Cuba Libre

Wenn ich an fünf aufeinander folgenden Tagen Cuba Libre trinke, dann

– habe ich entweder Urlaub und lasse etwas Urlaubsfeeling in mir aufsteigen

– oder es gibt bald wieder Havana-Club im Angebot…

Oder beides! 😉

Werbeanzeigen
Veröffentlicht in Alltag. Schlagwörter: , . 2 Comments »

The Million Dollar Quartet

Ich will hier ja nicht auf die Kacke hauen, oder so. Aber dort wo auf dem Bild Johnny Cash steht, standen mein liebes Mädel und ich vor ca. einem Jahr auch. Direkt vor diesem Bild, dass da mittlerweile hängt.

(Via This Is Not Porn)

Veröffentlicht in Bilder. Schlagwörter: , , , . 2 Comments »

Ein Jahr ist schnell vorüber…

und da kein Regen fällt*, werte ich das mal als Zeichen für ein gutes Jahr, dass Steffi und ich mit dem heutigen Tag verheiratet sind.

Ein schönes Jahr, dass mit einem wunderschönen Urlaub nach Amerika begann und mit dem Geschenk des Lebens zuende ging. Und ich habe fast keine Sekunde bereut, diese Frau geheiratet zu haben.
Da wir zwei Hochzeitstage haben, konnten wir es flexibel handhaben, wann wir Essen gehen. Wir haben uns für gestern entschieden, weil Steffi heute bei ihrer Schwester war. Gegessen haben wir im Innside, dass zufällig auch im Cityfortwo-Heft vorhanden war.
Reserviert hatten wir ein paar Tage vorher, aber das war nicht nötig, denn wir hatten freie Platzwahl. Worauf wir bei der Reservierung aufmerksam gemacht wurden, war die kleine Karte, die am Sonntag Abend zur Verfügung steht. Kein Problem, da werden wir schon was finden. Was wir dann schnell herausgefunden haben, war der Umstand, dass die Speisekarte, die online zu besichtigen ist, von der Karte, die man dann in den Händen hält, stark abweicht. Um es mal vorsichtig zu formulieren. Die kleine Karte war dann eine Seite aus der Speisekarte, was kein Problem ist, wenn da nicht Bratwurstschnecke, Labskaus und Knipp als erstes gestanden hätte. Das hatte sich Steffi etwas anders vorgestellt und wenn sie gesagt hätte, „wir gehen ins El Mundo“, dann hätte ich das verstanden.
Wir blieben aber sitzen und entschieden uns für den Holzhafen-Burger (ich) und dem Putenbaguette. Und bereuten es überhaupt nicht, dageblieben zu sein. Das Essen passte perfekt zum Hochzeitstag, bzw. den auf die Hochzeit folgenden Flitterwochen. 😉

In der Zwischenzeit kämpfte mein Vater mit den Tücken der modernen Technik, hier in Form des Cooltwister, der dafür sorgt, dass abgekochtes Wasser abgekühlt wird, damit Babys nicht so lange auf ihr Fläschchen warten müssen. Sein Enkel ist aber nicht verhungert und schlief bei unserer Rückkehr friedlich in seinem Arm. Und weil er sich so lieb verhalten hat, durfte er es sich noch im Bett seiner Erzeuger gemütlich machen und mit seinen Eltern den Tatort schauen. Der gestern pünktlich zum 31. Geburtstag der Einstürzenden Neubauten als musikalische Untermalung Arbeiten von Rudolf Moser enthielt. Und die war besonders stimmungsvoll, wie ich fand. Und besonders interessant für Sash: Die Handlung spielt im Berliner Taxi-Umfeld. Naja…der Ermordete war Taxi-Unternehmer…

* Wer das Lied von der Münchener Freiheit kennt, weiß was gemeint ist. Wer es nicht kennt:

Solange man Träume noch leben kann

Wieder im Netz

Der 13.12. markierte den Tag, an dem wir wieder ins Netz der Netze gelassen wurden. Diesmal brauchte ich mir keinen Tag freizunehmen, denn Steffi und ich hatten Urlaub.
Gegen 9 Uhr war dann der Techniker, es war übrigens ein anderer, vor Ort und stellte dasselbe Problem fest, wie noch zwei Wochen zuvor sein Kollege. Doch dieser stellte noch eine wichtige Frage:

„Gibt es im Haus noch mehr Anschlussdosen?“

Jau, hinter dem großen schweren Sofa im Wohnzimmer. An dem bekam er auch das Signal und ließ uns dann mit unserem Glück alleine. Nun wollten wir aber eigentlich das Modem im Arbeitszimmer haben. Per WLAN und dem Netbook konnten wir uns zwar behelfen, aber so jans dat Jelbe vom Ei war das nicht.
Hier sprang dann Uwe in die Bresche, der mich heute morgen gerade noch erwischte. Ich saß bereits im Auto, der Motor an, Rückwärtsgang eingelegt, als ich das Handy hörte und Uwe darüber sinnierte, was es doch für ein schöner Mittwochmorgen wäre. Er schickte jemanden vorbei, der meine Pfuscharbeit verbesserte. In den vergangenen zwei Wochen zwischen dem 13. und dem heutigen Tag klemmte ich zwei Kabel an den ersten TAE und verband das zweite TAE im Arbeitszimmer mit zwei weiteren Kabeln.

Was ich nicht wusste und der vorbeigeeilte Elektriker mithilfe verschiedener Messgeräte entdeckte, war die Tatsache, dass noch zwei weitere Anschlüsse erst mit Brücken bestückt werden mussten, damit das Signal bis zum Arbeitszimmer kam. Dort steht jetzt das Modem und endlich kann ich auch wieder am Schreibtisch ein Youtube-Video schauen.

Veröffentlicht in Alltag. Schlagwörter: , , , , . 3 Comments »

Was wir Sonntags machen

Wenigstens das dicke schwarze haben wir nicht zu befürchten. Denn wir haben eine Woche Urlaub. 🙂

(Via Graphitti-Blog)

Veröffentlicht in Bilder. Schlagwörter: , , . 1 Comment »

Urlaub (letzter Teil)

Nachdem wir durch die „national befreite Zone“ aka Sächsische Schweiz gefahren (auch im Sinne von Gefahr…) sind und den Schlenker über Rathen getan hatten, mussten wir erst ganz nach Dresden wieder zurück, um über die Autobahn Richtung Berlin fahren zu können. Steffi war vom Vortag noch reichlich erschöpft und schlief, während ich schöne touristische Highlights nicht anfahren konnte, weil sie schlief. Wie z.B. den Lausitzring.

Dafür kamen wir bereits gegen halb drei in Prieros an. Kurz vorm Ortsausgangsschild wurde rechts abgebogen, durch ein Wohngebiet gefahren und dann wieder rechts abgebogen. Über eine Brücke an einer kleinen Bootswerft vorbei und in den Wald hinein. Dort nach ein paar hundert Metern dann links auf einen Feldweg und noch tiefer in den Wald. Der Weg schlängelte sich durch den Wald und dieser wurde immer dichter. Plötzlich tauchte ein kleiner Schuppen auf und der Weg war mit Kopfsteinpflaster ausgelegt. Ab hier wurde der Tag zur Nacht und außer Bäumen war nichts mehr. Bis dann endlich das Haupthaus des Hotels auftauchte. Wenn jetzt mal keine Kettensägen-affine Familie rausgestürmt kommt…^^

Wir meldeten uns an und bekamen ein Zimmer im Haus „Star“. Wie der Vogel. Meine Befürchtung, kein Internet zu haben, bewahrheitete sich zunächst nicht. Das WLAN wäre frei nutzbar. Super, dachte ich. Bis wir in unserem Zimmer ankamen. Denn dort war kein WLAN-Station. Also surften wir fortan nur noch, wenn wir am Haupthaus waren. Also gleich nach der Ankunft. Denn dort gab es auch das Restaurant, und wir schnabbelten erstmal ein paar Reibekuchen. Und genossen die Aussicht, denn das Hotel war direkt am See gelegen. Super idyllisch. Genau so haben Steffi und ich uns das verdient.

Zurück auf dem Zimmer lag ein Brief an der Tür gelehnt. Wegen Bauarbeiten der Brücke ist die Zufahrt zum Hotel am nächsten Tag blockiert. Man solle doch sein Auto, so man es benötigt, davor parken. Also sind wir zwei ins Auto gestiegen, um es für den Fall der Fälle außerhalb zu parken. So konnten wir ein bisschen spazieren gehen und bogen vor dem Hotel auf einen Wanderweg ab. Der führte aber so gar nicht zum Hotel zurück. Nachdem wir eine gute halbe Stunde parallel zum Hotel gelatscht waren, kehrten wir um. Steffi war zu dem Zeitpunkt wieder total erschöpft. Jedoch lag es daran, dass eine Armada an Mücken über mich (und nur mich!) her fiel. Und Steffi pausenlos (!) damit beschäftigt war, meinen Rücken abzuklatschen um mich vor den Mücken zu schützen. Seltsamerweise hatte ich am nächsten Tag nicht einen Mückenstich. Steffi dagegen schon…^^

Naja, Abendessen nahmen wir wieder im Hotelrestaurant zu uns und genossen noch etwas die Stille und die Aussicht.

Am nächsten Morgen wurde kurz gefrühstückt, im Internet gesurft und dann die Schattenfelle Fahrräder bestiegen. Ohne großen Plan fuhren wir den ausgeschilderten Radweg entlang, lediglich bewaffnet mit meinem Navi-Smartphone und einer gehörigen Portion Lust am Fahrrad fahren. Nach ca. 5,5 km bogen wir nach links Richtung Hermsdorf (nicht Herm’s Dorf, der lebt bekanntlich auf (s)einer Farm!) ab. Eher aus Bequemlichkeit, weil der Weg rechts lang mit löchrigen Platten gepflastert war und nicht so toll zu fahren war. Wir kamen nach gut 2 km über eine Schleuse und dahinter änderte sich der Straßenbelag in löchrige Platten, was bis kurz vor Hermsdorf so ging.

Dort angekommen wussten wir nicht, ob nun rechts oder links. Ein Blick auf das Navi verriet uns: Weder links noch rechts wäre für einen Kreis geeignet gewesen. Ein Blick auf die Karte im einzigen Bushäuschen des Dorfes bestätigte das. Besser wäre es gewesen, wir wären vorher rechts lang gefahren. Also wieder zurück. Und ab unserer Gabelung ging es dann 2,5 km über die Buckelpiste, bis wir direkt auf der B179 ausgespuckt wurden. Wo es keinen Fahrradweg gab…da war uns durch den Wald auf nicht fachmännisch befestigten Wegen lieber…

Aber noch mal umdrehen gilt nicht, also sind wir die 1,2 km Richtung Neubrück und dann wieder in den Wald hinein. Für die Gabelungen im Wald nutzten wir wieder das Navi, und so legten wir ganz balante die übrigen 6 km zum Hotel zurück. Grob überschlagen legten wir damit 25 km auf dem Sattel zurück.
Jedoch, wenn man nach so langer Fahrt ankommt, dann kann es passieren, dass man in ein Loch der Tatenlosigkeit fällt. Um das zu umgehen, bogen wir nicht zum Hotel ab, sondern fuhren ins Dorf hinein, um uns dort etwas umzuschauen. Mal abgesehen davon, dass die touristischen Highlights ruhig besser ausgeschildert werden könnten (Biogarten durch Zufall, Botanischer Garten gar nicht gefunden), „glänzte“ Prieros durch geschlossenes Auftreten. Im Sinne von Geschlossen! Von drei Restaurants war nur eins zu gebrauchen (einmal Ruhetag und das andere wollte warme Speisen nur am Wochenende ausgeben), die Touristeninfo ist Montags auch dicht und auch das Heimathaus ist Montags geschlossen. Also eigentlich der beste Ort zum Arbeiten. In Prieros gibt es keinen scheiß Montag. 😉

Egal, mit dem „Alten Fritz“ hatten wir ein Restaurant gefunden, wo wir dann zu Abend essen gehen konnten. Im Hotel wollten wir nicht noch mal. Nicht das es nicht gut gewesen wäre, aber man will ja auch Sachen ausprobieren.

Wir relaxten den Rest des Nachmittags in den Liegestühlen vom Hotel, direkt am See und erst, als die Mückenplage wieder aufzog, zogen wir uns zum Abendessen zurück. Das Essen beim „Alten Fritz“ war gar nicht schlecht. Bürgerliche Küche mit saisonalen Tupfern, in diesem Falle Pfifferlinge. Und das zu einem wirklich guten Preis. Kann man durchaus empfehlen.

Alt wurden wir nach dem Tag nicht mehr und da wir am nächsten Tag wieder aufbrachen, ging es auch früh ins Bett.

Der Weg nach Hause begann dann mit dem ersten Regen, seit wir zwischendurch in Friesland waren. Nur Sonne bis dahin, was bei dem diesjährigen Sommer schon ein unverschämtes Glück ist. Und auf der Autobahn bekamen wir kurz vor der Magdeburger Börde durch ein Gewitter, was eine willkommene Abwechslung war. Einfach nur aus Jux und Dollerei 100 km/h fahren, weil es das automatische Verkehrsleitsystem so befiehlt, sondern 100 km/h fahren, weil es so einfach sicherer ist. Und das begleitet von vielen Blitzen, das hat schon was. 🙂

Urlaub, 1. Teil

Der eine oder andere wird sich schon gedacht haben, dass wir mal wieder im Urlaub waren. Vorgefertigte Beiträge, die zum Teil seit Monaten in der Entwurfsliste schlummerten. Auf Kommentare wurde auch nicht geantwortet. Ja, wir waren im Urlaub. 🙂

Vorgenommen und geplant war dieser Urlaub, so wie er auch abgelaufen ist, schon seit unseren Flitterwochen. Wir wollten schon immer eine Städtereise machen und nahmen uns mit Leipzig und Dresden die wohl schönsten Städte Deutschlands vor. In Leipzig sollten wir günstig bei Steffis ehemaliger Mitschülerin (und unserer gemeinsamen Hochzeitsfotografin) Kristen unterkommen. Die zog sogar kurz vorher noch extra um, damit wir auch ja genug Platz haben. 😉

Danach sollte es nach Dresden gehen. Leider kam ein Todesfall in der Familie dazwischen. Die Beerdigung war auf den ersten Tag in Dresden angesetzt, was wir vor der Abfahrt nach Leipzig erfuhren. Genug Zeit also, das Hotel in Dresden zu informieren, was auch kein Problem war.

Wir fuhren also nach Leipzig, zusammen mit Kristen, die zum Altstadtfest in Jever weilte. Steffi hatte die Tage über leider mit Kopfschmerzen zu kämpfen, aber zeigte eisernen Durchhaltewillen und ließ sich nicht ins Bockshorn jagen. Am Dienstag Nachmittag gingen wir durch Leipzig spazieren, sahen das Bundesverwaltungsgericht, sahen eine Bibliothek von innen und pausierten in der Moritzbastei.

Abends saßen wir vor dem Laptop, filmguckender- und naschenderweise.

Den Tag darauf ging es wieder in die Stadt, wo wir im „Zeitgeschichtlichen Forum“ waren und dort einen Informationsoverkill erlitten (man achte auf den Preis unter den Öffnungszeiten!). War sehr interessant, insgesamt hielten wir uns dort gut drei Stunden auf. Wir spazierten noch etwas auf der Karli, stärkten uns dann aber zu Hause um Abends auf die Karli zurückzukehren. Denn Kristen hatte uns einen Film rausgesucht, der auf dem Feinkostgelände Open-Air gezeigt werden sollte. Deshalb waren wir gegen acht Uhr wieder vor Ort, sicherten uns drei Plätze und warteten gespannt auf den Film. Der wirklich sehr gut war.

Am nächsten Morgen sind wir, nach einem kleinen Schlenker bei Kristens alter Wohnung, zu zweit weiter. Ziel war das Panometer, wo es ein 360°-Panorama vom Regenwald zu sehen gibt. Hier verging die Zeit wieder wie im Flug.

Danach sind wir noch zu einem Pflichtbesuch am Völkerschlachtdenkmal vorbei, wo wir auf den Eintritt verzichteten. Bei 27° Celsius dafür zu bezahlen, dass man bis zu 500 Stufen erklimmen darf? Ohne uns. Stattdessen fläzten wir uns in die Mittagssonne und genossen den Baulärm, der aufgrund von Renovierungsarbeiten am Denkmal herrscht.

Wieder zurück bei Kristen wurden wir noch mit Mittagessen versorgt und machten uns wieder auf den Heimweg. So endete der erste Teil unseres Urlaubs.

Veröffentlicht in Reise. Schlagwörter: , , , , , , , , , . 1 Comment »

Vorfreude…

ist ja bekanntlich die schönste Freude. Und so freuen sich Steffi und ich auf unseren gerade gebuchten Urlaub. Dabei werden wir zwei der vermutlich schönsten Städte in Deutschland besichtigen: Leipzig und Dresden.

Und wenn wir nach ca. fünf Tagen Power-Sightseeing uns so richtig ausgetobt haben, werden wir noch drei schöne relaxte Tage in Heidesee bei Berlin verbringen.

Hach, ick freu mir wir freuen uns. 🙂

Veröffentlicht in Reise. Schlagwörter: , , , . 15 Comments »

Kleine Amerika-Nachlese (3)

Vor ein paar Monaten hatte ich hier kurz einen Künstler angerissen, dessen Identität unbekannt ist, seine Werke dafür umso bekannter. Zumindest in einschlägigen Kreisen. Was immer das auch heißen mag, aber es klingt cool und macht mich zu einem Teil eines „einschlägigen Kreises“, dass ich selbst nicht umreißen kann. Der Name des Künstler: Banksy. Und sein Stil ist unverkennbar.

Umso glücklicher war ich, dass unsere Flitterwochen mit einem Original-Banksy-Motiv garniert wurde. Quasi das i-Tüpfelchen auf einem wunderschönen Urlaub.

Und wie schon die beiden Male zuvor war New Orleans die Quelle für diese Miniserie.

Nachtrag: Und wer mir eine Freude machen will, kann mir das sogar im Etsy-Shop bestellen. 😉

Veröffentlicht in Alltag. Schlagwörter: , , . 2 Comments »

Flittern in sweet home Alabama (6) – Live and let die

So, noch mal der Aufruf an die Leser, die Augen ordentlich zu reiben. Während ich die letzten Tage mehr Lesestoff statt Bilder präsentierte, wird es heute andersrum sein. Für den Samstag war der Besuch in New Orleans eingeplant. New Orleans, wo sich laut Aussage von Steffi auch Brangelina aufhalten sollten (sie war vor der Hochzeit beim Friseur ;-)) und Schauplatz vieler berühmter Filme, wie Susanne uns sagte. Komischerweise fiel mir auf Anhieb nur ein James Bond Film ein. Darum auch die Überschrift.

Wir waren alle recht fit, selbst ich ignorierte heute das Kratzen im Hals. Wir frühstückten früh und flott, wollten wir doch früh in New Orleans ankommen um auch ja nichts zu verpassen. Das Auto wurde mit den wichtigsten Dingen beladen (Wasser, Mützen, Sonnencreme) und dann konnte es auch losgehen. Noch schnell „Lulu“ machen und auf gehts. Während wir also alle Toiletten des Hauses besetzten, lud Jörg noch die eine oder andere Tasche ins Auto…und knickte auf der Terrasse mit seinem linken Fuß um…sowas kenne ich ja

Mann der er ist, jammerte er fast gar nicht rum und glaubte, das würde schon gehen. Er hatte noch zwei Stunden Gelegenheit, im Auto den Fuß zu entlasten. Was aber nicht viel brachte, da ihm wohl eine Ader geplatzt ist. Sah Abends auch gar nicht gut aus.

Jedenfalls kam Jörg mit und humpelte entweder hinter uns her oder wartete in Cafés auf uns.

Vor der Ankunft hat der liebe Gott jedoch die Fahrt gesetzt. Und die führte uns durch unseren dritten Bundesstaat, Mississippi.

Der Bundesstaat Mississippi sollte uns jedoch nur als Durchgangsstation dienen, so wie Tage später auf unserer Reise auf eigene Faust.

Wie auch immer, nach kurzer Fahrt kamen wir dann in unserem vierten Bundesstaat an.

Auf der Interstate 10 w bekamen wir, noch sechs Jahre nach dem Hurrikan Katrina die Schäden zu sehen. Damals wurde die Zwillingsbrücke der I-10, die über den Lake Pontchartrain führt, zerstört. Nebenbei bemerkt ist diese Brücke die zweitlängste Brücke der Welt.

Wie Amerikaner nun mal so sind, wird daneben eine neue Zwillingsbrücke gebaut und die alte einfach stehen gelassen. Kostet auch nur unnötig Geld, die alte abzuwracken.

Nach knapp zwei Stunden kamen wir in New Orleans an und wir bewunderten unsere erste richtige amerikanische Großstadt-Skyline und die letzte beeindruckende Skyline in unserem Urlaub.

Netterweise verpasste Susanne die richtige Ausfahrt, was uns nicht nur zu einer Extra-Schleife veranlasste, sondern uns auch die Möglichkeit gab, noch ein halbwegs vernünftiges Foto von De Dome (Hallo Jana!^^) zu machen. Und wo wir gerade bei Superlativen sind. Laut Wikipedia besitzt der Superdome in New Orleans die größte Kuppel der Welt.

Als wir dann die richtige Ausfahrt gefunden haben, ging es auf den Cemetry No. 1, einem für New Orleans typischen Friedhof. Aufgrund des hohen Grundwassers werden dort seit jeher die Menschen überirdisch begraben.

Danach ging es dann Richtung French Quarter. Da Jörg ja etwas langsamer zu Fuß war, hatte ich genug Zeit, jeden Scheiß zu fotografieren, der mir vor die Linse kam. Irgendwann kamen wir beim French Market an, wo wir uns mit lauter Mitbringseln für die Daheimgebliebenen eindeckten. Unter anderem eine Schürze für meinen Vater, Gewürzen für Steffis Mutter und einem T-Shirt für unseren Neffen. So stand uns die Freude über den Erfolg für das nächste Foto ins Gesicht geschrieben.

Danach ging es wieder mal in einen Weihnachtsladen. Aber außer das er größer ist als der in Fairhope und um längen kitschiger, war der nicht besonders. Er fiel immerhin durch seine Außenfassade auf.

Wir gingen weiter Richtung Jackson Square und ließen uns vor der Saint Louis Kathedrale ablichten. Hier trennten wir uns von Jörg, der im Café du Monde auf uns warten wollte (gut das er was zu lesen dabei hatte…).

Wir bogen nach links ab, wo wir uns jemandem vorstellen wollten. Die gute alte Miss Issippi, die durch die Stadt fließt. 😉

Nachdem wir uns ausgiebig mit der alten Dame unterhalten hatten und die Leute um uns herum schon merkwürdig guckten, gingen wir kurz zurück, um uns im Café du Monde zu stärken. Natürlich mit Beignets und einem Kaffee (mit und ohne Lait). Die Sitzgelegenheit nutzten wir auch, um uns noch mal einzucremen.

Frisch gestärkt zogen wir weiter. Jörg trennte sich und humpelte schon mal ins French Quarter, wir schlugen einen Haken, um das einzige noch mit Dampf betriebende Schiff in New Orleans zu bewundern: Die Natchez.

Jetzt, wo wir das abgehakt haben, konnten wir Jörg ins French Quarter folgen. Über Toulouse ging es nach Chartres (jeweils die Street, nicht den Ort ;-))  ostwärts und wir staunten über die viele Live-Musik und den ganzen Menschen auf der Straße. Das war besser als wir uns je vorgestellt haben. Susanne wunderte sich ebenfalls, hatte sie New Orleans so noch nicht erlebt. Die Erklärung war einfach: Es war das Wochenende des French Quarter Festivals.

Da wir die ganze Zeit schlenderten wurden wir von anderen Leuten überholt. So weit, so unspektakulär. Bei einem Pärchen, das uns auf der St. Ann’s Richtung Bourbon Street musste ich jedoch ganz schnell mal den Auslöser drücken. Hatte die da Bierdosen in den Haaren, wie Steffi bemerkte? Und war das überhaupt eine Frau, wie ich bemerkte?

Wir bogen von der St. Ann Street ostwärts auf die Royal Street – ja, wir sind zickzack durchs French Quarter gegangen – wo weitere Bühnen aufgebaut waren und sich Bands am Straßenrand aufgestellt hatten. Auch Schauspieler liefen verkleidet rum oder standen, wie in diesem Fall, reglos da.

Übrigens habe ich diese Figur aus dem James Bond Film noch am intensivsten im Gedächtnis, daher auch meine nicht respektlos gemeinte Mimik im Vordergrund.

Kurz vor der St. Philip Street fingen wir Jörg ein. Die St. Philip gingen wir in nördlicher Richtung und ließen Jörg wieder alleine, der von dort aus schon mal Richtung Auto humpeln wollte. In der St. Philip wurden wir von einer Frau mit Ketten von einem Balkon aus beschmissen. Skandalös sowas. Ich reagierte sofort und fing die Ketten einfach auf. 🙂

Kurz dahinter war ebenfalls eine merkwürdige Frau, die zwar (in meinen Ohren) nicht gut auf ihrem Keyboard spielte, ihr mangelndes Talent aber mit Enthusiasmus locker wettmachte. Mit Erfolg, wie der „Klingelbeutel“ vor ihr beweist.

Dann waren wir endlich in der berühmtesten Straße New Orleans‘, der Bourbon Street. Jetzt, nach unserem Urlaub, wo ich mich hier und da schlau gelesen habe, macht das Foto von der Frau (?) mit dem Bierhaarschmuck auch Sinn. Denn die Ecke Bourbon Street/St. Ann, die sogenannte Velvet Line, ist die Grenze, ab der die Schwulenszene in östliche Richtung ihre Pubs (unter anderem Bourbon Pub) hat. Den Teil ab St. Philip bis St. Ann durchquerten wir todesmutig ahnungslos in westliche Richtung. Ich möchte an dieser Stelle noch mal eben auf meine unbegründete Homophobie hinweisen.

Endlich lag sie vor uns. Der sündige, heterosexuelle Teil der Bourbon Street. Die einzige Straße in Amerika, auf der der öffentliche Konsum von Alkohol (in Bechern, nicht Dosen oder Flaschen) erlaubt ist. Hatte fast schon was von Amsterdam. 😉

Wenn man glaubt, die Amerikaner wären prüde, dann stimmt das wahrscheinlich. Was aber in der Bourbon Street abgeht, passt so gar nicht zu diesem Bild. Und wir waren am frühen Nachmittag dort und nicht, als es dunkel war.

Ab der Conti Street haben wir die Bourbon Street verlassen und sind dann im zickzack-Kurs Richtung Nord-Ost aus dem French Quarter wieder raus und zu unserem Auto zurück. Nicht ohne noch das eine oder andere Erinnerungsfoto zu schießen.

Zum Ende hin gaben wir etwas Gas, weil in der vorderen Körpermitte Druck auf eine ganz bestimmte Region ausgeübt wurde. Kurz vorm Auto holten wir sogar noch Jörg ein, der froh war, endlich wieder sitzen zu können. Als erstes wurde der nächstbeste Laden angesteuert, der eine Toilette aufweisen konnte. Es war ein McDonalds. Das einzige Mal während wir in den Staaten waren, dass wir ein McDonalds betreten haben. Da man was kaufen muss, um das stille Örtchen aufzusuchen, sorgten wir gleich mal für Nachschub für die Blase. 😉

Auf dem Weg nach Hause war eine ganz besondere Route geplant. 25 Meilen entlang der Golfküste entlang fahren. Dafür sind wir (Susanne, berichtige mich, wenn ich falsch liege!) die US 43 nach Süden und mit der 90 ostwärts über die Bay St. Louis gefahren. Ab da führt die Straße direkt am Golf bis nach Biloxi. Eine wunderschöne Tour. Zwischen Pass Christian und Long Beach hielten wir kurz an, um unsere Füße ins Meer zu halten. Nein, das hat nichts mit Reviermarkierung zu tun. 😉

Ob auf unseren Füssen ein Fluch liegt, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass es sich, kaum das wir wieder im Auto saßen, die Wolken ankamen und die Sonne bedeckten. Scheint vielleicht wirklich ne unheilvolle Kombination zu sein. Sobald unsere Füße Wasser des Golfs von Mexiko berühren, ziehen Wolken auf. Haben wir noch niemandem verraten, weil wir bis dato selber nichts davon wussten…

Auf jeden Fall eine schöne Strecke, die man auch gut im Cabrio genießen kann. Oder seinen Kindern auf der Ladefläche des Pickups gönnen sollte.

Kaum das wir durch Long Beach durch waren, hier ist Name noch Programm, standen wir in einem ordentlichen Stau. Erst dachten wir noch, es hätte einen Unfall gegeben, weil wir bei der nächsten Kreuzung von weitem Blaulichter sehen konnten. Die Polizei war aber nicht mit einem Unfall beschäftigt, sondern damit, die Abbiegemöglichkeit zu sperren, so dass wir (und alle anderen) dem Stau nicht entkommen konnten.

Dafür hatten wir Gelegenheit, einige heftigst aufgemotzte Karren zu fotografieren. Die tauchten auf einmal in einer Frequenz auf, dass das kein Zufall mehr sein konnte.

Aber auch Motorräder gab es das eine oder andere Mal zu bestaunen. Wie eine Harley Davidson „Blues Brothers“ Fan Edition.

Oder drei (3!) Hayabusa-Maschinen.

Vor allem fiel uns jedoch der gestiegene Anteil der afroamerikanischen Menschen auf, die am Straßenrand flanierten. Überhaupt stieg die Zahl der Fußgänger, bis es geradezu Horden waren, die am Straßenrand lang liefen.

Okay, der Anteil der Schwarzen in den Südstaaten liegt bei ca. 50%. Der Anteil der Schwarzen am Straßenrand betrug nach unseren Schätzungen ca. 98%. Was ist hier los?

Wie sich später, um genau zu sein, in Beloxi, rausstellte, war eine Kirmes oder sowas in der Art. Ob die nur für die Afroamerikaner war, hat sich für uns nicht erschlossen. Wir waren sowieso damit beschäftigt, deren gepimpten Autos zu fotografieren. Oder sie um ihre selbstbewussten Frauen zu beneiden.

Angeblich liefen die ganz schrecklich herum. So würde eine Frau nicht rumlaufen…Schade eigentlich. 😉

Hab ich halt irgendwie nicht verstanden. Ob das am mittlerweile nasskalten Wetter lag? Kurz vor Beloxi hatte es ganz leicht zu nieseln angefangen und die Temperatur sank von ca. 30 auf 22 Grad. Nicht unbedingt das Wetter, um im Bikini rumzulaufen.

Jedenfalls hatten wir mal wieder länger gebraucht als eigentlich geplant und kamen am frühen Abend, es war schon 18 Uhr durch, in Mobile an. Dort stand neben uns an der Kreuzung ein ganz besonderer Hot Rod. Das beste Beispiel, dass die inneren Werte zählen und nicht das Äußere.

Kaum angekommen, ging es nach kurzem Umziehen gleich wieder weiter (Armer Jörg). Denn die beiden wollten uns, anlässlich Steffis Geburtstag ins Texas Roadhouse einladen. Und wie in Amerika üblich, reserviert man sich keinen Tisch, sondern bekommt eine Nummer und wird dann, sobald ein Tisch frei wird, zum Tisch geführt. Und zwar von der Bedienung, die einen den ganzen Abend bedient.

Beim Italiener gibt es als kleinen Gruß aus der Küche Bruschetta oder Knoblauchbrot mit Pesto. Bei den Amerikanern gibt es kleine Brötchen mit – Achtung Katrin, das ist nichts für Dich – Zimtaufstrich. Kein Scherz. Mit Zimt sollten wir ein paar Tage später noch ein weiteres Zusammentreffen haben. Anscheinend haben die Amerikaner ein Faible für Zimt. Oder für Weihnachten und erinnern sich darüber an die Weihnachtszeit. Mal bei Gelegenheit im Blog „USA erklärt“ nachfragen.

Ich gönnte mir einen Burger und verpasste damit DIE Gelegenheit, ein echtes amerikanisches Steak zu essen. Aber die waren verdammt teuer und wenn ich eingeladen bin, dann achte ich einfach auf den Preis und esse schon aus Prinzip nichts Teures. Vielleicht beim nächsten Besuch in den USA. 😉

Als wir wieder zu Hause waren, kühlte Jörg erstmal seinen Fuß. Doch der war schon ordentlich angeschwollen. Kein Zweifel, die nächsten Tag würde er davon noch was haben…