Verarschende Werbung

Weniger witzig fand ich die Werbebeilagen der Sonntagszeitung.

Als erstes fiel mir das Prospekt von kik in die Hände. Da preisen die doch tatsächlich ihr umweltfreundliches Verhalten an, indem sie in verherrlichender Manier darüber sinnieren, dass ihre Billig-Klamotten aus China mit einem Dampfer rüberkommen.

Das ist an Dummdreistigkeit wohl kaum noch zu überbieten! Wenn dieses auf billig getrimmte Unternehmen tatsächlich Verantwortung übernehmen würde, dann würde er seinen Näherinnen in China und Bangladesch, wie auf der Route gut zu erkennen, angemessene Löhne bezahlen. Aber dann könnte man keine Damen-Shirts mehr für 4,99€ verkaufen.

Da wird ein aus betriebswirtschaftlichen Gründen vollzogener Schritt – das mit zig Tonnen gefüllte Schiff ist nun mal effizienter und kostengünstiger als das Flugzeug – als Vorteil für den Kunden verkauft. Doch wo bitte schön bleiben die Vorteile für die Näherinnen, die in knastähnlichen Zuständen 16 Stunden und länger arbeiten müssen?

Verantwortung sieht in meinen Augen anders aus!

Bei der Gelegenheit möchte ich auf die Kampagne „Saubere Kleidung“ hinweisen. Und dieses Video sollte man sich auch gleich noch zu Gemüte führen.

Auf beides (Website und Video) bin ich durch das großartige Blog Konsumpf gestoßen (worden).

Übrigens: Nicht umsonst wird beim Browser-Addon WoT die Website von kik mit gelb eingestuft. 😉

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Nicht ganz so schlimm, aber auch die Schlagader zum Schwellen brachte mich die Beilage von Netto.

Hier wird mit dem bevorstehenden Feiertag zur Einheit Deutschlands Werbung gemacht. An sich eine tolle Sache, wenn man über zwanzig Jahre nach der Grenzöffnung nicht immer noch mit Ost und West werben würde. Auf der einen Seite die typisch ostdeutschen Spezialitäten, auf der anderen Seite der westdeutsche Fraß Beitrag.

Witzigerweise orten die Macher des Prospekts konsequent Ost und West nicht geographisch ein (vielleicht politisch?). Links ist Osten, rechts ist Westen. Da können die Lehrer ja wieder einiges aufarbeiten…

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Saufziege

Ich muss jetzt mal ein paar schonungslos ehrliche Worte verlieren.

Es ist unglaublich, mit was für einer versoffenen Kreatur ich die Wohnung teile. Entschuldigung für meine Wortwahl, aber außer Saufen, Fressen und Schlafen ist da nicht mehr viel. Ach ja, und Scheißen. Okay, ab und an vielleicht noch kuscheln, aber will man das mit einem Weib, deren Rasierer sie nur vom hörensagen kennt?

Und wehe, es wird mal ein Wunsch nicht pronto erfüllt! Dann wird das Haus zusammengebölkt.

Okay, das ist alles nichts neues für mich, ich war schließlich schon mal verheiratet. Aber wenn die Kleine schon morgens an der Weinflasche hängt, weil der Tag anscheinend nicht zu schaffen ist, dann ist bei mir der Punkt erreicht, wo der Geduldsfaden reißt. Ich habe ihr jetzt oft genug gesagt:

„Wenn das so weiter geht, Kleine, dann schreibe ich das in unser Blog! Von mir aus auch mit einem Beweisfoto, damit alle Welt sieht, wie versoffen Du bist!“

Sie wollte nicht hören, lallte nur unverständliches Zeug. Ja, sie nahm mich nicht mal mehr Ernst.

Mittlerweile kommt sie nicht mal mehr mit mir ins Bett, sondern schleicht stolpert nachts irgendwann heimlich rein.

Es ist echt eine Schande, wie sehr man doch verwahrlosen kann. Wenn ich doch nur früher was dagegen getan hätte. Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass vielleicht ihre Eltern das lesen und ihr ins Gewissen reden.

Ach ja, hier noch das Beweisfoto, wie sie morgens bereits an der Weinflasche hängt. Das Foto ist um 6:45 Uhr enstanden.

Und mit sowas lebe ich unter einem Dach. 😉

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