Was ich loswerden will (60)

aok füllt das sommerloch

Der kinderdok rechnet der AOK vor, auf wie viel Wochenstunden Arbeitszeit er als Kinderarzt kommt.

„und dann habe ich noch was vergessen:
mein angestellter kollege – der dank zulassungsstopp keinen eigenen kassensitz hat, weil: es gibt ja auch zuviele ärzte – arbeitet genauso viel wie ich.“

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Rechtsstaatsverdrossene drängen in Schulen

Roberto J. De Lapuente erklärt, warum ein Schauspieler und eine Ex-Verteidigungsministergattin nicht in Schulen für ihr Projekt werben sollten.

„Leute, die mit Kopf ab!-Rhetorik heiligen Zorn versprühen, sind auf ihre ganz eigentümliche Art für Kinder gefährlich. Sie gehören nicht an Schulen, sondern hinterfragt.“

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Von Sprachpanschern und Faktenpanschern

Anatol Stefanowitsch kommentiert die Wahl zum „Sprachpanscher des Jahres 2011“ und klärt über einige Hintergründe auf.

„Die Wahl des „Sprachpanschers des Jahres“ vom Verein Deutsche Sprache stellt mich jedes Jahr vor ein Dilemma: Darüber schreiben, und die vom VDS euphemistisch als „Schmähpreis“ bezeichnete Desinformationskampagne durch diese Aufmerksamkeit adeln, oder sie mit der Missachtung strafen, die sie verdient, und den Sprachnörglern damit die mediale Deutungshoheit über den Gebrauch von Lehnwörtern überlassen?“

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Innenminister Friedrich: 1000 islamistische Terroristen in Deutschland

Das Dossier in Person von Javob Jung übernimmt für BILD die Hintergrundrecherche, die in einem Interview mit dem amtierenden Innenminister erschreckende Zahlen übernimmt.

„Die Frage, aus welchem Grund man eine überbordende staatliche Kontrolle und Überwachung benötigt, wenn man die 20 konkret Verdächtigen ohnehin bereits kennt, wird von den BILD Redakteuren natürlich nicht gestellt.“

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Gaby Köster und der „seltsame Beigeschmack“

Warum Gaby Köster ein Anrecht auf eine Privatsphäre hat, versucht Stefan Niggemeier seinen Kollegen von der Journalistenzunft zu erklären.

„Und selbst wenn es so wäre, dass die ganze Informationswarenverknappung nur dazu gedient hätte, den Vermarktungswert zu steigern — wäre das nicht legitim? Gaby Köster hat sich den Schlaganfall ja nicht ausgesucht, um ihrer Karriere eine originelle Wendung zu geben.“

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Tugenden

Michalis Pantelouris beobachtet eine zunehmende Bigotterie bei den deutschen Politikern.

„Anstatt ihrer Verantwortung für die Bevölkerung(en) gerecht zu werden, tauschen Schäuble und seine Spießgesellen die Schicksale von Millionen Menschen gegen die Rettung von Banken – und deklarieren den Schmerz der Millionen verarmenden um zu einer Art spiritueller Reinigung.“

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Visumstheater

Lüdermann beschreibt ein Erlebnis mit der Ausländerbehörde. (Hier der erste, der zweite und der dritte Teil)

„Das Vorgehen dieser Behörde ist einfach nur widerlich. Ein Antrag, für den die Bearbeitungsgebühr sogar bezahlt wurde, wird 3 Monate nicht bearbeitet, am Ende redet man der Antragstellerin einen Rückzug ihres Antrags ein und lässt sie damit im Regen stehen! Und das ganze darf die Chinesin dann auch noch unterschreiben und sich wieder verkrümeln.“

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Homöopathie-Bullshit-Bingo

Zum Schluss noch etwas lustiges und was zum spielen. Damit man die immer wiederkehrenden Diskussionen mit Homöopathie-Spinnern auch mal interessant gestaltet. Das Homöopathie-Bullshit-Bingo!

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Soße (2)

Man hat schon beim vorherigen Beitrag erkennen können, dass ich zum Stichwort Soße noch mehr zu sagen habe. Und das habe ich auch.

In meinem Bekanntenkreis ist es bereits legen…moment…där, dass ich mich über die korrekte Aussprache des Wortes Soße echauffieren kann. Bin anscheinend auch nicht der einzige. Da werde ich schon mal auf der Arbeit angerufen, nur um mir mitzuteilen, dass derjenigewelche gestern Essen gekocht hat und dazu gab es ganz leckere Sose. Oder angeheiratete Verwandte mir das Wort gerne mal unter die Nase reiben.

Deswegen hier noch mal in aller Deutlichkeit: DAS HEIßT SOßE, IHR SUPPENTÜTEN!!! (Hmmm, kommt großgeschrieben jetzt nicht sooo zur Geltung…)

Das Wort stammt aus dem französischen (Sauce) und wie man hinter dem Link schon unschwer erkennen kann, wird es mit einem harten ’s‘ ausgesprochen. Und nicht mit einem butterweichen ’s‘! Ich mein, wie scheiße klingt das auch?! Sose…sagt doch kein normaler Mensch…

Zum Glück gibt es das Internet, dass mir beisteht und auch Hörbeispiele liefert. Und jetzt: Hinsetzen und üben, bitte!

Übrigens: Die Kellnerin hat es richtig ausgesprochen. 😉

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Flittern in sweet home Alabama (3) – Von Eichenhäusern und Weihnachten

Das frühe Aufstehen kannten wir ja bereits. Und auch das Cousinchen war schon wieder auf. So konnte mit einem ausgiebigen Frühstück der Tag wieder ordentlich begonnen werden.

Danach ging es ins Oakleigh House, an dem wir bereits bei der Rundfahrt am Vortag vorbei kamen. Susanne kannte es selbst auch noch nicht und wir zeigten uns durchaus interessiert. Also fuhren wir gemeinsam nach dem Frühstück dort hin.

Dort wurden wir von einer freundlichen älteren Frau empfangen, die in einem typischen Outfit des 19. Jahrhunderts gekleidet war. Ihr Englisch war glockenklar und somit war es kein Problem für uns, ihren Ausführungen zu folgen. Von einigen Vokabeln mal abgesehen. 😉

Und ihre Ausführungen waren sehr lebhaft, was durch die gut ausgestatteten Räume noch verstärkt wurde. Zuerst wurden wir in das Leben der Bediensteten eingeführt, die ihr Haus etwas abseits hatten, das sogenannte Cooking House.

Danach erfuhren wir über das Leben der Besitzer des Oakleigh House und dessen bewegten Geschichte. Nach eindreiviertel Stunden waren wir um einiges schlauer. Und auch wir konnten ihr was beibringen. Denn in einem der Zimmer waren Handarbeiten ausgestellt, wo auch etwas geklöppeltes Tuch lag. Kennt man heute auch nicht mehr wirklich in Deutschland, aber Susanne erkannte die Technik und erzählte der guten Frau, wie es richtig ausgesprochen wird. Womit sie dann doch Schwierigkeiten hatte. Es gibt einfach keine Umlaute in der englischen Sprache. 😉

Wir als Deutsche hatten auch so ein bisschen den Exotenbonus, wobei wir nicht die ersten Deutschen dort waren (und hoffentlich nicht die letzten). Aber als sie uns einen Teddybären zeigte und uns fragte, wie denn der Bär bei uns hieße („Na, Teddy.“), fragte sie uns gleich auch, ob wir wüssten, warum er denn Teddy heißt.

„Na, wegen dem Präsidenten Theodore „Teddy“ Roosevelt.“

antwortete ich.

Ab da hatte ich, glaube ich, einen Stein im Brett bei ihr. 😉

Wie gesagt, eine sehr schöne und lehrreiche Führung. Und für sieben Dollar geradezu ein Schnäppchen.

Danach ging es dann weiter in östliche Richtung, auf der I-10 über die nördliche Mobile Bay. Bevor wir über die Bay fuhren, bog Susanne noch ab und wir fuhren parallel zur Interstate an der Bay längs, wo wir das Schlachtschiff „Alabama“ zu sehen bekamen.

Danach ging es dann aber wirklich auf der I-10 über die Bay und kaum das wir diese überquerten, ging es auf dem Old Spanish Trail (nicht DEM Old Spanish Trail) südwärts, wo wir gleich wieder links abbogen auf eine Tankstelle. Nanu, wir waren doch erst gestern tanken. Verbraucht ihr Wagen so viel?

Mitnichten. Wir nutzten die Tankstelle nur als Durchfahrt, um zum Gator Alley zu kommen. Dort leben direkt unter der Autobahn wilde Alligatoren, die man bestaunen kann. Das Glück hatten wir aber nicht gepachtet und konnten nur von weitem ein paar Handtaschen Alligatoren bestaunen.

Während wir also unter den Hauptstraßen rumliefen, lernten wir gleich mal die amerikanische Freundlichkeit kennen. Uns kam ein Mann mit seinem Hund entgegen, der uns erstmal grüßte.

M: Hi. How are you?

W: Fine. How are you?

M: Fine.

Nach diesen für Amerika typischen Floskeln, selbst der Radiomoderator begrüßt seine Zuhörer so obwohl ihm keiner antwortet ;-), erzählte uns der Mann, dass wir etwas zu früh nach Alligatoren schauen. Der Wasserstand wäre im April noch etwas zu hoch und so sind die Tiere noch gut versteckt. Wir sollten mal im Mai oder Juni wiederkommen, dann wären mehr Sandbänke und die Alligatoren dann gut zu sehen.

Schade, dass wir noch im April wieder nach Hause reisten. 😉

Nach dieser kurzen Exkursion ging es auf eine längere Exkursion. Wieder rauf auf den Old Spanish Trail Richtung Süden in den kleinen Küstenort Fairhope. Dort schlenderten wir die kleine und hübsch gemachte Hauptstraße entlang und guckten in die Schaufenster der dort ansässigen Läden. Bei einem Laden blieb es nicht beim von draußen reinschauen, da mussten wir einfach rein. Einen Weihnachtsladen.

Bei der Gelegenheit haben wir gleich ein Mitbringsel für meine Großeltern geholt, die an ihrem Tannenbaum sich Sachen hängen, mit denen sie was persönliches verbinden. Und das können sie dann in diesem Jahr mit unserem Mitbringsel. 🙂

Zwischendurch stärkten wir uns mit einem Sandwich und stöberten noch durch diverse Läden, bis wir uns dann aufmachten und an den Pier von Fairhope haltmachten. Dort konnte ich mal gleich meine magischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. 😉

Danach ging es dann wieder die über 30 Meilen nach Hause (ein Katzensprung), wo ich ganz heiß darauf war, endlich den Pool auszutesten.

Jetzt spreche ich mal kurz ein Thema an, dass ich bis jetzt ausgeblendet hatte. Das Wetter. Bei unserer Ankunft war es knapp über 20 Grad (73 Fahrenheit) und so hatte der Pool nicht wirklich die Möglichkeit, sich aufzuheizen. An unserem Tag in Fairhope war es bescheidene 24 Grad (80 Fahrenheit), aber auch wenn es in der Sonne gefühlt wärmer war, der Pool blieb bei gerade 19 Grad stehen.

Viel zu kalt? Nicht für mich, schließlich war ich schon in einem (gefühlt eiskalten) Vulkansee reingehüpft und sofort wieder raus schwimmen. Ich also rein, verdammt war das kalt. Ein entspannendes Planschen im Pool ist was anderes. Aber ich war drin gewesen. 🙂

Abends habe ich neben der Poolaktion noch einen Fehler gemacht. Ich habe den Ventilator nicht runtergestellt und habe die halbe Nacht unter einem viel zu schnell drehenden Ventilator verbracht. Und mir damit für die folgenden Tage eine gute Ausgangsbasis für eine kleine Erkältung geschaffen.

BlaBlaBla

Na, auch genervt vom ständigen BlaBla? Von unstrukturierten Beiträgen, die in Eurem Feedreader auftauchen?

Wäre es nicht toll, wenn Blogautoren gelegentlich ihre Beiträge prüfen lassen würden, ob ihre Beiträge relativ sinnvoll sind oder einfach nur BlaBla? Damit wenigstens die gröbsten Schnitzer auffallen und nicht online gehen.

Dann wüsste ich da was. Den BlaBla-Meter.

Der BlaBla-Meter prüft Beiträge bis 15.000 Wörter auf sprachliche Merkmale, darunter auch den Nominalstil (ich habs bei Wikipedia gelesen, aber nicht verstanden…) und übermäßigen Gebrauch von Phrasen.

Ich finde es ganz toll und das nicht nur, weil meine Hochzeitsrede einen Wert von 0,1 bekommen hat. 😉

(Via Sahanya)

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