O-Ton (19)

Gestern im Lichthaus. Aus den Boxen tönt dezent Musik eines deutschen Sängers. Steffi kommt von der Toilette wieder und setzt sich. Ich zu ihr:

I: Scheint, als hätten sie (das Lichthaus) die Scheibe von Cluedo aufgelegt.

S lacht schallend): Clueso, Stefan. Du meinst Clueso.

Es war aber Roger Cicero

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In Friesland angekommen

Heute war es dann endlich so weit. Ich bin mehr Friese als Delmenhorster. Der Beweis: Eine verwechselte Telefonvorwahl.

Wer sich etwas auskennt, weiß, dass die Vorwahlen von Wilhelmshaven und Delmenhorst sich verdammt ähnlich sind.

WHV: 04421

DEL: 04221

Ich habe in Delmenhorst anrufen wollen und landete in Wilhelmshaven. Zum Glück sind die Friesen recht freundlich und ich wurde vom Herrn am anderen Ende der Leitung nicht allzu rund gemacht. Ein Glück, dass ich kurz nach der Mittagspause angerufen habe. 😉

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Schrottartikel

Wo wir gerade bei Schrott sind. Da fällt mir gerade ein, wie ich vor ein paar Tagen im Deutschlandfunk folgendes hörte:

„So meldet der Schrottartikelhersteller…“

Was bitte ist ein Schrottartikelhersteller? So ein Quatsch.

„Adidas…“

Ach, SPORTartikelhersteller. 😳
WikiLeaks

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Frauenthemen

Als ich gerade dieses Video sah, fiel mir ein Gesprächsthema in unserer Abteilung heute ein. Aber erst das Video (nicht für Leute unter 20 Jahren geeignet):

In dem Video taucht auch Daryl Hannah kurz auf. Und über die haben wir heute kurz gesprochen. Warum eigentlich?

Ich glaube, es ging um die Attraktivität von älteren Frauen und mein Kollege Daniel (oder war es Katharina?) die Namen Daryl Hannah und Julianne Moore in den Raum warf.

Daryl Hannah?

„War die nicht mit Nicolas Cage verheiratet?“

fragte sich Katharina laut.

„Und hat die nicht bei den drei Engeln für Charlie mitgespielt?“

fragte ich mich laut.

Zeit für eine Recherche. Und was sehe ich? Daryl Hannah ist heute 50 Jahre alt geworden. Und sie spielte nicht in der Serie „Drei Engel für Charlie“ und war auch nicht mit Nicolas Cage verheiratet. Aber liiert mit John F. Kennedy jr. Sieh an.

Na gut, dann schauen wir mal, mit wem Nicolas Cage verheiratet war. Und da ist die Liste schon beachtlich. Da wären die von mir sehr begehrte verehrte Patricia Arquette, dann die Tochter des King of Rock, Lisa Marie Presley und derzeit Alicia Kim.

„War Lisa Marie Presley nicht auch mit dem King of Pop verheiratet?“

fragte Katharina. Ja, das war sie. Mal eben schauen…jepp. Tatsache. Und mit Danny Keough und Michael Lockwood.

Wer kennt sie nicht? Den berühmten Bassisten ihrer Band Keough und den nicht weniger berühmten Produzenten Lockwood. So kriegt man seine Band auch zusammen.

„Das wäre doch mal ein Thema für Dein Blog“

sagte Katharina.

Meinen fragenden Blick entgegnete Daniela mit der Frage:

„Es gibt Menschen, die Dein Blog lesen?“

„Ja, zum gestrigen Zeitpunkt waren es 10.000.“

„Na, dann schreib doch mal davon. Dann lesen es auch mehr Frauen.“

war Katharinas Meinung.

Auftrag ausgeführt. Morgen geht es auch wieder vernünftig weiter.

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Heute im Büro

Kurz nach 15 Uhr, ein Kollege aus einer anderen Abteilung kommt, um Geld zurückzubringen.

K: Schalom.

I: Aloha.

K: Ich sage jetzt Schalom wenn ich grüße, weil ja der Islamismus ins Grundrecht aufgenommen will.

I: Wie bitte?

K: Na, der Islamismus soll doch jetzt das Christentum ablösen.

I: Äh, ja klar.

K: Schlimm, oder?

I: Ich finde es schlimmer, dass wir fordern, dass der Christentum in laizistischen Staaten eingeführt werden soll.

K: Aber das jetzt die Islamisten glauben ins Gesetz zu kommen, ins Grundrecht, oder so…

I: Wenn dann ins Grundgesetz. Aber das haben die nicht gefordert. Unser Bundespräsident hat lediglich gesagt, dass der Islamismus Teil der deutschen Gesellschaft ist. So wie Alkoholiker auch Teil der deutschen Gesellschaft sind.

K: Na, aber wenn ich sehe, wer mehr Kosten verursacht, da wird mir schon schlecht. Ohne jetzt alle Islamisten über einen Kamm zu scheren. Aber die zahlen ja nicht mal Steuern.

I: Ne? Keine Lohnsteuer, Mehrwertsteuer, Ökosteuer? Nichts von alledem? Aber wählen dürfen sie, oder wie? So ein Quatsch!

K: Naja, ich muss jetzt auch. Tschüß.

I: Tschüß.

Am Kopierer, wo ich die Belege kopierte, fiel mir dann ein, dass Schalom ein typisch jüdischer Gruß ist. Aber ich glaube, bei dem Kollegen liegt noch mehr im Argen, als diese kleine Bildungslücke…

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Vollpfosten an die Macht

Gestern Abend schlug sich der BVB gegen den vermeintlichen Favoriten aus Sevilla im Europaliga-Spiel nicht nur wacker, er dominierte das spanische „Spitzenteam“ nach Belieben. Einzig mit der Chancenverwertung und dem englischen Schiedsrichter haderten die Schwarz-Gelben, weshalb es am Ende 1:0 für die Gäste ausging und damit den Spielverlauf ad absurdum führten.

Heute jedoch schlägt sich der BVB selber, in dem er folgende Mitteilung auf seiner Homepage verkündet:

Peer Steinbrück kandidiert für BVB-Aufsichtsrat

Nicht nur, dass wir diesen unsäglichen Friedrich Merz seit Jahren im Beirat als sogenannten Finanzexperten sitzen haben, jetzt soll der unfähige, aber von den Medien als Finanzexperte hochstilisierte Steinbrück auch noch in die Führung von Borussia Dortmund reingedrückt werden?

Reicht es nicht, dass wir mit Merz bereits einen der Gründungsmitglieder der INSM, der Vereinigung, die sich für die Aufspaltung der deutschen Gesellschaft zum Wohle der wohlhabenden Bürger verantwortlich zeichnet, unser Geld in den Rachen werfen?

Muss es jetzt auch noch der ehemalige Finanzminister sein, der den Hedgefonds in Deutschland Tür und Tor öffnete und sich, als das Kind in den Brunnen fiel und Deutschland vor zwei Jahren in die Finanzkrise schlidderte, in der den Banken zig Milliarden unserer Steuergelder in den Hintern geblasen wurde, als Prophet feiern ließ, weil er das ja hat kommen sehen. Und dennoch nichts getan hat, außer mitverantwortlich zu sein, dass die Banken sich jetzt Millionen-Bezüge auszahlen und mit ihren Spekulationen weiter machen können wie bisher.

Ich zitiere mal eben Herrn Watzke:

„Ich freue mich sehr über die Bereitschaft von Peer Steinbrück und Friedrich Merz, für den Aufsichtsrat zu kandidieren“, sagte Hans-Joachim Watzke, der Vorsitzende der BVBGeschäftsführung, „weil sie zu den profiliertesten Finanzexperten Deutschlands gehören und für den BVB einen großen Zugewinn an Kompetenz bedeuten.“

Da fasse ich mir an den Kopf! Liest Herr Watzke etwa nur Spiegel-Online und die Welt oder wie kommt er zu dieser Erkenntnis?!?

Lieber Herr Watzke, darf ich ihnen, wenn es Ihre Zeit erlaubt, mal die NachDenkSeiten zur Lektüre vorschlagen? Sie finden den Link dazu hier rechts in meinem Blogroll. Das ist diese Liste mit den komischen Titeln. Da stehen nicht nur die NachDenkSeiten, sondern auch andere kritische Webseiten, die nicht alles der Springer-Presse oder den Bertelsmännern nachplappern, nur weil bei ihnen irgendwelche INSM-Experten eingeschleust werden. Und die NachDenkSeiten werden nicht von irgendwelchen Mittzwanzigern mit einer Verachtung gegenüber dem deutschen Staat oder dem Turbo-Kapitalismus betrieben, sondern mit Albrecht Müller und Wolfgang Lieb einen promovierten Juristen (Lieb) bzw. einen Nationalökonomen (Müller).

Sollten aber tatsächlich die Herren Merz und Steinbrück zu den von Herrn Watzke für richtig gehaltenen Personen gehören, dann schlage ich auch noch den Professor Hans-Werner Sinn vor. Dann hätten wir gleich drei Kumpels zusammen. Dann vielleicht noch Raffelhüschen und Konsorten, dann hätten wir die geballte neoliberale Wirtschaftskompetenz im Aufsichtsrat vereint.

Merke: Nicht alles, was als Experte vorgestellt wird, ist auch einer. Viel zu oft steht nur eine Marionette von Adels Gnaden dahinter.

Zum Abschluss möchte ich noch eben Steinbrück im oben verlinkten Artikel von Borussia Dortmund zitieren:

„Der Verein stand am Abgrund, das Überleben hing am seidenen Faden. In nur wenigen Jahren ist es gelungen, den Verein neu aufzustellen, wirtschaftlich zu sanieren und Schulden abzubauen“

Etwas, was Herr Steinbrück im umgekehrten Sinne mit Deutschland geschafft hat…

Nachtrag: Wie 11-Freunde zu berichten wissen, spaltet die Kandidatur Steinbrücks die Fans. Weil er sich mit einem Schalke-Schal hat ablichten lassen. Und da wird der Chef der Fan- und Förderabteilung der Borussia, Marco Blumberg mit den Worten zitiert:

„Ich hätte sicher lieber jemanden, der durch und durch Borusse ist. Aber im Aufsichtsrat des BVB ist wirtschaftlicher Sachverstand gefragt. Und den bringt Herr Steinbrück zweifelsohne mit“

Hallo?! Aufwachen! Der wirtschaftliche Sachverstand Steinbrücks beschränkt sich meiner Meinung nach darauf, zu wissen, bei welchen Aufsichtsratpöstchen sich noch etwas Geld für die eigene Tasche erwirtschaften lässt.

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Es gibt bessere Zeitpunkte

Am Montag war die Beerdigung meines Onkels. Das traf sich gut, denn bereits in der Woche davor versuchte ich einen Gleitzeittag zu bekommen, der aber abgelehnt werden musste. Es waren schlicht keine Kollegen da. Ich saß von Montag bis Freitag alleine im Büro und bewältigte den Ansturm fast im Alleingang. Diese Woche ist die Lage deutlich entspannter und so konnte ich den Gleitzeittag nutzen um zur Beerdigung zu fahren.

Morgens holte ich meine Eltern ab und fuhr Richtung Sassenberg. Der Weg ist mir ja hinlänglich bekannt, erst letzten Monat war ich das letzte Mal da unten. Die Straßenverhältnisse waren gut und so kamen wir nach zwei Stunden in Sassenberg an. Noch kurz einen Kaffee geschlurft und dann zum Friedhof. Die ganze Familie war sogar schon da. So lernte ich den neuen Mann meiner Cousine Elke kennen (Please to meet you) und überhaupt sah ich meine Cousinen wieder. Meiner ältesten Cousine Bärbel sah man die vergangenen Monate der Pflege ihres Vaters deutlich an und die Trauer stand allen ins Gesicht geschrieben.

Sehr schön war es, dass sogar die Ex-Männer meiner Cousinen und damit Väter der Enkel meines Onkels kamen. Denn diese haben alle den Weg aus England gemacht. Mit Robin und Stefanie waren sogar meine Nichte bzw. Neffe (2. Grades) anwesend.

Während der Andacht des Priesters kam es dann wie ich es schon Tage vorher befürchtet hatte und zwar das es nicht perfekt laufen würde. Der Priester verhaute sich erst bei der Anrede, als er von den trauernden Geschwistern sprach und auf meine Cousine Bärbel zeigte. 😐

Als er dann aber von der erst in diesem Jahr verstorbenen Frau meines Onkels und der Mutter der Kinder sprach konnte man es nicht mehr verzeihen. Denn die leibliche Mutter meiner Cousinen saß mit im Publikum. 👿 Sie sah ich nach über 25 Jahren übrigens wieder. Mein Vater sprach den Priester noch während der Bestattung auf den Fauxpas an. Nichtsdestotrotz lud mein Großvater ihn noch zum Leichenschmaus ein.

War die Beerdigung wie erwartet von starken Emotionen begleitet – sogar Andi, der Mann meiner mittleren Cousine vergoss Tränen, dabei kannte er Dieter am wenigsten, was auch an mir stark zerrte – ging es beim Leichenschmaus deutlich entspannter zu. Tags zuvor haderte ich lange mit mir ob ich mit dem Fotoapparat ankommen könnte. DEN Bestatter zu fragen war jetzt zu spät, also entschied ich eigenmächtig die Knipse mitzunehmen. Auf der Beerdigung ließ ich den Fotoapparat im Auto zurück. Während des gemeinsamen Essens und als die Tränen getrocknet waren zückte ich aber die Kamera und nutzte die Gelegenheit. Denn wer weiß, wann ich meine Cousinen wiedersehe? Geplant ist es ja zu meiner Hochzeit mit Steffi. Aber wann wird die sein?

Auf jeden Fall war es schön, viele Teile meiner Verwandschaft wiederzusehen. Auch wenn es bessere Anlässe geben könnte, was mir beim nächsten Mal auch lieber wäre. Schade nur, dass ich viel zu wenig mit meinen Cousinen mich unterhalten habe. Dafür hatte ich neben mir einen Urdortmunder, der nicht nur am Samstag bei der Hundertjahrfeier sondern bei jedem Heimspiel dabei ist und das wahrscheinlich schon so lange wie ich lebe.

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Das Casting

Nach und nach füllte sich der Vorraum. An die 25 Paare warteten auf den Aufruf.

Mit zehnminütiger Verspätung ging es dann auch rein. Man kriegt einen Bogen, auf dem man die Antworten für den Fragetest und nochmal seine persönlichen Daten einträgt. Das Casting wurde in drei Teile unterteilt. Der erste Teil war die Vorstellungsrunde. Jedes Paar stellt sich Schulter an Schulter 😉 und stellt seinen Partner in kurzen knappen Worten den anderen Teilnehmern vor.

*schluck*

Vor anderen aufstehen und reden? Ich? Spontan wurde ich richtig aufgeregt, während ich vorher das Ganze als eine neue Erfahrung abtat.

Bevor es aber soweit war, füllten wir die persönlichen Daten nochmal aus. An einer Position waren Erika und ich uns nicht eins.

Frage: In welchem Verhältnis stehen Sie zu ihrem Mitspieler?

Meine Antwort: Schwiegermutter in Spe.

Erikas Antwort: Schwiegermutter in Spe.

Häh? Schallendes Gelächter und Gegacker.

Im Nachhinein fürchte ich, dass ich hätte Schwiegersohn schreiben müssen. In dem Moment folgte Erika aber meiner Begründung und verbesserte ihre Antwort.

Da die Vorstellungsrunde am anderen Ende anfing, hatten wir genug Zeit, die Tränen aus dem Gesicht zu wischen.

Der zweite Teil war dann der Frageteil. Die Fragen möchte ich hier nicht wiedergeben – nicht das ich noch Ärger bekomme – aber es waren 25 an der Zahl. Ein gutes und breites Spektrum. 13 Fragen habe ich auf jeden Fall richtig, die anderen sind im Orkus der Vergessenheit verschwunden.

Danach wurden die Fragen ausgewertet und wir solange rausgebeten. Nach einer Viertelstunde ging es wieder rein und kriegten NICHT unsere Antworten oder Ergebnisse präsentiert. Es wurden lediglich die Paare aufgerufen, die es in die dritte Runde geschafft haben. Das waren sicher nicht nur die, welche im Frageteil gut abgeschnitten haben, sondern auch optisch gut ins Bild passten.

Wir waren leider nicht dabei, dabei ist doch klar, dass die Produktionsfirma den Fehler ihres Lebens beging. 😉

Nicht nur, dass wir durch die Groß-Klein-Verschiebung mal was anderes sind. Wir hatten auch am meisten Spaß bei der Sache. Aber wahrscheinlich hätten wir durch den Größenunterschied dem Kameramann zuviel Schwierigkeiten gemacht. 😀

Stattdessen wurden zwei junge Blondinen und zwei junge Brünette mit drei anderen Paaren in den dritten Teil geladen. Ich wusste, ich hätte mich schminken sollen. :mrgreen:

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Schöne neue Welt

Und wenn wir noch beim Reiterball sind. Ich musste ziemlich grinsen und von den Belehrungen meines Meisters Hingst abweichen, desinteressiert zu gucken, als der DJ Culcha Candela auflegte. Und alle hammermäßig dazu tanzten.

Jaja, aber nicht zu dem bekannten Lied „Hamma“, sondern zum neuen Lied „Schöne neue Welt“. Und im Gegensatz zur tanzenden Masse kannte ich den Text, der sich von „Hamma“ qualitativ um Welten unterscheidet. Aber lest selbst:

Die Welt geht unter, doch bei uns ist Party, Halli-Galli,
alles im Eimer doch wir hüpfen wie bei Dalli-Dalli.
Jeder sagt das Klima is ne Riesenkatastrophe
doch bald brauchen wir nur noch Bikini und ne Badehose.
Ich will mehr Fastfood fressen, wer braucht schon Regenwald?
Solang mein Konto voll ist und für mich noch Luft zum Leben bleibt.
Alle sind Hamma drauf, keiner braucht mehr Angst zu haben,
keiner wird mehr krank, weil wir eh schon jede Krankheit haben-
Und fliegt das Kraftwerk in die Luft fängt jeder an zu strahlen!

Herzlich Willkommen, herzlich Willkommen,
in unsrer schönen neuen Welt,
ab heute bleibt nichts wie es war,
alles wird auf den Kopf gestellt!
Herzlich Willkommen, herzlich Willkommen,
in unsrer schönen neuen Welt,
was morgen wird, ist scheissegal-
Wir feiern! Bis alles zerfällt.

Überall sind Kameras, was für ne Riesenshow,
egal wer meine Daten hat, ich hab mein eigenes Video!
Dank Überwachsungsstaat kann ich jetzt seelig schlafen,
jeder hat nen Chip im Kopf, liegt im Bettchen, zählt die Schafe.
Alle sind fröhlich, ham ihr Botox-Lächeln aufgesetzt,
Fett abgesaugt und weg, die Nase sitzt jetzt auch perfekt-
wir können so viel aus uns machen, auch für kleines Geld,
Brust raus, Bauch rein, schön wie aus dem Ei gepellt-
aufgestellt in Reih und Glied, ein Hoch auf unsre heile Welt!

Herzlich Willkommen, herzlich Willkommen,
in unsrer schönen neuen Welt,
ab heute bleibt nichts wie es war,
alles wird auf den Kopf gestellt!
Herzlich Willkommen, herzlich Willkommen,
in unsrer schönen neuen Welt,
was morgen wird, ist scheissegal-
Wir feiern! Bis alles zerfällt.

Uns geht es blendend, alles Lüge was die Zeitung sagt,
ich betreibe Klimaschutz, mein Auto fährt mit Treibhausgas!
Von wegen Öl geht aus, die lügen doch die Ölstaaten,
es gibt genug wenn sogar Enten schon in Öl baden!
Die Erde füllt sich weiter, und es geht immer schneller,
halb so wild, zum Glück ham wir ne zweite Welt im Keller.
Wozu den Kopf zerbrechen? Es kann so einfach sein –
lasst uns einfach mit Computerspielen unsre Zeit vertreiben!
Herzlich Willkommen, hier bei Jubel-Trubel-Heiterkeit!

Herzlich Willkommen, herzlich Willkommen,
in unsrer schönen neuen Welt,
ab heute bleibt nichts wie es war,
alles wird auf den Kopf gestellt!
Herzlich Willkommen, herzlich Willkommen,
in unsrer schönen neuen Welt,
was morgen wird, ist scheissegal-
Wir feiern! Bis alles zerfällt.

Wir feiern! Bis alles zerfällt.

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Beweis für Gutmütigkeit

Ich will jetzt nicht davon anfangen, dass Gutmütigkeit ausgenutzt wird. Ich bin es trotzdem, obwohl meine Gutmütigkeit wer weiß wie oft schon ausgenutzt wurde. Für mich ist es dennoch die einzig richtige Art mit Menschen umzugehen.

Meine Kollegin Daniela (ja, genau die) sucht seit Tagen bereits verzweifelt Karten für das Spiel Werder Bremen gegen die TSG aus Hoffenheim. Gestern besuchten uns in der Abteilung zwei Kollegen, die ihr gemeinsames Kind vorstellten und weil die wohl Werderfans sind, fragte Daniela natürlich auch da an.

Heute war Daniela im Workshop und als ihr Telefon klingelte, nahm ich das Gespräch an. Es war die Kollegin vom Vortag, die zwei Karten für das Spiel abzugeben hatte. Sie würde die sogar heute Mittag vorbei bringen. Bis zwei Uhr wäre sie erreichbar. Ich versprach, die freudige Nachricht Daniela auszurichten, wenn sie zum Mittag erscheint.

Und um halb eins konnte ich dann die frohe Botschaft übermitteln. Prompt erschien ein breites Lächeln in ihrem Gesicht, aber wie kriegt sie die Karten?

„Stefan, könntest Du die nachher entgegennehmen?“

Klar, als echter Borusse kaufe ich mit Vergnügen Werderkarten.

„Du kriegst auch das Geld von mir.“

Das macht es für mich nicht besser. Da ich aber auch schon die Bildzeitung für sie gekauft habe (ja, ich mag Daniela sehr^^), sollten zwei Karten für Werder jetzt den Kohl auch nicht mehr fett machen.

Um halb drei klingelte die Kollegin durch. Ich ging also runter zum Parkplatz um die Karten zu holen und treffe dort auch noch meinen Vater. Ich fürchte, der war ganz schön enttäuscht von mir. Und selbst der Bruder der Kollegin (eingefleischter HSV-Fan) kriegte das mit. Und war ebenfalls sehr erstaunt, dass ich ausgerechnet Werderkarten kaufe.

(Mein Vater, der Bruder? Seid ihr alle da miteinander verwandt?!? Nicht direkt, aber ist halt ein Familienunternehmen. ;-))

Aber die sind doch nicht für mich!

Alles egal, Daniela hat sich sehr gefreut und kann nächste Woche ihr Spiel live sehen. Viel Spaß dabei. 🙂

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