Was ich loswerden will (65)

Die Zeitung und ihre Leser und die Leser und ihre Zeitung

Roberto J. De Lapuente und der Teufelskreis der Self-Fulfilling Prophecy.

„Der Leser erfährt seine Umwelt mit den Prämissen, die seine Zeitung ihm geimpft hat – und die Zeitung sieht die Prämissen bestätigt, wenn der Leser in ihr zu Wort kommt, um sie empirisch zu verifizieren. Eine Symbiose.“

Und in seinem tags darauf erschienenen Beitrag „Araber dramatisch arbeitslos“ über die realen Auswirkungen dieser selbsterfüllenden Prophezeiung.

„Und die Gründe sind sicherlich nicht Faulheit oder Kuschelstunden in der sozialen Hängematte, sondern tatsächlich die erschwerte Vermittlung, an der auch die Presse mitgewirkt hat, indem sie die Muslime kriminalisierte.“

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für die seelenbalance

Der kinderdoc hat mal wieder eine impfunwillige Mutter in der Praxis.

„auch impfbefürworter sind oft sehr dogmatisch und streng, aber wenn es um empfehlungen zum schutz von kindern und auch um den schutz der allgemeinheit geht, muss man genau so sein.“

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Schwer bedroht

Dem Fernsehkritiker wird das Drehbuch und die „Produktionsbibel“ von der Scripted-Doku „Schwer verliebt“ auf Sat.1 zugespielt. Doch der Kontakt zu dem Kandidaten bricht mehrfach ab.

„Unter dem Strich zeigt sich, welchen Druck solche harmlos wirkenden abendlichen Unterhaltungssendungen nicht nur auf ihre Protagonisten ausüben, sondern auch auf diejenigen, die kritisch darüber berichten. Und es zeigt sich, was für ein Schlag Mensch für diese unwürdigen Scripted-Sendungen verantwortlich ist.“

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Was mich nervt

– Wenn man das Wort Soße mit weichem ’s‘ ausspricht…oder Jever mit einem weichen ‚w‘ statt mit einem vernünftigen ‚v‘.

– Meinungs-Journalisten (oder besteht Eure Zeitung nur aus Kommentarspalten und Anzeigen?)

– „Freunde“, die mich bei Facebook zu irgendwelchen Spielen einladen, aber sonst kein Wort mit mir wechseln. Oder sonstwie Feedback geben.

– Leute, die bei Facebook, in Foren, Blogs oder sonstwo im Internet beleidigende Kommentare weit unter der Gürtellinie abgeben und glauben, das wäre Kritik.

– Autofahrer, die einem die Vorfahrt nehmen um dann weit unter der Höchstgeschwindigkeit vor einem hertrödeln.

– Autofahrer, die vor einem hertrödeln um dann vor einer gelben Ampel Gas zu geben um noch schnell rüberzukommen.

– Überhaupt Menschen, die frei nach dem Motto „Nach mir die Sintflut“ leben…

– Leute, die sich darüber aufregen, dass junge Türken machohaft rumlaufen und dabei übersehen, dass es deutsche Jungs genauso machen. Oder gibt es einen Unterschied zwischen 3-er BMW und Golf GTI?

– Machogehabe… 😉 Nein, ernsthaft. Wem versucht man was zu beweisen mit dem Getue? Habt Ihr sonst nichts auf dem Kasten, dass Ihr rumlauft, als hättet Ihr Rasierklingen unter den Achseln?

– Nachts auf Toilette müssen.

– Ungebetene Ratschläge.

– Und vor allem Rassismus. Nein, unsere Rasse, Kultur oder Herkunft ist nichts besseres als irgendeine andere auf der Welt. Erstens gibt es keine Rassen, zweitens kann niemand was für seine Herkunft und drittens ist den meisten unsere Kultur sowieso vollkommen fremd.

Und Ihr so?

 

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Glückseligkeit

Seit gestern habe ich mein Handy Smartphone wieder. Über zwei Wochen war es in der Reparatur und ich habe es doch ein wenig vermisst.

So war meine Laune am Samstag schon nicht zu schlagen, da ich den langersehnten Anruf des O2-Shops bekam. Leider kurz vor deren Ladenschluss, aber mit dem freundlichen Hinweis auf den verkaufsoffenen Sonntag in Delmenhorst. Eine gute Gelegenheit, mal an die frische Luft zu kommen. 😉

Es war eh mittelalterlicher Markt in Delmenhorst und bei einem Blick in die Zeitung, um zu erfahren, wie lange verkausoffener Sonntag ist, las ich noch, dass der Wasserturm geöffnet ist. Na hallo! Da kann man doch gleich sein Fitnessprogramm auf den Sonntag ausdehnen.

Also zuerst zum O2-Shop, dann über den Mittelaltermarkt und zu guter Letzt den Wasserturm hoch. Was für mich insofern eine Herausforderung ist, weil wegen Höhenangst. Da das Geländer an der Außenseite der Wendeltreppe war, musste ich zwischendurch anhalten um tief Luft zu holen…außerdem kam Steffi nicht ganz hinterher, die mit den hohen Stufen kämpfte. Oben wurden wir dafür mit der guten Aussicht entschädigt. Also für Delmenhorsts Verhältnisse. 😉

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Unterwegs

Die Info-Briefe für die Gäste sind jetzt unterwegs. Dafür habe ich mich sogar bei der Post einsperren lassen.

Nachdem ich heute bei meinen Eltern in fachmännischer Manier ein Netzwerkanschluss repariert habe und das Gerät so zum Laufen brachte, flitzte ich um kurz vor18 Uhr mit einem Berg voll Briefen noch zur Hauptpost in Delmenhorst.

Wie knapp das alles war, zeigte sich, als ich raus wollte. Da war die Tür bereits abgeschlossen und so war ich (und noch eine weitere Kundin) eingesperrt. Was tut man nicht alles für die Hochzeit. 😉

Hier für alle Ungeduldigen – und meinem Trauzeugen, der mich zu Hause noch nicht erreicht hat und ich deshalb sein Exemplar noch nicht überreichen konnte – die Hochzeitszeitung, wie ich sie an die geladenen Gäste verschickt habe.

Hochzeitszeitung

Ein klitzekleiner Fehler ist eingebaut. Wer ihn findet, darf ihn behalten. 😉

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Polizei gegen Bürger gegen Polizei

Die Aufstellung von Holger, die ich gestern vorstellte, gefiel mir sehr gut. Heute morgen bekam ich in der Presseschau des Deutschlandfunks Gelegenheit, dass Spiel auch mal zu spielen.

Dort wurde ein Kommentar der Lausitzer Rundschau vorgelesen, den man ebenfalls als einseitige Meinung auffassen kann und entsprechend auch für die Gegenseite anwenden kann:

Mehr Prävention rufen die einen, schärfere Gesetze die anderen. Beides ist mindestens gleich wichtig. Denn der Angriff auf einen Polizisten markiert auch immer einen Angriff auf den Rechtsstaat.

Mehr Prävention rufen die einen, schärfere Gesetze die anderen. Beides ist mindestens gleich wichtig. Denn der Angriff auf einen Bürger markiert auch immer einen Angriff auf den Rechtsstaat.

Wer in jungen Jahren keine Erziehung zur Gewaltlosigkeit und Toleranz genossen hat, der kann später eher dazu neigen, selbst Gewalt anzuwenden. Hier ist auch das Elternhaus gefordert.

Und dem sollte auch nicht die Möglichkeit gegeben werden, seine Gewaltbereitschaft im Polizeidienst auszuleben.

Wenn das versagt, muss zumindest die Abschreckung größer werden, als sie bislang in Paragrafen gegossen ist. Bis heute gibt es keine Mindeststrafe für tätliche Angriffe gegen Polizisten.

Wenn das versagt, muss zumindest die Abschreckung größer werden, als sie bislang in Paragrafen gegossen ist. Bis heute gibt es keine Mindeststrafe für tätliche Angriffe gegen Bürger.

Und warum bei gewalttätigen Übergriffen auf Sicherheitsbeamte nur zwei Jahre Haft drohen, aber bei Beschädigung ihres Polizeifahrzeuges fünf Jahre, ist auch keinem vernünftigen Menschen zu vermitteln.

Huch! So einseitig kann ich dann doch nicht schreiben. Zum Glück kam heute morgen auch ein Kommentar aus der „tageszeitung„:

Verlogen ist zudem die Darstellung, dass Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte derzeit nur mit maximal zwei Jahren Haft bestraft werden könne. Denn dabei wird unterschlagen, dass jede Verletzung eines Polizisten zusätzlich bestraft wird: mit bis zu fünf Jahren Haft – und wenn zum Beispiel ein Messer im Spiel ist, sogar mit bis zu zehn Jahren.

Und ich möchte wetten, dass ein Kollege immer so hilfsbereit ist und eine weitere Verletzung bestätigen wird.

Abschließen möchte ich mit dem letzten Kommentar, der in der Presseschau zu dem Thema zu Wort kam. Und zwar dem „Mannheimer Morgen„:

Allerdings plädiert die Union lediglich für vergleichsweise billig zu habende höhere Strafandrohungen. Wenn es um die sehr viel kostenintensivere Ausstattung und Ausbildung von Polizisten geht, zeigen sich dieselben Politiker schon sehr viel zugeknöpfter. Wer es aber mit seinen Beteuerungen, Polizisten besser schützen zu wollen, wirklich ernst meint, müsste sich für beides einsetzen.

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, denn hier ist der Kreis zum ersten Zitat aus der Lausitzer Rundschau geschlossen. Nur das die zu dem Thema Prävention gar nichts zu sagen hatte. Findet es aber immerhin wichtig…Immerhin…

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