Nette und weniger nette Geschenke

Drei Tage ist nun mein 35. Geburtstag her…

Viele Wünsche wurden mir erfüllt, ob bewusst oder unbewusst.

Bewusst gewünscht habe ich mir z.B. einen Ninja Regenschirm (Amazon-Partnerlink), auf den ich vor ein paar Monaten dank Malcolm aufmerksam wurde. Und den mir meine Liebste geschenkt hat. Das geschmeidige Ziehen des Schirms muss ich zwar noch üben und meine Schultern müssen auch noch etwas breiter werden, weil der Griff um einiges links herausragt. Aber das wird schon. 😉

Unbewusst war die andere Überraschung von Steffi. Das Spiel Risiko im Buchformat (Ebenfalls Amazon-Partnerlink). Das Spiel mochte ich schon immer, auch oder gerade weil ich es nicht konnte. Besessen habe ich es noch nie. Aber das gehört dank meiner Liebsten jetzt auch zur Vergangenheit. 🙂

Unerwünscht war dagegen ein anderes Geschenk, welches ich mir selber machte. An meinem Geburtstag musste ich ja unbedingt zum angesetzten Sondertraining für die Dreibahn-Bezirksmeisterschaft. Das war der vierte Kegeltermin innerhalb von sechs Tagen. Nach dem ich fünf Wochen überhaupt nicht gekegelt habe…

Das Geschenk ist eine seitdem im Knie sehr schmerzhafte Reizung, welches durch den Betriebssporttermin gestern (Termin fünf in acht Tagen) nicht besser wurde. Und gleich ist der erste Durchgang unserer Klubmeisterschaft (Termin sechs in neun Tagen)…

Ich weiß nicht, wie ich das überstehen soll. Aber dann sind ja zwei ruhige Tage bis Sonntag, wo ich dann meinen siebten Termin in dann elf Tagen überstehen muss. Die Dreibahn-Bezirksmeisterschaft. Wie gesagt, nach fünf Wochen absolutem Bewegungsmangel…

Mir habe ich aber auch noch gute Geschenke gemacht. Ein neues Handy, nebst einigem Zubehör.Das HTC Desire Z und dazu ein Ersatzakku, eine KFZ-Halterung, ein KFZ-Ladekabel und was Steffi auch freuen dürfte, eine Halterung fürs Fahrrad.

Und weil ich mit 35 Jahren auch mal wieder etwas mehr Sport in Form von Laufen machen will und mich das Handy mit seinen Äbs dabei unterstützen soll, habe ich noch ein Sportarmband und vernünftige Kopfhörer zum Laufen bestellt (alle vorangegangenen Links sind Amazon-Partnerlinks).

Aber das war ja noch nicht alles. Wie man sieht, gebe ich für allen möglichen Scheiß Geld aus. Deshalb, und weil man das mit 35 Jahren ruhig mal machen kann, habe ich mir eine umfassende Gesundheitsuntersuchung geschenkt, bei der ein großes Blutbild gemacht wird und mein Blut und Urin auf alle möglichen Sachen untersucht wird. Sollte man einfach mal machen. Und ab jetzt auch regelmäßig.

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Sch…land

Jetzt ist aus, schluss und vorbei. Eigentlich wollte ich mein negatives Geschreibsel auf morgen verlegen, wo alle mit einem Kater sich von ihrem Arzt krankschreiben lassen und sich eventuell auf mein Blog verirren. Aber eine aktuelle Begebenheit zwingt mich zu folgenden unpatriotischen anti-nationalen Zeilen.

Weil eine Sportmannschaft bei einer WM am Ende der Welt eine wesentlich schlechter spielende Mannschaft mit dem dazugehörigen Glück geschlagen hat, wird die Lindenstraße für einen rasierten Bazi, der ein paar Leute zu Gast hat und diese vor johlender Menge angrinst, wird die Lindenstraße, eines der wenigen Dinge für die man auf das doitsche Vaterland stolz sein darf, wird die Lindenstraße, deren Termin schon kurzfristig von 18:50 Uhr (DER Zeit, in der man bei mir nicht an der Tür klingeln sollte, weil ich nicht aufmache) auf 19:30 Uhr verschoben wurde, jetzt auf 5:00 Uhr morgens verschoben.

JA SEID IHR ALLE NOCH ZU RETTEN?!?

Glaubt die ARD denn wirklich, das die johlende grenzdebile Menge, die gerade hupend durch die Innenstädte fährt, sich Waldis WM-Klub anschaut?

Und überhaupt, diese angesprochene Menge, die ihre „Wir sind stolz auf Doitschland“-Euphorie derzeit zur Schau tragen, worauf seid ihr eigentlich stolz, wenn ihr an Euer Vaterland denkt? Auf seine „ruhmreiche“ Vergangenheit doch ganz sicher nicht. An der Gegenwart kann es auch nicht liegen. Also tobt Euch mal in den Kommentaren aus, ich würde echt gerne wissen, worauf man auf ein Land stolz sein kann, was andere Länder nicht haben sollen.

Ich habe nämlich gerade Zeit, es läuft ja nicht die Lindenstraße.

Und los.

Eine ganz persönliche Musikgeschichte

Nachdem ich neulich bei youtube wieder einen Flug durch meine Musikvergangenheit gemacht habe, kam mir die Idee, meine persönliche Entwicklungsgeschichte im Bereich der Musik niederzuschreiben. Da ich kaum Unterlagen darüber habe und eine zum Teil sehr bewegte Vergangenheit hinter mir habe, geschieht das allein aufgrund der Erinnerungen, die noch übrig sind. Außerdem werde ich versuchen, möglichst ehrlich zu sein, was aufgrund meiner manchmal unmöglichen Musikverirrungen wahrscheinlich das bemerkenswertere sein wird. So, here we go.

Bis zu meinem sechsten Lebensjahr bestand, wie bei den meisten von uns, mein Musikrepertoire lediglich aus Kinderliedern, die die eigenen Eltern singen konnten und man im Kindergarten aufschnappte. Seit kurzem frage ich mich, ob auch dieses hier dabei war (Steffi wird mich dafür erschlagen, dass ich mit diesem Lied hier aufmache, denn in letzter Zeit pänetrier ich sie damit über Gebühr):

Dann mit sechs Jahren nahm mich mein Vater zum ersten Mal ins Kino. „Die unendliche Geschichte“ haute mich vom Hocker und fortan saugte ich alles auf, was damit zu tun hatte oder darüber berichtete. Das war vornehmlich die „Bravo“, wo ich dann mit anderen Künstlern in Kontakt kam. Erst sporadisch gekauft bzw. kaufen lassen, wurde es später zu einer Obsession. Dabei kam ich auch in Kontakt mit „Duran Duran“, die mit „Wild Boys“ die Charts dieser Welt stürmten und mir mit acht Jahren meinen Weg im persönlichen Musikgeschmack zeigen sollten. Es sollte nämlich hart werden.

Aber Musik soll auch Spaß machen. Da kam die „Neue Deutsche Welle“ gerade recht. Von meinen Eltern mit einer Musikkassette ruhiggestellt, lauschte ich den wohlfeilen Klängen deutscher Musikkultur. Der Versuch, mich mit Nena dann auf dem Mainstreamzug zu bringen, scheiterte jedoch kläglich. Die Kassette von Nena bekam bald einen manuellen Bandsalat. 😉

Nein liebe Kinder, dass ist nichts gesundes zu essen. Eigentlich ist es für einen magnetischen Tonträger sogar sehr ungesund. Aber ich schweife ab.

Die nächsten Jahre verbrachte ich wie alle Kinder unserer Zeit vor dem Radio. Dort wurde der Rec-Knopf zusammen mit dem Pausen-Knopf intensivst benutzt und wichtige Verkehrshinweise verflucht. Ich habe ja sowieso die Theorie, dass für das erhöhte Aufkommen der Geisterfahrer damals die Musikindustrie verantwortlich war. Die haben doch nur bei der Polizei Fake-Anrufe gemacht und nichtexistente Geisterfahrer gemeldet, um dem kindlichen Heer vorm Radio Einhalt zu gebieten. Doch wir hatten den stärkeren Finger! 😉

Damit verbrachte man dann seine Zeit, so richtig hängen blieb aber nichts. Bis man dann allmählich in die Pubertät kommt und sein Hirn auch mal für was anderes als Dummheiten und dem Erfinden neuer Spiele verwendete. Nein, nicht dem Haare spazieren tragen, dass kommt zum Ende der Pubertät. 😉 Ich meine zum Nachdenken. Wo man merkt, dass auch mal Kritik an der Gesellschaft geübt werden muss. In diese Phase knallten die „Simple Minds“ mit „Belfast Child“ wie ein Vorschlaghammer direkt in die Fresse rein.

Aber nicht weil der Song so brachial hart war, sondern im Gegensatz zu seiner Brisanz im Text sehr sanft daher kam. Von den „Simple Minds“ war dann auch folglich meine erste LP, die „Street Fighting Years“(Amazon-Partnerlink), welche bei mir erst Jahre später folgen sollten, doch dazu mehr in der nächsten Ausgabe.

Geständnisse of a 80s child…

Es ist ja bekannt, dass man in den Achtzigern nicht gerade vorteilhaft rumlief. Das es auch für die Musik gilt, ist nicht unbedingt jedem bekannt. Manche sehnen sich nach den Achtzigern in der Hinsicht sogar zurück. Ich bin musiktechnisch ja in den Achtzigern groß geworden und kann froh sein, mir die Perlen für später rausgesucht zu haben. Einstürzende Neubauten, die politische NDW (also Schaumburg Palais, Jeans Team oder DAF) oder auch Depeche Mode.

Aber auch ich nicht frei von Verirrungen, wie mir neulich dank Spreeblick klar wurde. Die hatten ein Musikvideo rausgekramt, dass ich verdrängt hatte.

Und wer weiß, was noch alles in den dunklen Ecken meines Gehirns erfolgreich verdrängt wurde.

Hier also Bruce & Bongo:

Ja, ich fand es damals echt geil. Ich war zehn Jahre und war tatsächlich der Meinung, so ein Wort mache mich erwachsener…

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