Und dann war da noch (2)

Die Familienmitglieder, die gerne noch die Entscheidung bei RTLs Supertalent mitverfolgen wollten und bezeichnenderweise dabei einschliefen. Steffi und ich machten derweil in der Wohnung klar Schiff. Was man währenddessen halt lieber macht. 😉

WikiLeaks

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Wohnungsnachteile

Eine schöne Wohnung wie die unsere hat nicht nur Vorteile. Auch wenn unsere Gegend einen üblen Namen und einen noch übleren Ruf hat, ist alles nicht so schlecht wie es mal war.

Das sogenannte Gesocks das hier rumläuft ist fast ausnahmslos nicht dunkelhaarig, was manche Kollegen nicht glauben wollen. Wenn ich vormittags Brötchen holen gehe, sind es nicht die Türken die besoffen auf der Straße rumtorkeln, sondern es sind die Deutschen. Die südeuropäischen Nachbarn sind nahezu alle gut gekleidet, fahren dicke Autos und gehen mit ihren Kindern spazieren. Und dafür muss nicht Sonntag sein und ein kirchlicher Zwang dahinterstecken.

Apropos Religion: Die Moschee ist bei uns gegenüber, aber von der habe ich noch nie was gehört. Im Gegensatz zu dem schrecklichen Glockengebimmel der evangelischen Kirche ein paar hundert Meter weiter. 👿

Aber ich wollte hier keine rassistischen Vorurteile widerlegen, sondern auch mal den einen oder anderen Nachteil unserer Wohnung aufzeigen.

Da wäre zum einen die Garage. Wir haben eine und das ist toll. Leider war ich beim Einzug so dumm und habe das Parken meines Autos in der Garage damit gerechtfertigt, dass ich das neuere Auto habe. Seitdem Steffi das neuere Auto hat, darf sie in der Garage parken und ich darf draußen vor der Tür nach einem Parkplatz suchen. Gut okay, dafür muss ich mich nicht mehr mit der Kundschaft des Imbiss unter uns rumschlagen, aber so viele Parkplätze gibt es vor unserer Tür auch nicht. Und wenn man Urlaub hat, dann ist man in der dummen Situation, dass ich ab 9 Uhr alle zwei Stunden das Auto umparken müsste, um keinen Strafzettel zu bekommen. So geschehen in der letzten Urlaubswoche Anfang April. 5 Euronen, die man sich hätte sparen können.

Anwohnerausweis? Für die sechs Wochen Urlaub im Jahr nicht sehr lohnenswert denke ich…

Alternativen? Kaum. Eine Möglichkeit wäre, einen Parkplatz um die Ecke zu besetzen, wo die Nachbarn am Stadion wohnen. Zwei wären tatsächlich frei, aber…unseren Vermieter gefragt, und der haderte. Denn zwei Mieter haben kein Auto. Eine davon hat einen Freund mit Auto. Bleibt noch ein Parkplatz übrig. Und wenn die Mieter ausziehen und andere mit Auto einziehen? Habe ich wieder verloren.

Aber vielleicht kann man ja was in der Urlaubszeit machen. Ich frage noch mal. 😉

Ja, das wäre der eine Nachteil. Der andere ist da schon kriminellerer Natur. Letzte Woche war die von der Stadt durchgeführte Papierabholung. Anfang des Jahres hat die Stadt Delmenhorst das wieder in die Hand genommen, nachdem ein langer Rechtsstreit zu ihren Gunsten ausgegangen ist. Warum überhaupt die lukrative Papierabholung an einen Privatanbieter gegangen ist, weiß ich nicht. War ja (zu) lange Zeit Bremer und habe mich für Delmenhorst nicht wirklich interessiert. Vielleicht war es ja der Klüngel, wäre ja nichts neues.

Wo war ich? Ach ja, letzte Woche war Papierabholung und wenn Steffi schon die Garage besetzt, dann muss sie auch an die Mülltonnen denken. Ein fairer Deal wie ich finde, schließlich habe ich mich auch immer um die Mülltonnen gekümmert, als ich in der Garage parkte. Nach fünf Monaten klappt das auch alles mehr schlecht recht als recht schlecht und viel zu oft gelegentlich gaaaanz selten bin ich ihr bei der Erinnerung der jeweiligen Mülltonnen behilflich. Ich stellte also Mittwoch morgen die Papiertonne raus und als ich Mittwoch nachmittag nach Hause kam, war die blaue Tonne schon nicht mehr da. Wow, hat Steffi sie sogar schon wieder reingenommen?!

Ich wäre aber nicht ich, wenn ich nicht zaghaft nachfragen würde, ob sie heute morgen an die Papiertonne gedacht hat. So lässt sich immer mal ein kleines Lob und ein sanfter Popoklaps verdienen.

S (beschämt): Nein, habe ich vergessen. Hast Du daran gedacht?
I (verwirrt): Äh ja natürlich. Hast Du die Tonne nicht schon wieder reingeholt?

S (klappst mir auf den Hintern): Danke schön, Spatzi. Nein, die Tonne habe ich nicht reingeholt, wieso?

Und da wurde mir bewusst: Unsere blaue Papiertonne wurde geklaut! Dazu muss ich sagen, dass wir zu Jahresbeginn von der Stadt zwei Tonnen bekommen haben. Ich habe rumtelefoniert, dass wir nur eine brauchen. Ein Arbeitskollege wollte sie haben und hat sie doch nicht abgeholt. Und unser Frisör unter uns zeigte sich schon genervt, weil die blaue Tonne unten überflüssigerweise rumstand. Eines Nachts habe ich sie dann auf die andere Straßenseite zu den anderen überflüssigen Tonnen gestellt, wo diverse Wohnungen leerstehen und auch nicht alle gebraucht wurden. Nach ein paar Wochen wurden die Tonnen dann endlich abgeholt und unser schönes Straßenbild wiederhergestellt.

Und jetzt wird einfach unsere Tonne geklaut! Und meine Kollegen lachen sich wieder schlapp, weil ich hintertelefonieren darf, damit uns eine neue Tonne geliefert wird.

Naja, wenn es sonst nichts ist…

Sonst ist nämlich auch nichts. Das war es schon mit den Nachteilen unserer Wohnung. Bis jetzt. Aber wir leben ja auch erst seit einem Jahr hier. 😉

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Lucy in the sky with diamonds

Heute wurden ein paar Sachen eingekauft:

– eine rutschfeste Unterlage

– zwei Keramikschälchen

– eine Plastikstäbchen mit Federn dran

– eine Wollmaus, die bei Bewegung quiekt

Nur mit der Katze sollte es nicht so recht klappen.

Heute mittag machten sich Steffi und ich auf den Weg um uns eine Katze anzuschaffen. Zuerst ging es zur Tierpension von Ute Mahlstedt. Die hatte aber dicht und bevor wir mittags bei den anderen Tierheimen auch vor verschlossenen Türen stehen, haben wir oben aufgeführte Sachen gekauft. Ein Katzenklo und eine Transportbox war ja schon vorhanden.

Um kurz nach drei machten wir uns erneut auf den Weg und fuhren wieder zuerst zur Tierpension von Frau Mahlstedt. Dort erklärte uns eine junge Dame, dass es eine TierPENSION ist. Und kein Tierheim. *dooh*

Also weiter zum Tierschutzhof in Schillbrok. Dort hinzufinden ist gar nicht so einfach. Man verlässt die Hauptstraße, unterquert diese um dann in ein kleines Waldstück zu fahren. Sehr komisch das. Viel komischer war dagegen die Tatsache, dass wir zwei Minuten später unverrichteter Dinge denselben Weg wieder zurückfuhren, weil der Tierschutzhof bis zum 12.04. dicht ist…

Also wurde die letzte Station unserer Liste angesteuert. Das Tierheim in Bremen an der Hemmstraße. Dort trafen wir anfangs auf eine sehr resolute aber lustige Angestellte, der wir unser Anliegen mitteilten.

S: Wir suchen eine Wohungskatze.

Angestellte: Wie groß ist denn die Wohnung?

I: 110 qm.

A: Und dann suchen sie nur eine Katze?

Sie stellte uns dann Joe vor, ein Traum von einem Kater. Mit markanter Gesichtsform und sehr zutraulichem Charakter. Er umgarnte uns sofort und wir hatten uns schon tatsächlich für die erstbeste Katze entschieden, als die Angestellte wieder zurückkam und uns leider mitteilte, dass der Kater tagsüber auf gar keinen Fall lange allein bleiben kann/darf. Aber ihre Kollegin hätte auch noch einige Hauskatzen, zu der gingen wir dann.

Als erstes stellte sie uns Merle vor. Merle war sofort bei uns und machte einen auf Liebwetter. Angst zeigte sie keine und der typische Fall von „Euch will ich haben“. Wir bekamen dann noch einige andere teilweise auch sehr bedauernswerte Katzen gezeigt, wie Moro oder Schieli, aber Merle war einfach zu präsent gewesen. Naja, bei dem Namen. 😉

Die Schutzgebühr sollte dann 80 Euronen betragen. Ein fairer Preis, wenn man bedenkt, dass

– alle Tiere kastriert abgegeben werden

– ärztlich bestens versorgt wurden

– kein Hehl aus den Vorgeschichten gemacht wurden (wir wurden über jede Katze mit all ihren Problemen informiert)

– die Tiere die dort bleiben auch versorgt werden müssen

– nicht jeder dort ehrenamtlich arbeitet

– wir den persönlichen Kratzbaum von Merle auch mitbekommen haben

– wir in den nächsten zwei Wochen, sollte tatsächlich mit der Katze gesundheitliche Probleme auftauchen umsonst bei der Tierklinik ankommen dürfen

– und alle Tiere dort kostenlos aufgenommen werden

Nur leider hatten wir keine 80 Euro dabei, also fuhren wir zur nächsten Bank um Geld zu holen. Auf dem Weg dorthin überlegten wir uns dann einen neuen Namen. Bei aller Liebe, aber bei Merle denke ich nicht an eine Katze. 😉

Lili und Lola waren No-Gos für mich (na, wer weiß warum?). Robin passte nicht – womit wir die Namen bei Himym abgehakt hatten und auf Stella kamen wir nicht – also nahmen wir die Farbe der Katze als Ausgangspunkt.

Blacky? Hmm, nein.

Pam? (wegen Pam Grier)….auch nicht.

Luzifer…Lucy? Jau, Lucy ist super.

And here she comes, Lucy:

Und gerade eben entdeckten wir, dass der Name Lucy doch in Himym vorkommt. Lucy ist nämlich die Tochter von Stella, Teds Freundin in Staffel drei (übrigens gespielt von Sarah Chalke, der Elliot Reid aus Scrubs).

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