Flittern in sweet home Alabama (4) – Nordsee gegen Golf von Mexiko

Der erste Tag, an dem wir halbwegs uns an den neuen Sonnenstand gewöhnt hatten. Dafür war mein Hals dicker geworden. Wie gesagt, unter dem Ventilator zu pennen ist nicht sooo empfehlenswert, wenn man es nicht ab kann. Und ich bin auch nicht aus so hartem Holz wie Janek geschnitzt. 😉

Heute sollte dann der für mich langweiligste Tag im Urlaub werden. Die Frauen hatten eine Tour zum Tanger-Outlet in Axel Foley geplant. In den USA soll man ja so günstig Klamotten bekommen und das wollte sich Steffi nicht entgehen lassen. Und meine Cousine hatte noch reichlich Coupons gesammelt („Amerikaner lieben Coupons“).

So machten wir uns vormittags auf den Weg und hatten Gelegenheit, die beeindruckende überwältigende für amerikanische Verhältnisse mickrige Skyline von Mobile zu fotografieren.

By the way. Mobile wird nicht wie das amerikanische Wort für Handy, als Mobeil ausgesprochen. Es wird auch nicht, wie ich fälschlicherweise verbreitet habe, Mobl ausgesprochen. Es wird schlicht und ergreifend Mobil ausgesprochen. Das nur mal zur Info.

Auch an unserem vierten Tag in Mobile lernten wir einiges über den Verkehr auf Amerikas Straßen. In Alabama ist es z.B. erlaubt, rechts zu überholen. Es wird zwar für langsam fahrende Fahrzeuge empfohlen, rechts zu fahren. Aber es wird auf deutschen Straßen auch empfohlen, 130 km/h zu fahren. Die Wirkung ist hüben wie drüben gleich Null. Und deshalb wird der schwarze Pickup in wenigen Sekunden den weißen Pickup überholen. Und das ist vollkommen in Ordnung dort.

Auf dem Weg nach Foley bekam ich noch folgendes Bild vor die Linse:

Ich sag ja immer: Was den Amerikanern seine Waffengesetze, sind dem Deutschen sein Recht auf freie Fahrt auf deutschen Autobahnen. Beides tötet Menschen und beides wird mit den irrsinnigsten Argumenten verteidigt.

Und ja, bei Walmart kann man immer noch Munition für seine Waffen kaufen…

Aber wir die Mädels wollten ja Klamotten kaufen. Kaum angekommen, ging es auch schon ins erste Geschäft. Ich entdeckte beim gelangweilten Herumschlendern eine Cargo-Hose für 15 $. Plus 10% Tax und minus den 20% Coupons…hmmm. Macht einen verdammt guten Preis. Nehme ich doch einfach mal mit. Steffi erstand ein Oberteil mit Rolling Stones Zunge drauf und eine kurze schwarze Hose.

Im Anschluss ging es ins Pac Sun, wo ich mir, wie vom Tag erwartet, die Beine in den Bauch stand. Leider ohne, dass Steffi Erfolg hatte. Die Hosen dort passten irgendwie nicht.

Danach drehten wir im Inner Circle so unsere Runde und wurden nicht wirklich weiter fündig. Außer in einem Laden, wo ich zwei coole T-Shirts ausmachte. Eines mit dem Aufdruck „black and yellow“, passenderweise in gelb auf schwarzem Grund und dann noch, wir kennen es alle, dem Aufdruck „Legendary„. Steffi konnte immerhin noch einen Schal abstauben und ein Oberteil für ihre Schwester war auch gefunden.

Im Outlet von Calvin Klein wurde mir das erste Mal klar, wie günstig die Klamotten eigentlich sind. Schade, dass es bei Calvin Klein so gar nichts schönes gab. Als wir dann aber den Shop von Tommy Hilfiger betraten, muss es bei mir irgendwie *klick* gemacht haben. Auf jeden Fall staubte ich dort eine Jeans und ein cooles Shirt ab und bezahlte einen Witz dafür.

Kleine Rechnung: Die Jeans war runtergesetzt auf 35 $. Darauf kamen noch 40% Rabatt. Minus 20% vom Coupon.  Macht nach meiner Rechung keine 17 Dollar. Dann noch 10% Tax wieder raus, sagen wir 18,50 $. Jetzt ziehen wir 25% ab, dann hat man den Preis in Euro, also ca. 14 Euro. Für ne Hilfiger-Jeans made in China. Komischerweise kassierte der Angestellte noch mal weniger, als den von uns ausgerechneten Endpreis. Mir war es recht, sollte aber keine Ausnahme bleiben. Fast immer zahlt man weniger als selbst ausgerechnet. Das nenne ich Service. 🙂

Jetzt war ich heiß. Erstmal ein Blick auf die Infotafel…

Ich brauchte noch unbedingt neue Schuhe. Fündig wurde ich bei Skechers, wo man, auch typisch für Amerika, das zweite Paar Schuhe für die Hälfte bekam. Und die waren schnell gefunden. 😉

Steffi, nun ja, ging leer aus. Aber darauf konnte ich, einmal dem Kaufwahn verfallen, keine Rücksicht mehr nehmen. Susanne erzählte uns von irgendwelchen In-Marken. Ich bin ja schon froh, dass mir der Name Tommy Hilfiger was sagt. Sie erklärte uns, dass American Eagle in Europa wohl total angesagt wären. Also rein in den Laden. Die Sachen waren zwar ganz nett, aber T-Shirts, Hosen und Schuhe hatte ich nun und brauchte ich nicht mehr. Egal wie „in“ gerade irgendeine Marke ist.

Doch dann sah ich die Umhängetasche, die mir sofort gefiel. DIE musste ich einfach haben. Und *zack* gekauft. Steffi schoss dann noch ein wirklich schönes Oberteil dort, dass ihr verdammt gut steht.

Kaum raus, ging es in den nächsten Laden, wo einer DER In-Marken verkauft wurde – Aeropostal. Kannte ich auch nicht, aber um mich ging es nicht mehr. Jetzt sollte Steffi noch ne schöne Hose finden. Doch ich war es, der noch eine Hose fand. Eine Badehose. Die musste ich einfach haben…okay, musste ich nicht, aber hallo…Kaufwahn!

Nun war ich wirklich komplett neu ausgestattet. Steffi dagegen war angesichts meiner Erfolge etwas traurig. Klar, sie freute sich für mich, weil der Tag nicht wie befürchtet, total langweilig für mich war. Aber ne neue Hose hätte sie schon noch gerne gehabt. Und die sollte sie bei Pac Sun dann doch noch finden. Im ersten Laden, wo sie bereits Hosen anprobiert hatte, fand sie dann doch noch ein edles Teil, dass ihr auch gut stand.

Und so konnten wir unseren gemeinsamen Erfolg gebührend im Waffle House feiern. Im Waffle House sitzt man so, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, auf Bänken am Fenster und wird, wie man es aus den Filmen auch kennt, bedient. Dort aß ich meinen ersten Burger in Amerika. Und sollte Lust auf mehr bekommen. 🙂
Frisch gestärkt ging es weiter südlich nach Gulf Shore. Der Name war Programm, erstmals waren wir direkt an der Küste zum Golf von Mexiko. Und konnten das warme Wasser genießen, was erst in ein paar Monaten an der Nordsee ankommt. 😉

Und nein, dass Wasser war nicht deshalb warm, weil wir da reingep….wie auch immer. Ganz ehrlich waren wir auch nur kurz mit den Füßen im Wasser, denn der Himmel war wie an der Nordsee  bedeckt. Und für mehr als sitzen hat es einfach nicht gereicht. Die Freude, an der Golfküste zu sein, war aber groß. Wie unschwer zu erkennen ist.

Wie gesagt, lange blieben wir nicht, weil der Wind recht frisch war und ich sowieso schon angeschlagen. Und meine freudige Erregung über die erfolgreiche Einkaustour wollte ich mir nicht vom Wind wegblasen lassen. Im nächsten Bild kann man dann auch erkennen, dass es nicht ratsam war, ins Wasser zu gehen.

Die gelbe Fahne ganz links deutet schon unruhiges Meer an. Das keiner im Wasser war, haben wir dann fälschlicherweise auf die gelbe Fahne bezogen, was natürlich quatsch ist. Klar kann man ins Wasser, man sollte jedoch die entsprechende Vorsicht walten lassen.

Nicht lange und wir gingen wieder den Heimweg an, nicht jedoch ohne uns mit Postkarten einzudecken. Der eine oder andere wollte ja noch ne Karte haben.

Auf dem Rückweg bestaunten wir noch einen nicht ganz so üblichen Eingang.

Ein kleiner Umweg über eine amerikanische Apotheke wurde noch gemacht und während Susanne irgendwelche Medikamente abholte, nutzte ich die Gelegenheit für ein paar Fotos. Pharmama hat auch schon ne Mail bekommen. 😉

Kaum zu Hause angekommen, wurden unsere Trophäen ausgebreitet und abgelichtet.

Ach ja, die Kopfschmerztabletten haben wir ja auch noch bei der Apotheke geschossen.

Der Abend verlief jedenfalls wie üblich. Lagerbier, Küchentisch, kennen lernen über nette Unterhaltung. 🙂

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Wie im Film

Nachdem Steffi und ich gut ins neue Jahr gekommen sind, hieß es am Sonntag für mich:

Ab ins Krankenhaus…

Meine Lust und Vorfreude darauf kannte keine Grenzen…verständlicherweise.

Steffi meinte, ich solle das ein bisschen wie Urlaub sehen. Im Bett liegen und entspannen. Nun gut, ich will es mal versuchen.

Gegen 17 Uhr lieferte mich Steffi beim Städtischen Krankenhaus in Oldenburg ab. Mein Zimmergenosse ist zehn Jahre jünger und „durfte“ über Silvester das Bett hüten. Auch kein Vergnügen.

Kaum angekommen wurde auch schon das Netbook rausgeholt und die ersten Filme (Der Kaufhaus-Cop, Wanted) geschaut, bis dann um halb zwei das Computerchen runtergefahren wurde. Schlafen würde ich am nächsten Tag ja sicher noch genug…

Um 20 nach 7 ging es dann das erste Mal los. Rumms, Tür auf, Licht an – nicht das dezente Wandlicht…nein, das grelle Deckenlicht – und ein lautes „MORGEN“ waren die ersten Impressionen, die sich mir hier boten. Schemenhaft erkannte ich zwei Personen in Menschengestalt, die mich mit irgendwelchen Fragen löcherten.

Nach zwei Minuten war der Spuk zu Ende. Ich legte mich wieder hin, döste gerade wieder ein…Rumms, Tür auf, Licht an – Decke, ist klar – und „MORGEN“…

Kennt jemand den Film „Werner beinhart“? Genauso!

An die Operation selbst kann ich mich nicht erinnern (ach was). Gegen elf Uhr wurde ich rausgekarrt. Zu dem Zeitpunkt hatte ich aber schon Tabletten intus, die so ein wohliges Gefühl von „mir doch scheißegal“ verbreiteten. Im Narkoseraum wurde ich verkabelt und dann bin ich auch schon eingeschlafen. Nicht mal zum zählen kam ich. Also jedem der operiert wird, kann ich nur empfehlen, bis tief in die Nacht Filme zu schauen.^^

Den Rest des Tages habe ich nur noch in den Seilen gehangen. Geschaut habe ich auch irgendwas (Verschwende Deine Jugend) und Besuch von Steffi bekam ich auch, aber der Rest floss an mir vorbei. Selbst die Pizza, die wir uns (mittlerweile) zu dritt bestellten und von der Steffi mir mindestens die Hälfte wegfutterte, bekam ich nur halb 😉 mit.

Gestern morgen wieder dieselbe Leier. Rumms, Tür auf, Licht an (Vier Lichtschalter und immer wird das Deckenlicht angemacht…) und „MORGEN“.

Erst schockte mich der Arzt, weil er mir androhte, dass wenn die Schmerzen, die ich beklagte, weiterhin schlimm bleiben, ich bis Anfang nächster Woche hier bleiben „dürfte“. Spontan begann mein Körper mit einem Selbstheilungsprozess. 😉

Der Tag war lang und weilig, daran änderten auch die Filme (Pornorama, I’m a Cyborg, but it’s okay, Machete) nur wenig.

Heute morgen (Rumms, Tür auf, Licht an, „MORGEN“) dann gute Nachrichten. Kaum Schmerzen? Dann können sie morgen eigentlich schon gehen. 😀

Bis dahin genieß ich noch etwas meinen Urlaub…

Sie sind überall…

Nun ist es raus. Es ist keine bloße Vermutung mehr sondern erschreckende Realität. Nicht glauben wollte ich an das Eintreten des „gläsernden Menschen“. Habe Ausreden in meinem Kopf geformt über die Bedeutung, nein, die Gewichtung der Deutschlandcard, das Sammeln von Payback Punkten oder anderen Formen der Vorteilvortäuschung für den Benutzer.

Aber letztens ist der Tag gekommen, da wurde es bestätigt: ICH werde beobachtet. Ich kann mir nichts mehr vormachen, auch wenn ich es schon geahnt hatte… (ist ja schon komisch, wenn man gestern nach Nackenkissen im www geforscht hat und am nächsten Tag mit eben diesen als Werbepopup bombadiert wird). Und es ist nicht die Regierung, nicht nur…es ist viel mächtiger – es sind die Medien.

Der Schrecken ereilte mich eines morgens im Badezimmer. Das Radio lief, wie jeden morgen. … Werbung…:

„Das ist Stefanie G.“

– meine Zahnbürste verharrte in meinem Mund. Ich hörte wie Stefanie G. im Radio schimpfte:

„Mist…ahhh verdammt. so ein Mist!“

Und der Sprecher sagte:

“ Stefanie G. hat ihren Flug nach Amerika zu teuer bezahlt. Besser Sie buchen über die Lufthansa. Unsere Amerikaflugangebote….. „

Ich war wie erstarrt. So stand ich da im Bademantel, mit Zahnbürste im Mund, schreckgeweiteten Augen und fühlte mich – beobachtet. In meinem Kopf die Gedanken: Woher wissen die das? Woher haben die im Radio die Info, dass Stefan und ich nach Amerika fliegen wollen? Haben Sie gestern unser Gespräch belauscht? Haben Sie meine Spuren im I-net verfolgt, als ich vor Tagen günstige Flüge gesucht habe? Sind Sie bereits im meinem KOPF?????

 

Seitdem ist mein Leben nicht mehr wie es war. Meine Unbeschwertheit ist vergangen und ich lebe seitdem in ständiger Verfolgungsangst. …. OBWOHL, ist schon cool seinen Namen im Radio zu hören 😉

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Perfekter Termin

Gestern war also der 11.11.

Nicht nur Beginn der Karnevalszeit für die Jecken, sondern auch der 89. Geburtstag meiner Oma.

Aber auch der langerwartete Termin bei der dermatologischen Klinik in Oldenburg.

Das Gute vorweg: Der Onkel Doktor ist der Meinung, dass die Entzündung nicht besonders ausgereift ist und die darunter liegende Grube keinen großen Eingriff erfordert. So kann ich damit rechnen, nicht länger als zwei Wochen außer Gefecht zu sein, weil die Wunde nicht offen verheilen muss, sondern zugenäht werden kann.

Leider wird genaueres erst „intra-operativ“ entschieden werden können. Wenn der Hintern aufgeschnitten ist, weiß man genaueres…aber das dürfte recht unwahrscheinlich sein.

Im Anschluss ging es zur Terminvergabe.

Ob mir der 16.12. passen würde.

Hmm, über Weihnachten mit operiertem Hintern verbringen? Och nö. Dann doch erst nächstes Jahr.

Ob mir der 13.01. passen würde.

Hmm, bis zu meinem Geburtstag könnte ich wieder fit sein. Aber die Kreismeisterschaften wären dann auf jeden Fall ohne mich. Geht das auch früher?

Ja, aber dann würde das Jahr nicht gut für mich beginnen. Dann hätten wir nur den 03.01.

Hmm, am 02.01. ist mein Urlaub zu Ende, nahtloser Übergang. Zwei Wochen Urlaub plus zwei Wochen krank bedeutet vier Wochen ohne Führerschein. Perfekt!

Warum ich mich so über den Termin gefreut habe, habe ich der guten Dame dann nicht erklärt. 😉

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Exzellent

Heute (oder mittlerweile gestern :oops:) haben Steffi und ich meine Eltern zum Essen eingeladen. Mal so als „Danke schön“ für ihre aufgewendete Zeit, die sie für unsere Katze opfern, wenn wir in Friesland oder mal im Urlaub sind.

Da vom Weihnachtsgeschenk unserer Firma noch lauter ungenutzte Gutscheine vorhanden sind, suchten wir uns was hübsches aus. Diesmal sollte es ins Esszellent gehen. Daniel, mein Arbeitskollege beglückwünschte uns schon zu dieser hervorragenden Wahl. Das klang schon mal gut. 🙂

Normalerweise soll man ja erst loben, bevor man kritisiert. Hier ist es aber umgekehrt, denn mit der (letztlich erfolgreichen) Parkplatzsuche war das negativste des Abend schnell überstanden.

Der Empfang sehr freundlich, der Kellner immer souverän, das Ambiente stimmig und die Musik dezent, aber sehr schön.

Beim Bier wurde mein Vater eine Empfehlung gegeben, die ihm sehr schmeckte. Die Mädels nahmen Rhabarbar- bzw. Maracujaschorle. Der Fahrer (hier präsentiert von niemand geringerem als mir^^) bestellte eine Flasche Wasser.

Das Häppchen vorweg machte schon mal Lust auf mehr. Hier erklärte uns der Kellner, was es ist und aus was es zum größten Teil besteht, ohne die Geheimzutaten zu verraten.

Zu Essen bestellte Steffi Fisch in Curry-Kokos-Sauce mit Lauch und Zucchini, meine Mutter ähnliches mit Huhn und Vatern und ich Wildschweintortellini mit Shitake(?)-Pilzen. Vorab gab es noch Blattsalat und für meinen Vater ein Überraschungsvorspeisenteller. Da mein Vater kein Fisch mag, bzw. sich nicht drum reißt, fragte er vorsichtig nach, was für Überraschungen er erwarten dürfte. Die Antwort, wenig überraschend, wird nicht verraten, sonst wäre es ja keine Überraschung. 😉

Um mich herum wurde bei der Vorspeise schon laut gelobt ob des guten Essens. Jetzt versuchte ich mein Glück, dem Kellner ein Geheimnis zu entlocken. Wer die Sängerin im Hintergrund wäre, wollte ich wissen. Und er verriet es mir. So macht man das. 😉

Für die Interessierten hier: Angus & Julia Stone aus Australien.

Das Essen war geil. Richtig geil. Daniel kündigte schon eine gewisse Überschaubarkeit des Tellers an. Klar, vier Tortellini sind überschaubar. Aber riesig waren sie. Mein Hunger auch. Und satt war ich danach. Ein Häppchen probierte ich auch bei Steffi. Auch verdammt lecker.

Aber sollte es das schon gewesen sein? Nein, mein Vater und ich wollten nicht schon aufhören und bestellten noch Desserts. Er ein Apfelstrudel mit selbstgemachten Rum-Rosinen-Eis und ich frittierte Mangofrühlingsrollen und weißer Schokoladencreme. Darauf mussten wir etwas länger warten, aber…es wurde schließlich frisch zubereitet und Papas Dessert glich schon einem architektonischem Kunstwerk. 😉

Ein sehr schöner Abend, der dank einer guten Restaurantwahl zu einem perfekten Abend wurde. 🙂

Fazit: Fünf von vier Sternen für das Esszellent.

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Düstere Fundstücke (KW 36)

Und hier wieder die Suchbegriffe der Woche, subjektiv selektiert. 😉

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stefan über stefan http://duestere grenze.wordpress.com

Ja, ich schreibe viel über mich. Aber auch über andere Sachen. Eines meiner nächsten Beiträge: Warum Leerzeichen in URLs nicht zum gewünschten Ergebnis führen. 😉

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brauereifest im september in jever 2010

An diesem Wochenende! Auch ein Grund, warum wir mit der Verschiebung der Hochzeit nicht ganz unglücklich sind. Denn so sind mehr Hotels frei.

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pellende haut sonnenbrand arzt

Schlimm? Dann würde ich auf jeden Fall einen Arzt aufsuchen.

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nackt beim hautkrebsscreening

Kommt ganz auf das Aussehen an. Bei mir reichte es, mit der Unterhose dazustehen und diese nach Bedarf runterzuziehen.

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verdauungsprobleme nach türkeiurlaub

Ja ja. Ein weitverbreitetes Problem. Aber keine Sorge, das geht nach ein bis zwei Wochen von alleine weg.

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italienische nacht hude

War die schon wieder? 😉

Ein Hoch auf die Sicherheit

Jetzt, wo Steffi endlich ihren Artikel über ihren Junggesellinnenabschied fertig hat, kann ich noch von weiteren Ereignissen berichten, die sich nach diesem Abend zugetragen haben.

Den Montag nach dem Wochenende mit dem JGA hatte ich einen Hautarzttermin. Dieser kam mir nicht gerade gelegen, da ich aus dem Türkeiurlaub neben einem Verdauungsproblem auch noch einen Sonnenbrand als Souvenir mitbrachte. Nun stand ich da zum Hautkrebsscreening, oder ganz einfach Fleckenkontrolle, fast nackt im Behandlungszimmer. Der Onkel Doktor kam rein, sieht meine sich pellende Haut auf den Schultern, Armen und der Brust und meint trocken:

Dann nutze ich mal die Gelegenheit, um mit ihnen über vorbeugenden Sonnenschutz zu reden.

Sehr witzig…

Im Urlaub selbst geschah sonst nicht wirklich viel. Steffi wurde von einer Erkältung eiskalt erwischt und ich sorgte dafür, dass sie sich nicht zu sehr verausgabt.

Am Samstag, den 21. August hatte ich vor vielen Wochen einen Termin zum Fahrsicherheitstraining gemacht. Einen entsprechenden Gutschein bekam ich zu meinem 33. Geburtstag gemeinsam von meinen damaligen Mitbewohnern Jana, Steffi und Marco. Vielen lieben Dank dafür noch mal an dieser Stelle.

Da der Gutschein nur eine zweijährige Gültigkeit besaß und ich mir wirklich so ein Training gewünscht habe und schon immer mal gemacht haben wollte, aber nie den Mumm hatte das auch durchzuziehen zog ich das jetzt durch.

Leider hieß das, am vorletzten Urlaubstag früh aufzustehen und nach Bremen zum Verkehrsübungsplatz zu fahren. Um kurz vor halb neun war ich dann da ohne richtig da zu sein. Nach dem ersten Kaffee sah das schon wieder ganz anders aus.

Bei einer kurzen Vorstellungsrunde lernte man sich kennen und einschätzen. In dieser Runde zeigte sich, dass ich wirklich der Sohn des „ewigen Zweiten“ bin. Ich war der Zweitälteste (der Älteste hatte seit 1964 den Führerschein…) und derjenige mit der zweithöchsten Kilometeranzahl pro Jahr. Die meisten Kilometer reißt ein Veranstaltungskaufmann mit ca. 120.000 km im Jahr ab. Mehr als alle anderen zusammen. Alleine ich fahre so viel Kilometer wie die restlichen zehn zusammen…im Jahr!

Man ahnt es schon, die meisten Teilnehmer waren Führerscheinneulinge. Was ich an sich für eine tolle Sache halte, wenn die Eltern ihren Kindern so eine Teilnahme sponsorn. Nur neigten einige der jungen Männer Jungs zur Selbstüberschätzung, was das Fahrsicherheitstraining nicht wirklich eindämmte.

Aber das Training sollte ja nicht nur an der Selbsteinschätzung feilen, sondern vor allem auch dazu dienen, dass eigene Auto in Grenzbereichen besser kennen und damit umzugehen lernen. Und das tat es dann auch.

Bevor wir losfahren durften, wurde erst unsere Sitzhaltung kontrolliert. Denn Sicherheit fängt bereits vor der Abfahrt an. An meiner Sitzhaltung und Sitzeinstellung gab es nichts auszusetzen. Jedoch habe ich mir im Laufe der Jahre angewöhnt, den einhändig geführten Wischer am Lenkrad zu mimen. Das ging beim Slalomfahren zwar noch gut, aber bei Ausweichmanövern mit Vollbremsung merkte man das Handicap dann doch schon sehr.

Angefangen haben wir mit einfachen Vollbremsungen auf normalen Asphalt. Danach dasselbe auf der Gleitfläche, dass vom Bremsweg her natürlich ein großer Unterschied war. Kamen wir auf Asphalt nach 10 m zum stehen, war auf der Gleitfläche nach 40 m noch nicht Schluss…bei 50 km/h.

Auf der Gleitfläche wurden im Anschluss bei den Vollbremsungen noch Lenkbewegungen eingesetzt. Erst leichte, dann starke und zuletzt ein kompletter Lenkeinschlag. Sehr aufschlussreich, da die starken Lenkbewegungen eigentlich keinerlei Wirkung zeigten. Bis das Auto eine Geschwindigkeit erreichte, wo die Reifen Haftung bekommen und dann schlagartig die Richtung wechseln…

Nach dieser Einführung ging es dann mit Bremsen auf unterschiedlichen Untergründen weiter. Zwischendurch wurde immer das Verhalten des Autos besprochen und wie der Fahrer mit einfachen Mitteln diese erkennen und damit umgehen kann.

Jetzt wurde es richtig lustig, denn wir durften um die Pylonen Slalom fahren. Dazu teilten wir uns wie sonst auch in zwei Gruppen auf, allerdings mit dem Unterschied, dass die anderen diesmal nicht bei der Lehrerin standen und zuschauten, sondern als Beifahrer mitfahren durften und den Fahrer beobachten sollten. Dabei sollte in der ersten Runde auf die Geschwindigkeit geachtet werden und beim zweiten Durchgang auf das Lenkverhalten und den vermittelten Eindruck auf den Beifahrer.

Nach einer kurzen Besprechung ging es dann zur Mittagspause.

Nach diesem Break ging es auf den anderen Teil des Verkehrsübungsplatzes, wo bis dahin die Motorradgruppe unterwegs war. Hier sollten dann Kurvenfahrten getestet werden. Wie es sich für ein Fahrsicherheitstraining gehört, wurden auch Bremsmanöver in Kurven geübt.

Nach dieser Übung wurde es dann richtig spannend. In der Bremszone wurden nach ca. zehn Metern ein Hindernis aufgestellt (sechs kleine Pylonen), die es auszuweichen galt. Somit wurde der Faktor Stress mit in die Übungen eingebaut, denn wenn man mit 50 km/h auf ein Hindernis zufährt um es mit einer Vollbremsung auszuweichen, ist das kein Spaziergang.

Wer gut aufgepasst hat, sagt jetzt: Wenn ihr 50 km/h gefahren seid und nach 10 m das Hindernis war, dann hättet ihr doch davor zum stehen kommen müssen. Richtig, aber das war nicht Sinn der Übung. Außerdem sollte nach dem Ausweichmanöver die Strecke durch ein Tor verlassen werden. Sprich, es sollte weitergefahren werden und nicht stehen geblieben. 😉

Hier ist die einhändig geführte Wischertechnik am Lenkrad völlig deplatziert. Mit beiden Händen am Lenkrad riss ich dasselbige mehrfach rum, dass es eine Freude war. Nicht immer überlebten alle Pylonen, aber dafür machten wir das ja auch. Um zu sehen, dass man das Auto ruhig auch mal um die Ecken reißen kann, ohne dass es umkippt. Ja, im zweiten Abschnitt der Übung durften wir nicht einmal mehr bremsen, sondern fuhren mit 50, 55, 60 sogar 65 km/h um das Hindernis herum.

Zur letzten Übung des Tages wurde dann wieder auf „unseren“ Teil des Verkehrsübungsplatzes gewechselt. Denn das Ausweichmanöver wurde jetzt auch auf der Gleitfläche trainiert. Wie schon morgens gelernt, haben ruckartige Lenkbewegungen keinen Effekt und man muss in Stresssituationen, so schwer es auch fällt, die Ruhe bewahren und mit eben dieser am Lenkrad die Richtung vorgeben. Und unglaublich aber wahr…es funktioniert.

Bei der anschließenden Abschlussbesprechung waren alle der Meinung, dass dieses Training die Teilnehmer weitergebracht hat und es empfehlenswert für jeden Autofahrer ist. Und eine kurze aber zutreffende Weisheit haben wir auch mit auf den Weg bekommen:

Scheiße gucken, scheiße fahren.

Denn der Fahrer fährt unweigerlich dort hin, wo er hinguckt. Deshalb gilt: Am Hindernis vorbeigucken, wenn man daran vorbei will.

So, lieber Leser. Wenn Du noch kein Fahrsicherheitstraining mitgemacht hast, dann melde Dich an. Dir zuliebe. 🙂

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Hilfe bei T-online

Einen Tag bevor Steffi und ich in den Urlaub geflogen sind, habe ich einen Arbeitskollegen besucht, weil dieser Hilfe mit Computerdingens brauchte. Konkret wollte er, dass sein Sohn über den W-LAN-Router ins Internet kommt. Außerdem sollte auch die Wii ans W-LAN angebunden werden (warum wird eigentlich bei einem drahtlosen Netzwerk auch von angebunden gesprochen?).

Zu allem Unglück hatte der Kollege seinen Vertrag mit T-Online abgeschlossen. Den W-LAN-Router an das DSL-Modem zu klemmen, war kein Problem. Das hatte der Kollege alles schon hingekriegt. Auch die Zugangsdaten von T-Online hatte er beim Router schon eingetragen. Glaubte er zumindest. Denn sie waren verkehrt eingegeben.

Also kam ich, versuchte mein Glück und scheiterte ebenso. Meine T-Online-Zeit liegt schon laaaange zurück und das einzige, was ich behalten habe, war, dass die Anschlusskennung mit dem Suffix und dem @t-online zusammen eingegeben werden musste. Aber auch das klappte alles nicht.

Erst ein Anruf bei der Hotline brachte den letzten Funken Klarheit. Zwischen Anschlusskennung und Suffix muss noch die T-Online-Nummer eingetragen werden. Also

Anschlusskennung+T-Online-Nummer+Suffix+@t-online.de

Alles ganz easy bei T-Online. 👿

Danach klappte es sofort mit dem Zugang und auch die Wii war innerhalb einiger Minuten an das Netzwerk angebunden. Leuchtende Kinderaugen waren der Dank dafür. 🙂

(danke an ahct für die Erinnerung^^)

Düstere Fundstücke (KW 34)

Neue Woche, neue Fundstücke. Mittlerweile wächst mir die Kategorie richtig ans Herz, weil ich nicht nur meine humoristische Ader auslassen kann, sondern auch zu dem einen oder anderen Thema etwas Aufklärungsarbeit leisten kann. 🙂

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beschreiben sie ihren urlaub in der türkei

Hab ich das nicht schon ausführlich genug getan?

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erdbeben 8 august 2010 ägais

Wusste ich es doch!

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in holand kinder gesiezt

Heißt das nicht Niederlaande?

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sassen sillenstede

Ich habe Steffi gefragt, die kannte Sassen nicht. Eine Google-Suche ergab ein Möbelhaus, aber ohne eigener Homepage.

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beisende fische marmaris

Scheint ja eine richtige Plage zu sein. Also klemende Tastaturen, nicht die Fische…

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„stefan oder stephan“

Das ist doch wohl sonnenklar, oder? Natürlich Stefan. 🙂

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borussia-park atmosphäre

Für einen Gladbach-Fan bestimmt toll. Aber nicht zu vergleichen mit der Atmosphäre im Westfalenstadion.

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pokalverleihung in sillenstede

Ich sag Bescheid, wenn ich darüber was höre…

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Bei den derzeit häufigsten Suchbegriffen ist der Junggesellenabschied mit tödlichem Ausgang ganz oben dabei, genauso wie die Burg Fischhausen gerne gesucht wird. Aber immer häufiger landen auch Besucher bei mir, die mit der Suche nach lucellum in Verbindung mit Urlaub oder der Verbraucherzentrale bei mir landen. Ihnen sei dieser Artikel noch mal nahegelegt.

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Düstere Fundstücke (KW 33)

Auch in dieser Woche wurde über Google unser Blog gefunden. Unter anderem mit diesen Begriffen:

war schonmal jemand mit lucellum im urlaub

Bestimmt, aber ob diese jene welchen so zufrieden waren, wie wir ohne lucellum lasse ich mal dahingestellt…

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ich wurde in der türkei von fisch gebissen

Was für ein Zufall. Wir auch. Ich hoffe, es war kein böser Biss.

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kabel 1 wissenswertes achterbahn 18 08 2010

Also jetzt mal ernsthaft! Kabel 1 und wissenswertes in einem Zusammenhang. Schließt das eine nicht das andere aus?

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unterschied favoriten lesezeichen

Die Bezeichnung!

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thomas wark bfb

Nein, sie haben sich nicht verhört. Er hat BFB gesagt. Und auch nein, Borussia Dortmund wird sich deshalb nicht umbenennen.

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Immer häufiger wird unser Blog auch mit Suchbegriffen gefunden wie „tödlicher junggesellenabschied bauschaum“, „jungesellenabschied mit tötlichem ausgang“ [sic!] oder ähnlichem. Dazu sage ich noch einmal. Das ist eine moderne Legende.

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