Hochzeitscheck

Heute in fünf Wochen werden wir bereits als verheiratetes Paar in Amiland sein. Das heißt in 22 Tagen wird gepoltert, in 32 Tagen wird standesamtlich, in 33 Tagen kirchlich geheiratet. Zeit für eine Checkliste.

Polterabend organisiert: Check

Standesamt: Check

Essen reserviert: Check

Kirche reserviert: Check

Gaststätte reserviert: Check

Anzug: Check

Hochzeitskleid: Check

Schuhe: Check

Ringe: Check

Tanzkurs absolviert: Check und zum Fortgeschrittenenkurs angemeldet (höre ich da „Streber“-Rufe?)

DJ organisiert: Check

Essen für die Feier bestellt: Fail, Termin am 05.03.

Gespräch mit Pastor: Fail, Termin am 19.03.

Flugtickets für die Flitterwochen: Check

Reisepass beantragt: Check

Hab ich was vergessen? Ganz sicher habe ich was vergessen. Aber das kann meine Verlobte ja noch ergänzen. Oder ihr in den Kommentaren. Ich für meinen Teil schaue mir jetzt gleich die Sendung „Alle Neune“ im NDR an. Und warte auf Ergänzungen der erfahrenen Eheleute.

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Flitterball im Schützenhof

Am 28.11. waren Steffi und ich mit ihren Eltern, der Schwester nebst Mann und seinen Eltern zum Flitterball in Jever. Zufälligerweise fand der im Schützenhof statt, was für uns eine prima Gelegenheit war, unsere zukünftige Hochzeitsfeierlocation näher auszukundschaften. 😉

Die Karte kostete 28 Euro pP., was ich für recht teuer empfand. Es relativiert sich aber, wenn man bedenkt, dass

  • Essensbuffet
  • Liveband
  • Mitternachtstorte
  • ein Süßigkeitenstand
  • ein Kosmetikstand
  • Darbietungen einer Tanzschule

inklusive waren. Nur Getränke liefen noch mal separat, was aber nicht so wild war, wie ich finde. Und die 28 Euro habe ich locker am Süßigkeitenstand wieder reingeholt. 😉

Steffi und ich hatten vor dem Termin noch „fleißig“ den Discofox geübt und so konnte ich wenigstens den Grundschritt halbwegs flüssig, was ich dann den Abend über jedem zeigte, der es riskierte wollte. Ich behaupte mal, ich war gar nicht soo schlecht. Was aber immer auch an der Musik liegt. Ein ganzes Pur-Medley kann und will ich nicht durchtanzen…

Apropos Musik. Die Band (The Tramps) war wirklich gut. Nach meinem Empfinden. Das einzige was nervte, war die Tatsache, dass die Band nur jeweils drei Lieder am Stück spielte. Das heißt, wenn man gerade so richtig in Tanzlaune war, konnte man auch schon wieder von der Tanzfläche runter, weil die Band ein Päuschen machte. Sicher ist es auch anstrengend, einen ganzen Abend lang Livemusik zu spielen. Aber wenn sie fünf Lieder am Stück gespielt hätten, würde ich nichts dagegen sagen. Drei Lieder sind einfach zu wenig.

Ach ja, noch ein Manko, an dem wir aber selber Schuld waren. Wir saßen mit unserem Tisch in der Nähe des Eingangs. Was bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt ein Problem ist, wenn die Raucher diesen Eingang häufig nutzten. Oder die Toilettengänger und somit die Zwischentür, die etwas Kälte zurückhielt, oft auf war.

Aber das haben wir uns für die Hochzeit gemerkt. Sollte Anfang April das Wetter noch nicht so mitspielen und draußen mehr Schneewetter sein, werden keine Tische in der Nähe des Eingangs sein. Aber bei ca. 70 Gästen wird das auch nicht nötig sein. 😉

WikiLeaks

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Das geschwungene Tanzbein

Gut das man mit Kollegen auch Spaß haben und Feiern kann. Komischerweise bin ich, wenn ich mit denen unterwegs bin, wie ausgewechselt. Ich behaupte mal, selbst Steffi würde mich dann nicht wiedererkennen. Warum ich nur dann so extrovertiert bin? Ich weiß es nicht.

Auf jeden Fall sollte es gestern über den Freimarkt gehen. Leider ist zu Freimarktzeiten, der Bremer weiß es, das Wetter meist schlecht. So auch gestern. Nach den Bier und Wurst“gelage“ am Bayernstand gegenüber der Achterbahn sollte eigentlich noch die eine oder andere Karusselfahrt anliegen. Diese wurde aber kurzerhand wegen Platzregens gestrichen und wir flüchteten ins Hansezelt.

Dort war DJ Fredi gerade am Party machen, bis er für die Free Steps die Bühne frei machte. Meine leichten Fröstelattacken bekämpfte ich mit gemein hin bekannten Körperzuckungen, was ich wiederum tanzen nenne.

Die Free Steps waren gar nicht so schlecht, spielten die gecoverten Stücke wirklich gut. Nur kam es mir so vor, als wenn sie keine Ausdauer hätten. Nach ein paar Stücken war wieder DJ Fredi am Start. Irgendwann tauchten wieder die Free Steps auf der Bühne auf, aber wieder viel zu kurz nach meinem Empfinden…

Während dieser Zeit vertrieb ich mir also mit rhythmischen Bewegungen die Zeit, die so schnell verging, dass ich mir nicht mehr so sicher bin, ob die Band wirklich nur immer so kurz gespielt hat oder die Zeit wie im Tanz Flug verging…

Um elf Uhr machte dann das Hansezelt wie immer dicht und wir strömten, mit dem Hintergedanken, dass die Halle 7 freien Eintritt gewährt auf dem kürzesten Weg dort hin. Wir also rein und wer stand da live und in Farbe auf der Bühne? Die Atzen

Ähm ja…Nun hatte der Alkohol mit seiner bekanntlich Intelligenz fördernden verringernden auslöschenden Wirkung bereits sein vollstes Potential bei mir entfaltet. Also hüpft man einfach mit…

Nach einem Lied (dem wohl bekanntesten) war dann aber schon Schluss mit den Jungs. Was auch in Ordnung war, denn jetzt betrat ein Haufen Mädels die Bühne, die – wie formulier ich das? – in irgendwas gekleidet waren, die entfernt an Müllsäcke erinnerten.

Als sie so loslegten, waren die noch übrig gebliebenen Kollegen kaum noch zu bewegen, den Mund zu zumachen. Abgesehen davon, dass die Musik sehr gewöhnungsbedürftig für die meisten war – und ich sie, wie sollte es anders sein, geil fand – waren es die Texte, bei denen man seinen Ohren nicht trauen wollte.

„Zieh Dein Oberteil aus, zieh Deine Hose aus. Ich will Dich nackt sehen. Und dann machen wir es die ganze Nacht.“

Ja klar, aus dem Alter bin ich raus, dass ich das noch glaube, wenn mir ein Mädel sagt, sie will es die ganze Nacht machen. Heia, oder was? Und das ging Lied für Lied so. Jedenfalls kam es uns so vor. Wobei ich die Musik, ich wiederhole mich, echt gut fand. Sogar unser Geschäftsführer war vom Sound angetan, was er heute im nüchternen Zustand auch noch mal bestätigte. Aber die Texte…

Wenn sie ins politische gegangen wären, ich wäre sofort dabei gewesen. Wobei die Halle 7 während der Freimarktszeit nicht die richtige Umgebung für politische Musik ist…

Während des vierten Liedes entschlossen wir  spontan, das Weite zu suchen. Also die jeweils heimische Burg aufzusuchen.

Heute erfuhr ich dann von einer Kollegin, die keine Ruhe wegen der Mädelsband fand, wer diese Girliegroup ist. Und erinnerte mich sofort an einen Beitrag von Rene. Denn der Name blieb haften. Weil ich mir dachte: Bei dem Namen geht es doch nur um Provokation. Ich sollte mich, dass bewiesen die Texte, nicht irren. Aber die Musik… 🙂

Ach ja, der Name der Band: The toten Crackhuren im Kofferraum aka The t.C.h.i.K.

Und das war das erste Lied:

Reiterball aus Sicht des Antisportlers

Stefan hat den Samstagabend ja schon sehr gut beschrieben, doch will ich es mir trotzdem nicht nehmen lassen, aus Sicht des Anti -Wasser – Trinkers ein paar Zeilen zu schreiben.

Ja, irgendwie waren wir schon um 19.30 Uhr da, weil mir irgendjemand (böser Blick an meine Reitlehrerin) sagte, wir sollen besser zeitig da sein, die Plätze seien begrenzt. Alles leer, als wir reinkamen. Nach der Begrüßungsrunde am mittleren Tisch, der als einziger etwas voller war und ich nur drei Leute kannte, bin ich mal zu Jana rübergewackelt. NEIN, nicht meine ExLiMiWo und Freundin Jana, sonder unser Kücken aus der Reitrunde. Als ich sie fragte, ob die Plätze neben ihr frei seien, gabs erstmal ne Klatsche.

J: Ähmmm… also, hier jetzt sitzt schon jemand… also, das wird hier auch so der junge Tisch… , …aber ihr könnt euch natürlich trotzdem dazusetzen    😆

Kurz verblüfft, machten sich Stefan und ich zum nächsten Tisch, wo wir halt unsere direkten Sitznachbarn nicht kannten. Doch man guckt sich ja um, und da entdeckte ich Hanni und Tammo und dann hatten wir Gott sei Dank auch unseren Platz für den Abend gefunden. Und ich behaupte mal zu wissen, dass das wohl der beste Platz überhaupt für uns gewesen ist.

Wie Stefan schon schreibt, bei den beiden hat man wirklich keine Probleme Gesprächsthemen zu finden. Und je mehr das gute Nass floss, desto lockerer wurde die Zunge. Nachdem ich vom Alster zu Bier überging, mir das aber auch nicht zusagte, blieb ich wie immer beim Charly hängen. Den Sekt hab ich schlauerweise verwehrt – war aber auch trockener 🙂

Naja, im Laufe des Abends kam dann auch die Tanzwut bei den Mädels (wenn man Frauen im Alter von 35 – 40 noch so nennen darf), die Power von jungen Mädels hatten sie allemal. Also zogen sie mich bei den unmöglichsten Lieder auf die Tanzfläche und bei den echten Highlights wieder runter . Zu meiner Schande, kann ich nun den Text vom „roten Pferd“, den Tanz zu „Cowboy und Indianer“ uvm.  Bei vielen Liedern kam bei mir erst der Aha-Effekt als der Refrain gesungen wurde (Hey, was geht ab? wir feiern die ganze Nacht – die  ganze Nacht!).

Bei dem Medley von PUR war ich nun leider die erste Hälfte auf der Toilette und als ich zurückkam, saßen die Frauen doch tasächlich am Tisch anstatt zu tanzen. Meinen Unmut tat ich auch gleich mal kund und wurde auch gleich mit einer Tanzreihe zu Michael Jackson, Peter Fox etc. versöhnt Put your fingers in the air

Alles in allem hatten wir die 5 Std. ne Menge Spaß, ne hohe Stimmbänderbelastung, ordentliche Lachfalten und niemals ein leeres Glas.  Ich bin zufrieden und hab im Anschluß die Gunst des Zurechtmachens von Outfit und Haaren ausgenutzt und gleich noch ein paar Fotos von mir und Beule machen lassen.

Ach ja, kleiner Nachtrag: Nicht etwa meine absolute Sehnsucht hat mich an dem Abend aus der Festhalle ins Restaurant zu meinem Schatzi getrieben, sondern die Hoffnung auf einen kleinen Happen Bratkartoffeln und eine Ecke Schnitzel. Aber da kam ich wohl umsonst, weil zu spät. Dabei weiß ich doch , dass mein Spatz nicht langsam isst .

Nun gut, dafür hat er mir auf dem Heimweg eine Runde Formfleisch bei Mäckes ausgegeben (von meinem Geld) -scratch head-

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Ich bin Sportler

Gestern Abend waren Steffi und ich auf dem Reiterball ihres Reitstalls Pundt und einem befreundeten Reitervereins aus Bremen bei Schierenbecks. Unsere Lust hielt sich anfangs, wie immer eigentlich, in Grenzen. Und wie immer wurden wir eines besseren belehrt und hatten richtig Spaß.

Um kurz nach halb acht kamen wir an und setzen uns zu Tammo und Hanni, die alleine an einem großen Tisch saßen. Zwischen uns ließen wir noch Platz, weil die beiden auch noch auf gute Bekannte warteten. Da ich heute noch kegeln musste durfte, entschied ich mich für Wasser (eine ganze Flasche) und Steffi wechselweise für alkoholisches.

Mit Tammo verstand ich mich auf Anhieb prima, was bei mir eher ungewöhnlich ist. So kommunikativ bin ich Fremden gegenüber nicht wirklich und auf Partys, wo die Musik sehr laut ist, nehme ich eher spärlich an Gesprächen teil. Aber Tammo verstand es ausgezeichnet mich einzubinden.

Essen gab es seperat im Restaurant, wo Tammo und ich auch recht bald hinströmten. Während unseres Schnitzels tauchte dann auch sein Freund Roland (oder Ronald?) auf. Ebenfalls ein freundlicher Zeitgenosse. Durch die lange Zubereitungszeit des vorzüglichen Schnitzels tauchte irgendwann auch Steffi auf, um nach uns zu schauen. Sie vermisste mich halt. :mrgreen:

Als wir dann zurückkamen, war der Saal gerappelt voll und die Stimmung fing an zu kochen. Wahnsinn wie die abgingen. Steffi stellte mich noch Cynthia vor, der Frau von Roland, die wiederum mit Hanny fleissig dabei war, die Sektflaschen zu leeren. Das Angebot ein Sekt mitzutrinken musste ich „leider“ ablehnen, was Tammo veranlasste, bei jedem Angebot darauf hinzuweisen:

„Du bist ja Sportler.“

Richtig, das bin ich. Und ich nehme das auch sehr ernst.

Zwischendurch wurden von den Männern Flaschen mit Wodka/Waldmeister rumgereicht. Die Frauen und die Männer machten sich die Pinnecken voll und als die neu hinzugekommenden Beate mir eins reichen wollte, sprang Tammo in die Bresche und sagte:

„Du kannst ja nicht. Du bist ja Sportler.“

Und das ging bei jeder Runde so. Und es waren viele Runden. Ich schmollte innerlich, hoffte aber, dass ein guter Spieltag dafür entschädigt (was er auch tat). Und ich fasste den Entschluss: Das kommt ins Blog, mein Lieber.

Um halb eins ging es dann auch nach Hause, als die Stimmung am besten war. Steffi wäre sicher gerne auch länger geblieben, aber wir waren so kurzsichtig und hatten nur einen Schlüssel mitgenommen…

Aber bei der Druckbetankung war es auch nicht sooo verkehrt, zu gehen, bevor es schlimmer kommt. 😉

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