Ein Jahr ist schnell vorüber…

und da kein Regen fällt*, werte ich das mal als Zeichen für ein gutes Jahr, dass Steffi und ich mit dem heutigen Tag verheiratet sind.

Ein schönes Jahr, dass mit einem wunderschönen Urlaub nach Amerika begann und mit dem Geschenk des Lebens zuende ging. Und ich habe fast keine Sekunde bereut, diese Frau geheiratet zu haben.
Da wir zwei Hochzeitstage haben, konnten wir es flexibel handhaben, wann wir Essen gehen. Wir haben uns für gestern entschieden, weil Steffi heute bei ihrer Schwester war. Gegessen haben wir im Innside, dass zufällig auch im Cityfortwo-Heft vorhanden war.
Reserviert hatten wir ein paar Tage vorher, aber das war nicht nötig, denn wir hatten freie Platzwahl. Worauf wir bei der Reservierung aufmerksam gemacht wurden, war die kleine Karte, die am Sonntag Abend zur Verfügung steht. Kein Problem, da werden wir schon was finden. Was wir dann schnell herausgefunden haben, war der Umstand, dass die Speisekarte, die online zu besichtigen ist, von der Karte, die man dann in den Händen hält, stark abweicht. Um es mal vorsichtig zu formulieren. Die kleine Karte war dann eine Seite aus der Speisekarte, was kein Problem ist, wenn da nicht Bratwurstschnecke, Labskaus und Knipp als erstes gestanden hätte. Das hatte sich Steffi etwas anders vorgestellt und wenn sie gesagt hätte, „wir gehen ins El Mundo“, dann hätte ich das verstanden.
Wir blieben aber sitzen und entschieden uns für den Holzhafen-Burger (ich) und dem Putenbaguette. Und bereuten es überhaupt nicht, dageblieben zu sein. Das Essen passte perfekt zum Hochzeitstag, bzw. den auf die Hochzeit folgenden Flitterwochen. 😉

In der Zwischenzeit kämpfte mein Vater mit den Tücken der modernen Technik, hier in Form des Cooltwister, der dafür sorgt, dass abgekochtes Wasser abgekühlt wird, damit Babys nicht so lange auf ihr Fläschchen warten müssen. Sein Enkel ist aber nicht verhungert und schlief bei unserer Rückkehr friedlich in seinem Arm. Und weil er sich so lieb verhalten hat, durfte er es sich noch im Bett seiner Erzeuger gemütlich machen und mit seinen Eltern den Tatort schauen. Der gestern pünktlich zum 31. Geburtstag der Einstürzenden Neubauten als musikalische Untermalung Arbeiten von Rudolf Moser enthielt. Und die war besonders stimmungsvoll, wie ich fand. Und besonders interessant für Sash: Die Handlung spielt im Berliner Taxi-Umfeld. Naja…der Ermordete war Taxi-Unternehmer…

* Wer das Lied von der Münchener Freiheit kennt, weiß was gemeint ist. Wer es nicht kennt:

Solange man Träume noch leben kann

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Flittern in sweet home Alabama (15) – Sag zum Abschied leise Servus

Der letzte Tag in Amerika. 😦

Und der begann gleich mit etwas Aufregung. Ich habe bis hierhin gar nicht erwähnt, dass wir den Garten häufiger mal nach Schildkröten abgesucht haben.

Heute morgen hat Susanne uns dann gleich mit der Botschaft begrüßt, dass eine Schildkröte da ist. Als ob sie uns „Auf Wiedersehen“ sagen wollte…

Insgesamt bevölkern drei Schildkröten den Garten meiner Cousine. Eine davon hat nur drei Beine und genau die hat uns die Möglichkeit gegeben, Fotos zu machen.

Und ein Video konnten wir auch noch drehen…

Danach ging es wieder nach Dauphin Island. Schließlich mussten wir noch unseren blinden Passagier zurück in heimische Gefilde bringen. Vor der Brücke stoppten wir kurz, um noch mal Pelikane zu fotografieren.

Was gar nicht nötig gewesen wäre. Nach dem wir den laaaangen Steg zum Strand gelatscht waren…

…und uns am Strand nahe des Golfs platzierten saßen wir da und beobachteten die Pelikane, wie sie zu Dutzenden immer und immer wieder ins Meer flogen und Beute fingen.

Teilweise konnten wir auf wenige Meter ran schwimmen.

Bevor es für uns ins Meer zum Schwimmen ging, setzten wir erstmal Johnny wieder der verdienten Freiheit aus.

Kaum waren wir zurück, da kam ein amerikanischer Familienvater auf unser kleines Grüppchen zu und stellte uns die typischen Fragen (Where you’re from? Why you’re here? Do you like it?). Dabei stellte sich heraus, dass er wohl im Sicherheits(oder Qualitäts?)bereich gearbeitet hat und einen neuen Job sucht. Und Susanne wusste von Jörg, dass die bei TK noch Leute suchen. Da fällt mir ein: Ich wollte Susanne noch fragen, ob es mit dem American Dad geklappt hat.

Naja, er wollte sich positiv ins Gedächtnis bringen und versorgte uns mit übrig gebliebenen Chips und kaltem Wasser. Vielleicht wollte er das auch nur nicht alles zurückschleppen.

Man muss nämlich sagen, woran die Amerikaner blitzschnell merken, dass man kein Amerikaner ist. Wir kamen ohne Kühlbox. Kein Witz, die Amis kommen mit vollgepackter Kühlbox an den Strand. Da müssen wir ja gerade zu wie Fremdkörper wirken. Ist jedenfalls unsere Vermutung. 😉

Wie gesagt, danach ging es ins Wasser. Und nach ein paar schönen letzten Stunden am schönen weißen Strand hieß es Abschied nehmen. Noch einmal bei Wal-Mart für den letzten Abend eindecken, lecker Pizza kaufen und in die heimische Burg zurückkehren. Schließlich sollte das Duell der Gigantinnen in die Revanche gehen.

Da war ich als Sparingspartner für die Mädels gerade gut genug. Sorry Jungs, aber unser Geschlecht habe ich beim Tischtennis nicht wirklich würdig vertreten, auch wenn beide unisono mein gutes Spiel lobten. Aber ich glaube, das war nur aus Mitleid…

Das Duell der Damen ging dafür wieder über drei Sätze und diesmal war es Steffi, die meine Cousine am Ende knapp niederringen konnte. Ein wirklich tolles Match, dem ich beiwohnen konnte. 🙂

Abends machten wir uns dann die Pizza. Und weil die Amerikaner es groß mögen, war die Pizza auch entsprechend gr0ß. Der Backofen war aber größer!

Dank des großen Hungers holten Steffi und ich uns gleich eine gepflegte Brandblase am Gaumen ab…

Wir unterhielten uns noch bis in den späten Abend, tranken die letzten Lagerbiere weg und ließen den wunderschönen Urlaub so ausklingen, wie er es verdient hat.

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Flittern in sweet home Alabama (8) – Alarm

Raus aus den Federn. An unserem achten Tag in Alabama, wo wir in Georgia aufwachten, stand der Besuch im größten Aquarium der Welt an. Also schnell gefrühstückt und ab ins Auto.

Circa eine Stunde hatte ich für die Fahrt eingeplant, nach einer dreiviertel Stunde waren wir bereits im Parkhaus. Dabei sind wir in die Rush Hour geraten, wo auf einer sechsspurigen Straße (!) Stop & Go (!) war.

Der Rest war kein Problem. Das muss man den Amerikanern ja lassen. Beschildern können sie. Das Navi führt einem zum Ziel und ab da stehen dann Schilder, wo man parken kann.

Nun waren wir zu früh da, das Aquarium machte erst um 10 Uhr auf. Doch hatten wir Glück, denn so standen wir am Anfang der Schlange. Die wurde erst mal ganz langsam abgebaut, nur zwei von sechs Kassen hatten auf. Kurz bevor wir ran kamen, öffnete die dritte und vierte Kasse und dann ging es ruckzuck. Die Kreditkarte gezückt und die 25,50 US-$ (plus Tax) bezahlt. Noch die obilgatorische Taschenkontrolle und Leibesvisitation und ein Erinnerungsfoto vor der grünen Wand, dann ging es endlich rein.

Wie gesagt, Amerikaner haben es drauf, was das führen durch unbekanntes Terrain angeht. Kaum drin, bekommt man eine Übersichtskarte in die Hand gedrückt. Erst dann kann man den riesigen Saal überhaupt genießen. Aber wir sind ja nicht gekommen, um uns einen großen Raum anzugucken. Jedenfalls keinen ohne Wasser drin. 😉

Im Uhrzeigersinn gingen wir die einzelnen Themenbereiche ab. Zuerst den Georgia Explorer, wo mehrere Touchpools waren. Dort konnte man Schnecken, Seesterne, Rochen, Haie und einiges mehr betatschen. Ich könnte ein ganzes Album mit Fotos erstellen, wo Steffi irgendwas am Anfassen ist. Ich belasse es bei einer kleinen Auswahl.

Beim Rochen meinte sie noch, der wäre irgendwie pelzig. Als ich den berührte, einigten wir uns mehr auf glitschig. Den Hai musste ich irgendwie auch mal berühren und der fühlte sich richtig rau an. War auf jeden Fall mal eine Erfahrung.

Wie sich die nächste Kreatur anfühlt, kann man sich vielleicht denken.

Der Bereich Georgia Explorer soll wohl die Küstengebiete um Georgia repräsentieren. Auf jeden Fall war ein Spielbereich integriert und eher für Kinder ausgelegt. Auch der nächste Bereich zog eher die Kinder und Patrioten an: River Scout.

Hier konnte man heimische Lebewesen aus allen Blickwinkeln betrachten. Sowohl von unten, als auch mittendrin.

Die Gelegenheit, hinter oder unter das Becken zu krabbeln, gibt es im Georgia Aquarium häufiger. Ist nicht unbedingt angenehm, für Menschen mit ähnlicher Körpergröße wie es bei mir der Fall ist. Nett ist es allemal und erlaubt ungewohnte Perspektiven. Leider machte unsere Kamera manches Spielchen nicht mit. Wie zum Beispiel beim Piranhabecken, wo man auch seitlich ans Becken krabbeln und sich in ein Bullauge setzen konnte. Entweder hatte ich Steffi auf dem Bild, und die Fische im Dunkeln. Oder die Fische erstrahlten im Glanze des Blitzlichtes, während von Steffi nur ihre Silhouette zu sehen war.

Doch die Zähne des Piranhas, die habe ich erwischt!

Anschließend ging es ins Coldwater Quest, wo wir die ersten richtigen Highlights des Aquariums zu Gesicht bekamen (ohne vorher davon gewusst zu haben). Die Rede ist von einem richtigen Filmstar. Ihr kennt das Tier sicher alle aus einer berühmten vierteiligen Filmreihe.

ALIEN!

Scary, oder? Ich musste gleich an das Viech aus dem ersten Alien-Teil denken, dass sich auf das Gesicht setzte um ein Alien im Körper einzusetzen.

What ever. Es gab ja noch interessantere Dinge zu sehen. Zum Beispiel Amenone Anom Anemno Anemonen. Und die sind ganz schön anhänglich, wie Steffi schnell erkannte.

Von ferne hörten wir schon orchestrale Musik und fragten uns, was das zu bedeuten hatte. Und dann sahen wir sie. Die Beluga-Wale. Wunderschön, vielleicht durch die Musik im Hintergrund schon übertrieben schön in Szene gesetzt, aber verdammt eindrucksvoll. Ein Bild kann das eh nicht angemessen genug wiedergeben, außerdem kribbelte es in meinen Füßen. Ich hatte nämlich meine Lieblingstiere entdeckt und zu denen wollte ich hin. Den Pinguinen!

Dort verloren wir ich etwas die Zeit. Als wir uns endlich von den kleinen Rackern trennen konnten, hatten wir noch mal die Gelegenheit, die Beluga-Wale aus einer höheren Warte aus zu beobachten. Schon klasse gemacht. Mittlerweile wurden die Wale gefüttert, was man mit einem „Behind the Scenes“-Zugang noch besser hätte sehen können. Das hätte 13 $ mehr gekostet und das war es uns dann doch nicht wert. Zumal nirgends genau beschrieben stand, was sich dahinter verbirgt.

Jedenfalls gingen wir weiter zum nächsten Bereich, welcher der größte in Aquarium ist. Der Ocean Voyager Bereich. Und der ist gespickt mit großen Scheiben. Erst wir an einer recht schmalen Scheibe fest und konnten uns gar nicht mehr abwenden, so atemberaubend war es. Und vielfältig. Mehrere Haiarten, Mantarochen und unglaublich große Fische gab es zu sehen. Irgendwann schnallten wir, dass der Bereich noch weiter geht und wir kamen durch den Tunnel.

Und der hatte es in sich. Nein, umgekehrt. 🙂

Darüber Worte zu verlieren, wird unserem Eindruck nicht gerecht. Nur so viel: Es gab genug Gelegenheit für tolle Fotos.

Oben sieht man die Silhouette des größten (bekannten) Fisches in den sieben Weltmeeren, dem Walhai. Und davon schwimmen einige im Becken. Jedes Mal, wenn der vorüberschwimmt, stockt einem fast der Atem, so gewaltig sind die.

Im Anschluss ging man seitlich am Becken lang und gelangte dann an das riesige Fenster des Beckens. Und dort gingen wir dann endgültig verloren. Was aber okay ist. Dort sind einige Stufen, auf denen man sich hinsetzen kann und sollte…

Oder man stellt sich vor das Becken und fotografiert sich mit einigen Fischen im Hintergrund. Zum Beispiel zum Vergleich der Größen.

Und ich meine jetzt nicht, dass Steffi klein ist, sondern der Fisch unglaublich groß.

Manche Fische waren auch zu scherzen aufgelegt. Insbesondere die Haie schienen einen Clown gefrühstückt zu haben. 😀

Und der hier auch!

Wer genau im Bild mit dem Größenvergleich hinschaut, erkennt mittig unten einen Fisch, den wir lange für Dori gehalten haben. War sie aber nicht. Die haben wir dann im nächsten Bereich gefunden, im Tropical Diver. Gefunden haben wir auch jemand anders.

Das war dann auch die letzte Station und Ihr könnte es Euch sicher denken…Wir haben dieselbe Runde noch mal gedreht. Die erste Runde haben wir so in zwei, zweieinhalb Stunden gemacht. Die zweite so in einer guten Stunde.

Am Ende fanden wir einen Stand, wo man sich seine Fotos vom Eingang anschauen und kaufen konnte. Hier traf uns fast der Schlag. Also anschauen konnten wir sie, d.h. sie waren schon ausgedruckt und alles. Zwei verschiedene Fotos mit unterschiedlichen Hintergründen plus ein paar Bildern vom Dolphin Tales Bereich – in dem wir nicht waren, weil der satte 16 $ zusätzlich gekostet hätte. Das ist jedoch nichts im Vergleich zu dem, was die Bilder kosten sollten. 40 (Vierzig!) US-$! Für Fotos, die sie sowieso schon ausgedruckt hatten und mit unserem entsetzten „Nein“ in den Shredder steckten…

Vierzig Dollar hätten wir nicht mal ausgegeben, wenn wir das Komplett-Programm (Eintritt, Dolphin Tales, 4D-Kino und Behind the Scenes) im Aquarium bezahlt hätten. Öhm, da waren uns die eigenen Fotos Erinnerung genug an diesem schönen Besuch des Aquariums.

Das Parkhaus war übrigens auch nicht so teuer. Ich weiß nur nicht mehr, was ich dafür gelöhnt habe.

Aus Atlanta raus führte uns Lucy wieder ganz hervorragend, wenn auch nicht direkt auf eine Interstate, sondern erstmal die Simpsons Road genau zwischen Bankhead und Hunter Hills lang. Dort bekamen wir das zweite Mal nach New Orleans das arme Amerika zu sehen. Wobei auch hier Apartments und Trailer Parks, wie man es sonst aus Filmen kennt, nicht vorhanden waren. Auch arme Amerikaner leben in Einzelhäusern, die wiederum ziemlich heruntergekommen sind.

Irgendwann kamen wir dann auf die I-20, die wir Richtung Westen fuhren. Am nächsten Tag wollten wir schließlich in Memphis sein. Und das nach Möglichkeit ohne Umwege.

Ich habe doch gesagt, ohne Umwege! 😉

Der Trip von Mobile nach Atlanta und weiter nach Memphis war schon länger geplant. Man schaut sich schon mal die Strecke an, plant eventuelle Übernachtungen und geht dabei die Route etwas ab. Und was entdeckten meine Augen auf der Karte? Bremen. Klarer Fall, wenn wir da sind, dann müssen wir uns vor so einem Schild ablichten. Das war übrigens das erste Mal, dass wir in Amiland so ein gemauertes Ortsschild entdeckten. Tourifalle? Uns egal. Die restliche Tour sollten uns solche gemauerten Ortsschilder noch häufiger begegnen.

Wenn wir schon mal in Bremen sind, dann können wir auch gleich essen. Im Wendy’s aßen wir endlich mal wieder einen Burger. War der geil. Und die Pommes! Die besten Pommes in Amerika findet man definitiv bei Wendy.

Der Laden machte nicht so viel her. Milchige Scheiben, recht heruntergekommen – Bremen halt – und die Bedienung…bei der Bestellung fragte sie mich irgendwas. Keine Ahnung was. Ich verstand…NICHTS. What? Sie wiederholt es…Wort für Wort…im selben unverständlichen Dialekt. WHAT? Und wieder wiederholte sie sich. Schön, das hast Du gerade schon gesagt und ich habe NULL verstanden. Nach dem dritten Mal benutzte sie ihr kaum vorhandenen Intellekt um mit den Händen zu zeigen, was sie wollte. Ich weiß es nicht mehr genau. Ich weiß nur, dass sie schon tierisch angepisst war, weil ich sie ja nicht verstanden habe. Sorry that. Ich sprech nun mal kein Southern.

Naja, wir kamen ja zu unserem Essen. Refill war auch, so dass wir uns noch einen halben Liter Diet Coke für den Weg mitnahmen und dann ging es auch schon weiter. Über Birmingham, wo wir wieder eine süße Skyline zu sehen bekamen am Barber Motorsportpark vorbei, wo Tags zuvor noch ein Indy Car Rennen statt fand. Leider die Gelegenheit verpasst…

Kurz hinter Birmingham kam dann endlich das Lied, worauf man am meisten hofft, wenn man in den USA ist. Auch wenn es nicht auf Besucher zutrifft, so nimmt das Lied einen mit, wenn man den American way of life so hautnah spüren kann, wie wir es konnten.

Circa 50 Meilen vor unserer nächsten geplanten Übernachtungsmöglichkeit machten wir einen Zwischenstop in Jasper, wo wir in einen Walmart reinflitzten um Bier zu kaufen. Vorher erleichterten wir uns. Auf der Toilette sprach mich beim Händewaschen ein Amerikaner an. Das es in der Nähe von Walmart ja immer ein McDonalds gäbe und ob ich wüsste, wo hier einer wäre. Das ich ihm nicht helfen konnte, machte ich ihm schnell klar. 😉

Und dann kam die amerikanische Freundlichkeit wieder zum Vorschein mit einem kleinen Überraschungseffekt. Wo wir denn herkämen (Standardfrage!). Ja aus Deutschland. Er hätte auch einen deutschen Nachnamen. Schkouls. Wie bitte? Schkouls. Großes Fragezeichen bei mir im Gesicht. Es SSI Ätsch O Äl Set. Ach Scholz! Ja, das ist in der Tat ein typisch deutscher Nachname. 🙂

Und was wir denn hier täten und ob es uns gefiele. Das wir hier unsere Flitterwochen verbringen und es uns sehr gefällt. Da freute er sich und wünschte uns, sehr glaubwürdig, herzlichst alles Gute. Und reichte mir die Hand zum Abschied.

Nanu. Susanne sagte mir doch, dass in Amerika sehr selten die Hand gegeben wird. Eigentlich nur guten Freunden und lange Bekannten. Und das wusste ich auch durch Scot und seinem Blog. Ich habe mir seinen Artikel gerade noch mal durchgelesen und da steht:

„Amerikaner, die sich nur beim ersten Kennenlernen und bei sehr formellen Anlässen die Hand geben,[…]“

Ich war jedenfalls total verdattert und kann nur hoffen, dass ich wirklich gerade gestanden habe. 😉

Wir holten nach einigem hin und her unser Bier und Chips, nahmen noch eine Dose Spam für meinen Bruder mit und gingen an die Kasse. Dort wurden wir mit nur zwei Buchstaben wieder mit dem Southern Accent konfrontiert.

Äide, verlangte die Kassierin (die nicht nur die Sachen in Tüten einpacken – zwei Sachen pro Tüte maximal – sondern auch die ganze Zeit stehen müssen. Schönen Gruß an die freundlichen deutschen KassiererInnen!).

Bitte was wollen Sie?

Äide!

Warum zum Henker wiederholen sie dasselbe mit demselben Akzent? Geht das nicht deutlicher?

Ei.Dih.

Ach so, eine Identity wegen des Biers. Warum bin ich darauf nicht selbst gekommen? Ach ja, wegen der nicht sooo deutlichen Aussprache.

Wir wieder zurück zum Auto, wo ich eben noch aus dem Kofferraum mein Jäckchen holen wollte, weil es sich schon etwas zugezogen hatte am Himmel. Ich vernehme noch ein wie ein Alarm klingendes Geräusch und denke:

„Cool. Sogar wenn der Kofferraum offen ist, während der Motor läuft, schlägt das Auto akustisch Alarm.“

Tat es aber nicht. Als ich wieder in den Wagen stieg, saß Steffi kreidebleich dort und sagte, das gerade eben eine Tornadowarnung durchgegeben wurde. Für den Bereich Jasper. Und wo waren wir?

Man solle Schutz suchen und sich von der Straße entfernen. Wir waren rund eine halbe Stunde (laut Lucy) von unserem Motel entfernt. Das sollte genug Schutz sein. Nichts wie hin da.

Auf den Bildern kann man nicht wirklich was erkennen. Fakt ist aber, dass binnen zwei Minuten die Welt bereits unterging. Susanne sagte uns, wenn es regnet, dann wie aus Eimern. Wenn dann noch Wind, wie in unserem Falle sehr starker Wind dazukommt, dann ist das mit der Sicht nicht mehr sooo gut. Das Auto vor uns war schon gar nicht mehr zu erkennen. Ich sah nur an seinen Lichtern, dass er rechts ran fuhr und Schutz unter einer Brücke suchte. Und was die Amerikaner machen, die sich mit solchen Situationen auskennen, das mache ich dann auch.

20 Minuten schauten wir uns den Weltuntergang an, machten brav ein Video – welches ich nicht von der Videokamera auf den PC kriege 😈 – und warteten, dass es besser wurde. Es wurde zum Glück besser und als die vor uns stehenden Autos weiter fuhren, fuhren wir auch weiter. In Hamilton kamen wir tatsächlich eine gute halbe Stunde später an. Regnen tat es kaum noch und wir luden unsere Sachen im Zimmer an.

Wie man vielleicht an meinem Blick erkennt, varieren die Zimmer in Motels nicht sehr stark. Außer in der Sauberkeit. Da machte das Days Inn, in dem wir jetzt waren, einen deutlich besseren Eindruck. Das liegt jedoch nicht immer an der Kette an sich, sondern an dem jeweiligen Besitzer.

Wir nutzten die frühe Ankunftszeit, es war kurz nach sechs, um endlich die Karten zu schreiben, die wir schlauerweise mitgenommen haben. Danach war uns noch nach etwas Stärkung, also stiegen wir noch mal ins Auto und fuhren zum Taco Bell, wo wir irgend so ein Menü bestellten. Fehler!

Die Wraps waren gar nicht schlecht, kein Vergleich zum Speedy Taco, den ich aus dem Foodcourt in der Waterfront kenne. Das Enchilada kam auch sehr gut daher. Was gar nicht ging, waren die Pommes oder was immer das auch sein sollte. Pommes irgendwie nicht. Jedenfalls waren die mit Zimt (ja Katrin, mit Zimt!). Ich aß sie trotzdem auf, waren ja bezahlt. 😉

Der Kassierer sprach relativ deutlich und fragte uns auch, wo wir her kämen und wo wir hin gingen. Morgen geht es nach Memphis. Dann schönen Gruß an die Grizzlies, wenn wir die Gelegenheit hätten, sollten wir uns ein Spiel von denen angucken.

„Football?“, fragte ich sogleich und hatte kaum das Wort ausgesprochen, da antwortete er schon. Basketball. Fettnäpfchen. 😳

Flittern in sweet home Alabama (4) – Nordsee gegen Golf von Mexiko

Der erste Tag, an dem wir halbwegs uns an den neuen Sonnenstand gewöhnt hatten. Dafür war mein Hals dicker geworden. Wie gesagt, unter dem Ventilator zu pennen ist nicht sooo empfehlenswert, wenn man es nicht ab kann. Und ich bin auch nicht aus so hartem Holz wie Janek geschnitzt. 😉

Heute sollte dann der für mich langweiligste Tag im Urlaub werden. Die Frauen hatten eine Tour zum Tanger-Outlet in Axel Foley geplant. In den USA soll man ja so günstig Klamotten bekommen und das wollte sich Steffi nicht entgehen lassen. Und meine Cousine hatte noch reichlich Coupons gesammelt („Amerikaner lieben Coupons“).

So machten wir uns vormittags auf den Weg und hatten Gelegenheit, die beeindruckende überwältigende für amerikanische Verhältnisse mickrige Skyline von Mobile zu fotografieren.

By the way. Mobile wird nicht wie das amerikanische Wort für Handy, als Mobeil ausgesprochen. Es wird auch nicht, wie ich fälschlicherweise verbreitet habe, Mobl ausgesprochen. Es wird schlicht und ergreifend Mobil ausgesprochen. Das nur mal zur Info.

Auch an unserem vierten Tag in Mobile lernten wir einiges über den Verkehr auf Amerikas Straßen. In Alabama ist es z.B. erlaubt, rechts zu überholen. Es wird zwar für langsam fahrende Fahrzeuge empfohlen, rechts zu fahren. Aber es wird auf deutschen Straßen auch empfohlen, 130 km/h zu fahren. Die Wirkung ist hüben wie drüben gleich Null. Und deshalb wird der schwarze Pickup in wenigen Sekunden den weißen Pickup überholen. Und das ist vollkommen in Ordnung dort.

Auf dem Weg nach Foley bekam ich noch folgendes Bild vor die Linse:

Ich sag ja immer: Was den Amerikanern seine Waffengesetze, sind dem Deutschen sein Recht auf freie Fahrt auf deutschen Autobahnen. Beides tötet Menschen und beides wird mit den irrsinnigsten Argumenten verteidigt.

Und ja, bei Walmart kann man immer noch Munition für seine Waffen kaufen…

Aber wir die Mädels wollten ja Klamotten kaufen. Kaum angekommen, ging es auch schon ins erste Geschäft. Ich entdeckte beim gelangweilten Herumschlendern eine Cargo-Hose für 15 $. Plus 10% Tax und minus den 20% Coupons…hmmm. Macht einen verdammt guten Preis. Nehme ich doch einfach mal mit. Steffi erstand ein Oberteil mit Rolling Stones Zunge drauf und eine kurze schwarze Hose.

Im Anschluss ging es ins Pac Sun, wo ich mir, wie vom Tag erwartet, die Beine in den Bauch stand. Leider ohne, dass Steffi Erfolg hatte. Die Hosen dort passten irgendwie nicht.

Danach drehten wir im Inner Circle so unsere Runde und wurden nicht wirklich weiter fündig. Außer in einem Laden, wo ich zwei coole T-Shirts ausmachte. Eines mit dem Aufdruck „black and yellow“, passenderweise in gelb auf schwarzem Grund und dann noch, wir kennen es alle, dem Aufdruck „Legendary„. Steffi konnte immerhin noch einen Schal abstauben und ein Oberteil für ihre Schwester war auch gefunden.

Im Outlet von Calvin Klein wurde mir das erste Mal klar, wie günstig die Klamotten eigentlich sind. Schade, dass es bei Calvin Klein so gar nichts schönes gab. Als wir dann aber den Shop von Tommy Hilfiger betraten, muss es bei mir irgendwie *klick* gemacht haben. Auf jeden Fall staubte ich dort eine Jeans und ein cooles Shirt ab und bezahlte einen Witz dafür.

Kleine Rechnung: Die Jeans war runtergesetzt auf 35 $. Darauf kamen noch 40% Rabatt. Minus 20% vom Coupon.  Macht nach meiner Rechung keine 17 Dollar. Dann noch 10% Tax wieder raus, sagen wir 18,50 $. Jetzt ziehen wir 25% ab, dann hat man den Preis in Euro, also ca. 14 Euro. Für ne Hilfiger-Jeans made in China. Komischerweise kassierte der Angestellte noch mal weniger, als den von uns ausgerechneten Endpreis. Mir war es recht, sollte aber keine Ausnahme bleiben. Fast immer zahlt man weniger als selbst ausgerechnet. Das nenne ich Service. 🙂

Jetzt war ich heiß. Erstmal ein Blick auf die Infotafel…

Ich brauchte noch unbedingt neue Schuhe. Fündig wurde ich bei Skechers, wo man, auch typisch für Amerika, das zweite Paar Schuhe für die Hälfte bekam. Und die waren schnell gefunden. 😉

Steffi, nun ja, ging leer aus. Aber darauf konnte ich, einmal dem Kaufwahn verfallen, keine Rücksicht mehr nehmen. Susanne erzählte uns von irgendwelchen In-Marken. Ich bin ja schon froh, dass mir der Name Tommy Hilfiger was sagt. Sie erklärte uns, dass American Eagle in Europa wohl total angesagt wären. Also rein in den Laden. Die Sachen waren zwar ganz nett, aber T-Shirts, Hosen und Schuhe hatte ich nun und brauchte ich nicht mehr. Egal wie „in“ gerade irgendeine Marke ist.

Doch dann sah ich die Umhängetasche, die mir sofort gefiel. DIE musste ich einfach haben. Und *zack* gekauft. Steffi schoss dann noch ein wirklich schönes Oberteil dort, dass ihr verdammt gut steht.

Kaum raus, ging es in den nächsten Laden, wo einer DER In-Marken verkauft wurde – Aeropostal. Kannte ich auch nicht, aber um mich ging es nicht mehr. Jetzt sollte Steffi noch ne schöne Hose finden. Doch ich war es, der noch eine Hose fand. Eine Badehose. Die musste ich einfach haben…okay, musste ich nicht, aber hallo…Kaufwahn!

Nun war ich wirklich komplett neu ausgestattet. Steffi dagegen war angesichts meiner Erfolge etwas traurig. Klar, sie freute sich für mich, weil der Tag nicht wie befürchtet, total langweilig für mich war. Aber ne neue Hose hätte sie schon noch gerne gehabt. Und die sollte sie bei Pac Sun dann doch noch finden. Im ersten Laden, wo sie bereits Hosen anprobiert hatte, fand sie dann doch noch ein edles Teil, dass ihr auch gut stand.

Und so konnten wir unseren gemeinsamen Erfolg gebührend im Waffle House feiern. Im Waffle House sitzt man so, wie man es aus amerikanischen Filmen kennt, auf Bänken am Fenster und wird, wie man es aus den Filmen auch kennt, bedient. Dort aß ich meinen ersten Burger in Amerika. Und sollte Lust auf mehr bekommen. 🙂
Frisch gestärkt ging es weiter südlich nach Gulf Shore. Der Name war Programm, erstmals waren wir direkt an der Küste zum Golf von Mexiko. Und konnten das warme Wasser genießen, was erst in ein paar Monaten an der Nordsee ankommt. 😉

Und nein, dass Wasser war nicht deshalb warm, weil wir da reingep….wie auch immer. Ganz ehrlich waren wir auch nur kurz mit den Füßen im Wasser, denn der Himmel war wie an der Nordsee  bedeckt. Und für mehr als sitzen hat es einfach nicht gereicht. Die Freude, an der Golfküste zu sein, war aber groß. Wie unschwer zu erkennen ist.

Wie gesagt, lange blieben wir nicht, weil der Wind recht frisch war und ich sowieso schon angeschlagen. Und meine freudige Erregung über die erfolgreiche Einkaustour wollte ich mir nicht vom Wind wegblasen lassen. Im nächsten Bild kann man dann auch erkennen, dass es nicht ratsam war, ins Wasser zu gehen.

Die gelbe Fahne ganz links deutet schon unruhiges Meer an. Das keiner im Wasser war, haben wir dann fälschlicherweise auf die gelbe Fahne bezogen, was natürlich quatsch ist. Klar kann man ins Wasser, man sollte jedoch die entsprechende Vorsicht walten lassen.

Nicht lange und wir gingen wieder den Heimweg an, nicht jedoch ohne uns mit Postkarten einzudecken. Der eine oder andere wollte ja noch ne Karte haben.

Auf dem Rückweg bestaunten wir noch einen nicht ganz so üblichen Eingang.

Ein kleiner Umweg über eine amerikanische Apotheke wurde noch gemacht und während Susanne irgendwelche Medikamente abholte, nutzte ich die Gelegenheit für ein paar Fotos. Pharmama hat auch schon ne Mail bekommen. 😉

Kaum zu Hause angekommen, wurden unsere Trophäen ausgebreitet und abgelichtet.

Ach ja, die Kopfschmerztabletten haben wir ja auch noch bei der Apotheke geschossen.

Der Abend verlief jedenfalls wie üblich. Lagerbier, Küchentisch, kennen lernen über nette Unterhaltung. 🙂

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We are sailing (Türkei, 4. Tag)

Um viertel nach acht klingelte unser Wecker. Nanu? Wasn hier los? Warum werden wir von unserem Wecker aus dem Schlaf gerissen und nicht vom Imam? Hat er auch verpennt? Wird Montag morgen nicht gebetet?

Egal, ich hatte andere Sorgen, die mich auf schnellsten Wege zur Toilette führten und womit der Tag beschissen anfing. Danach taperten wir zum Frühstück, wo es Rührei gab, von dem ich vorsichtigerweise nichts probierte und mich lediglich auf Melone und trockenem Brot fixierte. Steffi hatte auch Bauchschmerzen, aber nicht so stark, als das man (oder frau) auf Rührei verzichten müsste.

Danach machten wir uns für den Ausflug bereit und traten auf die Straße.

Hah! Wusste ich es doch. Ich hatte am Vortag doch einen Oldenburger gesehen.

Und das in der Türkei. So kann doch kein Urlaubsfeeling aufkommen, wenn man ständig an die Heimat erinnert wird. Wobei das ja noch witzig ist. Weniger witzig fande ich den Umgang der Deutschen, die uns am Vortag noch berieten, mit dem Personal.

Jetzt wollten wir aber den Ausflug genießen und waren dann auch ruckzuck wieder in Urlaubsstimmung. 🙂

Unser Schiff hatte mit Abstand die größte türkische Fahne, die dort ja allgegenwärtig ist. Aber sollte es auch der großartigste Ausflug werden?

Auf jeden Fall war nach ein paar Minuten bereits die Aussicht großartig. Zu den Klängen des „Best of“ von Rod Stewart schipperten wir von der Bucht von Turunc weg und ich konnte Fotos ohne Ende machen. Außerdem hätte ich mir die Mühe am Vortag schenken können. Geschenkt…

Und auch nette Leute waren an Bord. Eine türkische Mutter mit ihrer Tochter, die, nicht älter als 14 Jahre, bereits mit zwei Pfoten am Bauch tätowiert waren. Überhaupt Tattoos. Wir dachten zeitweise, wir sind die einzigen, die ohne Tattoos an Bord waren. Ein englisches Ehepaar flätzte sich ganz in die Ecke, und der Rest war eine niederländische Gruppe von vielleicht acht Personen.

Die türkische Mutter bot dann auch von sich aus an, uns gemeinsam zu fotografieren.

Kurz darauf sollte uns auch klar werden, warum am Hafen von Turunc das Buchtenhoppen nicht nur mit Five Bay Cruising beworben wurde, sondern mit BBQ-Cruising. Das BB steht nämlich auch für Blue Bay.

Und Barbeque sollte es auch noch geben, denn vorne am Bug war ein Grill montiert, wo das Fleisch für das Mittagessen frisch gegrillt wurde.

Zur Erinnerung: Das Essen war in der Fahrt inklusive und kostete zehn Euro pro Person. Die Tour sollte von 10:00 Uhr bis 17:30 Uhr gehen. Für zehn Euro. Pro Person. Inklusive leckeren und frischem Mittagessen. Nur die Getränke musste man bezahlen. Ein halber Liter Wasser (gekühlt) für einen Lira. Also 50 Cent. Andere Erfrischungsgetränke kosteten 1 Euro und Bier 1,50 Euro. Aber wer trinkt bei 35 Grad auf dem Meer schon Bier? Außer die Engländer? 😉

Keine Frage, wir genossen den Ausflug in vollen Zügen. In jeder Bucht hatte man eine halbe Stunde Gelegenheit zum Schwimmen, Schnorcheln, Springen oder Spazieren am Strand. Was wir auch taten. Hauptsächlich die ersten drei Aktivitäten hatten es uns angetan. Dafür waren wir schließlich da.

Und zwischen den Buchten wurde ausgiebig gedöst und immer fleissig mit Sonnenschutzmittel (Faktor 60) eingecremt. Allerdings war das im türkischen Süpermarket gekaufte Sonnenschutzmittel vermutlich in einer Hinterhofgarage hergestellt worden. Die eine Sprayflasche war so dickflüssig, dass die Sonnenmilch nicht herauskam (und die war im Hotel) und die andere so flüssig, dass sie wohl mit zu viel Wasser verdünnt wurde…und die hatten wir mit.

Da wir die zehn Euro pro Person nicht ausgegeben haben, um unter Deck im Schatten zu sitzen und ich vielleicht einmal das Eincremen vergessen habe, brannte meine Haut irgendwie leicht. Vielleicht lag es auch daran, dass mein Durchfall nicht besser wurde. Davon abgesehen war das Fazit der Tour einstimmig. Both thumbs up!

Abends merkte ich, dass irgendwie mit mir was nicht stimmt. Der Durchfall war jetzt so schlimm, dass ich kaum noch zur Ruhe kam. Ob es daran lag, dass ich morgens die Imodium Akut mit Leitungswasser runtergespült habe? Außerdem wurde mir ganz kalt, was durch die Klimaanlage über den Bett noch verstärkt wurde.

Erstmals schliefen wir ohne laufendem Klimagerät ein…

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