite verlinkt, die unappetitliche Bilder zeigen. Weiterlesen also auf eigene Gefahr.

Seit Monaten kämpfe ich nun schon mit einer Entzündung am Steißbein. Man könnte auch schreiben, in der Arschritze.

Vor zwei Monaten hatte mein Hautarzt mir eine Salbe mitgegeben, die Steffi ganz brav zweimal am Tag drauf schmiert und bepflastert. Leider ist es nicht besser geworden und bei der heutigen Routineuntersuchung meinte mein Arzt nur lapidar:

„Dann muss das wohl doch operiert werden…“

Meine Gesichtszüge entglitten sofort und haben sich seitdem nicht mehr beruhigt. Das liegt vor allem daran, dass ich bei Wikipedia mich schon mal über den Befund schlau gemacht habe:

Pilonidalsinus

Und deswegen hatte ich auch noch die Bilder im Kopf, als mein Hautarzt von der operativen Entfernung sprach…

Damit würde ich zwei Wochen ausfallen, was bedeutet:

– Kein Sitzen möglich

– Kein Sport, insbesondere Kegeln

– nur eingeschränkt Bewegungsfähig

– und wenn es ganz dicke kommt, auch noch einen Krankenhausaufenthalt.

Mehr werde ich dann am 11.11. erfahren, wenn ich beim Klinikum in Oldenburg meinen Termin habe.

Mitleid bitte….jetzt!

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