Abgemeldet

Newsletter können ganz schön nerven. Was noch mehr nervt, sind Dienste, für die man zahlt und die einen dennoch mit Werbung zumüllen. Web.de ist ein gutes Beispiel. Einer der Gründe, warum meine neue Mailadresse nach der Hochzeit nicht bei web.de, sondern bei GMail liegt. Ich glaube ja, wenn die ein bisschen weniger Zeit mit Werbung und stattdessen etwas mehr ihren Dienst verbessern würden, dann…ach, jetzt träume ich.

Stayfriends ist auch so ein Kandidat. Vor ein paar Jahren hatte ich mich dort angemeldet. Ein Lockangebot ließ mich ein Jahresabo kaufen, mit dem ich zwischen Mitgliedern Nachrichten austauschen und deren Bilder anschauen konnte. Ja, ich war wirklich so dumm, DAFÜR zu bezahlen. Und dennoch wird man bei stayfriends von den Werbepartner penetriert. Ein Jahr später lief mein Abo aus und ich dachte nicht daran, dieses zu verlängern. Genutzt habe ich stayfriends sowieso kaum. Eigentlich nur zum automatisierten gratulieren meiner Kontakte. Das wars.

Am Ende des Monats stellte ich auf meinem Konto dann eine Abbuchung von stayfriends für ein weiteres Jahresabo fest. WTF?!
Ich fragte mal google und musste feststellen, dass stayfriends irgendwo in den Untiefen ihres Systems bei Abschluss eines Jahresabos eine Option haben, dass sich dieses automatisch verlängert, solange man den Haken nicht entfernt. Dieses tat ich und wartete wieder ein Jahr, bis das Abo ablief. Das war am 05.01. so weit.

Am 06.01. habe ich meine Daten bei stayfriends löschen lassen. Die meisten sind sowieso bei Facebook. Dort zahle ich nicht fürs Nachrichten senden oder Bilder anschauen. Da kann ich die Werbung dann auch tolerieren.

Einfach macht es stayfriends mit dem Abmelden natürlich nicht. Dem Blog vom AHCT-Computerladen sei Dank, dass ich diese Hürde meistern konnte.

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Heiter und wolkig

Vor einigen Wochen las ich einen Beitrag vom Wortvogel, bei dem ich dachte…“Wie recht er hat.“

Seit einigen Monaten bin ich ebenfalls in der Cloud zu Hause und fühle mich überraschend wohl.

Im Gegensatz zu Torsten war meine Entscheidung gar nicht so eine bewusste. Ich suchte nach einem Online-Kalender, der sich auch mit Thunderbird abgleichen lässt. Den fand ich bei Google. Da denkt man natürlich erstmal an die böse Datenkrake. Will ich das wirklich? Wobei, bin ich wiederum so wichtig, dass ich in einem abgeschlossenen System operieren muss? Ich will doch gerade einen überall zugänglichen Kalender haben, auf den ich zugreifen kann.

Google Calendar

Es war noch weit bevor ich anfing, den Google Chrome Browser zu nutzen. Über Extensions fügte ich bei Thunderbird meinen Googlekalender hinzu. Was sich als nicht einfach herausstellte, weil das hinzufügen nicht selbsterklärend ist. Also fragte ich…Google. Sowas macht man zum Glück auch nur einmal. Wenn es einem nicht gerade das System zerschießt, wie bei mir vor ein paar Monaten. Dann fängt man wieder an zu suchen, findet es nicht und fragt…Google.

Bei der Win7-Installation vor wenigen Wochen habe ich mir die Mühe gar nicht erst gemacht. Chrome ist eh ständig an, die wichtigen Termine haben eine Popup-Funktion. Wer braucht dann noch einen Kalender in Thunderbird?

Wenn neue Termine per Gmail reinkommen, können diese gleich in den Kalender integriert werden, was ich sehr praktisch finde. Und Steffi hat auch einen Kalender bekommen. Seitdem sehe ich immer, wann sie beschäftigt ist. Auch wenn sie gerade mal wieder nicht erreichbar ist, kann ich Termine für uns gemeinsam machen.

Sehr praktisch auch die Möglichkeit, beim Kalender einen Ort einzugeben und diese dann per Google Maps gleich anzeigen zu lassen.

Sicher, der Kalender ist nicht der schönste. Aber er macht genau das was ich will, wie ich will und das alles, ohne mich zu überfordern.

Googlemail aka GMail

Eher zufällig landete ich bei Gmail. Wieso zahle ich bei web.de einen Clubbeitrag von fünf Euro im Monat und kann dort nicht mal einen vernünftigen Kalender benutzen. Und wieso muss ich dort täglich Werbemails empfangen. Ich zahle für einen werbefreien Account. Naja, und da ich bald heiraten werde und dann einen neuen Namen haben werde, warum sollte ich meine neue Emailadresse bei web.de beantragen? Warum nicht auch bei Google?

Also habe ich bei Gmail schon mal eine Emailadresse mit meinem zukünftigen Namen beantragt und mich mit Gmail etwas befasst. Das Adressbuch von web.de exportiert und bei Gmail importiert. Die Geburtstage eingetragen und schwupps, da tauchen sie auch schon in meinem Kalender auf. Sehr praktisch.

Jetzt habe ich mich mit den Einstellungen beschäftigt und festgestellt, dass andere Accounts über Gmail abgerufen werden können. Flugs meinen web.de Account eingetragen und die ca. 1000 Mails abgerufen. Das einsortieren in Ordner hat dann doch etwas gedauert. Moment, sagte ich Ordner? Bei Gmail heißen die doch Labels…

Als das endlich fertig war, stellte ich bei Gmail noch ein, dass Mails über den web.de Account versendet werden. So kann ich Gmail schon vor meiner Heirat nutzen und nach der Hochzeit wird dann auf den neuen Accountnamen umgestellt. Meine Umstellung ist dagegen schon gelaufen. 🙂

Sehr gut finde ich auch die Möglichkeit, sich Dateien direkt im Browser anzuschauen. Sei es pdf, doc oder xls. Die Dateien werden allesamt ordentlich angezeigt. Für meine Bedürfnisse reicht es vollkommen. Sollte ich tatsächlich mal eine xls-Datei bearbeiten, kann sie in Texte&Tabellen kopiert und bearbeitet werden.

Texte&Tabellen

Texte&Tabellen nutze ich hauptsächlich, um die eine oder andere Datei zur Verfügung zu haben, ohne dass zu Hause der Server 24/7 laufen muss. Nicht das ich jederzeit Zugriff auf meine Dateien bräuchte und die paar Dateien können auch ruhig online bei Google stehen. Geschützt sollten sie trotzdem sein, weil ich sie nicht öffentlich stelle.

Nice to have und allemal günstiger als ein Office-Paket, dass man auch nicht häufiger braucht.

Picasa

Seit der Win7-Installation habe ich mich auch mal an Picasa rangetraut. Der erste Eindruck war schon mal ganz gut. Eine Gesichtserkennung war das spannendste, konnte ich diese über kurzes Hochladen in einen geschützten Picasa-Bereich diese dann in meine Gmailkontakte einfügen. Das war es aber auch schon mit meinem Bedarf an Bildbetrachtern. Voerst. Denn ich werde sicherlich noch weitere Anwendungsbereiche finden, so wie ich es auch bei Gmail und dem Kalender geschafft habe.

(Via KFMW)

Das Leben in der Cloud vereinfacht viele Sachen, von denen man vorher nicht wusste, dass sie umständlich waren. Den Google Reader nutze ich schon seit Jahren. Vielleicht hat mir das den Einstieg in die anderen Dienste von Google erleichtert. Von Firefox habe ich mich schon längst verabschiedet und vermisse ihn nicht mal. Chrome bindet die Dienste des Hausherrn sehr gut ein und man ist fast versucht zu sagen, dass das Arbeiten damit noch mehr Spaß macht.

Natürlich schwebt weiterhin der Schatten der Datenkrake über allem. Sensible Daten behandel ich aber weiterhin mit Vorsicht, von daher ist es für mich in Ordnung, wenn ich mich von Googles Diensten quasi abhängig mache. Und einiges trenne ich auch weiterhin strikt von Google. Blogger z.B. nutze ich nicht, dafür bin ich zu sehr in WordPress verliebt. iGoogle ist eine nette Spielerei, mehr aber auch nicht für mich.

Wichtig für mich ist, dass ich an meine Mails, Daten und Termine jederzeit rankomme, wenn ich nur Internetzugang habe. Und dabei ist es egal, ob der PC ein Pinguin ziert, das Laptop unter MacOS läuft oder ich mit dem Handy darauf zugreifen will. Und das ist der größte Vorteil. Das das Internet als Überall-Netz genutzt werden kann.
WikiLeaks

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Post von Frau Dr. Dr.

Die Rechtschreibschwäche in der deutschen Gesellschaft nimmt immer bedenklichere Ausmaße an. Gerade eben bekam ich eine Mail von Frau Dr. Dr. Katrin Braun mit dem Betreff

Endlich wollust im Bett

Meine Wollust im Bett ist immer groß und so schreibe ich Wollust dann auch. Also Frau Dr. Dr., wenn Sie mir etwas verkaufen möchten, dann achten Sie bitte auf Ihre Orthographie.

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