Geentert

Gestern fanden in Niedersachsen die Kommunalwahlen statt. Und auch wenn dort lediglich Stadt- oder Gemeinderäte gewählt werden (und damit keine Profipolitiker, sondern zumeist machtgeile Selbstdarsteller), gehe ich auch bei dieser Wahl hin. Weil ich wählen DARF!

Da ich die Querelen meiner eher favorisierten Partei auf Kreisebene mit Bestürzung beobachtet habe, kam ich zu dem Schluss: „Die wähle ich bestimmt nicht!“

Die anderen Parteien kommen für mich auch nicht in Frage („Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten!„), also wähl(t)e ich diesmal wieder die Partei, die sich auf ein bestimmtes Thema konzentriert und noch voller Idealisten steckt.

Und die haben mit 4,7% und zwei Sitzen den Delmenhorster Stadtrat geentert. *haaaarrrr*

Zwei Punkte sind bemerkenswert:

Erstens, die Wahlbeteiligung von gerade mal 40%. Was mich aber nicht allzu sehr wundert, da die Politik seit Jahren daran arbeitet, die Wahlen so unattraktiv wie möglich zu machen. Regiert wird das Land ja eh nicht mehr von den gewählten Volksvertretern….

Und zweitens, dass die Piraten in meinem Wahllokal ihr prozentual zweitbeste Ergebnis holten (nach dem Wahllokal Rathaus). Respekt!

So, und jetzt: Viel Erfolg Euch und macht Eure Sache anständig.

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Was ich loswerden will (56)

Neun Monate war Ruhe mit dieser Rubrik. In der Zeit können Kinder gezeugt (und geboren) werden oder man kann sich bei Facebook anmelden und die Schnauze davon schon wieder voll haben. Geht alles.

Der letzte Beitrag der aus gesammelten Fundstücken bestand ist also schon etwas her. Und da bei Facebook sich anscheinend niemand für die politischen Links interessiert – jedenfalls hält sich das Feedback in Grenzen – pentriere ich damit wieder meine Leser. Auch auf die Gefahr hin, dass sie

  • die verlinkten Beiträge schon kennen
  • die verlinkten Beiträge nicht interessiert
  • von meiner politischen Einstellung genervt sind
  • auch hier kein Feedback abgeben werden
Ist mir egal. Ich mache es trotzdem wieder. Einfach so, weil es ein schönes Ventil ist und ich nun mal so bin.
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Und mit wem könnte die Reihe besser fortgesetzt werden, als dem Spiegelfechter? Hier nimmt er das Wahlplakat der CDU für die Kommunalwahl in Niedersachsen auseinander, von dem ich ja direkt betroffen bin.
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Herr Niggemeier darf in dieser Rubrik natürlich auch nicht fehlen. Ich erlaube mir, zu zitieren:
„Der „Akte“-Beitrag kommt aus einem Bereich des Blöden, in dem die Beklopptheit so groß ist, dass sie an Genialität grenzt, und der genaue Grenzverlauf unklar ist.“
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Und Frank Benedikt nimmt sich in Form des Binsenbrenners dem leidigen Dauerbrenner-Themas S21 an. Dabei erinnert er an die Fakten, die in den Medien gerne verdrängt werden, um das Bild eines gewalttätigen Wutbürgers zu zeichnen.
„Zusammenfassend läßt sich sagen, daß diese Umgestaltung spätestens angesichts der drohenden Kosten, die besser in die Erhaltung und Verbesserung des bestehenden Schienenverkehrs investiert wären, ein Unding ist, gegen das zurecht protestiert wird.“
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Fahrradstar

And now for something completly different…

Die Frau eines ehemaligen Kegelbruders hat mich angeschrieben und mich gebeten, für ihren Sohn beim Wettbewerb des ADFC Bremen abzustimmen. Die suchen gerade den Fahrradstar. Also wer einem ehemaligen Kegelbruder, der auch für seine Hilfsbereitsschaft bekannt war (und noch ist), einen Gefallen tun will, der stimme hier (klicken!) bitte mit fünf Sternen ab.

Nicht vergessen, ihr tut damit nicht nur Eurem Kegelbruder einen Gefallen, sondern auch seiner Frau und natürlich ihrem Sohn Andre. Und für eben diesen müsst ihr stimmen. 😉

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Es wird Zeit!

Zeit für einen politischen Neuanfang!

Das Wählervotum in Nordrhein-Westfalen war auch dieses mal wieder deutlich genug, doch die herrschende Klasse eiert immer noch herum.  Bei den letzten sieben Wahlen (Sachsen, Thüringen, Saarland, Schleswig-Holstein, Brandenburg, NRW und der Bundestagswahl) ist vier Mal der Wille des Volkes für eine rot-rot-grüne Mehrheit gewesen. Nach dem Saarland ist Nordrhein-Westfalen jetzt das zweite westliche Bundesland, dass so entschied. Es ist also längst kein ostdeutsches Phänomen mehr.

Das Trommelfeuer der Medien zeigte auch diesmal wieder keine Wirkung gegenüber der „linksextremen“ Partei. Es wird aber auch die nächsten Wochen bestimmt nicht nachlassen.

Währenddessen pfeifen die unterlegenden Parteien auf ihre Beschlüsse (FDP zur Ampelkoalition) und werfen dem Gegner fleißig Wortbruch vor. Dazu wird schön Gift ausgestreut, wie der erpresserische Versuch der FDP beweist. Solange die SPD sich nicht in einem Agreement verpflichtet, keine Gespräche mit der Linken zu führen, solange sind sie nicht zu Koalitionsgesprächen bereit.

Doch will das Volk überhaupt eine Ampelkoalition? Oder will es vielleicht doch die SPD wieder auf ihren sozialdemokratischen Weg zurückbringen? Indem diese sich politisch in einer Regierungsverantwortung mit der Linken auseinandersetzt. Wenn ich mir eine Umfrage bei tagesschau.de anschaue, dann ist das eigentlich recht deutlich. Da kann sich die Springer-Presse noch so die Finger wund schreiben.

Jetzt bleibt die spannende Frage, was macht die herrschende Klasse daraus? Beugt sie sich dem Wählerwillen oder schachert sie sich wieder die gut bezahlten Posten zu und scheißt pfeift auf Volkes Stimme?

Wie skrupellos die eigenen Machtbedürfnisse von den Politikern durchgesetzt werden, wissen wir ja schon längst. Sonst hätte es im Saarland schon zu einer rot-rot-grünen Regierung kommen können. Aber das Thema hatten wir hier ja schon (Was ich loswerden will (20), Wo Korruption anfängt und Jamaika versinkt im grünen Sumpf).

Also Frau Kraft, haben Sie bitte dieselbige und hören Sie auf den Wähler. Sie haben die Möglichkeit, die SPD wieder dorthin zu führen, wo sie vor Schröder, Clement und Konsorten mal stand. Auf der Seite der Arbeiter, fernab von Unternehmern und Lobbyisten. Wäre das so schlimm? Ich denke nicht.

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